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1. FC Lok Leipzig vs VfB Auerbach 1:3 – Alles wie gehabt gegen den Angstgegner – Becker geht

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    Der VfB Auerbach bleibt ein ungebetener Gegner für den 1. FC Lok. Bei der 1:3 (0:0)-Niederlage erhielten die Vogtländer am Gründonnerstag erneut alle drei Punkte. In 16 Spielen ist es einer Probstheidaer Mannschaft erst zweimal gelungen, die Auerbacher zu schlagen. Diesmal sah es 45 Minuten gut aus, dann trafen die Gäste im Doppelpack. Lok kam noch einmal heran, ehe in der 75. Minute vor 2.228 Zuschauern der endgültige Knockout folgte. Das einzige Lok-Tor besorgte Daniel Becker, der zum Saisonende den 1. FC Lok verlassen wird.

    Was wiegt an diesem Donnerstagabend schwerer beim 1. FC Lok? Die Niederlage gegen den VfB Auerbach war bei der bisherigen Statistik in gewisser Weise erwartbar. Dann doch der Abschied von Daniel Becker? „Becks“ wird den Klub nach zwei Jahren wieder Richtung Luckenwalde verlassen und dort Aufgaben übernehmen, die er auch nach dem Karriereende ausführen kann. Sein Abschied trifft den 1. FC Lok ins Mark.

    Der 29-Jährige ist mit elf Toren und unzähligen Torvorbereitungen Top-Scorer des Teams. Mit seinem linken Fuß kann der von Luckenwalde 2015 Gekommene so ziemlich alles: schlenzen, draufhauen, Freistöße verwandeln, flanken, Räume erdribbeln, die vorher gar nicht da sind. „Wir können uns bei Becks nur bedanken. Er hatte großen Anteil an der großartigen Oberliga-Saison und auch daran, dass wir den Klassenerhalt sichern konnten. Er ist ein sehr guter Fußballer und ein guter Typ“, lobte Trainer Scholz seinen Musterschüler.

    Beckers Abschied wiegt schwer, bezahlbaren Ersatz zu finden ist beinahe unmöglich. Es sei denn, der Ersatz kommt aus den eigenen Reihen: Paul Schinke stand diese Saison im Schatten von „Becks“, könnte nun wieder aufspielen.

    Auch gegen den VfB Auerbach traf Becker nach 65 Minuten und stellte den Anschluss her. Zuvor hatten die Gäste mit einem Doppelpack binnen vier Minuten direkt nach der Pause die Weichen auf Sieg gestellt. Kurz nach seinem Tor leitete Becker das vermeintliche 2:2 ein, aber Brügmann setzte den Ball freistehend an die Querlatte. Nichts war es mit der nächsten Torvorbereitung. Stattdessen machte Vaclav Heger zehn Minuten für die Gäste alles klar, traf per Kopf.

    Marke: Der sah aus, als wenn er drüber geht. Auerbachs Trainer Hiemisch freute sich über die unerwarteten drei Punkte. „In der ersten Halbzeit waren wir schläfrig, in der zweiten Halbzeit haben wir super Pässe gespielt. Am Ende liefen meine Spieler auf der letzten Rille.“

    Auch im Hinspiel hieß es 3:1 für Auerbach, da allerdings imponierten die Vogtländer eher mit Kampf. Sechs Monate später zeigten sie in Probstheida, dass sie gut gereift sind, läuferisch und spielerisch zugelegt haben. Jede Offensiv-Aktion führten sie im höchsten Tempo aus und ordneten sich ebenso schnell in der Defensive. Lok hatte 90 Minuten lang mehr vom Spiel, versuchte mit direktem Spiel die Verteidigung der Gäste auszuhebeln. Das gelang nur selten, meist war nach technischen Mängeln schneller Schluss als geplant. „Wir haben ohne sieben Stammspieler gespielt, das ist für mich allerdings keine Ausrede“, so Heiko Scholz.

    Er gab gegen Ende den Reservisten Kevin Zimmermann und Jonas Arnold noch Gelegenheit, sich zu zeigen. Auch sie werden wohl den Verein verlassen. Bei Brügmann und Kirsten will Scholz die Verträge auf jeden Fall verlängern und bis zu fünf Neue holen. Die Suche nach einem Becker-Ersatz wird eine ganze Weile in Anspruch nehmen.

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