Integriert, in Ausbildung, eigene Wohnung, abgeschoben.

Nachklapp zum Fall Dhruv Patel: Eine Nachfrage beim Amt

Für alle LeserLZ/Ausgabe 48Und da rollt sie wieder, die Debatte rings um Abschiebungen, Duldungen, Familiennachzug und so manchen geplatzten Integrationstraum in Sachsen. Vor allem die Arbeit der Ausländerbehörden und die politischen Vorgaben rücken seit dem Bekanntwerden der Herausgabe von wertlosen Ersatzpapieren in Sachsen und Leipzig an Geflohene wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit allen Mitteln versucht man derzeit offenbar, Menschen loszuwerden, den Nachzug ihrer Familien zu verhindern, Integration letztlich unmöglich zu machen. Oft mit fragwürdigen Einziehungen von Pässen und dem Ausstellen von sogenannten „Identitätsbescheinigungen“.

Von ausländerfeindlicher Seite ruft es Hurra, andere fragen sich allmählich, ob es nicht immer die am ehesten trifft, die versuchen, sich an Regeln zu halten, sich zu integrieren, ja eine Arbeit zu finden und in ein neues Leben zu starten. Nicht zuletzt sind mittlerweile auch Leipziger Unternehmen, darunter Handwerksbetriebe und Handelsunternehmen verunsichert, ob es wirklich möglich ist, offene Stellen mit den neu in Leipzig lebenden Menschen überhaupt tragfähig zu besetzen.

Mal aus deutscher Sicht betrachtet: Alle, die es hassen, „aufs Amt“ zu gehen, Anträge zu schreiben oder sich womöglich mal mit dem Jobcenter rings um Leistungskürzungen zu streiten, Hand hoch. Nun noch die dazu, die höchst ungern daran erinnert werden, endlich die Steuererklärung zu machen, sich mit lustigen Antragsformularen auf die Erteilung des Passagierscheins A38 zur Erlangung einer XYZ-Genehmigung herumzuärgern oder schlicht vergessen, ihren ablaufenden Personalausweis zu verlängern.

Vermutlich sind nun eine Menge Hände oben. Von Menschen, die meist hier geboren und aufgewachsen sind. Die also die Chance hatten, frühzeitig durch Eltern und Bekannte mitzubekommen, dass Deutschland ein Land ist, welches für wirklich alles Regeln kennt. Gern auch mal Regeln, die sich – Einzelfallprüfung! – auch mal widersprechen können, aufeinander aufbauen oder für weniger Kenntnisreiche im Desaster enden können: Unternehmer ahnen hoffentlich, was man so alles lassen sollte, wenn es um ein Tänzchen mit dem Finanzamt geht.

Doch wie ist es nun mit Menschen, die neu zu uns gekommen sind und „deutsch lernen sollen“? Für diese gibt es einen Rechtsbereich, über den zwar jeder gern polemisiert (von links, rechts, oben und unten), aber doch immer wieder kuriose Sichtweisen rotieren. Die meisten Geflohenen oder einfach so zu uns in die EU gekommenen und in Deutschland gelandeten Menschen landen in der Mühle aus Asylbeantragung, Duldung, Schutzstatus oder Komplettablehnung und Ausweisung.

Aufgrund der nach wie vor zu langen Bearbeitungszeiten vergehen oft Jahre, Zeit, die nicht nur unsicher ist, sondern von immer neuen Bestimmungen und Gesetzen begleitet ist.

Wie hart die deutschen Regeln für Geflohene dabei letztlich durch die in den vergangenen Jahren ständig verschärften „Asylpakete“ sind, erfährt man am besten, wenn man mal beim Amt anfragt. Und Antworten der Leipziger Ausländerbehörde erhält, die einen, höflich formuliert, staunen lassen. Über die Komplexität und die Freiräume, die der Staat sich im Umgang mit Menschen aus fremden Ländern längst selbst eingeräumt hat. Anlass der generellen Anfrage war die Abschiebung des indischen Lehrlings Dhruv Patel am 5. September 2017 mitten aus seiner Ausbildung im Leipziger Autohaus Saxe.

Heraus kam eine Darstellung, wie verzwickt die Lage für Geflohene ist, die versuchen, in Leipzig eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz nicht nur zu finden, sondern auch antreten und behalten zu dürfen. Geantwortet hat der LZ Helga Kästner, stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes, für die Ausländerbehörde Leipzig.

Die Fragen & die Antworten

Bestehen generell Möglichkeiten für einen Flüchtling ohne Asylgrund, bei Vorlage eines Nachweises einer regulären Beschäftigungs-/Ausbildungsmöglichkeit diese in legaler Form zu erreichen und zu behalten? Welche sind dies?

Es ist generell zu unterscheiden zwischen der Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit/Beschäftigung und einer Ausbildungsduldung. Ist der Betroffene im Besitz einer Duldung (Aussetzung der Abschiebung), ist ihm die Ausübung der Erwerbstätigkeit grundsätzlich nicht erlaubt. Die Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit kann durch die Ausländerbehörde erteilt werden, wenn keine Versagungsgründe vorliegen.

Gemäß § 60 a AufenthG darf einem ausländischen Staatsangehörigen, der eine Duldung besitzt, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht erlaubt werden, wenn die Einreise lediglich dazu diente, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu erlangen, aufenthaltsbeendende Maßnahmen bei ihm aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, nicht vollzogen werden können oder er Staatsangehöriger eines sicheren Herkunftsstaates ist.

Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausbildungsduldung sind abschließend in § 60 a Abs. 2 Satz 4 und 6 AufenthG geregelt. Eine solche Duldung ist demzufolge zu erteilen, wenn der Betroffene

1. eine qualifizierte Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf in Deutschland aufnimmt oder aufgenommen hat,
2. die o. g. Versagungsgründe nicht vorliegen,
3. konkrete Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung nicht bevorstehen und
4. keine Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat vorliegt (Geldstrafen von insgesamt bis zu 50 Tagessätzen oder bis zu 90 Tagessätzen wegen Straftaten, die nach dem Aufenthaltsgesetz oder dem Asylgesetz nur von Ausländern begangen werden können, bleiben grundsätzlich außer Betracht).

Die Entscheidung, ob eine Ausbildungsduldung erteilt wird, liegt nicht im Ermessen der Ausländerbehörde. Liegt eine der Erteilungsvoraussetzungen nicht vor, kann keine Ausbildungsduldung erteilt werden. Die Abschiebung wird für die Dauer der Ausbildungszeit ausgesetzt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen der sogenannten Ausbildungsduldung vorliegen.

Welchen Schutz vor einer Abschiebung bietet die Kombination einer Duldung, einer eigenen Wohnadresse und ein Lehrvertrag normalerweise und unabhängig vom Herkunftsland in Leipzig laut aktueller Gesetzeslage?

Die oben beschriebene Kombination bietet grundsätzlich keinen Schutz vor einer Abschiebung. Die Duldung ist kein Aufenthaltstitel und begründet damit kein Aufenthaltsrecht. Der Betroffene ist vollziehbar ausreisepflichtig. Die Durchführung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird lediglich ausgesetzt.

Beim Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen ist eine Ausbildungsduldung zu erteilen. Nur der Besitz der Ausbildungsduldung bietet Schutz vor einer Abschiebung für die Dauer der Ausbildungszeit.

Im vorliegenden Fall wurde das Lehrverhältnis durch die Bundesagentur für Arbeit vermittelt und aktiv befördert, durch die Handwerkskammer Leipzig bestätigt und auch durch das BAMF entsprechend als zulässig angesehen. Was müssen demnach für Voraussetzungen vorliegen, damit ein Arbeitgeber von der Rechtmäßigkeit eines Lehr- Ausbildungsvertrages mit einem ausländischen Staatsbürger ausgehen kann?

Die betroffenen Personen können einen Ausbildungsvertrag selbstständig rechtmäßig abschließen. Die tatsächliche Aufnahme der Ausbildung setzt „nur“ das Vorliegen der Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit voraus. Die Erlaubnis der Erwerbstätigkeit ist keine Garantie, dass die Abschiebung für die Dauer der Ausbildung ausgesetzt wird.

Die Abschiebung wird für die Dauer der Ausbildungszeit ausgesetzt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen der sogenannten Ausbildungsduldung vorliegen. Eine der Voraussetzungen ist, dass konkrete Maßnahmen der Aufenthaltsbeendigung nicht bevorstehen.

Nach unseren Informationen wurde der gültige Pass im vorliegenden Fall aufgrund einer abschlägigen Asylbescheidung eingezogen, die bereits genannte Duldung jedoch ausgesprochen. Unmittelbar nach diesem Vorgang muss die Abschiebung eingeleitet worden sein, was vermuten lässt, dass der Einzug des Passes stattfand, um eine reibungslose Abschiebung zu gewährleisten. Wie stellt sich dieser Ablauf seitens Ihrer Behörde dar?

Mit der Einleitung von Passbeschaffungsmaßnahmen wird die Aufenthaltsbeendigung vorbereitet. Die Zuständigkeit der Passbeschaffung sowie der Aufenthaltsbeendigung bei abgelehnten Asylbewerbern liegt bei der Landesdirektion Sachsen, Zentrale Ausländerbehörde.

Wird ein Ausbildungsvertrag vorgelegt und sind zu diesem Zeitpunkt bereits Maßnahmen der Passbeschaffung veranlasst, ist damit auch der Vorgang der Abschiebung eingeleitet. Der Pass oder Passersatz eines ausreisepflichtigen Ausländers soll bis zu dessen Ausreise in Verwahrung genommen werden.

Was muss ein Ausbildungsbetrieb über die bereits unter 1. und 2. genannten Bedingungen hinaus vorweisen können, um die Abschiebung eines Mitarbeiters wirksam zu verhindern und wie hat die Ausländerbehörde im vorliegenden Fall den Ausbildungsbetrieb über fehlende Voraussetzungen für eine Ausbildung informiert?

Der Ausbildungsbetrieb hat keine Handhabe, eine Abschiebung zu verhindern. Nur mit dem Vorliegen einer Ausbildungsduldung genießt der Ausbildungsbetrieb die Sicherheit, dass für die Dauer der Ausbildung keine Aufenthaltsbeendigung durchgeführt wird. Die Ausländerbehörde ist nicht verpflichtet, den Ausbildungsbetrieb über das Erteilen der Ausbildungsduldung zu informieren bzw. über die Versagung in Kenntnis zu setzen.

Mit dem Erhalt der Ausbildungsduldung erhält der Arbeitgeber jedoch ein Hinweisblatt mit seinen Mitwirkungspflichten. Aus diesem Hinweisblatt geht hervor, dass der Auszubildende eine Ausbildungsduldung erhalten hat.

Da die Aufnahme einer bereits begonnen Lehrausbildung und einem zuvor stattgefundenen Praktikum durch die Ausländerbehörde geprüft worden sein muss, scheint die nun erfolgte Abschiebung nach Ausbildungsbeginn dieser Prüfung faktisch entgegenzustehen. Wie erklärt sich Ihre Behörde diesen Ablauf?

Die Abschiebung eines ausreisepflichtigen Ausländers ist für die Dauer der Ausbildung auszusetzen, wenn die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt sind. Die Erlaubnis zur Ausübung der Erwerbstätigkeit ist lediglich eine der Voraussetzungen für die Erteilung der Ausbildungsduldung. Die Erlaubnis zur Ausübung der Erwerbstätigkeit kann nicht unmittelbar zur Erteilung der Ausbildungsduldung führen.

So ist es durchaus möglich, dass trotz der Erlaubnis zur Ausübung der Erwerbstätigkeit keine Ausbildungsduldung erteilt wird und der Betroffene die Ausbildung beginnen kann, aber kein Schutz vor aufenthaltsbeendenden Maßnahmen besteht. Die Erlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung/Ausbildung erfolgt zeitlich begrenzt.

Die Ausländerbehörde ist bei der Duldungserteilung nicht an die Befristung der Erlaubnis zur Ausübung der Beschäftigung gebunden. Daher kann es zu Differenzen zwischen der Befristung der Duldung und Befristung der Beschäftigung kommen.

Mehr zum konkreten Fall und aktuelle Informationen unter l-iz.de/?s=Auto-Saxe

Fachkräftemangel in den Unternehmen und Integration für Dummis

Die neue LZ 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

IntegrationLeipziger ZeitungAuto Saxe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Notenspur-Nacht der Hausmusik im Kleingärtnermuseum
Weihnachten am Kreuz
Polizeibericht, 20. November: Einbruch in Pizzeria, Dubioses Unfallgeschehen, Handtasche entrissen
Ökolöwe trauert um sein Gründungsmitglied Dr. Leonhard Kasek
Voll im Trend: Weihnachtsmarkt-Tassen 2017 in mattbraun-mint
SPD Sachsen: Siemens muss seiner Verantwortung gerecht werden
„Auf_Hören!!!“: Fachtag widmet sich Kindern als Zeugen und Opfern häuslicher Gewalt
Gesundheitsvortrag am 29. November: Erkältung – Nein Danke!
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Bis 2030 kommt Leipzig aus dem Kita- und Schulenbauen nicht mehr heraus
Das neue Gymnasium in der Telemannstraße. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserIm Frühjahr waren alle erst einmal erschrocken, als die Stadt ihren neuen Schulentwicklungsplan konkretisierte und OBM Burkhard Jung erstmals bezifferte, wie viele Schulen Leipzig in den nächsten 12 Jahren bauen, erweitern oder saniert wieder in Betrieb nehmen muss, um all die Kinder auch unterbringen zu können. Ganz trocken sagte er: 70. Und jeder wusste: Im aktuellen Schulbautempo wird Leipzig das niemals schaffen.
Soll rechtslastigen Verlagen der Auftritt auf der Leipziger Buchmesse versagt werden?
Das Doppel-M am Turm des Messegeländes. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle LeserWird es auf der Leipziger Buchmesse zu einem Ausstellungsverbot rechter Verlage kommen? Die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat versucht das mit einem Antrag durchzusetzen. Denn aus ihrer Sicht hat der Auftritt rechtslastiger Verlage nicht wirklich mit Meinungsfreiheit und Pluralismus zu tun.
Wohin kommt der geplante Systembau für die Apollonia-von-Wiedebach-Schule?
Die Nordseite der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas Leipzigs Verwaltung bei Kitas kann, das kann sie auch bei Schulen. Muss sie auch. Denn beim Schulneubau ist der Investitionsstau längst genauso drängend. Binnen zwei Jahren will die Stadt 4.368 zusätzliche Schulplätze aus dem Boden stampfen. So beschloss es der Stadtrat im Mai in einer Sammelvorlage. 112 Millionen Euro fließen in dieses Platzerweiterunsprogramm.
Sachsen fehlen nicht die Lehrer, sondern ein attraktives Bildungssystem
Das Bildungsideal eines vergangenen Jahrhunderts. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Zoff in der CDU. Machtspiel um die Verbeamtung von Sachsens Lehrern hat begonnen“ titelte der MDR am 17. November. Nein, natürlich macht der Sender keine Online-Zeitung. Und natürlich macht er auch keine Meinung, indem er jetzt einen innerparteilichen Knatsch in der CDU-Spitze inszeniert, sozusagen: Michael Kretschmer gegen die Hardliner. CDU-Chaostage nennt nun Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion, das, was da medial um die Verbeamtung sächsischer Lehrer inszeniert wird.
Was hat eigentlich Martin Luther mit dem Krieg von 1618 bis 1648 zu tun?
Peter H. Wilson: Der Dreißigjährige Krieg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas Buch ist über 1.000 Seiten dick und so etwas wie die Gesamtübersicht über das, was Historiker so leichthin den Dreißigjährigen Krieg nennen. Geschrieben von einem Militärhistoriker, der die Sicht von draußen hat und auf lokale Ressentiments keine Rücksicht nehmen muss. Denn Peter H. Wilson lehrt an der Oxford University. Und das Buch bietet mehr, als in einer Rezension (die wir am 24. November in der „Leipziger Zeitung“ veröffentlichen) Platz finden kann.
BFC Dynamo vs. 1. FC Lok Leipzig 3:1 – Lok rutscht in Berlin weg
Im Hinspiel hatten Christian Hanne (li.) und Lok-Kollegen gegen den BFC noch die Nase vorn. Diesmal jedoch war sein Tor zu wenig. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNichts war es mit dem Angriff auf den 2. Tabellenplatz für den 1. FC Lok Leipzig. Beim „Nun-wieder-Zweiten“ BFC Dynamo kassierte Lok eine vermeidbare 1:3 (0:2)-Niederlage. Der Berliner Führungstreffer gelang per zweifelhaftem Elfmeter, und bei den anderen beiden Treffern standen zwei Defensivspieler der Leipziger Pate. Das Lok-Tor erzielte Christian Hanne kurz vor Schluss. Lok verliert damit erstmals ein Regionalliga-Spiel seit Anfang September.
SC DHfK Leipzig vs. Göppingen 33:28 – Arbeitssieg und Ligadebüt für Torwart Simonsen
Erst die Arbeit - und dann der Jubel. Heimsieg für den SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEine Halbzeit lang taten sich die Leipziger auf hohem Niveau schwer gegen ihre kämpferischen, aggressiv verteidigenden Gegner. Gleichzeitig bekamen sie die starken Kreisspieler nicht so ganz in den Griff, so dass Milos Putera trotz guter Leistung bis zur Pause schon 16 Mal den Ball aus den Maschen holen musste. In Halbzeit zwei griff die Defensive besser, der Angriff stach weiter, und so errangen die Leipziger einen Heimsieg der schwierigeren Sorte. Das 33:28 war zu deutlich für den Spielverlauf.
Weiter Wirbel um Rauscher: Studenten planen Demo
Eine falsche Debatte am 28. April 2016 an der Uni Leipzig über "Meinungsfreiheit": Tarek Abdel Al Mohammed Hassan (Referent für Antirassismus im Stura der Uni Leipzig, Prof. Dr. Thomas Rauscher und Moderatorin Jessica Brautzsch (Mephisto 97.6). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDr. Thomas Rauscher wird es sicherlich als die Fortsetzung einer Art Hexenjagd gegen sich und gegen seine zu keinem Zeitpunkt beschnittene „Meinungsfreiheit“ empfinden. Nachdem er seinen Twitteraccount abgeschaltet hat, hatten ihn Studenten des SDS Leipzig in einer Übung im Hörsaal besucht, seine Tweets präsentiert und in der Realität kommentiert. Nun bereiten sie eine Demonstration vor und rufen unter dem bereits bekannten Motto „Rauscher rausch ab“ zum Protest gegen Rassismus und Diskriminierung an der Universität Leipzig auf. Gleichzeitig hinkt die inhaltliche Debatte über Rauschers Twitter-Thesen an der Uni noch etwas hinterher.
Rathausvorplatz soll seine Straßenfunktion verlieren
Bauarbeiten am Rathausvorplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende fragt man sich nur noch: Warum wurde dann die Gunst der Stunde nicht genutzt, vor dem Eingang zum Neuen Rathaus tatsächlich einen modernen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen? Warum hat man doch wieder eine Straße in Planung gegeben, die nun auch noch ihre Straßenfunktion verlieren soll? Denn dieses Stück Straße möchte die Verwaltung jetzt einziehen.
Positionspapier der Bürgermeister aus dem Erzgebirge findet volle Zustimmung bei SPD, Grünen und Linken
Wenn das Geld knapp ist ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie sächsische Regierungspolitik steht vor einem gewaltigen Scherbenhaufen. Nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird immer deutlicher, dass seine Regierungsjahre in weiten Teilen verlorene Jahre waren. Die zukunftsfähige Gestaltung des Landes hat er einer rigiden Sparpolitik geopfert, unter der vor allem die Kommunen im Land gelitten haben. Und das Statement von 21 Bürgermeistern aus dem Erzgebirgskreis bringt das Dilemma jetzt auf den Punkt.
Wer in Leipzig gut verdient, hat natürlich keinen Grund zur Panik
Bestands-und Angebotsmieten in Leipzig. Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Für alle LeserEs ist ambitioniert, was das PISA Immobilienmanagement nun zum zweiten Mal versucht hat: einen detaillierten Marktbericht zum Wohnungsmarkt in Leipzig. Den ersten legte das Unternehmen 2016 vor. Auch damals mit dem Hinweis: Kein Grund zur Panik. Global betrachtet stimmt das auch. Wer gut verdient, kann sich das neue Mietniveau leisten. Panik ist in Leipzig mittlerweile eine Sache des Geldbeutels.
Ein Buch, das gerade im Hybriden von Aula und Kirche St. Pauli Faszination und Chancen entdeckt
Peter Zimmerling (Hrsg.): Universitätskirche St. Pauli. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferAm 1. Dezember ist es endlich so weit. Mit einem Festakt und einem Festkonzert wird das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – am 1. Dezember eröffnet. Gefeiert wird bis zum Universitätsgeburtstag, dem Dies Academicus am Montag, 4. Dezember. Und pünktlich zu diesem Finale liegt jetzt auch dieses opulente Buch vor. Das auch ein streitbares ist. Denn um kein Leipziger Gebäude wurde in den vergangenen 15 Jahren so heftig gestritten wie um St. Pauli.
Bayer Leverkusen vs. RB Leipzig 2:2 – Kein Sieg trotz Führung und Überzahl
Forsberg verwandelt zur erneuten Führung für RBL. Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Für alle LeserWie schon in der Vorsaison ging es in der Partie zwischen Bayer Leverkusen und RB Leipzig hoch her – zumindest nach der Halbzeitpause. Am Ende stand es 2:2; Werner und Forsberg hatten per Strafstoß getroffen. Da die Leipziger zweimal in Führung lagen und fast 45 Minuten in Überzahl spielten, ist das Unentschieden aus ihrer Sicht zu wenig.
Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress
Biodiverser Herbstwald mit Fichte, Buche und Birke. Bild: iDiV, Christian Hüller

Bild: iDiV, Christian Hüller

Für alle LeserDass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder.
Abschluss der Schmetterlingsaktion
Foto: Michael Happ

Foto: Michael Happ

Umweltstaatssekretär Herbert Wolff hat am 17. November 2017 in Bad Schandau (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) auf der Abschlussveranstaltung der Aktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ ein positives Resümee gezogen. Im Jahr 2015 startete das Projekt mit dem Ziel, Freiwillige zu gewinnen, die ihre Freiflächen schmetterlingsgerecht pflegen.