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LWB schafft auch 2019 ein positives Jahresergebnis: Leipziger Wohnungsunternehmen kann 2020 das Investitionsvolumen verdoppeln

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    Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) hat auch im Geschäftsjahr 2019 alle wesentlichen Kennzahlen verbessert, teilt die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft mit. Die stabile Entwicklung ist Voraussetzung dafür, dass die Ausgaben für Neubau und Sanierung gesteigert werden können. Denn vom Stadtrat bekam das Unternehmen ja die Aufgabe, seinen Wohnungsbestand wieder deutlich auszubauen.

    „Die LWB hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem kommunalen Vorzeigeunternehmen entwickelt“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung anlässlich der Feststellung des Jahresabschlusses der GmbH durch die Gesellschafterversammlung am 16. Juli 2020. „Das Unternehmen, hinter dem schwierige Zeiten liegen, ist aus eigener Kraft gesundet und hat in unserer wachsenden Stadt in vielerlei Hinsicht Verantwortung übernommen.“

    Laut Jung ist die LWB ein Garant für bezahlbares Wohnen in Leipzig und ein wichtiger Partner der Stadt bei der Schaffung sozialer Infrastruktur, bei einer gerechten Entwicklung der Wohnquartiere und bei der Förderung der Energiewende.

    „Mit ihrem positiven Votum bei der jüngsten Kundenbefragung honorieren auch die LWB Mieter den anhaltend guten Trend bei der LWB“, erklärte die LWB Aufsichtsratsvorsitzende, Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau. Auf einer Notenskala von 1 bis 5 hatten 78 Prozent der mehr als 3.000 Teilnehmer bei der Gesamtzufriedenheit ein „sehr gut“ oder „gut“ gegeben.

    Pluspunkte gegenüber der Befragung 2017 gab es für Service und Kundenorientierung, für Wohnung, Wohngebäude und Wohnumfeld. „Es ist von großem Wert für alle Bürger, dass die Stadt mit ihrer LWB sowohl wohnungspolitisch als auch städtebaulich einen großen Beitrag für die hervorragende Entwicklung Leipzigs leisten kann“, so Dorothee Dubrau.

    LWB erfüllt Ziele der Stadt Leipzig

    „Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LWB weiterhin positiv entwickelt“, sagte Ute Schäfer, LWB Geschäftsführerin Finanzen und Vermögenssteuerung. Alle durch die Gesellschafterin Stadt Leipzig vorgegebenen Finanzkennzahlen und -ziele seien erfüllt worden. Die Eigenkapitalquote – sie gilt als wesentliche Kennziffer für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens – erreichte mit 40,7 Prozent einen neuen Spitzenwert.

    Das Geschäftsergebnis vor Steuern lag bei 8,65 Millionen Euro. Das Jahresergebnis von 18,5 Millionen Euro wurde wie bereits in den Vorjahren durch Sondereinflüsse stark beeinflusst. „Unsere wirtschaftliche Stabilität ist ebenso wie die Nachhaltigkeit unserer Investitionen Voraussetzung dafür, dass die LWB ihre Aufgaben auch in Zukunft erfüllen kann“, so Schäfer.

    „Die steigenden Investitionen sind nur ein Beleg für die wachsenden Aufgaben der LWB“, betonte Iris Wolke-Haupt, LWB Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau. Für drei Neubauprojekte und eine Kindertagesstätte war im Jahr 2019 Baubeginn. Erst vor kurzem wurden zwei weitere Neubauvorhaben mit insgesamt 406 Wohneinheiten und einer Kita gestartet. Mit mehr als 130 Millionen Euro ist 2020 nahezu eine Verdopplung der Bauausgaben gegenüber 2019 geplant.

    „Insgesamt zehn Neubaumaßnahmen mit mehr als 1.000 Wohneinheiten befinden sich derzeit in Bearbeitung“, so Wolke-Haupt. Außerdem wurden neben zahlreichen Einzelmaßnahmen Sanierungsprojekte in Grünau, Paunsdorf, Dölitz und der Südvorstadt umgesetzt. Weitere folgen in diesem Jahr.

    Stabiles operatives Geschäft

    „Basis unseres Erfolges ist unser Kerngeschäft Hausbewirtschaftung“, so Wolke-Haupt. Mit fast 96 Prozent ist die Vermietungsquote stabil geblieben. Die Nettokaltmieten sind 2019 im Durchschnitt um knapp 2,3 Prozent auf 5,35 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Damit liegt die LWB weiterhin unter dem gesamtstädtischen Vergleichswert. Als kommunales Unternehmen werde die LWB auch weiterhin ihren Beitrag leisten, damit das Wohnen in Leipzig bezahlbar bleibt.

    LWB-Baustelle Straße des 18. Oktober. Foto: Peter Usbeck / LWB
    LWB-Baustelle Straße des 18. Oktober. Foto: Peter Usbeck / LWB

    „Investitionen ins Wohnen müssen nachhaltig und ressourcenschonend sein. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt“, betont Iris Wolke-Haupt. Schon heute sei die LWB mit 49 Photovoltaikanlagen auf ihren Hausdächern der Vermieter in Leipzig mit den meisten Solaranlagen. Der weitere Ausbau werde zukünftig eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der CO2-Emission im Gebäudesektor für die LWB spielen. Mit mehr als 13.000 Bäumen und mehreren hunderttausend Quadratmetern Grün- und Blühflächen verfüge die LWB zudem über ein beachtliches Stück Natur inmitten der Großstadt.

    „Von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der LWB profitiert die gesamte Region“, erklärt LWB Finanzgeschäftsführerin Ute Schäfer. Das Unternehmen sei ein verlässlicher und wichtiger Auftraggeber. Unternehmen aus dem Großraum Leipzig-Halle haben im vergangenen Jahr Millionenaufträge erhalten. Vom gesamten Auftragsvolumen im Jahr 2019 in Höhe von 131 Millionen Euro realisierten regionale Firmen rund 83 Prozent.

    Den höchsten Anteil am Auftragsvolumen hatten die Bau- und Planungsleistungen mit 57 Millionen Euro. Der hohe Anteil regionaler Auftragnehmer und die damit verbundene Wertschöpfung ist außerordentlich erfreulich. Trotz der gestiegenen Zahl von EU-Ausschreibungen hat es zudem keine Rügen beziehungsweise Verfahren vor der Vergabekammer gegeben.

    Mit Augenmaß durch die Coronakrise

    Oberbürgermeister Burkhard Jung, Aufsichtsratschefin Dorothee Dubrau und die beiden LWB Geschäftsführerinnen Ute Schäfer und Iris Wolke-Haupt bedankten sich bei den LWB Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement. Sie seien die wichtigste Ressource. Während der Coronakrise haben die Beschäftigten große Herausforderungen gemeistert, damit sich die Mieter zu Hause sicher fühlen können und zugleich alle Aufgaben weiter erfüllt werden.

    Weder auf den Neubaubaustellen noch im Sanierungsbereich sei es zu nennenswerten Problemen gekommen. Die LWB gehörte zugleich zu den ersten Unternehmen in Mitteldeutschland, die jenen Mietern unbürokratische Hilfe zusicherte, die durch die Corona-Maßnahmen in Schwierigkeiten geraten sind.

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