An der Schwimmhalle in der Kirschbergstraße arbeitet die Sportbäder GmbH schon eine geraume Zeit, um sich technisch auf den Stand der Gegenwart zu bringen. Jetzt gibt es sogar die Chance, das Angebot an dieser Stelle um ein wichtiges Nichtschwimmerangebot in Gohlis-Süd zu erweitern. Der Freistaat Sachsen gibt 2,18 Millionen Euro dazu. Die Zusage gab es am Freitag, 5. August.

Mit der Fördermittelzusage können die Sportbäder nun in die Detailplanungen gehen. Losgehen sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2017. Die Wiedereröffnung ist für September 2018 geplant.

„Wir haben das Ziel, eine über 40 Jahre alte, sehr gut besuchte und dringend benötigte Schwimmhalle zu modernisieren, zu erweitern und damit langfristig zu erhalten. Wir freuen uns sehr, dass es nun losgehen kann“, sagte der Technische Geschäftsführer der Sportbäder, Joachim Helwing, bei der Gelegenheit.

Die Schwimmhalle Mitte wurde 1968 gebaut und verfügt über ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen und eine Wassertiefe von durchgehend 1,80 m.  Die Schwimmhalle Mitte in der Kirschbergstraße ist ein Typenbau (Typ Anklam). Sie hatte 2015 rund 90.600 Badegäste und wird von mehr als zehn Leipziger Sportvereinen sowie drei Schulen genutzt. Zudem dient sie als öffentliche Schwimmstätte. Seit Erwerb der Schwimmhalle Mitte durch die Sportbäder 2010 wurden bereits rund 500.000 Euro für Instandsetzungen und Modernisierungen aufgewendet – unter anderem für die Erneuerung der großen Fensterfront und der Unterhangdecke, die Sanierung des Beckenumgangs sowie die Reparatur des Daches.

Die Schwimmhalle Mitte in der Kirschbergstraße: Für rund 5,7 Millionen Euro soll sie saniert und um ein Flachwasserbecken (unten) erweitert werden. Foto: Leipziger Sportbäder
Die Schwimmhalle Mitte in der Kirschbergstraße: Für rund 5,7 Millionen Euro soll sie saniert und um ein Flachwasserbecken (unten) erweitert werden. Foto: Leipziger Sportbäder

Mit den nun anstehenden Arbeiten sollen die Funktionsbereiche in der Schwimmhalle saniert und neu geordnet sowie die Lüftungsanlage erneuert werden. Direkt neben der jetzigen Halle entsteht ein Lehrschwimmbecken sowie die für den Kursbetrieb benötigten Funktionsbereiche und -räume. Die Zugänge zur Schwimmhalle wie auch zum Flachwasserbecken werden behindertengerecht geschaffen.

Das Defizit an Lehrschwimmbecken und Flachwasserbereichen sei in den Hallenbädern der Sportbäder besonders groß, hob Leipzigs Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Sportbäder, Heiko Rosenthal, am Freitag hervor.

„Von den acht Schwimmhallen der Sportbäder verfügen nur das Sportbad an der Elster über ein Lehrschwimmbecken und das Sport- und Freizeitbad Grünauer Welle über einen Flachwasserbereich. Aber gerade beim Schwimmunterricht für Kinder und bei der Nachwuchsgewinnung für die Vereine sind Lehrschwimmbecken mit einer Wassertiefe unter 1,35 m besonders wichtig“, sagte er. Aufgrund ihrer guten Lage und der Größe des vorhandenen Grundstücks sowie des vorhandenen Sanierungsbedarfs sei die Schwimmhalle Mitte besonders für die erforderliche Erweiterung geeignet.

Mit dem Fördermittelbescheid über 2.183.272,12 Euro, die die Sportbäder GmbH am Freitag von Innenminister Markus Ulbig bekam, kann jetzt nicht nur die lang geplante Sanierung der Schwimmhalle in Angriff genommen, sondern auch der Anbau für das gewünschte Flachwasserbecken gebaut werden. Ab Frühjahr 2017 können die Bauarbeiten beginnen.

„Sachsen setzt auf moderne Sportstätten. Wir fördern die Schwimmhalle mit Mitteln aus der investiven Sportförderung. Nach der Sanierung und Erweiterung bietet die Halle ideale Bedingungen für die Schwimmbegeisterten in Leipzig“, betonte Innenminister Markus Ulbig.

Bei einer Gesamtinvestition von etwa 5,7 Millionen Euro stemmen die Leipziger Sportbäder ebenfalls einen erheblichen Teil des Gesamt-Sanierungspakets.

„Mit der Sanierung und Erweiterung verbinden wir konkrete Ziele: Wir wollen die Bedingungen für unsere Nutzer weiter verbessern, die Angebote zur Wassergewöhnung und zum Erlernen des Schwimmens insbesondere für Kinder erweitern und das Areal auch durch eine architektonisch ansprechende Gestaltung der Gebäude und der Außenanlagen aufwerten“, sagte Helwing. Dazu gehöre auch die neue Gestaltung der Eingangsfront sowie eine Neuordnung der Park- und Radstellplätze. „Damit entlasten wir auch das unmittelbare Wohnumfeld der Schwimmhalle.“

 

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