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Fachkräftemangel

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Flur im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Ringen ums Personal: Stadt will Spitzenkräfte mit zielorientierter Vergütung anwerben

Der Fachkräftemangel hat längst auch die kommunalen Verwaltungen in Sachsen erreicht. Längst steht auch Leipzigs Verwaltung in direkter Konkurrenz mit privaten Unternehmen, die oft deutlich bessere Bezahlung bieten können, um junge Leute für sich zu gewinnen. Leipzigs Stadtverwaltung will nun mit einer attraktiveren Entlohnung auf den Fachkräftemangel reagieren. Um neue Spitzenfachkräfte anwerben und binden zu […]

Juliane Nagel (MdL, Linke) Foto: LZ

Linksfraktion legt erneut Maßnahmenpaket gegen Fachkräftemangel im sozialen Bereich vor

Das Problem fehlender Fachkräfte im sozialen Bereich – von Erzieher:innen in Kita, Sozialarbeiter:innen in der Jugendhilfe, aber auch in anderen Bereichen (Wohnungslosenhilfe, Flüchtlingssozialarbeit etc.) – ist virulent und wird sich verschärfen – im Hinblick auf Altersabgänge, vor allem im Erzieher/-innenbereich, und dem Anwachsen von Bedarfen, insbesondere im Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE).

Steffen Wehmann, Linke. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ

Der Stadtrat tagte: Mehr Geld für die Personalgewinnung und auch 2022 wieder eine Mobilitätswoche + Video

Schon im August war klar, dass Leipzig deutlich besser durch das Corona-Jahr 2021 kommen würde als noch im Doppelhaushalt 2021/2022 geplant. Endgültige Zahlen zum Jahresabschluss gibt es noch nicht. Weshalb es durchaus ein kleiner Seiltanz war, den die vier Stadträte Steffen Wehmann (Linke), Martin Biederstedt (Grüne), Sven Morlok (Freibeuter/FDP) und Christian Schulz (SPD) da wagten, als sie als Änderungsantrag zur Informationsvorlage des Finanzbürgermeisters sechs zusätzliche Ausgabeposten beantragten. Umfang: 1,2 Millionen Euro.

Staatsministerin Petra Köpping. Foto: Kerstin Pötzsch

Neues Modellprojekt zur Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte aus Drittstaaten

Der Fachkräftemangel stellt den Gesundheitssektor vor große Herausforderungen, auch und gerade im Freistaat Sachsen, wo die demographische Entwicklung besonders gravierend verläuft. Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt, wie dringend wir auf Pflegefachkräfte angewiesen sind, um die gesundheitliche und pflegerische Versorgung im Freistaat Sachsen in der bisherigen hohen Qualität aufrecht zu erhalten.

Stadtrat Thomas Köhler (Piraten, Freibeuter-Fraktion). Foto: Michael Freitag

Der Stadtrat tagt: Freibeuter und Linke sagen Befristung den Kampf an

Der noch amtierende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat im April 2021 einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem sachgrundlose Befristungen eingeschränkt werden sollen. Doch nun muss sich eine neue Parteienkonstellation dem Thema widmen – was dauern kann. Freibeuter und Linksfraktion wollten die Sache in Leipzig bei Verwaltung und Eiegnbetrieben selbst in die Hand nehmen und haben den Stadtrat am Mittwoch, den 10. November, über zwei Anträge zu diesem Thema abstimmen lassen.

Entwicklung der registrierten Arbeitslosigkeit in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Leipziger Arbeitsmarkt im August: Rumpelnder Einstieg ins Berufsleben

Da ist der Wurm drin, auch wenn die Arbeitsagentur Leipzig einen möglichen Grund gefunden hat, warum ausgerechnet in Leipzig im August die Arbeitslosenzahl gestiegen ist, während sie deutschlandweit sogar um 12.000 sank. Das Leipziger Ergebnis mit 465 Arbeitslosen mehr als im Juni beeinflusst auch das sächsische Ergebnis, wo dann insgesamt 330 als Plus steht.

Servicekraft händeringend gesucht: Viele Hotels und Gaststätten finden aktuell kein Personal – weil während der Lockdowns ein großer Teil der Beschäftigten die Branche verlassen hat. Die Gewerkschaft NGG fordert, die Arbeit im Gastgewerbe attraktiver zu machen. Foto: NGG

Wenn das Kurzarbeitergeld nicht reicht: Leipziger Gastgewerbe hat im Corona-Jahr über 2.000 Fachkräfte verloren

Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie verzeichnen die Leipziger Hotels und Gaststätten eine dramatische Abwanderung von Fachkräften. Innerhalb des vergangenen Jahres haben in der Stadt rund 2.100 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte dem Gastgewerbe den Rücken gekehrt – das ist jeder siebte Beschäftigte der Branche, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf jüngste Zahlen der Arbeitsagentur mitteilt.

Verschiedene Perspektiven eines gemeinsamen Themas – Podiumsdiskussion beim UFO am 22.09.2020 in Zwenkau. Foto: Zarof GmbH

Unternehmerforum in Zwenkau – Fachkräfte gewinnen und binden

Die Sorge um fehlende Fachkräfte treibt die Wirtschaft auch in der Corona-Krise um. Für 90 % der regionalen Unternehmen bleibt es generell schwierig, passende Fachkräfte zu finden. Diese Einschätzung ergab eine Umfrage unter 60 kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Bald allein auf der Baustelle? Baufirmen steuern auf einen verschärften Fachkräftemangel zu – wenn die Branche für Beschäftigte nicht attraktiver wird, warnt die IG BAU. Foto: IG BAU

Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Leipzigs Baubranche

Handwerker gesucht: Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen in Leipzig in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Im vergangenen Jahr blieben in Leipzig 180 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2018 waren es 146 Stellen, ein Jahr zuvor 104.

Henning Homann. Foto: LZ

Homann: Gegen den Fachkräftemangel – Wir verbessern Bedingungen für Berufsausbildung

Henning Homann, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag in der Aktuellen Debatte „Mindestausbildungsvergütung, Azubi-Ticket, Schulgeldfreiheit – berufliche Bildung weiter stärken“: „Bis 2030 fehlen in Sachsen 300.000 Fachkräfte. Unsere Wirtschaft wird sich ohne Fachkräfte, ohne die junge Generation nicht entwickeln können.“

Staatssekretär Stefan Brangs. Foto: Götz Schleser

Staatsministerium und Arbeitsagentur kooperieren künftig noch enger

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben heute eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die durch Demografie, Strukturwandel und Digitalisierung bedingten Herausforderungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sollen zukünftig durch noch engere Zusammenarbeit gemeinsam bewältigt werden.

Ein LVB-Fahrer gibt eine Meinung in der Jahnallee mal per Dreckausstoß kund. Foto: L-IZ.de

Die „Fotzen“ bei der LVB + Update

Vielleicht fällt es ja immer mehr Menschen auf, aber die Freundlichkeit im Alltag ist ein Gut, was alle gemeinsam pflegen sollten. Zwei Fahrern der LVB scheint dies noch nicht so geläufig, obwohl sie mit ihrem geschätzten Alter von runden 50 Jahren irgendwann einmal einen gewissen Grundrespekt vor allen Menschen gelernt haben sollten. Am vorgestrigen Tag wurde Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) gegen 15:50 Uhr Zeugin einer „Unterhaltung“ in der Linie 11, welche über ein deftiges Sächsisch weit hinausschoss. Bei einigen LVB-Fahrern scheinen Begriffe wie „Fotze“ jedenfalls zum ganz normalen Alltagsgebrauch zu gehören.

Auf Heller und Cent genau zugemessen ... Foto: Ralf Julke

Landtagsdebatte über Fachkräftemangel in Sachsen

Am Freitag, 24. Mai, debattierte der Sächsische Landtag nach einer Fachregierungserklärung von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) über Fachkräfte für Sachsen. Denn Sachsen steuert sehenden Auges mitten hinein in einen gewaltigen Fachkräftemangel. „Bis 2030 fehlen nach heutigen Prognosen über 320.000 Erwerbspersonen in Sachsen. Das ist ein Rückgang der Erwerbstätigen von rund 14 Prozent – in einigen Regionen werden es gar über 20 Prozent sein“, sagte Dulig.

Landkreis Görlitz erhält 4,8 Millionen Euro zur Abmilderung von Strukturdefiziten

Die Landesdirektion Sachsen hat dem Landkreis Görlitz eine Bedarfszuweisung zur Abmilderung von Strukturdefiziten in Höhe von 4,8 Millionen Euro gewährt. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet das Sächsische Finanzausgleichsgesetz, das in Einzelfällen Zuschüsse für Projekte zum Abbau besonderer regionaler Strukturdefizite vorsieht.

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