DHfK-Läuferin zum dritten Mal erfolgreich

Leipzig Marathon 2018: Juliane Meyer im Siegerinterview

Für alle LeserIm Jahr 2015 hat sie es getan, 2017 ebenfalls - und nun setzte Juliane Meyer noch mal einen drauf. Die Läuferin des SC DHfK war am Sonntag zum dritten Mal die schnellste Frau beim Leipzig Marathon. Die 29-Jährige gewann in 3:00:37 Stunden - und war sich bis zum Start im Unklaren darüber, ob sie die Strecke überhaupt schaffen würde. L-IZ.de sprach im Ziel mit der Siegerin.

Juliane, Sie haben sich erst am Vortag dazu entschieden, beim Marathon zu starten. Warum so kurzfristig?
Am Gründonnerstag bin ich beim Krafttraining gestürzt, habe mich verletzt und war über zwei Wochen komplett raus – ohne jegliche Bewegung. Ich dachte, der Marathon ist damit vorbei. Ich habe dann wieder mit 4 Kilometern begonnen, hatte dann nur noch eine Woche. Es war einfach ein Glücksspiel, ob es funktioniert.

Wie hat es sich dann heute für Sie auf der Strecke angefühlt?
Es hat sich wahnsinnig gut angefühlt, weil es mir besser ging als in den anderen Jahren. Das ist verrückt, aber der Kopf macht beim Ausdauersport so viel aus. Ich wusste, jeder Meter, den ich heute laufe, ist ein Geschenk. Ich habe es einfach genossen und gar nicht über die komplette Strecke nachgedacht.

Und wenn man dann merkt, man kann es schaffen, gibt einem das natürlich zusätzlichen Schub. Die Menschen an der Strecke waren ganz toll, und ich bin einfach glücklich.

Juliane Meyer klatscht beim Zieleinlauf noch mit Moderator Roman Knoblauch ab. Foto: Jan Kaefer

Juliane Meyer klatscht beim Zieleinlauf noch mit Moderator Roman Knoblauch ab. Foto: Jan Kaefer

Wann sind Sie in Führung gegangen?
Ich war von Anfang an vorn. Erst eine Minute, drei Minuten – dann hörte ich irgendwann zehn. Aber man darf nicht denken, dass man dann auch gewinnt. Die schlimmste Stelle ist, wenn man nach einer halben Runde hier als Führende durchläuft und alle denken, die hat das Ding.

Denn die zweite Hälfte ist einfach die schwerste, und man läuft mit diesem Druck weiter. Ich habe dann versucht, ein bisschen Tempo rauszunehmen, weil ich wusste, dass hintenraus das Training fehlte und es hart werden würde. Also Tempo rein, Tempo raus. Es war ein Sicherheitslauf mit total viel Spaß.

Ich habe Sie kurz vor unserem Gespräch sagen hören: „Ich kann gar nicht heulen, so glücklich bin ich!“…
Ich wollte! Aber ich denke, das kommt dann später. Es ist echt unfassbar! Danke an alle, die organisiert und an mich geglaubt habe, die angefeuert haben, herumgesprungen sind oder mich nassgespritzt haben.

Mehr Informationen und alle Ergebnisse:
www.leipzigmarathon.de

Leipzig MarathonJuliane Meyer
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“: TheaterPACK lädt ein zur Premiere
Theaterfestival Off Europa: „Open Hungary“ – Ungarn für sechs Tage zu Gast in Leipzig, Dresden Chemnitz
„Der Dreißigjährige Krieg und seine Drucksachen“: Ausstellung in der Bibliotheca Albertina
Verkehrseinschränkungen rund um Fahrradaufzug
Seniorensprechstunde im Familieninfobüro
Neubau der Sakristei Zuckelhausen
Strategiekonferenz zur Wohnungsnotfallhilfe in Leipzig
Kostenlose Führungen jeden letzten Mittwoch im Monat
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Grüne berantragen Fußgängerüberwege an allen Zu- und Ausfahrten des Kreisverkehrs am Herzliya-Platz
Der 2014 neu gebaute Kreisel in der Karl-Tauchnitz-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo viele Kreisverkehre hat Leipzig ja nicht. Und die, die es hat, haben zuweilen ihre Tücken. Zum Beispiel, weil sie ein überhöhtes Kfz-Aufkommen ausgerechnet mit der wichtigsten Erholungsoase der Stadt verbinden: Die Rede ist vom Herzlyia-Platz direkt am Clara-Zetkin-Park. Da wo Fußgänger kaum noch ungeschoren über die Straße kommen. Die Grünen beantragen jetzt offiziell Fußgängerüberwege an allen Ausfahrten des Kreisels.
Mit den Narrenbäumen zeigt Wilhelm W. Reinke unser närrisches Verhältnis zum Kosmos und zur Zeit
Narrenbäume. Photographie Wilhelm W. Reinke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 9. Juni startet im Deutschen Fotomuseum eine Ausstellung, in der es zwar lauter nackte Menschen zu sehen gibt. Aber das ist nicht das Närrische, was der in Braunschweig geborene Fotograf Wilhelm W. Reinke in seinen eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern eingefangen hat. Das Närrische ist unser Verhältnis zu den Bäumen. Und das ist nicht erst seit Adam und Eva seltsam.
BSG Chemie gelingt sensationeller DFB-Pokal-Einzug
Die BSG Chemie Leipzig jubelt über den Gewinn des sächsischen Landespokal. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDie Chancen standen gut wie nie, denn mit dem FSV Zwickau schalteten die Grün-Weißen einen der heißen Titelanwärter selbst aus, andere Teams schwächelten. Gegen Neugersdorf gelang den Leipzigern nun ein verdientes 1:0, das den Sachsenpokal für das Vereinsheim und möglicherweise einen Erstligisten nach Leutzsch bringt. 45 Minuten warfen die Hausherren alles noch vorne, in der zweiten Halbzeit warteten sie klug ab. Am Ende feierten etwa 4.800 Heimfans den Triumph gemeinsam mit der Mannschaft.
Ferienkinder können im Sommer an Entdeckertouren im Porsche-Offroad-Gelände teilnehmen
Exmoor-Ponys im Offroad-Gelände. Foto: Porsche Werk Leipzig

Foto: Porsche Werk Leipzig

Für alle Leser Am 17. Mai gab’s einen netten Termin bei Porsche draußen. Porsche baut ja nicht nur Autos in Leipzig – das Unternehmen unterhält auch einen großen Offroad-Parcours und lässt ein ganzes Stück Grünland von genügsamen Tieren pflegen. Genauer: von 27 Exmoor-Ponys und 75 Auerochsen. Und Platz auf den 132 Hektar Grünflächen ist auch noch für 3 Millionen Honigbienen. Ferienkinder sollen das jetzt mal entdecken dürfen.
Leipzigs Walddezernat macht einfach weiter mit Holzeinschlag und verschiebt die Wegereparaturen auf nächstes Jahr
Der Nonnenweg im Winter. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser Manchmal sind es in den Stellungnahmen der Stadtverwaltung die eher beiläufigen Informationen, die viel spannender sind als die eigentliche Aussage. Auch wenn es ganz nett ist zu erfahren, dass die 100 Meter Waldweg zwischen Industriestraße und Nonnenweg irgendwann im nächsten Jahr endlich in Ordnung gebracht werden sollen. Aber wie die Prioritäten im Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport sind, macht die Stellungnahme zu einer Petition deutlich.
„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“: TheaterPACK lädt ein zur Premiere
Foto: Frank Schletter

Foto: Frank Schletter

Nach der Voraufführung der Erwachsenen-Version beim Wave-Gotik-Treffen grantelt „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ kommenden Samstag im Laden auf Zeit erstmals auch für Kinder – bevor es dann ab Juni mit beiden Fassungen hinaus auf die Sommerbühnen der Stadt geht (Skulpturengarten am Budde-Haus, Schloss Schönefeld, Gohliser Wannenbad, Felsenkeller-Biergarten, Beyerhaus-Innenhof).
Wird jetzt wieder tonnenweise AKW-Bauschutt auf sächsische Deponien gekarrt? + Update
Deponie Cröbern. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserDie Kette sächsischer Abfall-Skandale wurde ja nie beendet. Sie wurde nur abmoderiert. Die Opposition biss sich im Landtag die Zähne aus, der damalige Umweltminister wollte keinen Nachweis für die Abfallschlampereien sehen. Also ging das so weiter, werden die sächsischen Deponien auch wieder mit Schutt aus alten Atomkraftwerken befüllt. Auch die Deponie Cröbern im Leipziger Südraum ist wieder dabei.
Eigentlich sollte der Nikolaikirchhof schon 2018 neu gepflastert werden
Blick auf Pflaster und Granitbrunnen auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal muss man wohl auch als Ratsmitglied aufpassen wie ein Schießhund, denn nicht über alles informiert die Stadtverwaltung transparent und leicht zugänglich. Die Homepage, die eigentlich für solche Informationen sinnvoll wäre, ist ein kunterbunter Gemüsehaufen, in dem oft nicht mal mehr die Suchfunktion hilft, das, was man sucht, auch zu finden. Verständlich also, wenn SPD-Stadträtin Nicole Wohlfahrt an die Decke geht, wenn sie in der Zeitung von einer Bürgerbeteiligung am Nikolaikirchhof liest.
„Mainz an einem Tag“: Mit Narren, Römern und Jakobinern im 2.000-jährigen Mainz
Andrea Reidt: Mainz an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserStädte können richtig unlogisch sein. So wie Mainz, bei dem eigentlich schon vier Namen genügen, um die ganze Widersprüchlichkeit dieser 2.000 Jahre alten Stadt auf den Punkt zu bringen: Schinderhannes, Jockel Fuchs, Georg Foster und Gutenberg. Und da sind die Mainzelmännchen noch gar nicht dabei, die einen daran erinnern, dass das ZDF hier in Mainz auf dem Berge sitzt.
Video: Wie die Treuhand die DDR privatisierte (1)
Forscht seit 10 Jahren zur Arbeit der Treuhand: Dr. Marcus Böick (TU Bochum) beim Vortrag am 14. Mai 2018 in Grimma. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserL-IZ.de–Lesern ist er kein Unbekannter mehr. Der Forscher Dr. Marcus Böick befasst sich nun seit etwa 10 Jahren federführend in Deutschland mit dem Thema Treuhand. Und den Abläufen innerhalb dieser weltweit einzigartigen Ex-Behörde, mit welcher die Wirtschaft eines ganzen Landes namens DDR binnen zweier Jahre im Kern von 1991 bis 1992 verwertet, abgewickelt, privatisiert wurde. Am 14. Mai 2018 war er mit seinem Thema in Sachsen, Grimma zu Gast.
Video: Wie die Treuhand die DDR privatisierte (2)
Die Debatte zwischen Dr. Marcus Böick (TU Bochum), Staatsministerin Petra Köpping (SPD), Eileen Mägel (Moderation) und dem Publikum über die Treuhand. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs dauerte nur wenige Minuten nach dem Vortrag und der kurzen Podiumsdebatte am 14. Mai in Grimma, als die ersten Anwesenden loslegten. Wie nah das Thema Treuhand und Nachwendezeit vielen noch geht, zeigten die teils hochemotionalen Geschichten, welche die Menschen mitgebracht hatten. Immer jedoch schwang – unter Ablehnung des Jammerns – ein gewisses Gefühl mit, sich und die Leistungen vor und nach der Wende nicht genügend gewürdigt zu sehen. Bis hinein in den Bildungsbetrieb, die Deindustrialisierung des Ostens und die Forschung in Sachsen reichen die Wirkungen so mancher Treuhandmaßnahmen bis heute fort.
Theaterfestival Off Europa: „Open Hungary“ – Ungarn für sechs Tage zu Gast in Leipzig, Dresden Chemnitz
Grace. Foto: Daniel Domolky

Foto: Daniel Domolky

Off Europa wird zum sächsischen Theaterfestival! Seit mehr als einem Vierteljahrhundert präsentiert das Festival Theater-, Tanz- und Performancekunst aus ganz Europa. Zuerst nur in Leipzig, seit 2008 auch in Dresden und ab 2018 nun auch in Chemnitz. Häufig im Programm sind deutsche Erstaufführungen, so auch in diesem Jahr. Begleitet wird Off Europa durch ein breit gefächertes Rahmenprogramm aus Film und Musik.
Platz für neue Wohnbebauung und eine Bürgerbeteiligung zu neuen Ideen für das Projekt Stadthafen
Eröffnung der Stadthafen-Mole 2014. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas macht man nun mit einem Stadthafen-Traum, der sich hinten und vorne nicht rechnet und die Investoren lieber dankend verzichten lässt, als sich in so ein unberechenbares Investitionsabenteuer zu stürzen? Ganz wollen die Grünen mit ihrem Antrag das Projekt nicht beenden. Aber bei einem dritten Anlauf zur Investorensuche sollen jetzt endlich auch einmal die Bürger einbezogen werden. Die wurden nämlich seit 2004 mit hoheitlicher Arroganz schön außen vor gelassen.
Leipzigs Stadthafen bleibt ein Zuschussprojekt und die Grünen stellen die Sinnfrage
2014 in Betrieb gegangen: die Mole des Stadthafens. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist eine der vielen Langlauf-Geschichten in der Leipziger Gewässerpolitik. Eigentlich sind sämtliche Pläne geplatzt, das Leipziger Gewässersystem mit Stadthafen durch Privatinvestoren entwickeln zu lassen. Aber man macht stur einfach immer weiter. Ein Grünen-Antrag bringt das Thema jetzt wieder auf den Tisch. Die Grünen beantragen das Ende der völlig ergebnislosen Investorensuche.
In Sachsens Landwirtschaft verschwinden mit den Feldrainen auch die bedrohten Ackerwildkräuter
Plakat zur Aktion Feld-Rittersporn. Plakat: Freistaat Sachsen, LfULG

Plakat: Freistaat Sachsen, LfULG

Für alle LeserWie kritisiert man als Umweltschutzbehörde seinen Vorgesetzten für eine falsche Politik? Man startet eine Aufmerksamkeitsaktion. „Aktion Feld-Rittersporn“ nennt sie sich. Am 18. Mai hat sie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gestartet. Das ist das Amt, wo man sehr genau registriert, wie immer mehr Arten aus Sachsens Landschaften verschwinden. Nicht nur Insekten und Vögel – auch Ackerwildkräuter.