Seit dem 22. November ruhen die Fällarbeiten im Leipziger Auwald

Für alle LeserSeit dem 22. November werden im Leipziger Auwald keine weiteren Bäume gefällt. Die Stadt Leipzig verzichte bis auf Weiteres auf Baumfällarbeiten im Leipziger Auwald, teilen die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. und der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e.V. (NuKLA) mit. Dem vorausgegangen war der gerichtliche Eilantrag im Auftrag der GRÜNEN LIGA Sachsen e.V. als anerkannte Naturschutzvereinigung.

Die beauftragte Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnergesellschaft mbH hatte beim Verwaltungsgericht Leipzig den Stopp der Abholzungen im Auwald beantragt.

Am 17. November diesen Jahres hatte die Stadt Leipzig mit den Fällarbeiten im Leutzscher Holz begonnen und dort bereits zahlreiche alte Eschen, auch solche, die im Vorfeld als Quartierbäume für Vögel und Fledermäuse markiert waren, beseitigt. Grundlage dafür war der im Oktober beschlossene Forstwirtschaftsplan, dessen Ausmaße die GRÜNE LIGA sehr kritisch sieht.

„Diese Maßnahme kann als Beleg dafür gelten, mit welcher Rigorosität und Ignoranz die Stadtverwaltung Leipzig in naturschutzrelevanten Flächen agiert“, betont Tobias Mehnert, der Vorsitzende des Landesverbandes der GRÜNEN LIGA.

„Und es hilft dem Auwald wenig, wenn z. B. der städtische Umweltverein Ökolöwe für die Fällsaison 2018 eine neue Vorgehensweise mit der Stadt Leipzig abgestimmt haben will, die angeblich einen verstärkten Naturschutz zum Inhalt hätten. Denn alle wohlmeinenden Absichtserklärungen und Appelle bleiben Theorie, wenn mit der Kettensäge im Wald Tatsachen geschaffen werden.“

Die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. setzt sich seit Jahrzehnten mit den ihr zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln und der notwendigen Konsequenz für den Schutz der sächsischen Natur ein.

„Auch wenn aktuell die Kettensägen im Leipziger Auwald verstummt sind, wird der juristische Einsatz für den Schutz des Leipziger Auwaldes die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. erfahrungsgemäß über viele Jahre beanspruchen. Es sei denn, die Stadtverwaltung Leipzig hat vorher ein Einsehen und verzichtet zukünftig auf die Abholzung des charakteristischen Altbaumbestandes in den Schutzgebietsflächen“, formuliert Mehnert die Erwartungen des Umweltverbandes an die Stadt Leipzig.

„Denn es braucht nicht nur mehr Grün in der Leipziger Innenstadt für die Menschen – auch und gerade der Wald als Lebensraum für unsere Mitgeschöpfe braucht mehr Schutz und keine Kettensägen.“

Wolfgang Stoiber hat vom selbstgerechten Ämterstammtisch die Nase voll

 

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