Neues „Regjo“-Heft benennt das Mega-Thema für 2015

So sachlich gab sich das "Regjo"-Magazin bislang noch nicht. Gern gab man den Heften übergreifende Titel, die auch so eine Ahnung davon aufkommen ließen, dass man eine Region wie Mitteldeutschland auch vernetzt, vieldimensional und im Fluss denken kann. Diesmal zeigt sich das Anliegen ganz nüchtern auf dem Titel: "Fachkraft gesucht". Der Nachwuchsmangel macht sich bemerkbar. Und er wird auch 2015 ein Mega-Thema sein.

Darauf wies auch der Leiter der Landesarbeitsagentur Sachsen, Klaus Schuberth, hin. Denn Sachsen steckt derzeit in einem doppelten Prozess: In einem Rückgang der Bevölkerung und der Auszubildenden, die in den Arbeitsmarkt eintreten. Gleichzeitig aber findet seit 2007 ein spürbarer Ausbau der Erwerbstätigkeit statt.

Und dieser positive Trend auf dem sächsischen Arbeitsmarkt werde auch 2015 anhalten, so Schuberth. Er erwartet sogar eine weitere Verringerung der Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent und einen Anstieg der versicherungspflichtigen Beschäftigung um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging im November die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen um 7,3 Prozent auf 172.000 Arbeitslose zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 23.000 auf rund 1,53 Millionen.

Was dann auch Frank Heidan, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, am Montag, 29. Dezember, dazu veranlasste, die Probleme dieser Entwicklung und ihre Herausforderungen noch einmal zu benennen: „Die heute veröffentlichten Zahlen und die positive Prognose für 2015 auf dem sächsischen Arbeitsmarkt dürfen uns nicht ausruhen lassen, weiter eine Wirtschaftspolitik und Förderung zu betreiben, die technologieoffen ist und einen guten Branchenmix garantiert. – Weiterhin sind Langzeitarbeitslosigkeit und Jugendliche ohne Schulabschluss Themen auf dem Arbeitsmarkt, die uns auch in der Koalition im kommenden Jahr vor Herausforderungen stellen wird. Gerade die Anforderungen der mittelständigen Unternehmen an ihre Auszubildenden sind in den letzten Jahren nicht weniger, sondern aufgrund der technologischen Entwicklung eher komplexer und komplizierter geworden. Deshalb muss dafür breit geworben werden. Die von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth vorgestellte Förderrichtlinie, die darauf abzielt, die Zahl der Wiederholer und Schüler ohne Abschluss im Freistaat zu senken, ist ein wichtiger Schritt, um Jugendliche besser auf die Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes vorzubereiten.“

Ob die Förderrichtlinie reicht, das Problem zu lösen, darf bezweifelt werden.

Das „Regjo“-Heft zitiert auch ein paar Zahlen aus dem Statistik-Portal Statista. Etwa zu den „nicht realisierten Umsätzen mittelständiger Unternehmen aufgrund von Fachkräftemangel“. Für Sachsen kommt man da auf einen Wert von 1,183 Millionen Euro. Sachsen-Anhalt taucht mit 453 Millionen auf, Thüringen mit 394 Millionen.

Das hört sich viel an. Aber auch diese Zahlen sind Fiktionen. Nicht jeder nicht besetzte Arbeitsplatz bedeutet Umsatzeinbußen, nicht jeder Erwerbstätige hat die selbe Höhe an Bruttowertschöpfung. 2013 lag die Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigen in Sachsen knapp über 50.000 Euro. Möglich, dass die Statista-Rechner genau diesen Wert genommen haben und einfach mal mit 23.360 nicht besetzten Arbeitsplätzen multipliziert haben. Sichtlich keine weltbewegende Größe bei 1,53 Millionen Beschäftigten. Aber die meisten Arbeitsplätze sind nicht in den Branchen mit den höchsten Wertschöpfungen (Industrie, Versicherungen, Banken) unbesetzt, sondern vor allem in Dienstleistungsbranchen, wo die Bruttowertschöpfung etwa bei 40.000 Euro im Jahr liegt. Wir haben jetzt einfach die Bruttowertschöpfung genommen, weil Umsätze eine stark schwankende Größe sind und hohe Umsätze (wie im Handel) nicht unbedingt auch eine hohe Wertschöpfung bedeuten.

Eine wirklich belastbare Statistik zu fehlenden Arbeitskräften nach Branchen gibt es für Sachsen und die beiden Nachbarbundesländer so wenig wie eine belastbare Hochrechnung, welche Fachkräfte eigentlich in den nächsten Jahren fehlen werden. Eine Orientierung gibt seit November zumindest der „IHK-Fachkräftemonitor“. Er wird wohl eines der wichtigsten Instrumente, mit dem das Thema in den nächsten Jahren gesteuert werden kann. Und eine immense Erleichterung nicht nur für die Arbeit der Wirtschaftskammern, die jetzt ein Bild davon bekommen, wo sie aktiv werden können und müssen – sondern auch für die Unternehmen. Das Dilemma, in dem sie alle stecken, wird in diesem „Regjo“-Heft ein wenig sichtbar. Zwar kommen eine ganze Reihe Manager, Berater und Trainer zu Wort, die sich mit dem Thema seit Jahren beschäftigen – aber sie kennen zwar die Probleme, aber keine belastbaren Zahlen und Prognosen.

Es ist wie ein Stochern im Nebel, der noch dadurch verdichtet wird, dass kein Mensch weiß, wie erfolgreich sich die Wirtschaft Mitteldeutschlands auch überregional behaupten wird. Es werden zwar die wichtigsten Wirtschaftsinitiativen in Mitteldeutschlands porträtiert, die sich genau diese Bündelung der Kräfte zur Aufgabe gemacht haben – aber vorsichtshalber lässt das „Regjo“-Redaktionsteam auch diesmal die politische Dimension lieber weg. Obwohl die Bündelung der wirtschaftlichen Schlagkraft in der Region genau davon abhängt – und oft genug genau daran scheitert, am provinziellen Kleinklein der Politik. Obwohl einige Unternehmer auch in diesem Heft betonen, dass auch Fachkräftepolitik kein auf eine Stadt oder ein Bundesland begrenzbares Thema ist. Wenn im Chemiedreieck um Leuna die Post abgeht, kommen die Arbeitskräfte aus allen drei Bundesländern. Wenn in Städtedreieck Jena-Erfurt-Weimar die Technologie-Branche floriert, fahren auch Sachsen und Sachsen-Anhalter hin, die die Qualifikation dafür haben. Und wenn Leipzig mit Automotive, Logistik und Dienstleistung abhebt, kommen die Pendler auch aus Brandenburg. Dazu sind ja die mittlerweile gut funktionierenden Infrastrukturen da.

Nur haben alle drei – mit Brandenburg alle vier – Bundesländer dasselbe Problem: Seit 1990 halbierte Geburtenzahlen, deren erste Jahrgänge seit 2010 in der Ausbildung angekommen sind. Was 2010, 2011 noch nicht so prekär war – da hatte man noch die Berge von Bewerbern aus den Vorjahren, die froh waren, endlich in Ausbildung und Job zu kommen. Doch diese Berge sind abgearbeitet. Seit 2014 wissen alle Seiten genau, was ihnen die Bildungssysteme der drei, vier Bundesländer liefern. Siehe oben, das Zitat von Frank Heidan: Es genügt nicht. Auch weil viele Schulabgänger den drastisch gestiegenen Ansprüchen der Wirtschaft nicht gewachsen sind.

Das ist die andere, wohl viel zu selten vermittelte Seite der modernen sächsischen Wirtschaft: dass sie hochtechnisiert ist, fast völlig computerisiert. Anders könnten Sachsens Unternehmen überhaupt nicht auf den Märkten konkurrieren. Und so ist es nicht nur bei den Mitreisenden der „Sachsen-Sail“ ein elementares Thema: Wie sichert man sich trotzdem die Fachkräfte, die man braucht?

In den Wirtschaftskammern ist schon lange klar: Ohne qualifizierte Zuwanderung wird es nicht gehen. Dass sich einige grauhaarige Diskutanten noch über die Frage „Marktkräfte oder Regulierung“ aufregen, sagt alles: Die Diskussion wird oft genug geradezu abgründig. Sachsen braucht jeden Nachwuchs, den es bekommen kann. Sachsen deshalb, weil das Land auch in diesem Heft thematisch dominiert. Es könnte das große Flaggschiff sein, das die anderen Bundesländer mitzieht. Stattdessen geht in Dresden die besoffene Vergangenheit spazieren.

Wer erzählt es diesen Leuten, was da auf sie zukommt? – Eigentlich ist das nicht nur Aufgabe der so gern kritisierten Medien, sondern auch der regierenden Politik.

Um mal „Spiegel Online“ (aus seiner sehr berechtigten Kritik am jüngsten Unfug des ifo-Chefs Hans-Werner Sinn) zu zitieren: „Gerade in den ostdeutschen Bundesländern, wo die AfD und die islamfeindliche Pegida-Bewegung stark sind, dürften die Pro-Kopf-Staatsausgaben wegen der schrumpfenden Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten besonders stark steigen. Es sei denn, Schulen werden noch radikaler als bisher geschlossen, Straßen stillgelegt, Polizistenstellen gestrichen. Gerade diese Regionen müssten sich eigentlich besonders intensiv um Zuwanderer bemühen, um die Auslastung ihrer öffentlichen Infrastruktur und damit deren Pro-Kopf-Kosten zumindest konstant zu halten.“

Wir können auch auf unsere eigene Analyse dazu verweisen: Die Gelder, die das Land am Laufen halten, werden nur von Leuten erwirtschaftet, die arbeiten. Egal, welche Herkunft sie haben. Wichtig sind Qualifikationen und die Fähigkeit der hiesigen Unternehmen, ihren Bedarf an Fachkräften auch zu decken. Deswegen passt die Überschrift zur Fachkräfteinitiative der IHK wie die Faust aufs Auge: „Sachsen kann nicht genug kriegen“.

Sollten AfD und Pegida Erfolg haben, dann ist Sachsen ganz simpel: am Arsch. Und das erste, was die Narren aus der Neuen Rechten in den Zeitungen, die sie so sehr verabscheuen, lesen werden, wird sein, dass namhafte Unternehmen in Sachsen ihre Werkstore schließen und lieber nach Bulgarien, Rumänien oder Albanien gehen, wo sie noch Arbeitskräfte bekommen. Fachkräfte werden ein rares – und da und dort – auch teures Gut.

Und jedes einzelne Unternehmen ist gut beraten, jetzt vorzusorgen. Denn der Verlust der älteren, qualifizierten Arbeitskräfte, die in den nächsten Jahren in Ruhestand gehen, beginnt gerade erst.

Helge-Heinz Heinker macht das im Heft mit einer schönen Geschichte über all die Leute sinnhaft, die nachts in Leipzig arbeiten und dafür sorgen, dass die wichtigsten Systeme (Energie, Wasser, Straßenbahnen, Züge) weiter reibungslos funktionieren: „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“. BMW erwähnt er, DHL & Co. hätte er auch noch nennen können: Wichtige Unternehmen der Region sind auch deshalb nur konkurrenzfähig, weil sie ihre Technik rund um die Uhr in Betrieb halten.

Und man kann nur hoffen, dass auch die einschlägigen Politiker aufnehmen, was etwa Franziska Reif in ihrem Beitrag „Warnen, fordern, ausbilden“ schreibt: Es ist ihre allerwichtigste Aufgabe in nächster Zeit, alles dafür zu tun, dass die Wirtschaft der drei Bundesländer die bestmöglichen Fachkräfte bekommt. Sie nennt wieder andere Zahlen zur Fachkräftelücke. Aber das ist egal. Denn die Lücke spüren heute schon alle Unternehmen, die hohe Qualifikationsanforderungen an ihre Bewerber stellen.

Im zweiten Teil des Heftes werden einige der aktuellen Zukunftsprojekte aus Mitteldeutschland vorgestellt – die Elektro-Flotte von BMW zum Beispiel oder die Ontras-Pläne zum „Stromspeicher Erdgasnetz“. Kongresse zur Energieeffizienz geben sich in Leipzig ja mittlerweile die Klinke in die Hand. Hier ist ein Magnetfeld entstanden, in dem viele wichtige Teile der Energiezukunft vorgedacht werden. Dumm, nur dass ausgerechnet in Mitteldeutschland die Politik bremst.

Ganz hinten im Heft ist dann noch ein bisschen Weihnachten und Erzgebirge und ein Blick in die reiche Kulturlandschaft. Und man wird wieder das Gefühl nicht los, was das eigentlich für ein facettenreiches Land wäre, wenn es ein ganzes wäre: eine komplette Wirtschaftsregion Mitteldeutschland, die endlich so groß denkt, wie sie eigentlich sein könnte.

Denn die Probleme sind überall dieselben. Die Aufgaben, die jetzt anzupacken sind es auch.

Fachkräftemangel
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