Am Donnerstag, 24. November, erfolgte die Grundsteinlegung des Neubaus für die mitteldeutsche Zentrale des Vertriebs- und Servicegeschäfts der Siemens AG. Das zukünftige Gebäude der Leipziger Stadtbau AG am Johannisplatz schließt zu Beginn der Prager Straße eine seit vielen Jahren bestehende Baulücke. Die rund 11.750 Quadratmeter Bruttogeschossfläche wird die Niederlassung der Siemens AG gegen Ende 2024 als Mieterin beziehen.

Damit bleibt die Siemens AG auch dem Standort Leipzig treu. Neben der Zentrale für das mitteldeutsche Vertriebs- und Servicegeschäft wird das regionale Ausbildungszentrum der Siemens Professional Education dort angesiedelt.

Der mit der Grundsteinlegung begonnene Neubau soll den aktuellen technischen und ökologischen Anforderungen entsprechen: Die Energie-Effizienz wird den Standard nach KfW-40 erfüllen. Zusätzlich wird eine Zertifizierung nach dem „Gold“-Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erfolgen. Im Rahmen der langjährigen Kooperation der HTWK mit der Leipziger Stadtbau AG wird für diesen Neubau durch ein laufendes Monitoring der CO2-Fußabdruck ermittelt.

Die Stimmen zur Grundsteinlegung

„Wir werden mit dem neuen Bürogebäude unserem Unternehmensgrundsatz treu bleiben: Bereitstellung von innovativen und zukunftsfähigen Flächen in zentralen Bereichen der Stadt zur Stärkung einer urbanen Lebens- und Arbeitskultur“, sagt Sebastian Jagiella, Vorstandsmitglied der Leipziger Stadtbau AG. „Wir freuen uns, endlich einen Lückenschluss an dieser exponierten Verkehrsachse für Leipzig umzusetzen und damit erneut hochwertige Arbeitsplätze in Leipzig zu halten.“

So soll die neue Siemens-Niederlasssung aussehen. Visualisierung: Domaros Architekten GmbH Leipzig
So soll die neue Siemens-Niederlassung aussehen. Visualisierung: Domaros Architekten GmbH, Leipzig

„Wir verknüpfen heute die Tradition mit der Zukunft, denn wenige Wochen nach dem 125. Jubiläum von Siemens in Leipzig legen wir den Grundstein für unsere neue Niederlassung“, sagt Karsten Petrusch, Sprecher der Niederlassung Leipzig der Siemens AG.

„Ich freue mich, dass mit Auszubildenden und jungen Nachwuchs-Fachkräften von Siemens heute diejenigen dabei sind, die aus diesem künftigen Leipziger Siemens-Zentrum für Vertrieb, Service und Ausbildung heraus die Zukunft von Siemens Leipzig aktiv gestalten werden.“

„Durch den Einsatz neuer Baustoffe für die Fassade gestaltet sich die künftige Siemenszentrale für Mitteldeutschland auch für uns als Bauunternehmen als besonders spannend und lohnenswert“, sagt Stefan Wulff, Geschäftsführender Gesellschafter OTTO WULFF.

„Wir bringen unser Know-how im qualitätsvollen nachhaltigen Bauen in ganzem Umfang für das Projekt ein und entwickeln es weiter. Zwischen Universitätsklinikum und Augustusplatz entsteht somit eine neue Adresse für zukunftsorientiertes Bauen und innovative Technologie. Dies ist ein weiterer Entwicklungsimpuls für die Leipziger Innenstadt, an dem wir uns gerne beteiligen.“

Der Neubau

Auf den drei verbundenen Flurstücken entsteht ein Neubau mit knapp 8.000 Quadratmetern Bürofläche auf sechs Geschossen. Eine Tiefgarage mit 105 Stellplätzen inkl. 20-E-Mobilitätsplätzen entspannen die Parkraumsituation in diesem gemischt genutzten Stadtgebiet.

Im Gebäude selbst werden die Anforderungen an das Ausbildungs- und Schulungszentrum in den unteren Etagen mit modernen Büroarbeitsplätzen in den oberen Geschossen verbunden. Eine eigene Betriebskantine wird die Beschäftigten aus bisher zwei Leipziger Standorten, Auszubildende sowie die Besucher versorgen.

Den Abschluss des Gebäudes nach oben wird eine Dachterrasse bilden. Das zukünftige Bürogebäude liegt in markanter Ecklage am Johannisplatz in direkter Nachbarschaft und Sichtachse am Grassi-Museum. Auszubildende, Mitarbeitende, Kunden und Partner werden das Gebäude sehr bequem mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch eine Bus- und Straßenbahn-Haltestelle direkt vor dem Neubau erreichen können.

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