Frankfurt vs. HC Leipzig 30:20 – Nichts ging mehr

Schwarze Serie bei den Handballerinnen des HC Leipzig. Im Auswärtsspiel beim Frankfurter HC bekam die Madsen-Sieben kein Bein auf den Boden und kassierte eine deftige Zehn-Tore-Schlappe. Es war für die Leipzigerinnen bereits die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge.

HCL-Manager Kay-Sven Hähner wirkte nach dem Desaster in der Frankfurter Brandenburg-Halle überraschend aufgeräumt, konnte über diesen Tag, an dem bei seinen Mädels wirklich gar nichts ging, fast schon ein bisschen lachen. Etwa darüber, dass selbst die ansonsten verlässlichsten Spielerinnen, diesmal ordentlich daneben griffen. So bekam Katja Schülke im Tor „keine Hand an den Ball“ oder vergab Mette Ommundsen sieben Hundertprozenter, darunter auch zwei Siebenmeter. „Es gibt solche Tage“, sagte Hähner, „aber zum Glück bin ich schon lange genug dabei um zu wissen, dass es nach jedem Tal auch wieder nach oben geht“.
Im Spiel musste sich der HCL sofort mit einem Rückstand auseinandersetzen (2:0, 4. Minute) und schaffte es nie, selbst in Führung zu gehen. Bis zum 5:5 (13.) blieb man zumindest noch auf Augenhöhe. Dann aber setzte Frankfurt mit einer Fünfer-Serie zum ersten Wirkungstreffer an (10:5, 19.). Leipzig versuchte sich zwar zu wehren, vermochten sich aber nur auf minimal drei Tore an den FHC heran zu pirschen. Zum letzten Mal war das beim 15:12 (32.) der Fall – dann packte Frankfurt ein „Six-Pack“ aus (21:12, 41.), auf das Leipzig nun überhaupt keine Antwort mehr fand. Schluderte der Rekordmeister in den letzten Partien „nur“ im Angriff, so bröckelte diesmal auch gleich noch die Abwehr. Frankfurt spürte, wie Leipzig wankte, und packte noch mehr Gegentore drauf. Mit einer Zwölf-Tore-Differenz war beim 27:15 (55.) der traurige Höhepunkt erreicht. „Frankfurt hat sich in einen Rausch gespielt“, so Hähner.

Aufgrund der schwarzen HCL-Serie bekommen die Spielerinnen jetzt ein extra-langes Wochenende verordnet. Erst am Donnerstag ruft Stefan Madsen wieder zum Training. Diese ungewöhnliche Maßnahme soll Gelegenheit geben, die Köpfe frei zu bekommen, denn „man sieht die Verunsicherung auf dem Feld“, wie Kay-Sven Hähner begründete. Die Treffsicherheit sollte dann spätestens am Samstag (25. Februar, 15:00 Uhr) zurückgekehrt sein. Dann kommt mit dem bisher sieglosen Schlusslicht SVG Celle vielleicht genau der richtige Aufbaugegner in die Leipziger Arena.
HC Leipzig:
Katja Schülke, Julia Plöger – Rannveig Haugen, Natalie Augsburg, Anne Müller (1), Luisa Schulze (4), Karolina Kudlacz (1), Ania Rösler (3), Saskia Lang (3), Anne Hubinger (2), Alexandra Mazzucco, Marlene Windisch, Mette Ommundsen (6/2).
Zwei-Minuten-Strafen: Augsburg (2), Schulze, Ommundsen.
Brandenburg-Halle, Frankfurt/Oder – 990 ZuschauerFHC Frankfurt/Oder vs. HC Leipzig 30:20
Thüringer HC vs. Bayer Leverkusen 37:29
SVG Celle vs. HSG Bad Wildungen 25:25
DJK/MJC Trier vs. VfL Oldenburg (So., 16:00 Uhr)
HSG Blomberg-Lippe vs. Buxtehuder SV (So., 16:00 Uhr)
spielfrei: Frisch Auf Göppingen1.) Thüringer HC (15 Spiele, 26 Punkte, +108 Tore)
2.) Buxtehuder SV (14 / 21 / +31)
3.) VfL Oldenburg (14 / 19/ +30)
4.) HC Leipzig (14 / 18 / +17)
5.) Bayer Leverkusen (15 / 18 / +13)
6.) FHC Frankfurt/Oder (14/ 15/ +12)


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