Schwarze Serie bei den Handballerinnen des HC Leipzig. Im
Auswärtsspiel beim Frankfurter HC bekam die Madsen-Sieben kein Bein
auf den Boden und kassierte eine deftige Zehn-Tore-Schlappe. Es war
für die Leipzigerinnen bereits die dritte Bundesliga-Niederlage in
Folge.
HCL-Manager Kay-Sven Hähner wirkte nach dem Desaster in der
Frankfurter Brandenburg-Halle überraschend aufgeräumt, konnte über
diesen Tag, an dem bei seinen Mädels wirklich gar nichts ging, fast
schon ein bisschen lachen. Etwa darüber, dass selbst die ansonsten
verlässlichsten Spielerinnen, diesmal ordentlich daneben griffen.
So bekam Katja Schülke im Tor „keine Hand an den Ball“ oder vergab
Mette Ommundsen sieben Hundertprozenter, darunter auch zwei
Siebenmeter. „Es gibt solche Tage“, sagte Hähner, „aber zum Glück
bin ich schon lange genug dabei um zu wissen, dass es nach jedem
Tal auch wieder nach oben geht“.
Im Spiel musste sich der HCL sofort mit einem Rückstand
auseinandersetzen (2:0, 4. Minute) und schaffte es nie, selbst in
Führung zu gehen. Bis zum 5:5 (13.) blieb man zumindest noch auf
Augenhöhe. Dann aber setzte Frankfurt mit einer Fünfer-Serie zum
ersten Wirkungstreffer an (10:5, 19.). Leipzig versuchte sich zwar
zu wehren, vermochten sich aber nur auf minimal drei Tore an den
FHC heran zu pirschen. Zum letzten Mal war das beim 15:12 (32.) der
Fall – dann packte Frankfurt ein „Six-Pack“ aus (21:12, 41.), auf
das Leipzig nun überhaupt keine Antwort mehr fand. Schluderte der
Rekordmeister in den letzten Partien „nur“ im Angriff, so bröckelte
diesmal auch gleich noch die Abwehr. Frankfurt spürte, wie Leipzig
wankte, und packte noch mehr Gegentore drauf. Mit einer
Zwölf-Tore-Differenz war beim 27:15 (55.) der traurige Höhepunkt
erreicht. „Frankfurt hat sich in einen Rausch gespielt“, so
Hähner.
Aufgrund der schwarzen HCL-Serie bekommen die Spielerinnen jetzt
ein extra-langes Wochenende verordnet. Erst am Donnerstag ruft
Stefan Madsen wieder zum Training. Diese ungewöhnliche Maßnahme
soll Gelegenheit geben, die Köpfe frei zu bekommen, denn „man sieht
die Verunsicherung auf dem Feld“, wie Kay-Sven Hähner begründete.
Die Treffsicherheit sollte dann spätestens am Samstag (25.
Februar, 15:00 Uhr) zurückgekehrt sein. Dann kommt mit dem
bisher sieglosen Schlusslicht SVG Celle vielleicht genau der
richtige Aufbaugegner in die Leipziger Arena.
HC Leipzig:
Katja Schülke, Julia Plöger – Rannveig Haugen, Natalie Augsburg,
Anne Müller (1), Luisa Schulze (4), Karolina Kudlacz (1), Ania
Rösler (3), Saskia Lang (3), Anne Hubinger (2), Alexandra Mazzucco,
Marlene Windisch, Mette Ommundsen (6/2).
Zwei-Minuten-Strafen: Augsburg (2), Schulze, Ommundsen.
Brandenburg-Halle, Frankfurt/Oder – 990 ZuschauerFHC
Frankfurt/Oder vs. HC Leipzig 30:20
Thüringer HC vs. Bayer Leverkusen 37:29
SVG Celle vs. HSG Bad Wildungen 25:25
DJK/MJC Trier vs. VfL Oldenburg (So., 16:00 Uhr)
HSG Blomberg-Lippe vs. Buxtehuder SV (So., 16:00 Uhr)
spielfrei: Frisch Auf Göppingen1.) Thüringer HC (15
Spiele, 26 Punkte, +108 Tore)
2.) Buxtehuder SV (14 / 21 / +31)
3.) VfL Oldenburg (14 / 19/ +30)
4.) HC Leipzig (14 / 18 / +17)
5.) Bayer Leverkusen (15 / 18 / +13)
6.) FHC Frankfurt/Oder (14/ 15/ +12)
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