Neun Jahre ist nichts passiert

Grüne wollen wissen, warum die Stadt die Beschlüsse zur Biolandwirtschaft einfach nicht umsetzt

Für alle LeserEs war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema im Stadtrat: Der Leipziger Stadtrat beschloss mutige Vorgaben zum Ausbau des Biolandbaus, zu Hecken und Biotopschutz. Sogar im Integrierten Entwicklungskonzept (INSEK) der Stadt tauchen die Ziele auf. Aber die Realität zeigt das Gegenteil: Augenscheinlich fühlt sich kein einziges Leipziger Amt bemüßigt, die Stadtratsbeschlüsse auch umzusetzen. Die Grünen legen deshalb ein dickes Antragspaket vor. Und wir reisen zurück ins Jahr 2007.

Denn damals war das Thema Biolandwirtschaft auch schon Inhalt einer Anfrage der Grünen. Und Leipzigs Verwaltung stand eigentlich dahinter. So im Allgemeinen. Man ist gern Mitglied in allerlei Verbänden und Initiativen zur Artenvielfalt und zu Fairtrade. Und man schreibt es gern in die großen Pläne, die den Leipzigern als Leitbild des Verwaltungshandelns verkauft werden. Aber wenn es dann um konkrete Taten geht, herrscht Schweigen.

Deswegen gilt nicht einmal mehr, was der Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) 2007 noch zur ökologischen Landwirtschaft auf Leipziger Besitz gesagt hatte: 200 Hektar Städtische Fläche seien an Ökolandwirte verpachtet worden, was rund 10 Prozent der Landwirtschaftsfläche im Eigentum der Stadt sei.

Kurz vorher hatte die Stadt sich von ihren einst vorbildlichen Ökologischen Stadtgütern getrennt. Leipzig wollte nicht selbst Landwirt sein. Die Güter waren einst vom Betrieb für Beschäftigungsförderung (bfb) bewirtschaftet worden. Und sie galten – anders als viele andere bfb-Projekte – tatsächlich als vorbildlich, weil sie zeigten, dass auch in Leipzig ökologisch gewirtschaftet werden kann. Immerhin ging es allein hier um 173 Hektar, die die Stadt zwischen 2002 und 2005 auf Stadtratsbeschluss abwickelte.

Mancher im Stadtrat hielt das damals für den Startschuss einer weiteren ökologischen Entwicklung auf Leipziger Grund und Boden. Aber das Gegenteil war der Fall, wie Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal nun 2018 angeben musste: Nur noch 6 Prozent des Leipziger Landbesitzes wird ökologisch bewirtschaftet. Selbst in naturgeschützten Landschaften wie der Elster-Luppe-Aue wird intensiv geackert, wird auch noch Gülle verspritzt.

Das Thema treibt die Grünen-Fraktion schon seit Monaten um, sagt Norman Volger, der Fraktionsvorsitzende. Als die Stadt um den Jahreswechsel den Start des geförderten Projekts „WERTvoll“ bekanntgab, sei man angenehm überrascht gewesen, weil es den eigenen Vorstoß ergänzt. „Aber es geht nicht ansatzweise so weit wie unsere Anträge“, sagt Volger.

Denn was die Grünen jetzt vorgelegt haben, ist ein richtiges Fragen- und Antragspaket zur ökologischen Landwirtschaft der Stadt.

Die drei Frage-Pakete:

  1. In einer Anfrage wollen die Grünen wissen, warum von nunmehr noch 1.800 Hektar städtischer Ackerfläche nur noch 106 Hektar ökologisch bewirtschaftet werden. Wie kam es dazu? Kann es sein, dass das zuständige Liegenschaftsamt den Stadtratsauftrag, jede neu zu verpachtende Fläche zwingend auszuschreiben, sträflichst vernachlässigt hat? Denn mit jeder Ausschreibung, so Volger, hätte ja auch der Stadtratsbeschluss erfüllt werden müssen, Biobauern zwingend zu bevorzugen. Alles seit 2010 beschlossen. Allein diese Anforderung hätte dazu führen müssen, dass mehr Biolandwirtschaft auf Leipziger Flächen passiert, und nicht weniger. „Und wir kennen viele Bewerber, die sich um solche Flächen bemühen“, sagt Ingo Sasama, der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer. „Aber sie kommen einfach nicht zum Zug. Da wollen wir doch schon gern wissen, woran das liegt.“
  1. Fragenpaket: Fördert die Stadt in irgendeiner Weise den Biolandbau? Wie viele Bio-Bauern kamen überhaupt zum Zug? – Eigentlich hätte man erwarten dürfen, dass die Stadt darüber jährlich berichtet. Aber die (Neu-)Verpachtungen an Bauern sind für den Stadtrat eine Black Box. Sie erfahren nichts darüber.
  2. Fragepaket: Was ist eigentlich aus dem Stadtratsbeschluss von 2012 geworden, die Pächter städtischer Flächen verbindlich zum Anpflanzen von Feldhecken zu verpflichten? „Soweit wir das sehen, ist da gar nichts passiert“, sagt Volger. „Im Gegenteil, es sind noch mehr Feldhecken verschwunden.“

Und das, obwohl auch Verwaltung und Bauern wissen, dass solche Feldhecken unersetzlich sind für die Artenvielfalt in der Region. Hier finden viele Nützlinge Brut- und Wohnstatt. Aber wenn selbst die Hecken bis zum Straßenrand untergepflügt werden, geht diese Artenvielfalt weiter zurück. Und dabei geht es nicht nur um Bienen und Schmetterlinge, sondern auch um Hasen und Vögel. Und soweit es die Grünen sehen, hat Leipzigs Verwaltung diesen Stadtratsbeschluss einfach nicht angepackt.

Eine Vermutung: Die Ämter haben sich nicht gerührt, weil sich keins verantwortlich fühlt. Denn für die Landverpachtungen ist das Liegenschaftsamt verantwortlich, für den Umweltschutz aber sind es zwei Ämter im Umweltdezernat. Und keines scheint in den sieben Jahren überhaupt Lust gehabt zu haben, überhaupt mit den Bauern zu sprechen, die das umsetzen sollen.

„Wir haben in den vergangenen Monaten mit vielen Bauern gesprochen“, sagt Volger. „Denn so etwas legt man nicht einfach fest. Das geht nur zusammen mit den Betroffenen.“

Und Ergebnis dieser Gespräche mit den Bauern und der Überlegungen in der Grünen-Fraktion sind dann satte acht Anträge.

Die behandeln wir an dieser Stelle extra auf L-IZ.de.

Nächtliche Gülle-Ausbringung am Schlosspark Lützschena stinkt zum Himmel

Ökologische Landwirtschaft
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Fridays For Future legt 10-Punkte-Forderungen zur sächsischen Landtagswahl vor
Fridays For Future demonstrieren in Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie sächsischen Gruppen von „Fridays For Future“ haben es schon deutlich gesagt: Die Landtagswahl ist eine Klimawahl. Die Sachsen haben es in der Hand, Parteien in die Regierung zu wählen, die das Land wirklich fit machen wollen für eine Zeit nach der Kohle. Und die auch die anderen Aspekte des Klimawandels mitdenken. Es wird eine Kraftanstrengung. Aber was wird aus einem Land, das zu feige ist, Herausforderungen anzunehmen? Am Freitag, 23. August 2019, hat FFF seine Forderungen an die sächsische Politik vorgestellt.
Probefahrt, Reparaturbetrieb und die erstaunliche Frage nach der Mündigkeit in einem kontrollbesessenen System
Leipziger Zeitung Nr. 70. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs sind immer wieder Sätze von Kolleg/-innen in der jeweils neuen „Leipziger Zeitung“ (die Nr. 70 liegt jetzt überall, wo es gute Zeitungen zu kaufen gibt), die so einen kleinen Aha-Moment ergeben, auch wenn die Themen in der Zeitung von uns meist lange vorher schon angedacht und geplant sind. So auch unsere Recherche-Tour in die Erinnerungswelt der DDR. Was davon ist heute noch wirksam? Oder hängt uns die 1990 Abgewickelte immer noch am Hacken?
Meint das Berlin-Institut wirklich echte Teilhabe oder doch nur wieder den alten Spruch „Ohne Geld biste nix“?
Die Cluster-Karte des Berlin-Instituts. Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Für alle LeserAm Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles, könnte man in freier Interpretation nach Goethe sagen, wenn man das studiert, was das Berlin-Institut „Teilhabeatlas Deutschland“ nennt und am Donnerstag, 22. August, in Berlin vorgestellt hat. Das Original von Goethe klingt freilich so: „Nach Golde drängt, Am Golde hängt / Doch alles. Ach wir Armen!“ Als hätte er geahnt, was aus einem Land wird, in dem Geld Politik macht. Ziemlich notdürftige, wie man meinen könnte.
ADFC Sachsen hofft, dass der Radverkehr nach der Sachsenwahl endlich von der Kriechspur kommt
Radfahrerinnen im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem frühere Regierungszeiten meist eher einem stillen Verzweifeln glichen – so aus Radfahrerperspektive –, weil der Bau neuer Straßen für Autos immer wichtiger war als Investitionen ins Radwegenetz, war mit der CDU/SPD-Regierung seit 2014 zumindest die Hoffnung verbunden, dass jetzt endlich die Bremsen gelöst und viele Radwege gebaut werden. Aber irgendwie blieb's doch wieder beim Schneckentempo, resümiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen.
Sonderausstellung im Bach-Museum widmet sich drei begabten Musikerinnen und ihrer Beziehung zu Bachs Musik
Zwischen Fanny Hensel und Clara Schuman fehlt nur das Bild von Anna Magdalena Bach. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben im großen Jubiläumsjahr für Clara Schumann. Da wundert es nicht, dass auch das Bach-Museum die begnadete Pianistin und Komponistin in eine besondere Ausstellung mit aufnimmt. Zusammen mit zwei anderen Musikerinnen, die zutiefst mit dem Werk von Johann Sebastian Bach verbunden sind: Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, und Anna Magdalena Bach, der musikalischen Frau an der Seite des Thomaskantors.
Fridays for Future lädt am 30. August auch in Leipzig zur großen Klima-Demonstration zur Landtagswahl ein
Genug geredet heißt das Signal von Fridays for Future auch in Leipzig. Die Jugendlichen sind mit der Analyse fertig und kämpfen. Am 21. und 22. dann in Aachen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAuch wenn es kaum eine Partei so plakatiert hat, ist die sächsische Landtagswahl eine Klimawahl. Die Sachsen entscheiden, ob sie eine Regierung bekommen, die kluge Entscheidungen zur Anpassung des Landes an den Klimawandel trifft, oder ob am Ende eine Kohle-Regierung dabei herauskommt, die den notwendigen Richtungswechsel wieder für fünf Jahre blockiert. Deswegen lädt auch „Fridays For Future“ Leipzig extra zur einer Wahl-Demo am 30. August ein.
Thomanerchor Leipzig eröffnet Chorjahr mit Motette am Freitag in der Nikolaikirche
Thomanerchor Leipzig. Foto: Matthias Knoch

Foto: Matthias Knoch

Nach dem Ende der Sommerferien eröffnet der Thomanerchor Leipzig das Schul- und Chorjahr 2019/20 am Freitag, 23. August, mit einer Motette (18 Uhr) in der Nikolaikirche. In dem Gotteshaus, das zur Leipziger Amtszeit Johann Sebastian Bachs und noch bis in die 1940er-Jahre zu den Hauptwirkungsstätten der Thomaner zählte, erklingen unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz Werke von E. Fr. Richter, J. Gallus, J. S. Bach / G. Ph. Telemann, D. Buxtehude, M. Reger.
Kandidaten-Check von Abgeordnetenwatch: Lobbyismus, Vermögenssteuer, Landarztquote, Kita …
Wahlplakate an der Petersstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWorum geht es eigentlich bei der Sachsenwahl am 1. September? Geht es wirklich um Migration, wie die einen behaupten, eine Bewahrung von Heimat? Oder geht es um Kohleausstieg und Lösungen für den Klimawandel? Oder geht es gar um die Frage: Wer regiert wirklich – die gewählten Parteien oder die Lobby-Organisationen, die in Hinterzimmern ihre Interessen durchdrücken? Zumindest diese Frage stellte Abgeordnetenwatch den Direktkandidat/-innen der Parteien. Mit erhellendem Ergebnis.
Kanalschwimmer: Ulrike Draesners Roman über die intensive Einsamkeit des Schwimmers im Ärmelkanal
Ulrike Draesner: Kanalschwimmer. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende fühlt man sich, als habe man ein ganzes Buch durchschwommen. Und wisse letztendlich selbst nicht: Hat man nun die rettende Küste erreicht? Ist man gescheitert oder aufgefischt worden? War es Charles’ letztes Stündchen, in dem er zumindest für sich sagen konnte: Jetzt weiß er, was Maude meinte? Jetzt könnte er im Reinen sein mit sich, sich quasi entschlüpft?
NPD und AfD eingeladen: Klimadiskussion in Dresden nach Kritik abgesagt
NPD und AfD sollten an einer später abgesagten Klimadiskussion teilnehmen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Klimadiskussion unter dem Titel „Fakten statt Geblubber“, die am Freitagabend, den 23. August, in Dresden stattfinden sollte, ist abgesagt. Die Organisatoren, die Dresdner Gruppen von „Parents for Future“ und „Scientists for Future", reagierten damit auf massive Kritik, nachdem unter anderem die rechtsradikalen Parteien AfD und NPD eingeladen waren.
Von Diktatur halten die Berliner nicht viel
Diskriminierungserfahrungen der Berliner. Grafik: Berlin-Monitor

Grafik: Berlin-Monitor

Für alle LeserBerlin hat jetzt auch einen Monitor. So wie Thüringen einen Thüringen-Monitor hat und Sachsen einen Sachsen-Monitor. Und die ersten Ergebnisse, die am Mittwoch, 21. August, vorgestellt wurden, zeigen etwas, was der Sachsen-Monitor eher verwischt als deutlich macht: In Großstädten ticken die Menschen anders als in ländlichen Regionen. Nicht nur die Lebenswelten driften auseinander, auch die Einstellungen zu Demokratie und Weltoffenheit.
LVB sehen keine Zukunft mehr für die Straßenbahnverbindung zum Völkerschlachtdenkmal
Buslinie 70 auf der Schlachthofbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOb das so eine gute Idee ist? Leipzig denkt zwar intensiv über den Ausbau des Straßenbahnnetzes nach, um den Anteil des ÖPNV im täglichen Verkehr deutlich zu erhöhen. Aber die bis jetzt noch bestehende Ausweichstrecke über die Richard-Lehmann-Straße soll 2021 im Zuge der Komplettinstandsetzung der Schlachthofbrücke am MDR zurückgebaut werden. Eine notwendige Sanierung der Gleise, so die LVB, sei nicht förderfähig.
Was kann man tun, wenn Vorgesetze kein Vorbild sind und mit den Mitarbeitern nicht kommunizieren?
Treppenhaus im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bilanz, die Leipzigs Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning am Dienstag zog, war knapp, aber deutlich: „Stadt-Mitarbeiter sind zufrieden und dennoch kritisch“. Die Stadtverwaltung von Leipzig bietet zwar eine Menge interessanter und abwechslungsreicher Arbeitsplätze. Aber in der Mitarbeiterführung gibt es in einem Viertel der Stadtverwaltung spürbare Probleme.
Dornier 328NEU soll ab 2023 am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden
Wirtschaftsminister und Vize-MP Martin Dulig und Fertigungsleiter Nico Neumann betreten die D328NEU. Foto: SMWA/Bonss

Foto: SMWA/Bonss

Für alle LeserSeit ein paar Tagen schon wurde gemunkelt. Seit Mittwoch, 21. August, ist es jetzt offiziell: Das US-amerikanische Luft- und Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) und die 328 Support Services GmbH (328SSG) haben am Mittwoch, 21. August, ihre Pläne zur Gründung eines neuen Flugzeugherstellers am Flughafen Leipzig/Halle bekannt gegeben.
Wessen Erbe ist eigentlich die ostdeutsche AfD?
Ein Ei und das andere: AfD und Pegida als Einheit auch in der Optik. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDa ackern sich die demokratischen Parteien die ganze Zeit ab, sich in einem relativ fairen politischen Wettbewerb zu behaupten – und dann kommt eine Marketingtruppe in Blau-Rot und beansprucht einfach mal die Wende für sich. Oder doch die Friedliche Revolution? Zahlreiche bekannte Bürgerrechtler verwahren sich gegen den Missbrauch. Aber hat nicht eher Andreas Wassermann recht, der in seinem „Spiegel“-Essay schreibt: „Die AfD gehört zum Erbe von '89“?