Eine Parteimitgliedschaft in der Sozialistischen Einheitspartei konnte einem in der DDR viele Türen öffnen. Aber wie ernst war das damit verbundene Bekenntnis zum System? Und wie lebte es sich als „Nicht-Genosse“? Am 3. Dezember 2019, 18.30 Uhr, berichten der Leipziger Künstler Sighard Gille und Zeithistoriker Bertram Triebel über ihre jeweiligen Erfahrungen.

Gille, Erschaffer des bekannten Deckengemäldes im Leipziger Gewandhaus, bewegte sich als Künstler in der DDR in einem besonderen Spannungsfeld. Welche künstlerischen Freiheiten konnte er sich erlauben und welche Konsequenzen folgten daraus? Musste man seine eigenen Ideale zugunsten von Auftragswerken aufgeben?

Triebel beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit ausführlich mit der DDR-Geschichte. In der Veranstaltung ergänzt er die künstlerische und vor allem sehr persönliche Perspektive Gilles mit zeithistorischen Fakten. Wie verhielt es sich mit der Mitgliedschaft in der SED? Was bedeutete es, Mitglied in einer der Blockparteien zu sein?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „(K)ein normales Leben? Das Individuum in der DDR-Gesellschaft“ und in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen statt.

Die Veranstaltung ist öffentlich! Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen sowie das Programm der Veranstaltung finden Sie unter: http://www.kas.de/sachsen

Veranstaltungsort:
Museum der bildenden Künste
Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

Camera obscura: Sighard Gilles Lochkamera-Blick auf das Leipzig hinter der hektischen Oberfläche

Camera obscura: Sighard Gilles Lochkamera-Blick auf das Leipzig hinter der hektischen Oberfläche

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