Artikel zum Schlagwort Flüchtlinge

Andrej E. Skubics Roman „Spiele ohne Grenzen“

Die schäbige Wahrheit über Europas Flüchtlingsvergrämung am Mittelmeer

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich ist es ein unaushaltbares Buch, das Andrej E. Skubic da 2015 in Ljubljana veröffentlicht hat, mitten in dem, was in Europas Medien als „Flüchtlingskrise“ inszeniert wurde. Sein Heimatland Slowenien war bis dahin Teil der sogenannten Balkanroute, war aber auch eins der ersten Länder, die einen Grenzzaun errichteten. Mitten in dem Moment, in dem echte humanitäre Hilfe gefragt war, gingen in Europa die Schotten hoch. Und das Mittelmeer wurde zur Todesfalle. Weiterlesen

Vor der Bundestagswahl im Osten Leipzigs - Ein Interview

Ostsicht Festival will für kritischen Durchblick sorgen

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserAm kommenden Samstag findet das Ostsicht Festival im Stadtteilpark Rabet statt. Der Bildungsverein Parcours, der das Festival veranstaltet, hat das Datum eine Woche vor der Bundestagswahl gezielt gewählt: Er will junge und unentschlossene Erstwähler ansprechen und sie zum kritischen Nachdenken nicht nur über diese Wahl bewegen. Alexander Böhm hat für die L-IZ mit Max vom Organisationskreis gesprochen; wo man gern die zukünftigen Wähler sehen würde, über das Wahlkampfthema innere Sicherheit und über das Festival selbst. Weiterlesen

„Wir zusammen schaffen Zukunft“: Fortsetzung in Leipzig

Veranstaltungsreihe von „Wir zusammen“ und Handelsblatt fördert den Dialog über die Integration von Flüchtlingen

Foto: Stefan Hoyer

Mit der fünften Auflage von „Wir zusammen schaffen Zukunft“ am 31. August 2017 in Leipzig konnte „Wir zusammen“ erneut zahlreiche Unternehmen erreichen und zum Dialog über die Integration von Flüchtlingen anregen. Nach München, Hamburg, Frankfurt und Essen hatte das Netzwerk „Wir zusammen“ gemeinsam mit dem Handelsblatt diesmal in die Da Capo Eventhalle in Leipzig eingeladen. Rund 120 Gäste lauschten den Beiträgen von Vertretern von Behörden, dem Land Sachsen und „Wir zusammen“ Mitgliedsunternehmen, die in Vorträgen und Diskussionsrunden sowie durch Best Practice Beispiele über den aktuellen Stand der Integration von Flüchtlingen informierten. Weiterlesen

Geflüchtete Ärzte „im Paragrafendschungel“

Schaper/Nagel (Linke): Approbation ausländischer Mediziner erleichtern

Die Freie Presse berichtet heute über „Zwei Ärzte im Paragrafendschungel“. Es geht um die beiden aus dem Irak stammenden Allgemeinmediziner Humam Haqi Ismail und Alyamaan Muhanad Naji, die 2015 nach Deutschland geflohen sind und nun gern im Erzgebirgskreis praktizieren würden. Sie besitzen dem Bericht zufolge ausreichende Sprachkenntnisse, scheitern allerdings an absurden bürokratischen Hindernissen: Zum Kurs, den sie zur Erteilung der Approbation besuchen müssen, werden sie erst zugelassen, wenn sie die Einstellungszusage eines Arztes vorweisen. Eine solche Zusage erhalten allerdings nur Personen, die eine Approbation besitzen. Zudem droht ihnen die Abschiebung. Weiterlesen

Uni-Professorin lädt zu bisher einzigartiger Veranstaltung ein – Chance zu Vernetzung und Austausch

Tagung lässt geflüchtete Akademiker zu Wort kommen

Foto: Andreas Lamm

Hunderttausende Menschen mussten in den vergangenen Jahren ihre Heimat verlassen – darunter auch Akademiker und Wissenschaftler. In Deutschland dürfen sie ihren Beruf nicht ohne weiteres ausüben. Hochqualifizierte Geflüchtete haben daher kaum Möglichkeiten, sich mit anderen Experten zu vernetzen und auf Augenhöhe auszutauschen. Deshalb lädt die Initiatorin des vor zwei Jahren gegründeten Online-Portals „Chance for Science“, Prof. Dr. Carmen Bachmann von der Universität Leipzig, am 15. September zu der Tagung „Akademiker auf der Flucht“ ein. Im Mittelpunkt stehen geflüchtete Wissenschaftler und Akademiker sowie ihre Forschungsgebiete. Weiterlesen

Asylpolitik

Von Abschiebung bedrohte Menschen reden auf dem Augustusplatz

Foto: René Loch

Für alle LeserMenschen zu Wort kommen lassen, die von Abschiebung bedroht sind – das war das Anliegen des Leipziger Asyl-Rechtshilfefonds Peperoncini. Am Samstagnachmittag sprachen deshalb mehrere Geflüchtete auf dem Augustusplatz über ihre persönliche Situation und allgemeine Missstände. Dabei wurde deutlich, dass sowohl die Fluchtgründe als auch die in Deutschland bestehenden Probleme vielfältig sind. Weiterlesen

Kein sicheres Herkunftsland

500 Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan + Video

Foto: René Loch

Für alle LeserNach dem tödlichen Anschlag nahe der deutschen Botschaft in Afghanistan haben sich die Ereignisse in den vergangenen Tagen überschlagen. In Nürnberg sorgte am Mittwoch ein Polizeieinsatz zur Abschiebung eines Berufsschülers für Empörung. Am Donnerstagabend gingen dann unter anderem in Leipzig mehrere hundert Menschen auf die Straße. Die Bundesregierung hat mittlerweile reagiert und Abschiebungen nach Afghanistan teilweise ausgesetzt. Weiterlesen

Härtefallkommission entscheidet am Freitag

Interview mit Benjamin Heinsohn: „Sein Glück kann Luan nur in Deutschland finden“

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 43Das Schicksal des 18-jährigen Luan Zejneli, der womöglich in den Kosovo zurückkehren muss, sorgte vor drei Monaten bundesweit für Schlagzeilen. Zahlreiche Mitschüler hatten sich mit einer Petition für ein Bleiberecht in Deutschland ausgesprochen. Andere jedoch kritisierten dieses Engagement. Am kommenden Freitag, den 19. Mai, wird sich die sächsische Härtefallkommission mit Luans Fall befassen. Benjamin Heinsohn, ein Mitschüler und zugleich Ersteller der Petition, hat der Redaktion im Vorfeld einige Fragen beantwortet. Weiterlesen

Duldungen

Flüchtlingsorganisationen werfen sächsischen Ausländerbehörden rechtswidriges Verhalten vor

Foto: Stadtverwaltung Borna

Für alle LeserMehrere sächsische Flüchtlingsorganisationen, darunter der Sächsische Flüchtlingsrat, werfen den Ausländerbehörden des Freistaates rechtswidriges Verhalten vor. Anstelle von Duldungen würden vielen abgelehnten Asylbewerbern lediglich sogenannte Grenzübertrittsbescheinigungen ausgestellt werden. Dies sei jedoch rechtswidrig und behindere die Integration. Auch der 18-jährige Luan Zejneli hatte zunächst eine solche Bescheinigung erhalten. Am kommenden Freitag, 19. Mai, wird sich die sächsische Härtefallkommission mit ihm befassen. Weiterlesen

Geflüchtete fühlen sich in Deutschland willkommen, werden aber auch oft diskriminiert

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und sächsisches Forschungsnetzwerk IFRiS stellen Ergebnisse einer Befragung von Geflüchteten vor

Foto: Götz Schleser

Zusammen mit der sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva Maria Stange stellte das Forschungsnetzwerk Integrations-, Fremdenfeindlichkeits- und Rechtsextremismusforschung in Sachsen (IFRiS) heute in Dresden die Ergebnisse ihrer Pilotstudie „Flucht und Integration“ (FLIN) vor. Diese zielte auf darauf, die Erfahrungen und Einstellungen von Geflüchteten im sächsischen Raum mittels einer Befragung zu erkunden. Weiterlesen

Wenn eine Regierung nur ans Sparen denkt

Juliane Nagel fordert von Sachsens Integrationsministerin einen ehrlichen Personalschlüssel für die Flüchtlingsbetreuung

Foto: L-IZ

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat ja kürzlich erst wieder vorgemacht, wie man Probleme erst schafft und dann die betroffenen Menschen – in diesem Fall Flüchtlinge – kriminalisiert. Er hat einfach wieder eine Extra-Ausländer-Kriminalstatistik vorgelegt. Der Mann macht Stimmung. Und er weiß ganz genau, dass sein Kollege Finanzminister eine fette Aktie an den Problemen hat. Der sitzt nämlich auf dem Geld. Weiterlesen

Umgang mit Homophobie in der Arbeit mit Geflüchteten

In der Reihe „Eine neue Heimat“: „Sowas gibt es bei uns nicht“

Am Dienstag, 21. Februar 2017, um 19:00 Uhr laden PROTEGAT gemeinnützige UG im Rahmen der Tätigkeit als Stadtteilmanagement Soziale Integration Leipziger Westen und mit Unterstützung der Projektgruppe Neue Nachbarschaft zu einem Gesprächsabend ins Inklusive Nachbarschafts-Zentrum, Lindenauer Markt 13, Odermann-Passage, 04177 Leipzig, ein. Das Thema: „Sowas gibt es bei uns nicht“ – Umgang mit Homophobie in der Arbeit mit Geflüchteten. Weiterlesen

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

GRASSI talks NOW!: „Flüchtlinge in Sachsen. Fakten, Lebenswege, Kontroversen“

Foto: Edition Leipzig

70.000 Flüchtlinge kamen allein 2015 nach Sachsen. Ein Land mit wenigen Fremden aber vielen Fragen: Woher kommen die Flüchtlinge und warum sind sie geflohen? Können wir so viele Menschen erfolgreich integrieren und wie verändert sich dadurch unser Land? Diesen und anderen Fragen geht Olaf Kittel, in Zusammenarbeit mit sechs weiteren Autoren, in seinem Buch auf den Grund. Weiterlesen

Nagel: Dem Vorbild Brandenburg folgen

Linke fordern vorübergehendes Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Foto: DiG/trialon

Das Land Brandenburg hat per Erlass geregelt, dass abgelehnte Asylsuchende, die nachweislich Opfer rechtsmotivierter Gewalttäter geworden sind, zunächst nicht abgeschoben werden. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag fordert die Staatsregierung nun per Antrag auf, den Erlass auf Sachsen zu übertragen. Indes prüft auch das Land Berlin eine solche Regelung. Weiterlesen

Landtag

Linksfraktion fordert Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDas Land Brandenburg möchte geduldete Asylsuchende, die Opfer rassistischer Gewalt wurden, nicht mehr abschieben. Berlin denkt ebenfalls über einen derartigen Erlass nach. Nun fordert die Linksfraktion im sächsischen Landtag, dies auch hierzulande umzusetzen. Das Innenministerium reagiert jedoch ablehnend. Weiterlesen

„Verbraucherschutz ist für alle da!“

Verbraucherzentrale Sachsen und Mosaik Leipzig e.V. starten Projekt zur unabhängigen Energieberatung für Geflüchtete

Die Verbraucherzentrale Sachsen und der Mosaik Leipzig e.V. haben heute ein ganz besonderes Projekt zur unabhängigen Energieberatung in Leipzig vorgestellt. Es richtet sich insbesondere an Geflüchtete. „Spätestens wenn die erste Nebenkostenabrechnung mit einer hohen Nachzahlung im Briefkasten landet, wissen viele nicht, wie sie damit umgehen sollen“, erklärt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen. Hier setzt das kostenfreie Beratungsangebot an, das Energiesparhinweise für Strom- und Heizkosten aufzeigt. Weiterlesen

Streit um Kosten & Zahlen bei Flüchtlingen im Stadtrat

Asylbewerberunterkünfte in Leipzig: Preisauftrieb in Reudnitz am Barnet-Licht-Platz + Audio

Foto: L-IZ.de

Was noch 2015 fast Routine war, sorgte am 26. Oktober für lange Nachfragen im Leipziger Stadtrat und Zwist. Im vergangenen Jahr hatten die Räte neben vielen anderen Projekten auch 4,2 Millionen Euro bewilligt, damit eine Asyl-Unterkunft für 306 Personen in Systembauweise auf dem Barnet-Licht-Platz (Prager Straße) errichtet werden kann. Nun wollte die Stadtverwaltung einen Nachschlag für die Baumaßnahme in Höhe von nochmals 1,428 Millionen Euro haben. Von Thomas Fabian über Dorothee Dubrau bis hin zu OB Burkhard Jung nahm die Verwaltungsspitze Stellung zu den Fragen der Stadträte. Auch zu den aktuellen Planungen bei Geflüchteten in Leipzig. Weiterlesen

Zwischen Antirassismus und realen Fragen

Stress auf Conne Island

Foto: Alexander Böhm

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 36Für alle LeserDie Geschichte selbst ist eigentlich schnell erzählt, doch die Gründe liegen tiefer. Am 7. Oktober 2016 veröffentlichte das „Conne Island“ ein Statement im Netz, dessen Folgen gerade in der ausländerfeindlichen Ecke das „Plenum“ sicher ahnte und welches seither für Gesprächsstoff in der alternativen Szene sorgt. Man hatte als kommunal gefördertes Soziokulturzentrum seit 2015 viele Anstrengungen unternommen, um eine rasche Integration und offene Aufnahme von Flüchtlingen zu gewährleisten. Skateboard- und Fahrradselbsthilfeworkshops, Deutschkurse und mehrsprachige Aushänge zu den Clubregeln sollten das Willkommen erleichtern. Weiterlesen

Täter-Opfer-Umkehr geht weiter

Nagel/Schultze (Linke): Junge Geflüchtete von Willkommensfest in Bautzen ausgeschlossen

Am 8. Oktober 2016 fand in Bautzen eine Aktion unter dem Motto „Augen auf! – Solidarität statt Rassismus und Gewalt!“ statt. Der Kornmarkt sollte mit einem antirassistischen und weltoffenen Programm besetzt werden. „Wir wollen zeigen, dass der Kornmarkt und die Stadt uns allen gehört und nicht zum „Nazi-Kiez“ wird“, heißt es im Aufruf. Dem Programm folgten 300 Menschen – allerdings fehlten die geflüchteten Jugendlichen, die am 14. September 2016 von Neonazis durch die Stadt gehetzt worden waren. Weiterlesen

Einmalig in Deutschland

15 geflüchtete Kunst- und Grafikstudenten können an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Studium aufnehmen

Die sächsische Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat anlässlich der heutigen Immatrikulationsfeier an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Prof. Rayan Abdullah für sein Engagement gedankt. Er hat in den vergangenen Monaten die Akademie für transkulturellen Austausch (ATA) an der HGB aufgebaut. Weiterlesen