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Heute Abend kommen die ersten Flüchtlinge aus Chemnitz in die Leipziger Messehalle 4

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    Am Nachmittag trafen schon die ersten Hilfskräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks an der Messehalle 4 in Leipzig ein. Ihre Aufgabe: Eine Flüchtlingsunterkunft für rund 2.000 erwartete Asylsuchende vorzubereiten und einzurichten. Die ersten Flüchtlinge sollen noch heute Abend auf dem weiträumig abgesperrten Gelände aus Chemnitz eintreffen. Über die genaue Zahl der zu erwartenden Menschen konnten die Verantwortlichen des DRK noch keine Prognose treffen. DRK-Sprecher Kai Kranich gegenüber der L-IZ: "Das können wir beim besten Willen nicht sagen und wäre Spekulation."

    Der DRK-Sprecher war für mit Abwesenheit glänzender Vertreter der verantwortlichen Landesdirektion eingesprungen. Kai Kranich weiter: „Die Unterkunft wird heute schon bis zu 250 Flüchtlinge aufnehmen. Die ersten Busse werden nach unseren Informationen am späten Abend erwartet. Wann genau, können wir noch nicht sagen. Die Asylbewerber kommen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz. Aus welchen Ländern sie stammen, können wir derzeit nicht sagen. Aber wohl vorwiegend aus Syrien.“ Während der DRK-Sprecher dies sagte, wurde am Halleneingang schon alles hergerichtet, um die Asylsuchenden zu registrieren. Laptops wurden aufgestellt und eingerichtet, Drucker angeschlossen. Knapp wird es wohl mit den sanitären Einrichtungen werden, stehen für die Flüchtlinge doch gerade mal rund 40 Toiletten bereit. Kai Kranich: „Aber wir kriegen das schon noch hin. Zur Not lassen wir auch Dixi-Toiletten aufstellen.

    Weitere Hallen als Aufnahmelager nicht eingeplant

    Messe-Sprecher Steffen Jantz auf Nachfrage: „Die Halle 4 kann bis Mitte Dezember zur Verfügung gestellt werden, ohne dass Veranstaltungen davon beeinträchtigt wären.“
    Vorgesehen ist die Notunterkunft für die Flüchtlinge höchstens für die Dauer eines Vierteljahres. Kai Kranich: „Sie werden anschließend weiter auf die Städte und Landkreise verteilt. In der Regel erfolgt das jedoch schon früher. Vorrang haben Familien mit Kindern.“

    Minimum an Privatsphäre vorhanden

    Während die Verantwortlichen noch die Fragen der Presse beantworteten, herrschte rund um die Halle und in der Unterkunft schon Hochbetrieb. So wurden um die Halle Zäune als Sichtschutz montiert, das Gelände nach außen hin abgesichert, mobile Toilettencontainer wurden antransportiert, Feldbetten aufgestellt. Dennoch wirkte die Halle trostlos, schon alleine wegen ihrer schieren Größe. Aufgeteilt werden die Menschen auf montierte Trennwände, in denen rund 15 Feldbetten Platz finden. Zwar sind sie so von hinten und von den Seiten vor Einblicken geschützt, doch nach vorne sind die Abteile offen. Steffen Jantz von der Messe: „Daran lässt sich leider nichts ändern. Aber wenigstens besteht so ein Minimum an Privatsphäre.

    Freizeitangebote sollen Spannungen abbauen helfen

    Der Messesprecher betonte auch, dass man so gut wie möglich versuchen wolle, Spannungen zu vermeiden. „Es ist verständlich, dass viele Menschen auf diesem Raum auch Spannungen ausgesetzt sind. Deshalb stellen wir verschiedene Möglichkeiten bereit, sich zum Beispiel mit Sport und Spiel abzulenken, beziehungsweise zu entspannen.“ So ist auf den freien Flächen der Halle etwa ein Spielgelände für Kinder sowie ein Fußballplatz eingeplant.

    Verpflegung wird durch das DRK übernommen

    Für die Verpflegung der Flüchtlinge sorgt das DRK. Auch für die medizinische Versorgung wird gesorgt sein, wobei sich unterschiedliche Probleme auftun. Kai Kranich: „Wir müssen erstmal sehen, wie die gesundheitliche Lage ist. Viele können sicher auch hier behandelt werden. So reicht bei Krätze die Verabreichung einer kleinen Tablette völlig aus. Anders sieht es mit Leuten aus, die zum Beispiel Diabetes haben. Meist haben sie auf ihrer langen Fluch die Medikamente verloren. Dann müssen wir entscheiden, ob wir sofort in Kliniken überführen oder ob eine Überweisung für einen Facharzt reicht. Inwieweit freiwillige Helfer oder Spenden gebraucht werden, könne man erst sagen, wenn man einen genauen Überblick über die Situation habe. Man werde dann Bescheid sagen, was gebraucht werde, so Kranich.

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