Drei weitere Unister-Töchter insolvent: 650 Mitarbeiter gesamt betroffen

Der Dominoeffekt ist längst da, die Uhr läuft rasend schnell in Sachen Unister. Mit der „Unister Travel Betriebsgesellschaft mbH“ ist seit heute eine der größten Unister-Töchter ebenfalls in das Insolvenzverfahren einbezogen worden. Diese war mutmaßlich eben jenes größere Unternehmen, welches Thomas Wagner gern veräußert oder neu finanziert hätte. Um das Geschäft zugunsten der „Unister Holding GmbH“ abschließen zu können, ist die seit Montag insolvente Holding auch der Haupteigner der Betriebsgesellschaft, in welcher aktuell 495 Mitarbeiter tätig sind. Daneben haben auch die „Unister GmbH“ und die „U-Deals-GmbH“ als 100-prozentige Töchter nun Insolvenzen angemeldet.
Anzeige

Während viele gebannt auf die Umstände von Thomas Wagners Tod und den seiner Begleiter am 14. Juli 2016 starren, geht bei Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther längst die Eil-Post ab. Wie von Beginn an zu erwarten, zieht die insolvente Unister Holding nun praktisch im Tagesrhythmus die Tochterfirmen hinter sich in die Insolvenz und damit in seine Verwaltung hinein.

Die seit gestern verdichteten Hinweise auf einen Betrug und untergeschobenes Falschgeld in Millionenhöhe bei Wagners Reise nach Venedig werden trotz der Ermittlungen den Ablauf der Insolvenzen kaum noch beeinflussen können. Kommen die Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass Thomas Wagner, Oliver Schilling und ihren Beratern tatsächlich Falschgeld statt eines Kredites in Höhe von 15 Millionen Euro untergeschoben wurde, bleibt die Frage, ob man der Täter habhaft werden kann. Und selbst dann: Neues Geld im zweistelligen Millionenumfang für Unister wird jedenfalls wohl keines mehr aus dieser Richtung fließen. Vor allem aber nicht in dem Tempo, wie jetzt die Verhandlungen und Meldungen laufen.

Dabei bleibt Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther zur Bewertung der Möglichkeiten für einen Verkauf von einzelnen Teilen oder des gesamten Konzerns kaum etwas anderes übrig, als alle Firmen in das Verfahren einzubeziehen, welche Rechte und Pflichten im Gesamtgeschäft Unisters haben.

Das (unvollständige) Organigramm, welches die Insolvenzverwaltung zur Verfügung stellt. Quelle unister.de

Das (noch unvollständige) Organigramm, welches die Insolvenzverwaltung zur Verfügung stellt. Quelle unister.de

Zwei weitere entscheidende Firmen und U-Deals

Zu den heutigen drei Insolvenzanmeldungen heißt es aus der Kanzlei Flöthers: „Die Unister Travel Betriebsgesellschaft ist die Muttergesellschaft des Touristikgeschäftes der Unister Group. Unter ihrem Dach sind u.a. Vermittlungsportale für Pauschalreisen und Flugtickets etc. angesiedelt. Das operative Geschäft dieser Portale läuft weiter.“ Genauer: Hier versammelt sich der gesamte Betrieb von fluege.de, kurz-mal-weg.de über reisen.de und urlaubstours.de bis hin zu ab-in-den-urlaub.de nochmals unter einem Zwischendach, welches wiederum die „Unister Holding GmbH“ mit sich als Kerneigner der Betriebsgesellschaft gebaut hat.

Womit die Matroschka im Bereich der Touristik-Sparte von Unister also nun vollständig wäre, denn so ist beispielsweise nun erst mit der Betriebsgesellschaft der Rechteinhaber zum Beispiel an der Domain „ab-in-den-urlaub.de“ ebenfalls ins Verfahren einbezogen. Erst jetzt ist eine Prüfung dieser Sparte und ein möglicher Gesamtverkauf durch Insolvenzverwalter Flöther an interessierte Investoren überhaupt machbar.

Weiter heißt es zur nächsten Insolvenz: „Bei der ‚Unister GmbH‘ handelt es sich um eine Gesellschaft, die unter anderem kleinere Portale wie Auto.de und Partnersuche.de betreibt.“ Beides reine Vermittlungsportale, bei welchen der Anbieter an der Vermittlung durch Provisionen Geld verdient. Weitere Rechte dieser GmbH sind zumindest laut offizieller Domainauskünfte unter anderem aber auch der Besitz der Domains „Boersennews.de“, „Geld.de“, „Kredit.de“, „Myimmo.de“, „News.de“ und „Shopping.de“. Speziell „News.de“ wurde einst vor dem Start der bunten Sex- und Promi-Nachrichten laut Angaben von Unister selbst für 3 Millionen Euro erstanden.

Auch andere Domains ließ sich das Unternehmen in der Vergangenheit einiges kosten. Was mit der Domain Geld.de wird, ist noch etwas unklarer – laut Unistermitteilung vom Frühjahr 2016 müsste diese bereits an eine andere Gesellschaft veräußert worden sein, ist jedoch bis heute auf die Unister GmbH registriert.

Unisters Bürozentrale in Sachen Reisen und mehr am Dittrich-Ring. Foto: L-IZ.de

Unisters Bürozentrale in Sachen Reisen und mehr am Dittrich-Ring. Foto: L-IZ.de

Die ebenfalls seit heute insolvente „U-Deals GmbH“ tritt laut Insolvenzverwaltung als Anbieterin von zeitlich befristeten Angeboten von Reisearrangements auf. Hauptsächlich, so die „U-Deals GmbH“ auf ihrer Internetseite, handelt es sich beim Hauptgeschäftszweck der Firma um die zuletzt wegen oft weit verzögerter Auszahlung in Verruf geratenen Reise-Gutscheine und deren Vermarktung.

Wichtig für die Verbraucher

Weiter teilt die Insolvenzverwaltung mit: Alle Leistungen, „bei denen direkte Vertragsverhältnisse mit Kunden eingegangen werden“, habe UNISTER seit der Insolvenzanmeldung zum Schutz der Kunden eingestellt. Damit sind neue Buchungen, beispielsweise bei Urlaubstours.de, nicht mehr möglich, während das Vergleichen von Preisen (wie bei fluege.de oder geld.de) noch funktioniert. Denn derzeit führt Insolvenzverwalter Flöther „alle insolventen Unternehmen fort und bemüht sich um eine Perspektive für die Unternehmensgruppe.“

Flöther weiter zu den nächsten Schritten: „Unsere vorrangigste Aufgabe, gemeinsam mit dem Management-Team der UNISTER-Holding, ist schnellstmöglich Klarheit für die Kunden von Unister Travel in offenen Fragen zu ihren Buchungen zu schaffen“. Die Löhne und Gehälter der damit gesamt 650 Mitarbeiter der insolventen Firmen inklusive der Mutter-Holding sind nun für rund 3 Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Unruhe auch bei der Travel24.com AG

Bei den Travel24.com AG-Aktionären wächst derweil die Unruhe. Erste Bemühungen seitens spezialisierter Rechtsanwälte, die Interessen der Streubesitzinhaber für eine mögliche Aktionärsversammlung zu bündeln, sind bereits angelaufen. 2017 ist bei der in Unister-Mehrheitsbesitz befindlichen Aktiengesellschaft das erste Mal Kassensturz für 2012 ausgegebene Beteiligungen. Dass diese bereits jetzt von knapp 30 Euro kommend, erst systematisch auf rund 4,50 Euro und nun nach den ersten Unister-Meldungen auf rund einen Euro gefallen sind, macht es für die zu 4,9 Prozent am Unternehmen Beteiligten „Streubesitzer“ nicht eben zu einer attraktiven Anlage bislang.

Die beste Nachricht jedenfalls ist hier wohl noch, dass am Leipziger Goerdelerring tatsächlich nach jahrelangen Verzögerungen an einem Hotel gebaut wird. Und nun, dass Flöther sich um Investoren für Unister bemüht.

Der Putz ist ab, aber noch wird am Ringmessehaus gebaut. Foto. L-IZ.de

Der Putz ist ab, aber noch wird am Ringmessehaus gebaut. Foto. L-IZ.de

Mit Freude wurde heute jedenfalls aufgenommen, was Lucas F. Flöther der Wirtschaftswoche bezüglich Unister mitzuteilen hatte. Flöther zeigte sich da optimistisch, rasch eine Lösung zu finden: „Bereits innerhalb der ersten 24 Stunden hat sich eine hohe zweistellige Zahl potenzieller Investoren bei mir gemeldet, die sich für das Unternehmen als Ganzes oder für Teile interessieren“, so Flöther gegenüber der WiWo. Der Kurs machte einen kleinen Hüpfer und steht nun wieder bei 1,46 Euro.

Aufgrund der Beteiligungen der insolventen Unister Holding GmbH an der Travel24.com AG in Höhe von 78,76 Prozent und einer Beteiligung der, zumindest 2014 durch eine Wirtschaftsprüfung der Unister-Gruppe zugerechneten, Schweizer Beteiligungsgesellschaft „LOET Trading AG“ in Baar in Höhe von weiteren 16,34 Prozent besteht die gesamte AG praktisch aus Unister selbst.

Der Kurs der AG, welche das „Ringmessehaus“ am Goerdelerring bis Ende 2016 in ein Hotel umgebaut haben will, spielt also auch für Unister selbst keine kleine Rolle.

Unter www.unister.de/faq-insolvenz hat der vorläufige Insolvenzverwalter eine FAQ-Liste veröffentlicht, die den aktuellen Stand zusammenfasst. Diese Liste wird laufend aktualisiert. Darüber hinaus ist auf www.unister.de ein Organigramm der Gruppe veröffentlicht.

Zum Artikel vom 20. Juli 2016 auf L-IZ.de: Unister unter dem Hammer …

In eigener Sache

Dein Leipzig. Deine Zeitung. Deine Entscheidung. Werde Unterstützer!
Viele gute Gründe gibt es hier.
Überzeugt? Dann hier lang zum Kombi-Abo „LZ & L-IZ.de“ für 59,50 EUR/Jahr

InsolvenzUnisterGeld.deNews.deUnister Holding GmbH
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Joachim-Ringelnatz-Verein schreibt einen Offenen Brief: Wie löst man den Gordischen Knoten am Ringelnatz-Haus in Wurzen?
Sanierungsstand am Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen. Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Für alle LeserSeit zwölf Monaten ruhen die Arbeiten am Ringelnatz-Geburtshaus aufgrund einer verfahrenen, scheinbar ausweglosen Situation in der Abwägung zwischen Denkmalschutz und zukünftiger Nutzung. Der Vorstand des Joachim-Ringelnatz-Verein e. V. sieht daher keinen anderen Weg mehr, als sich mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit zu wenden, in dem er sachlich den Stand der Dinge darlegt.
Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholdiung LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.
Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald: Kumpel des Angeklagten hegte sofort einen Tatverdacht
Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (31) beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag wurde vor dem Leipziger Landgericht weiter gegen den mutmaßlichen Mörder vom Leipziger Auwald verhandelt. In der Zeugenvernehmung kam unter anderem ein langjähriger Freund des Angeklagten Edris Z. zu Wort, der diesen schon kurz nach dem Verbrechen im Verdacht hatte.
Freitag, der 27. November 2020: Corona-Verharmlosung im Erzgebirge
Man sieht es nicht, aber auch im Erzgebirge ist das Coronavirus unterwegs. Foto: Oimheidi, Pixabay

Foto: Oimheidi, Pixabay

Für alle LeserEin Bürgermeister im Erzgebirge vertritt die Auffassung, dass die „allermeisten“ Corona-Erkrankten keine Symptome hätten. Vielleicht erklärt das die „Spitzenposition“ des Erzgebirges in Sachsen. Außerdem: Die IG Fortuna hat den Zuschlag beim „Kino der Jugend“ erhalten und Michael Ballweg antwortet auf unsere Fragen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 27. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
50-Kilometer-Weltrekordversuch verschoben: Marcus Schöfisch geht erst im Dezember aufs Laufband
Marcus Schöfisch hat nun drei Wochen mehr Zeit für die Vorbereitungen. Foto: Lauftraining.com

Foto: Lauftraining.com

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEigentlich wollte Marcus Schöfisch jetzt bereits einen nagelneuen Weltrekord in der Tasche haben. Wie in der letzten LZ-Ausgabe berichtet, hatte der Leipziger für vergangenen Sonntag den Angriff auf den Bestwert über 50 Kilometer auf dem Laufband angekündigt. Doch das Vorhaben konnte noch nicht stattfinden. Die Leipziger Zeitung (LZ) hat beim 33-jährigen Athleten nachgefragt.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #54
The Courier-Journal, Louisville, Kentucky, Seite 9 vom 4. Januar 1885. Quelle: newspapers.com

Quelle: newspapers.com

Für alle LeserBlack Friday. Großer Ausverkauf heute. Donald kündigt an, das Weiße Haus zu verlassen. Melania kündigt nichts an, wird Donald aber trotzdem verlassen. Allerdings erst wenn der Black Friday Sale vorbei und sie aus dem Weißen Haus raus ist. Da aber niemand – nicht mal das Weiße Haus – weiß, wo der Black Friday Sale eigentlich herkommt, kündige ich hiermit an, den Anlass, den Ort und die Zeit für diesen seltsamen Tag hier und heute zu nennen.
Schluss mit dem Kahlschlag: Kommunen sollen über den kommunalen Baumschutz wieder selbst entscheiden können
Gefällter Baum in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch ist es nicht beschlossen, sondern gab es am Donnerstag, 26. November, erst einmal die Anhörung zum neuen sächsischen Naturschutzgesetz, das die schlimmsten Fehler der Gesetzesänderung von vor zehn Jahren reparieren soll. Im Zentrum steht dabei der Passus, der das Fällen tausender Bäume auf Privatgrundstücken möglich gemacht hatte unter dem Label „weniger Bürokratie“.
Große Pandemiemüdigkeit: Auch die Psyche leidet unter der Verunsicherung durch Corona
Prof. Dr. Hannes Zacher. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserSeit acht Monaten geht das nun so. Mal wird gelockert, dann wieder verschärft. Meistens trifft es immer wieder dieselben Berufsgruppen und Branchen. Da kann niemand mehr planen. Und das zehrt an der Psyche. Eine zunehmende „Pandemiemüdigkeit“ beobachtet der Leipziger Arbeitspsychologe Prof. Dr. Hannes Zacher.
Jetzt werden die Dienstwagen der Leipziger Bürgermeister/-innen wieder mal ein Thema für den Stadtrat + Update
Schon 2011 testete OBM Burkhard Jung den damals neuen E-BMW. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzig hat nicht ohne Grund 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Die Zeit, dass die Welt die Kurve kriegen muss, um überhaupt noch ein halbwegs erträgliches Klima zu sichern, läuft ab. Und das bedeutet nun einmal: Verhaltensänderungen auf allen Ebenen. Auch ganz oben. Aber selbst die regelmäßigen Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu den Dienstwagen der Ministerinnen und Minister bewirken kaum eine Änderung. Und wie sieht das mit Dienstwagen in Leipzig aus?
Doppelhaushalt 2021/2022: Die wichtigsten Investitionsprojekte können jetzt in einer interaktiven Karte gefunden werden
Karte mit den Investitionsprojekten 2021 / 2022. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm Dienstag, 24. November, hat Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew dem Leipziger Stadtrat den Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2021 und 2022 vorgelegt. Für jedes Jahr enthält er ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro. Es werde keine Kürzungen geben, betonte Bonew in seiner Stadtratsrede. Aber mit entsprechenden zusätzlichen Kreditaufnahmen um die 200 Millionen Euro bis 2022 müsse die Stadt rechnen.
Michael Ballweg zum 21. November in Leipzig: Halbe Distanzierungen und geschraubte Gegenfragen + Video & Bildergalerie
Michael Ballweg am 7. November in Leipzig per Videoeinspielung dabei. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass der ehemalige Unternehmer Michael Ballweg ein Freund der freien Presse wird, steht auch in Zukunft kaum zu erwarten. Vielleicht liegt es am Oberlehrer-Tonfall gegenüber langjährigen Journalisten, den seine Anhänger offenbar als „widerständig“ verstehen. Oder seinem Hang zu devoten Fan-TV-Machern auf Youtube, die ihm unangenehme Nachfragen stets ersparen. In jedem Fall aber wohl an der Art, wie er einer normalen, schriftlichen L-IZ.de-Presseanfrage vom 23. November gegenübertritt, welche auch im Interesse des Stuttgarter „Querdenkers“ selbst erfragen möchte, wie die „Querdenken“-Bewegung zu den Vereinnahmungsversuchen von Rechtsextremisten am 21. November 2020 in Leipzig steht. Gar nicht, könnte man die Antworten des Bewegungs-Initiators Ballweg an die L-IZ.de überschreiben.
Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten: Ein ganz persönliches Poesiealbum für den Dichter aus dem Grenzgebiet
Poesiealbum neu: Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich passt kaum etwas so gut in diese Zeit des zuweilen erzwungenen Stillehaltens wie Gedichte. Jene meist kurzen und knappen und dichten Texte, die sich erst richtig erschließen, wenn man sich Zeit und Aufmerksamkeit für sie nimmt. Ja, genau das, was einigen Leuten so schreckliche Kopfschmerzen bereitet, weil sie das mit sich selbst konfrontiert. Dabei wird die Welt für uns so erst ahnbar. Wie in den Gedichten Wolfgang Rischers.