Lokomotive Leipzig: Keine Weiterbeschäftigung – Heiko Scholz und Lok lösen Vertrag auf

Für alle LeserEntgegen anderslautender Pläne wird Ex-Trainer Heiko Scholz kein weiteres Amt beim 1. FC Lok Leipzig übernehmen. Scholz war am 23. September entlassen worden. Auf die Auflösung des bis Ende 2020 laufenden Vertrags per 31.12.2018 einigten sich nun Lok und Scholz. Was sich andeutete, ist nun klar: Heiko Scholz wird dem 1. FC Lok nicht erhalten bleiben. „Scholle“ wolle sich „sportlich neu orientieren“, erklärte er in einer Pressemitteilung des Vereins vom Freitag, 30. November 2018.
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Schon im September sagte er in einem Interview mit MDR 1 Radio Sachsen, dass ihm die 3. Liga als Trainer noch fehle. „Und wenn ich das nicht mit Lok schaffe, dann mit einem anderen Verein.“ Eine Managementposition oder eine Aufgabe als Sponsoren-Beauftragter kam für ihn somit nicht in Frage sodass sich die Vertragsparteien nun auf eine Vertragsauflösung geeinigt haben. „Es waren fünf schöne und erfolgreiche Jahre in denen wir viel erreicht haben. Ich bedanke mich bei allen, die mich und den 1. FC Lok unterstützt haben“, so Scholz abschließend.

Heiko Scholz hat Lok in schwierigen Zeiten geholfen. Als der Verein kein Geld hatte und die 1. Mannschaft nach sieben Spieltagen Letzter der Regionalliga Nordost war, übernahm er im Herbst 2013 das Traineramt. Scholz überzeugte außerdem seinen langjährigen Freund Franz-Josef Wernze, Vorstandsvorsitzender der ETL AG, sich beim 1. FC Lok zu engagieren. Was ohne ETL und Wernze aus Lok geworden wäre, ist spekulativ. Klar ist: Wernzes Engagement hängt nicht an der Personalie Heiko Scholz, sondern an Lok Leipzig. Das unterstrich er bei der Festgala „125 Jahre VfB Leipzig“ am 10. November. „Mein Engagement ist nicht auf fünf Jahre angelegt, sondern solange wie ich es kann“, so Wernze.

„Vielen Dank Scholle“

Lok-Präsident Thomas Löwe bedankte sich am Freitag für die Zusammenarbeit. „Es waren fünf arbeitsreiche Jahre, in denen wir unseren Verein sportlich, infrastrukturell und wirtschaftlich völlig neu aufgestellt haben. Heiko Scholz hatte bei der Umsetzung dieser Vorhaben einen großen Anteil.“ Ins selbe Horn blies auch Aufsichtsratschef Olaf Winkler. „Nach fünf Jahren endet eine spannende Zeit mit unserem Sympathieträger Heiko Scholz. Er hat unseren Verein in den letzten Jahren wie kein Zweiter nach innen und außen repräsentiert. Vielen Dank, Scholle!“

Die Zukunft von Scholz‘ Co-Trainer Rüdiger Hoppe ist bis dato ungeklärt. Björn Joppe, bis dato Nachwuchschef im Verein, hat am 25. September das Traineramt übernommen und die Mannschaft vom 15. Platz auf den 8. Platz zum Ende der Hinrunde geführt. Gegenüber Heimspiel TV führte der Interimstrainer in dieser Woche seine Ambitionen aus, das Amt auch weiterhin wahrzunehmen, wenn auch mit einer übergangsweisen Verstärkund durch einen Trainer mit A-Lizenz als Teamleiter.

Zum Rückrunden-Start am Sonntag tritt sein Team beim ZFC Meuselwitz an. Dort hat Lok noch nie gewonnen.

1. FC LokHeiko ScholzBjörn Joppe
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