Fukushima, London und das beliebte deutsche Polysterol

Für alle LeserVon 1992 bis 1998 war der Mathematiker Arnold Vaatz auch mal Sächsischer Umweltminister, müsste sich eigentlich auch mal von Amts wegen mit Nuklearkatastrophen und ihren möglichen Folgen beschäftigt haben. Immerhin hat Sachsen das tschechische Atomkraftwerk Temelin praktisch direkt vor der Nase. Aber dass er trotzdem keine Ahnung hat, zelebrierte er mit seiner Kolumne für die Zeitschrift „SUPERillu“.

Diese vom westdeutschen Verlagsriesen Hubert Burda Media extra für ostdeutsche Leser zusammengeschneiderte Illustrierte, die sich gern mal als originäre Stimme aus dem Osten verkauft, unterscheidet sich im Weltbild nicht allzu sehr von den meisten Regionalzeitungen im Osten oder vom Heimatsender MDR – gern mit einer stark konservativen Note, sehr heimattümelnd und vor allem: gern auch völlig unwissenschaftlich.

Arnold Vaatz, der für die sächsische CDU seit 1998 im Bundestag sitzt, hat seine in der „SUPERillu“ erschienene Kolumne auch auf der Homepage der sächsischen CDU veröffentlicht.

Jeder kann also auch dort nachlesen, was er über die Reaktorkatastrophe von Fukushima schreibt. Dort versteigt er sich dann auch zu der Behauptung: „Bis heute hat es in Fukushima keinen Todesfall durch Verstrahlung gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation ermittelte für die Bewohner des Umlands der Reaktorruine das Krebsrisiko. Ergebnis: Ein erhöhtes Risiko ist statistisch nicht nachweisbar. Wer diese Nachricht erfreulich findet, wird jedoch in Deutschland in aller Regel sofort scharf attackiert. Er setzt sich dem Verdacht aus, am Feindbild ‚Kernkraft‘ rütteln zu wollen. Claudia Roth von den Grünen schob sogar einfach die Tsunami-Toten dem Reaktorunglück unter. Alternative Fakten sind also keine Spezialität von Trump.“

So hat er seine Kolumne dann auch übertitelt: „Die Grünen und ihre alternativen Fakten“.

Dumm nur, dass seine Behauptung, es gäbe „in Fukushima keinen Todesfall durch Verstrahlung“, falsch ist.

Nur ist das Thema natürlich wesentlich komplexer. Weil es DEN Tod durch Verstrahlung nicht gibt. Sondern viele Todesarten, die vor allem mit dem Versagen der Schilddrüsen und einer Vielzahl neuer Krebsfälle zu tun haben. Wie komplex das ist und wie sehr die Verstrahlung der Menschen direkt im Umfeld von Fukushima vor allem Langzeitfolgen mit sich bringt, ist selbst auf dem für alle zugänglichen Internetportal Wikipedia nachlesbar.

Stichwort: Nuklearkatastrophe von Fukushima, Unterpunkt: Einschätzung der Gesundheitsrisiken.

„Die Praxis, Überlebensnachrichten auszublenden, weil sie der angeblich falschen Sache dienen, entspricht der Praxis, Todesnachrichten auszublenden, wenn sie die angeblich richtige Sache gefährden“, behauptet Vaatz und schiebt den Grünen auch gleich noch den Hochhausbrand von London in die Schuhe.

Obwohl in London augenscheinlich nicht die Grünen regieren. Im britischen Unterhaus haben die Konservativen die Mehrheit. Und offenkundig wurden die simpelsten Regeln bei der Dämmung von Hochhäusern vernachlässigt.

„Aber wenn ein Haus in brandbeschleunigendem Sondermüll verpackt ist, brennt es auch bei freien Fluchtwegen“, schreibt Vaatz. Womit er Recht hat. Was aber wieder nichts mit den Grünen zu tun hat. Die auch in Deutschland seit 2005 nicht mehr in der Regierung sind. Da regiert – man staunt ja immer wieder – die ganze Zeit die CDU.

Die Bundesregierung durfte sich übrigens 2011 schon mit dem Thema beschäftigen. Da haben nämlich ein paar SPD-Abgeordnete nach einem aufsehenerregenden Beitrag im NDR nachgefragt. Da ging es just um den Dämmstoff, der in London auf die Hochhauswand geklatscht worden war: Polystryrol. Oder Anold Vaatz: „brandbeschleunigender Sondermüll“. Auch in Deutschland gern zum Wärmedämmen benutzt. Aber die Bundesregierung verwies darauf, dass für die Brandschutzvorschriften beim Bauen die Bundesländer zuständig sind. Also nicht die Grünen.

Es ist also so ein ganz typischer Vaatzscher Haken gegen eine Partei, die er nicht mag, indem er Dinge zusammenrührt, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Die Atomtechnologie wird nicht ungefährlicher, bloß weil es den einen vorzeigbaren Strahlungstoten nicht gibt.

Und Hochhäuser brennen nicht, weil sie gedämmt sind, sondern weil – wie in London – der Eigentümer lieber billigen Schaumstoff an die Wände klebte und dabei die simpelsten Brandschutzvoraussetzungen unterlief. Es war sichtlich reine Gier, die in London über 50 Menschen das Leben gekostet hat.

Arnold Vaatz produziert also sichtlich selbst Fakenews, indem er hier – ganz nach dem Muster eines Donald Trump – irgendwelche Nachrichtenschnipsel zu einer Kolumne zusammenrührt.

Wir haben auch lieber noch einmal nachgeschaut, wie es unser geliebtes Sachsen mit dem Brandschutz bei Gebäudedämmungen hält. Denn laut Auskunft der Bundesregierung ist das Land dafür zuständig.

In Paragraph 28 der Sächsischen Bauordnung heißt es dazu: „Nichttragende Außenwände und nichttragende Teile tragender Außenwände müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Sie sind aus brennbaren Baustoffen zulässig, wenn sie als raumabschließende Bauteile feuerhemmend sind. Satz 1 gilt nicht für
1. Türen und Fenster,
2. Fugendichtungen und
3. brennbare Dämmstoffe in nichtbrennbaren geschlossenen Profilen der Außenwandkonstruktion. (…) Oberflächen von Außenwänden sowie Außenwandbekleidungen müssen einschließlich der Dämmstoffe und Unterkonstruktionen schwerentflammbar sein.“

Das klingt zumindest nicht besonders eindeutig und nicht danach, dass die sächsische Regierung so konsequent ist, brennbare Dämmstoffe an Außenwänden ausnahmslos zu verbieten. Also wird wohl auch in Sachsen weiter fleißig mit Polysterol gedämmt. Wofür aber auch in Sachsen nicht die Grünen verantwortlich sind, sondern der sächsische Bauminister.

Und dass die Warnungen auch in Deutschland Legion sind, kann man auch auf Wikipedia nachlesen. Man müsste jetzt eigentlich eine intensive Bundestagsdebatte zum Thema brennbarer Gebäudedämmungen erwarten. Aber wie man sieht, herrscht Ruhe an dieser Front. Man könnte ja eine ganze Dämmstoff-Industrie verärgern. Da schreibt man lieber eine Kolumne in der ostdeutschen Boulevard-Illu.

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