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SPD-Stadtrat versichert: Es gibt keine Notwendigkeit einer verlängerten S46 durch die Weinteichsenke

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    Seit ein paar Wochen wird wieder diskutiert über die Weinteichsenke in Markkleeberg, befürchten die Bürger, dass alte Pläne, eine Umgehungsstraße für die S46 zu bauen und das Quellgebiet des Weinteichgrabens mit Wohnbebauung zu versiegeln, nun doch noch umgesetzt werden. Hintergrund ist die in der Diskussion befindliche Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Darin geht es auch um die Weinteichsenke. Aber die Umgehungsstraße werde es mit der SPD nicht geben, versichert Rolf Müller.

    Rolf Müller ist Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, die mit sechs Sitzen zweitstärkste Fraktion im Markkleeberger Stadtrat ist.

    „Wir können die Aufregung mancher Bürgerinnen und Bürger wie auch Medien verstehen, da bisher kaum Informationen zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans für Markkleeberg bekannt sind. Der Grund dafür ist simpel“, sagt Rolf Müller.

    „Wir befinden uns aktuell in der nicht-öffentlichen Diskussionsphase einzelner, aber wichtiger Punkte, die zwischen Stadtratsfraktionen und Stadtverwaltung abgestimmt werden müssen, bevor es einen Entwurf geben kann. Dieser wird dann natürlich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Markkleebergs diskutiert, bevor er durch den Stadtrat beschlossen wird. Denn wir stehen zu unserem Wort, die Menschen unserer Stadt in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einzubeziehen.“

    Rolf Müller betont dabei neben dieser Einbeziehung besonders auch die Entwicklung von Markkleeberg „mit Augenmaß, um den Charakter als Stadt im Grünen zu erhalten“. Die Diskussion angestoßen hat die Bürgerinitiative Markkleeberg-Ost, die schon einmal mit Verve gegen die Pläne einer Umgehungsstraße in der Weinteichsenke gekämpft hat.

    „Wichtig ist für uns als SPD-Fraktion, dass die weitere Entwicklung unserer Stadt im Grünen mit Augenmaß vollzogen wird. Also: Dass ökologische und soziale Aspekte ebenso mit bedacht werden – so wie jüngst bei der Erarbeitung des Leitbildes 2030 geschehen“, versucht Müller den Anspruch zu umreißen.

    „Für uns gilt dabei das Credo: Erhalt von wertvollen Naturarealen vor Bebauung. Unter Augenmaß stellen wir uns außerdem vor, dass man genau abwägt, ob man diese oder jene Erschließungsstraße oder neues Bauland tatsächlich benötigt. So können wir als SPD-Fraktion bereits jetzt sagen, dass für uns keine Notwendigkeit einer verlängerten S46 durch die Weinteichsenke besteht.“

    Im Frühjahr soll der Flächennutzungsplan in die öffentliche Diskussion gehen. Da wird es spannend, ob die Weinteichsenke insgesamt in Ruhe gelassen wird. Oder ob die Diskussion um geplante Bebauung mit Wohnhäusern und Gewerbe im südöstlichen Teil dann erst richtig losgeht.

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