Sachsens Wirtschaft bekommt Exportprobleme und steckt im angekündigten Fachkräftemangel fest

Für alle LeserRegelmäßig befragen die Industrie- und Handelskammern ihre Mitglieder in Sachsen zur Lage und zu den Zukunftserwartungen. Das ergibt dann zumindest so ein Grundgefühl, wohin sich die Wirtschaft in Sachsen entwickelt. Und im Frühjahr 2019 ist es vor allem die (exportierende) Industrie, die richtige Bauchschmerzen hat.

Denn sie bekommt ja als Erste zu spüren, was es bedeutet, wenn ein auf Krawall getrimmter US-Präsident einen veritablen Handelskrieg entfesselt, nicht nur gegen den Kontrahenten China, sondern auch – untermauert mit deutlichen Drohungen – gegen die EU und die Bundesrepublik mit ihrem tatsächlich schädlichen Exportüberschuss. An dem Überschuss sind nicht die deutschen Exporteure schuld, sondern es ist die Bundespolitik (auch auf europäischer Ebene), die hier verheerende Wirkungen zeitigt.

Noch ist unklar, welche Folgen das konkret auch für die sächsische Wirtschaft mit sich bringt. Denn Hauptexporteure in Sachsen sind auch hier die Autobauer, die der US-Präsident ganz besonders auf dem Kieker hat. Aber stark vom Export abhängig sind auch Sachsens Maschinenbauer.

Und so wundert es nicht, wenn die drei sächsischen IHKs speziell zur Industrie im Land feststellen: Seit dem Allzeithoch zu Jahresbeginn 2018 sind die Lageeinschätzungen der sächsischen Industrie kontinuierlich zurückgegangen. So schätzen aktuell 55 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut ein (Jahresbeginn: 62 Prozent) und 8 Prozent als schlecht (Jahresbeginn: 5 Prozent). Ursachen dafür sind eine schwächere Umsatzentwicklung sowie eine schlechtere Ertragsentwicklung. Auch die Geschäftserwartungen für die nächsten 12 Monate trüben sich ein, vor allem, da die Tendenz der Auftragseingänge sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland aktuell nach unten zeigt.

Wohlgemerkt: Das sind auch vonseiten der Industrieunternehmen immer noch gute Lageeinschätzungen, die sämtlich über den Zahlen von 2009 liegen. Seit 2010 sind die Lageeinschätzungen durchweg positiv und auch die Zukunftserwartungen lagen zumeist im positiven Bereich. Die Besorgnisse in der Industrie sind so stark, dass sie das gesamte Bild zur wirtschaftlichen Lage in Sachsen eintrüben.

Denn fast alle anderen Branchen vermelden gleichbleibend hohe Zuversicht. Nur die Transporteure zieht es – im Gefolge der Industrie – stimmungsmäßig mit in die Tiefe.

Das generelle Fazit der IHKs

Die Wirtschaft in Sachsen befindet sich weiterhin in einer guten Verfassung, hat aber im Frühjahr 2019 nochmals an Schwung verloren. Der IHK-Geschäftsklimaindex fällt erneut leicht von 130 Punkten zu Jahresbeginn auf jetzt 128 Punkte. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus den gesunkenen Lagebeurteilungen, für die kommenden Monate sind die Unternehmen jedoch verhalten optimistisch. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern, an der sich 1.892 Unternehmen mit knapp 97.000 Beschäftigten beteiligten.

Deutlich über die Hälfte (58 Prozent) der sächsischen Unternehmen beurteilt ihre Geschäftslage als gut, und nur sieben Prozent als schlecht. Der sich daraus ergebende Saldo liegt mit 51 Punkten weiterhin auf hohem Niveau und knapp über dem fünfjährigen Mittelwert (49 Saldenpunkte). Der Saldo der Geschäftserwartungen steigt leicht um einen auf neun Punkte gegenüber der Vorbefragung, ist aber deutlich niedriger als noch vor einem Jahr (17 Prozentpunkte).

Der Konjunkturklimaindex der Sächsischen IHKs. Grafik: Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern im Freistaat Sachsen

Der Konjunkturklimaindex der Sächsischen IHKs. Grafik: Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern im Freistaat Sachsen

Aber rechtfertigt das die Aussage, Sachsens Wirtschaft stecke schon in einer Flaute? So jedenfalls äußerte sich der Chemnitzer IHK-Präsident.

„Angesichts einer sich verfestigenden Flaute brauchen wir verbesserte Standortfaktoren, von denen alle profitieren“, forderte Dr. h. c. Dieter Pfortner, Präsident der IHK Chemnitz und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen IHKs, am Dienstag. „Jetzt sind beschleunigte Investitionen in Bildung und Infrastruktur, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, eine Unternehmenssteuerreform, die steuerliche Forschungsförderung, Entlastungen bei den Strompreisen und vor allem ein wirklicher Bürokratieabbau ein Muss.“

Die Forderungen muss man nicht teilen. Denn die meisten wirken erst mittel- bis langfristig. Und sie wurden schon oft von den Kammern geäußert, ohne dass sich selbst die sächsische Regierung bemüßigt fühlte, tätig zu werden.

Man darf auch nicht übersehen, dass andere Branchen so volle Auftragsbücher haben, dass sie an der Grenze ihrer Kapazitäten arbeiten. Allen voran die Baubranche.

Die Branchen im Einzelnen

Hohe Umsätze, eine gute Ertragsentwicklung und eine positive Tendenz der Auftragseingänge sorgen für Hochstimmung in der Baubranche. Mit 82 Prozent guter Lagemeldungen wird ein Allzeithoch erreicht. Lediglich 3 Prozent der Befragten schätzen ihre wirtschaftliche Lage als schlecht ein. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist hervorragend.

Obwohl der Saldo aus guten (61 Prozent) und schlechten Lageeinschätzungen (5 Prozent) im sächsischen Dienstleistungsgewerbe auf 56 Punkte etwas gesunken ist (Jahresbeginn: 62 Punkte), befindet sich die Branche in guter Verfassung und ist nach dem Baugewerbe Motor der sächsischen Konjunktur. Gestiegene Umsatzerwartungen sorgen zudem wieder für eine Verbesserung der Geschäftsprognosen – die Skepsis vom Jahresbeginn weicht einem verhaltenen Optimismus. Knapp ein Viertel (23 Prozent) gehen von einer sich verbessernden Geschäftslage und 10 Prozent von einer ungünstigeren Entwicklung aus.

Nach einer Verbesserung zu Jahresbeginn fällt die Bewertung der Geschäftslage im sächsischen Einzelhandel wieder etwas ab. So sinkt der Anteil guter Lageeinschätzungen von 57 Prozent zu Jahresbeginn auf aktuell 52 Prozent. Steigende Beschäftigung und Einkommen bleiben aber gute Voraussetzungen für eine hohe Nachfrage im Einzelhandel, was sich auch in den positiven Geschäftserwartungen niederschlägt. Wie zu Jahresbeginn erwarten 20 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung, 11 rechnen mit einer Abkühlung (Jahresbeginn: 16 Prozent).

Der Aufwärtstrend der Lageeinschätzungen im Großhandel setzt sich im Frühjahr 2019 fort. So steigt der Saldo aus guten und schlechten Lagebeurteilungen auf 46 Punkte (Jahresbeginn: 42 Punkte). Ursache dürfte vor allem die gute Umsatzentwicklung sein, auch wenn sich steigende Kosten auf die Erträge negativ auswirken. Darin begründet sich vermutlich auch das leichte Absinken der Geschäftserwartungen.

Das sächsische Verkehrsgewerbe schätzt seine Lage saisonbedingt ähnlich ein wie vor einem Jahr. 50 Prozent guten Einschätzungen stehen 6 Prozent schlechte gegenüber. Umsätze, Auftragseingänge und die Ertragsentwicklung weisen nach unten, wobei letzteres u. a. mit der Mauterhöhung zu Jahresbeginn zusammenhängen dürfte. Dennoch blicken die Unternehmen wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft als zum Jahresbeginn. So erwarten 16 Prozent bessere Geschäfte (Jahresbeginn: 10 Prozent) und 13 Prozent schlechtere (Jahresbeginn: 17 Prozent).

Fachkräftesuche bleibt das Sorgenkind

Und nicht nur die Transporteure klagen, dass sie keine Leute finden. Das Fachkräfteproblem bleibt auch im Frühjahr das Sorgenkind der befragten Unternehmen. Nach wie vor ist der Fachkräftemangel das Geschäftsrisiko, das die meisten Unternehmen beunruhigt (57 Prozent), gefolgt von den Arbeitskosten (50 Prozent) und der Entwicklung der Inlandsnachfrage (40 Prozent).

Wobei das Problem Inlandsnachfrage scheinbar zugenommen hat – von 31 auf 40 Prozent in der Unternehmensbefragung. Der Blick auf die Umsatzentwicklungen aber zeigt, dass es auch hier vor allem zwei Branchen sind, die mit sinkenden Umsätzen rechnen, die ja nun einmal auch mit der Nachfrage im Inland zu tun haben: Industrie- und Transportunternehmen.

Was natürlich zu denken gibt. Denn wenn der Export schwächelt, springt das Inland augenscheinlich als Ersatz nicht in die Bresche. Dienstleistungen und Einzelhandel können auf eine stete Nachfrage rechnen. Aber da auch die Investitionen der Wirtschaft zurückgehen, gibt es auch weniger Aufträge für Industrie und Transport. Da helfen dann auch die alten Forderungen nach einer Unternehmenssteuerreform und Bürokratieabbau wenig, wenn diese Investitionen fehlen.

Und in welche Infrastruktur soll jetzt der Staat „beschleunigt“, wie Pfortner fordert, investieren, wenn die Baukapazitäten in Sachsen bis zum Anschlag ausgebucht sind? Breitbandausbau und G5 wären sicher eine Idee, aber selbst da scheint es an den Kapazitäten zu scheitern.

Ein Viertel der Unternehmen gibt an, innerhalb des nächsten Jahres Investitionen erhöhen zu wollen, fassen die IHKs zwar die Umfrageergebnisse zusammen. 43 Prozent der Befragten halten ihre Investitionspläne auf dem Stand des Vorjahres. Aber: Ersatzbeschaffungen sind dabei nach wie vor das Hauptmotiv.

Und in der Industrie gehen die Investitionsplanungen zurück. Das sollte schon mal munter machen. Bau und Dienstleistung haben hingegen noch etliche Investitionen vor. Wobei man auch nicht vergessen darf, dass Dienstleistung in vielen Fällen auch Produktion bedeutet, denn hier ist der größte Teil der Informationstechnologie mit verortet. Und dass auch Sachsen sich immer mehr zu „Industrie 4.0“ entwickelt, ist Fakt. Es bildet sich aber eher im Bereich Dienstleistung ab als im produzierenden Sektor.

Und Leute werden nach wie vor gesucht: Knapp jedes fünfte sächsische Unternehmen (19 Prozent) plant in den kommenden Monaten seine Beschäftigtenzahl zu erhöhen, und nur 12 Prozent diese zu verringern. Damit dürfte es 2019 zu einer weiteren Zunahme der Beschäftigten in der sächsischen Wirtschaft kommen, so die IHKs. In welchem Umfang dieser Personalaufbau tatsächlich realisiert werden kann, hänge aber auch von der Verfügbarkeit der erforderlichen Fachkräfte ab.

Aber wie war das 2009, als die Wirtschaftskammern eine bessere Bildungspolitik in Sachsen forderten? Die Staatsregierung stellte sich taub und machte munter weiter mit dem Abbau von Lehrern, Hochschuldozenten, Polizisten, Richtern …

Die Probleme von heute sind die ignorierten Mahnungen von vor zehn Jahren.

Sachsens CDU-Fraktion traut sich mal, das Thema Bildung bei den Bürgern abzufragen

IHKFachkräftemangelKonjunkturumfrage
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Leipzig verurteilt Nutzung eines ehemaligen KZ-Außenlagers durch Neonazis
Juliane Nagel (Linke) forderte eine offizielle Verurteilung der Stadt Leipzig zu den Nutzern der Kamenzer Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadt Leipzig verurteilt die Nutzung des ehemaligen KZ-Außenlagers in der Kamenzer Straße durch Neonazis. Ein entsprechender Antrag wurde in der Ratsversammlung am 28. Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen lediglich aus der AfD-Fraktion. Zudem soll sich die Stadt um ein intensiveres Gedenken an diesem Ort bemühen.
Provokation oder sinnvoller Weg? Marcus Weiss beantragt Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet
Tempo 30 - hier vor der Lessingschule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Stadtverkehr der Zukunft wird anders aussehen. Das machen mittlerweile nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam vor, wo Radfahrer/-innen seit Jahren bessere Bedingungen vorfinden. In der Coronakrise haben auch Städte wie Madrid, Paris und Brüssel den Schalter umgelegt. Gerade im Herzen der Stadt haben sie dem umweltfreundlichen Radverkehr endlich mehr Platz eingeräumt. Eine Entwicklung, an der auch Leipzig nicht vorbeikommen wird. Die Frage ist nur: Wie schnell geht's?
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat trifft sich am heutigen 28. Mai erneut zu einer Versammlung in der Kongresshalle am Zoo, nachdem die Tagesordnung vor acht Tagen nicht bewältigt werden konnte. Allein aus den Fraktionen gibt es noch rund 40 Anträge. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Heute startet das Pittstop Autokino in den Pittlerwerken in Wahren
Pittstop Autokino. Foto: Pittlerwerke

Foto: Pittlerwerke

Für alle Leser Vielleicht werden wir uns in ein paar Jahren kopfschüttelnd an dieses seltsame Jahr 2020 erinnern, in dem einige Dinge plötzlich so ganz anders waren als zuvor. Vielleicht aber zwingt das Coronavirus uns aber auch, einige endgültige Veränderungen in unserem Leben zu akzeptieren. Denn während kleine Bühnen jetzt zumindest schon wieder vorsichtig mit Hygienekonzepten öffnen können, bleiben Kinos noch geschlossen. Zumindest die in geschlossenen Räumen. Denn nach Taucha und der Alten Messe bekommt jetzt Leipzig ein weiteres, besonderes Autokino.
Die Gloriosa der Thomaskirche läutet am Pfingstsonntag erstmalig wieder
Die Abnahme des ersten Glockenstuhl-Bauabschnittes im Turm der Thomaskirche. Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Für alle LeserNormalerweise kündigen Kirchen nicht extra an, wenn sie ihre Glocken läuten. Aber für die Thomaskirche ist Pfingsten 2020 etwas besonderes: Ihr ambitioniertes Glockenprojekt ist zumindest im ersten Abschnitt beendet. Die großen Glocken hängen in ihrer neu gebauten Aufhängung und können zu den hohen Feiertagen wieder geläutet werden, ohne dass es Folgen für das Bauwerk hat.
Jetzt wird auch in der Harkortstraße für einen sicheren Radweg demonstriert
Radweglose Harkortstraße am Floßplatz. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserDas kam gar nicht gut an, dass Leipzigs Verwaltung den Corona-Shutdown nicht wirklich nutzte, um die Bedingungen für Radfahrer/-innen in der Stadt endlich spürbar zu verbessern. Berlin brauchte nur wenige Tage, um zusätzliche Pop-up-Radwege zu schaffen, München plant welche in den nächsten Wochen. Aber Leipzig hängt seit acht Jahren hinter seinen Radplänen hinterher. Deswegen demonstrieren am 3. Juni der ADFC & Friends.
Sachsen – Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme für ein Bundesland, das nicht aus den Schlagzeilen kommt
Uwe Backes, Steffen Kailitz (Hrsg.): Sachsen - Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Frage lag in der Luft, spätestens seit 2015/2016 und den verstörenden Ereignissen in Freital, Heidenau, Bautzen usw. Ein ganzes Land schien völlig vom Weg abzukommen, radikalisiert und gewalttätig gegen Menschen, die doch eigentlich nur hofften, in Sachsen Zuflucht zu finden. Ist Sachsen also eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine Frage, mit der sich jetzt die Wissenschaftler beschäftigt haben, die es wissen können.
Bach-Museum Leipzig startet Pandemie-taugliches Führungsangebot
Innenhof Bach-Museum. Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Ab dem Pfingstwochenende lädt das Bach-Museum Leipzig wieder regelmäßig freitags und sonntags zu Führungen ein. Die jeweils 30-minütigen Vorträge finden aufgrund des Infektionsschutzes im Hof des historischen Bosehauses statt und sind auf 15 Teilnehmer begrenzt. Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen.
Highfield bestätigt zahlreiche Künstler für 2021: Fast alle Acts sind am Störmthaler See wieder dabei
Quelle: Semmel Concerts

Quelle: Semmel Concerts

Künstler, Veranstalter und Fans blicken in die Zukunft: Nur wenige Wochen nach der Corona-bedingten Absage des Highfield Festivals haben so gut wie alle Acts, darunter Deichkind und Beatsteaks, bereits für 2021 bestätigt. Außerdem stehen den Gästen ab sofort verschiedene Möglichkeiten der Umschreibung oder Rückerstattung ihrer Tickets offen.
Eintrittsfreier Mittwoch: „Das will ich sehen“ – Individuelle Kurzerläuterung nach Wunsch mit Direktor Dr. Hartinger
Hingucker: Leipzigs Altes Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Direktorenführung im Alten Rathaus am ersten Mittwoch jedes Monats ist seit vielen Jahren eine Institution im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Aufgrund der aktuellen coronabedingten Einschränkungen kann dieses Format gegenwärtig aber nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.
Mittwoch, der 27. Mai 2020: Fast 2.000 Soloselbstständige in Leipzig haben Corona-Hilfe beantragt
Der Stadtrat beschloss 5 Millionen kommunale Hilfe für Soloselbstständige im Corona-Interim Kongresshalle. Foto: L-IZ.de.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSoloselbstständige gehören zu den Personen, die die Coronakrise besonders hart trifft. Um sie zu unterstützen, hat die Stadt Leipzig zusätzlich zu anderen Programmen ein eigenes Hilfsprogramm auf die Beine gestellt. Fast 2.000 Soloselbstständige haben bereits einen Antrag gestellt. Um die Coronakrise geht es auch morgen bei einem „Runden Tisch“ der Staatsregierung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 27. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Wir wollen leben wie Menschen“: Demo durch den Leipziger Süden gegen Massenunterbringung in Dölzig
Eine Demonstration für die Rechte der in Dölzig untergebrachten Asylbewerber. Foto: Birthe Klemann

Foto: Birthe Klemann

Für alle LeserEtwa hundert Menschen demonstrierten am heutigen Mittwochabend, 27. Mai, zunächst auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz und zogen anschließend über die Karl-Liebknecht-Straße zur Leipziger Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in der Braustraße. Unter den Teilnehmer/-innen befanden sich etwa 20 Bewohner/-innen des Geflüchteten-Lagers in Dölzig. Sie übergaben der Landesdirektion ihre Anträge auf Entlassung aus der Erstaufnahmeeinrichtung und den Transfer in eine dezentrale Unterbringung. Gleichzeitig wurden Eilanträge an das Verwaltungsgericht Leipzig versendet.
Die Plagwitzer Brücke wird ab dem 4. Juni für den Verkehr freigegeben
Letzte Arbeiten auf der Plagwitzer Brücke. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAufatmen im Leipziger Westen: Nach zweijähriger Bauzeit können ab dem Nachmittag des 4. Juni wieder Autos über die Plagwitzer Brücke rollen, kündigen die Stadt Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe und die Leipziger Wasserwerke an. Mit Betriebsbeginn am 5. Juni steht dann die wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Leipziger Westen auch für Straßenbahnen wieder zur Verfügung.
Stadt hat keine neuen Pläne für den Fockeberg und für die Holzplastiken fehlen einfach die Spender
Badewannensitzgruppe am Aufgang zum Fockeberg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich geht es nicht nur SPD-Stadträten so, dass sie beim Besuch des Fockeberges in der Leipziger Südvorstadt so ein wenig das Gefühl haben, dass der begrünte Berg irgendwie heruntergewirtschaftet wirkt. Er wird ja auch viel genutzt. Und manche Zeitgenossen trampeln nicht nur durchs Dickicht oder rutschen die steilen Hänge herunter, sie vermüllen auch noch den Ort, an dem sie gerade ihr Picknick hatten. Wird die Stadt also an der Gestaltung des Fockeberges etwas ändern?
Ein Forschungszentrum am Störmthaler See ist im Regionalplan Westsachsen gar nicht vorgesehen
Blick zur Magdeborner Halbinsel (Bildmitte). Foto: Foto: LMBV / Peter Radke

Foto: Foto: LMBV / Peter Radke

Für alle LeserDie Gemeinderatssitzung der Gemeinde Großpösna am 18. Mai war in unterschiedlicher Hinsicht wieder ein bedeutender Meilenstein in der weiteren Seeentwicklung im Leipziger Neuseenland. Der Gemeinderat bekräftigte eine gemeinsame Absichtserklärung, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in seiner Bewerbung, das Forschungszentrum CLAIRE am Störmthaler See perspektivisch ansiedeln zu wollen, zu unterstützen.