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Tag der Befreiung

8. Mai: Zwischen stillem Gedenken und lautem Protest + Video

An diesem Samstag, 8. Mai 2021, jährte sich zum 76. Mal der Tag der Befreiung durch die Alliierten und das damit verbundene Ende des Zweiten Weltkrieges. „Aber es ist nicht allein dieser Anlass des 8. Mai, an den wir an diesem wichtigen Tag erinnern möchten. Vielmehr steht dieses Datum für uns für die Bedeutung des Erinnerns an die Verbrechen der NS-Vergangenheit wie auch für das Einstehen gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung aller Art“, so Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e. V.

Stilles Gedenken am 8. Mai auf dem Ostfriedhof

Heute (8. Mai) jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 76. Mal. Auch wenn es aufgrund von Corona keine öffentliche Gedenkveranstaltung geben konnte, wurden an den Gedenkorten auf dem Ostfriedhof Blumen niedergelegt.

Die Unendliche Geschichte

Ein antisemitischer Angriff in Leipzig und was das über den Umgang mit in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden sagt. Ein Gastbeitrag von Benjamin Damm am Tag der Befreiung: Während das deutsche Feuilleton diskutiert, welche Antisemitismus-Definition am „besten“ wäre, und ob man Israel dennoch „kritisieren“ dürfe, erfahren Jüdinnen und Juden in Deutschland immer wieder, wie sich diese „Kritik“ ganz konkret anfühlt. Der aktuellste Vorfall aus Leipzig verdeutlicht dies sehr drastisch.

Kulturministerin unterstreicht anlässlich des 8. Mai 2021 Bedeutung der Gedenkstättenarbeit

Sachsens Kulturministerin und Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Oper politischer Gewaltherrschaft, Barbara Klepsch, erinnert anlässlich des morgigen 8. Mai 2021 an das Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 und die Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Auch 76 Jahre nach Kriegsende in Deutschland ist die Gedenkstättenarbeit unverzichtbar, um aus der Geschichte zu lernen.

Franz Sodann (Die Linke): Der 8. Mai muss Gedenktag werden

Zum Jahrestag der Befreiung am 8. Mai erklärt Franz Sodann, Sprecher der Linksfraktion für Kultur- und Erinnerungspolitik: „Die Befreiung Europas von der Nazi-Herrschaft jährt sich morgen zum 76. Male. Es ist höchste Zeit, dieses herausragende Ereignis unverrückbar im kollektiven Gedächtnis zu verankern.“

Warum man bei Befreiung daran denken sollte, von wem man da eigentlich befreit wurde

Wortgewaltig, wie man ihn kennt, meldete sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag, 8. Mai, zum 75. Jahrestag der Befreiung zu Wort. Man könne dieses Land, also Deutschland, nur mit gebrochenem Herzen lieben, sagte er. Und auch: „Es gibt kein Ende des Erinnerns. Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte“. Das ist alles so lieb gemeint, dass man gar nicht merkt, was für ein gesalbter Unfug das ist. Nicht ohne Grund. Denn damit geht er auf die Frames derjenigen ein, die Verbrechen gern verharmlosen und vernebeln.

„Wer nicht feiert, hat verloren“: Kundgebung an der Sachsenbrücke zum Tag der Befreiung

Am heutigen Freitagabend versammelten sich die Leipziger zum Gedenken und Feiern an der Sachsenbrücke. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung Europas wurde dort mit einer Kundgebung und Musik an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erinnert. Aufgerufen zu der Veranstaltung hatten die LINKE Leipzig, der Erich Zeigner Haus e.V., die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Leipzig e. V., die Gedenkstätte Zwangsarbeit Leipzig sowie das Projekte- und Abgeordnetenbüro INTERIM by linXXnet.

Theater der Jungen Welt enthüllt Kästner-Zitat und beteiligt sich heute am Livestream zu den „Glänzenden Aktionstagen“

Mit der theatralen Enthüllung eines Erich Kästner-Zitates an der Hausfassade des Theaters der Jungen Welt Leipzig setzte das TdJW am Freitag, 8. Mai, dem 75. Jahrestag der Befreiung, ein Zeichen für Demokratie. Das Zitat ist recht lang, aber deutlich: „Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf…“

Tag der Befreiung feiern heißt der Opfer gedenken

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. ruft gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ dazu auf, am 8. Mai der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und auch im laufenden Jahr an diesem Tag die Stolpersteine zu reinigen. Eine gemeinsame Putzaktion soll ab 16 Uhr stellvertretend am Stolperstein von Kurt Günther in der Kurt-Günther-Straße 12 stattfinden. Näheres zur Biographie von Kurt Günther, wie auch zu den Geschichten aller anderen Stolpersteine, ist zu finden unter www.stolpersteine-leipzig.de.

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