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SC DHfK Leipzig vs. Magdeburg 22:23 – Fünf Sekunden fehlen zum Punktgewinn

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    Im ersten Heimspiel des Jahres wartete gleich ein Kracher auf den SC DHfK Leipzig. Mit dem Nachbarn aus Magdeburg standen die Sachsen auch in der Tabelle Seite an Seite, die Elbestädter allerdings einen Platz höher. So zumindest der Stand vor dem Spieltag. Eine durchwachsene erste Halbzeit machten die Grün-Weißen wett und deckten laut Michael Biegler „phasenweise überragend".

    Die Gäste hatten den besseren Start in die Partie, gingen nach einem Siebenmeter und einer Parade von Jannick Green Krejberg gleich mit zwei Treffern in Führung. Leipzig kam in den ersten Minuten offensiv nicht gut zum Zug. Die Sachsen-Anhalter stoppten viele Aktionen sieben Meter vor ihrem Tor mit taktischen Fouls, und ergab sich eine Chance von außen, war zunächst Green zur Stelle und vereitelte den Abschluss. Erst in der 13. Spielminute trug sich Lukas Binder in die Liste der Torschützen auch einmal von außen ein. Somit war es auf Leipziger Seite ebenfalls Torwart Jens Vortmann, der sein Team in der Partie hielt.

    Nach seinem gehaltenen Siebenmeter gegen Robert Weber verloren die Hausherren aber leichtfertig den Ball und fingen den Gegentreffer. Vom zwischenzeitlichen 4:7 (17.) verkürzten Michael Bieglers Männer kurzzeitig, gerieten dann aber nach einer Phase in Unterzahl wieder in einen 7:10-Rückstand (26.), da die eigenen Würfe nicht mehr im Netz landeten. Kurios dabei, erst in der 28. Minute war Michael Damgaard der erste Spieler mit 2 Toren. Philipp Weber zog kurz vor der Pause gleich und sorgte für den 8:11 Halbzeitstand. Vortmann war also auch in dieser Kategorie mit einem Tor eine Hälfte lang vorne mit dabei. Dieses erzielte er in Überzahl auf das leere Tor.

    Gleich drei Magdeburger kümmern sich um DHfK-Spieler Maximilian Janke. Foto: Jan Kaefer
    Gleich drei Magdeburger kümmern sich um DHfK-Spieler Maximilian Janke. Foto: Jan Kaefer

    Vortmann machte genau dort weiter, wo er aufgehört hatte: Er hielt auch den ersten gegnerischen Wurf im zweiten Spielabschnitt, es folgte jedoch ein Ballverlust und der Gegentreffer durch Zeljko Musa. Doch die Mannschaft blieb anders als zuletzt in Melsungen fokussiert und konnte sich weiter auf ihren Mann zwischen den Pfosten verlassen.

    Es gelang sogar, den Rückstand auf nur noch ein Tor zu verkürzen (11:12/ 38.). Und so wurde es eine packende Partie, die auch Gäste-Trainer Bennet Wiegert nicht so erwartet hatte: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit sehr schwer getan, mehr als ich das erwartet habe. Wir standen lange nicht so kompakt, wie wir das eigentlich können.“

    In der Tat waren die Angriffe der Heimmannschaft deutlich schneller abgeschlossen und das mit Erfolg. So stand eine Viertelstunde vor Schluss der 15:15-Ausgleich auf der Anzeige. Das Publikum in der mit 6.120 Zuschauern ausverkauften Arena feierte größtenteils, und auch die 300 mitgereisten Fans von der Elbe steckten nicht auf.

    Aivis Jurdzs wirft gegen eine kompakte Magdeburger Abwehrmauer. Foto: Jan Kaefer
    Aivis Jurdzs wirft gegen eine kompakte Magdeburger Abwehrmauer. Foto: Jan Kaefer

    Schließlich fand die dramatische Halbzeit einen filmreifen Höhepunkt: Mit noch knapp einer Minute zu spielen, glich Philipp Weber zum 22:22 aus. Darauf stoppten die Leipziger noch einmal den Magdeburger Angriff, allerdings kam es mit noch 14 Sekunden auf der Uhr zu einem Siebenmeter für die Gäste. Selten passte das bei dieser Gelegenheit eingespielte „Lied vom Tod“ so gut. Showdown oder „High Noon“, ganz wie im Western.

    Schütze gegen Torwart, der in dieser Situation Milos Putera hieß. Es gewann der Slowake, doch Magdeburg kam an den Ball und Trainer Weigert nahm seine letzte Auszeit. „Ich habe den Männern gesagt, etwas Besseres kann uns nicht passieren, wir haben das Unentschieden in der Hand und können ohne Leipziger Ballbesitz den Schlusspunkt setzen.“

    Der neue DHfK-Trainer Michael Biegler war nach dem Spiel einfach nur unzufrieden. Foto: Jan Kaefer
    Der neue DHfK-Trainer Michael Biegler war nach dem Spiel einfach nur unzufrieden. Foto: Jan Kaefer

    Auf der anderen Seite verriet Lukas Krzikalla, was Michael Biegler seinem Team mitgab: „Wir sollten die Mitte dicht schieben, höchstens von außen werfen lassen. Das ist uns leider nicht so gelungen. Es lag aber wohl eher an den ersten zehn Minuten, dass wir das heute nicht gewinnen konnten.“ Denn Michael Damgaard traf aus der Mitte zum Sieg.

    Ähnliche Worte wie sein Rechtsaußen fand auch Michael Biegler: „Ich bin im Moment nicht zufrieden, auch wenn es die passende Reaktion auf das Spiel in Melsungen war. Aber ich habe die Mannschaft nicht dieses eine Tor schlechter gesehen.“ Ob schlechter oder nicht, ohne Punkte blieben die Leipziger trotz guter und durch Jens Vortmann sogar sehr guter Leistung. Nun warten mit den Füchsen Berlin die nächsten starken Gegner auswärts.

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