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Zweckverband „Neue Harth“ legt neue Pläne für den Nordstrand des Zwenkauer Sees vor

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    Wenn alles so wird, wie Leipzig und Zwenkau sich das am Zwenkauer See so vorstellen, dann könnte der Nordstrand des Sees ein betriebsames Erholungsrefugium werden mit Hafendorf, Seedorf und Walddorf, Hotel Spa, Caravaning Platz und Badestrand. Zumindest sind das die Hauptbestandteile dessen, was sich die Mitglieder des Zweckverbands "Neue Harth" jetzt für den neuen Masterplan ausgedacht haben.

    Den alten Masterplan haben sie ja bekanntlich kassiert und sich zwei Jahre Zeit gelassen, den nach wie vor unentwickelten Nordteil des Sees zu strukturieren. Wichtigste Änderung war der Verzicht auf einen zweiten großen Hafen. Ansonsten waren sich die Stadt Leipzig und die Stadt Zwenkau, die sich den Zwenkauer See teilen und auch den Zweckverband „Neue Harth“, einig, dass es hier Touristische Dörfer, Segelsport und Campingplatz geben sollte.

    Der Zweckverband „Neue Harth“, der für die Städte Leipzig und Zwenkau das Gebiet zwischen dem Cospudener See und dem Zwenkauer See beplant und erschließt, hat in seiner Verbandsversammlung am Montag, 13. Juli, einen neuen Masterplanentwurf für die Entwicklung des Verbandsgebietes beschlossen.

    Der Verbandsvorsitzende, Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz, äußerte sich am Dienstag, 14. Juli, erfreut, dass der Zweckverband auf dieser Basis in den nächsten Jahren die Entwicklung des Nordufers des Zwenkauer Sees mit gezielten Angeboten für Tourismus, Naherholung und Sport angehen kann. Der Entwurf des Masterplans zeigt auf, welche Gesamtentwicklung für den Seenverbund Zwenkauer See/Cospudener See und das Verbandsgebiet von den beiden Städten angestrebt wird. Darüber hinaus werden die absehbaren Verknüpfungen zu den Städten Zwenkau und Leipzig sowie Markkleeberg mit abgebildet.

    Die Planung stammt vom Dresdener Planungsbüro Labor 4+.

    Die Planung lege einen hohen Wert auf Maßnahmen zur Verbesserung des Landschaftsbildes als Grundlage für eine erfolgreiche Vermarktung und Entwicklung der touristischen Potentialflächen am Nordufer des Zwenkauer Sees, betont der Zweckverband in seiner Mitteilung zum Thema. Hier muss freilich in den kommenden Jahren durch den Flächeneigentümer, die Sächsische Seebad Zwenkau GmbH & Co.KG, zunächst noch in die Verbesserung der Böden und den beschleunigten Vegetationsaufbau investiert werden. Erst dann kann auch die touristische Erschließung beginnen. Denn noch ist das Gelände naturbelassene Tagebauaufschüttungsfläche mit der entsprechenden Jungwaldpflanzung. Auch der Weg ist hier noch der reine Tagebauweg, der für die öffentliche Nutzung nicht freigegeben ist.

    Ausschnitt aus dem Masterplan für die Entwicklung des Nordufers des Zwenkauer Sees, Karte: ZV Neue Harth
    Ausschnitt aus dem Masterplan für die Entwicklung des Nordufers des Zwenkauer Sees, Karte: ZV Neue Harth

    Ein echtes Plus für künftige Erholungsmöglichkeiten: Gegenüber der bisherigen Masterplanung werden die Baulandpotentiale um mehr als die Hälfte reduziert. Drei Touristische Dörfer, ein Campingplatz und Sportangebote sollen dann zum Ende des Jahrzehnts unmittelbar an der A 38 Anschlussstelle „Neue Harth“ gegenüber von Belantis entstehen können. Daneben zeigt die Masterplanung die gebündelten Potentiale des Seenverbundes für vielfältigen Wassersport, Wandern, Radfahren und die allgemeine Naherholung auf.

    Und deutlich besser herausgearbeitet ist die künftige Verbindung mit den angrenzenden Seen und Städten.

    „Die Planung hebt deutlich hervor, dass sich der Bereich der Landbrücke zwischen dem Cospudener und Zwenkauer See schrittweise und gemeinsam mit den anderen Angeboten in Zwenkau, Leipzig und Markkleeberg sowie dem Belantis Freizeitpark zu einer äußerst attraktiven Destination im Leipziger Neuseenland entwickeln wird“, formuliert es der Zweckverband.

    Bis zum kommenden Jahr soll am Nordufer des Sees schon ein Anleger für das Fahrgastschiff Santa Barbara gebaut werden, so dass Fußgänger und Radfahrer zum Zwenkauer Hafen übersetzen können.

    Die Entwicklung des Uferbereichs zwischen dem Auslaufbauwerk zur Weißen Elster im Westen und dem künftigen Harthkanal im Osten geht praktisch parallel mit den Bauarbeiten am Kanal los, wo derzeit die Bodenverdichtungsarbeiten laufen. Bis 2018 soll dann der Kanal fertig sein und mit ihm auch wieder eine der wichtigen Radwegeverbindungen zum Cospudener See. Eine zweite soll von der Bistumshöhe direkt über die A38 zum Nordufer des Zwenkauer Sees führen und dort den Anleger der Santa Barbara berühren, eine dritte macht den Zwenkauer jetzt schon über den Umweg über die Weiße Mark erreichbar.

    Das Ostufer des Sees soll übrigens genau wie der Südzipfel auch zum Vogelschutzgebiet werden. Die Piers am Nordstrand sind vor allem für Segler, Surfer und Paddler vorgesehen.

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