War die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen im Frühjahr ein „Einbruch“ oder eher der Anfang eines überfälligen Umdenkens?

Für alle LeserFrüher, da habe ich mich immer wieder gefreut, dass Statistiker eigentlich nüchterne Leute sind. Sie veröffentlichten ihre Zahlen, erklärten die Trends, enthielten sich aber all der Kraftmeiereien, mit denen schlecht gelaunte Journalisten ihre Meldungen aufblasen, wenn eigentlich gar nichts passiert ist. Es ist ja egal, welche Zeitungswebsite man heutzutage aufschlägt: Es wird dramatisiert, dass einem schlecht werden kann. Das schleicht sich nun leider auch in Meldungen der Statistiker ein.
Anzeige

Sie sind ja auch nur Menschen. Und sie haben im Frühjahr 2020 auch nicht damit angefangen, die abfallenden Zahlen zur Wirtschaftsproduktion als Absturz, Rutsch oder Fall ins Bodenlose zu beschreiben. Die ersten waren die, die aus reinen Befragungen gleich mal alarmierende Wasserstandsmeldungen geschmiedet hatten und ihre Befürchtungen gleich mal zu Fakten erklärten.

Die Fakten aber geben die Dramatisierung nicht her. Auch wenn Sachsens Statistiker nun schreiben: „Einbruch der sächsischen Wirtschaft im 1. Halbjahr 2020“.

Worte haben Farbe, erzeugen Bilder. Bei Einbruch sieht man einstürzende Häuser oder Erdkrater, die auf einmal neben dem hübschen teuren Eigenheim aufreißen, also irgendetwas tatsächlich Dramatisches, bei dem Materie wirklich nachgegeben hat.

Früher gab auch der Dax noch nach in solchen Fällen. Aber daraus ist ja auch längst ein „Erdrutsch“ geworden, selbst wenn nur ein paar völlig verwindete Zocker für einen „Kurssturz“ von 3 oder 5 Prozent gesorgt haben. Hinterher sollen wir alle mitheulen, „wie viel Geld da verbrannt wurde“, obwohl es gar nicht unser Geld ist, sondern das von Leuten, die damit die ganze Zeit zocken und spielen, weil sie damit nichts Vernünftiges mehr anzufangen wissen.

Und der „Einbruch“ in Sachsen? Kam der Laden wegen Corona komplett zum Stehen?

Nicht mal ansatzweise.

Die Realität hatte alle windigen Prognosen aus dem Frühjahr (10 Prozent! Ein Viertel! Ein Drittel!) ad absurdum geführt, auch wenn natürlich einige Branchen, wo es um echten menschlichen Kontakt geht, wirklich hart getroffen wurden.

Aber eine Wirtschaft läuft in der Regel weiter, so lange sich Menschen alles fürs Leben wirklich Notwendige auch noch leisten können. Die Sorgen der Zocker sind nicht die Sorgen des normalen Arbeitsmenschen.

„Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen verringerte sich im 1.Halbjahr 2020 um 6,5 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2019“, schreiben die Statistiker des Statistischen Landesamtes in ihrem Text dann schon deutlich nüchterner. „Ausschlaggebend für die Situation in Sachsen war vor allem die stark rückläufige Entwicklung der Bruttowertschöpfung (BWS) im Produzierenden Gewerbe.“

Wobei sie an der Stelle nicht erklären, was sie unter „stark rückläufig“ verstehen. Da muss man zu einer Meldung vom 14. August zurückgehen, wo sie durchblicken ließen, was da eigentlich zurückging: „Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe Sachsens, welches den Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden mit einschließt, einen Umsatzrückgang von 14,9 Prozent auf rund 25,7 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes fielen die Auslandsumsätze im gleichen Zeitraum um 23,4 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Die Exportquote sank um 4,0 Prozentpunkte auf 35,5 Prozent.“

Wobei besonders die stark von Export geprägten Branchen Automobilbau und Maschinenbau betroffen waren. Und das hat auch nur bedingt mit Corona zu tun, sondern hat schon 2019 angefangen, wie diese Meldung von 22. September noch einmal übersichtlich zeigte. „Anders als in den Vorjahren hatte die Industrie, genauer das Verarbeitende Gewerbe, 2019 einen stark mindernden Beitrag auf die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen in Höhe von reichlich -0,7 Prozentpunkten. Ursächlich dafür war ein realer Wertschöpfungsrückgang um 4,0 Prozent gegenüber 2018, nachdem die Entwicklung zuvor von 2012 an ununterbrochen aufwärtsgerichtet verlief“, las man da,

Das hat einerseits mit der Krise im Automobilbau zu tun, dem so langsam auch die Auslandsmärkte wegbrechen. Es hat aber auch mit den von Donald Trump ausgelösten Handelskriegen zu tun, die zunehmend zu spürbaren Verwerfungen in den internationalen Handelsbeziehungen führen.

Und das betrifft natürlich Bundesländer stärker, die meinten, sie müssten die Exportwirtschaft ankurbeln, bis der Motor heißläuft. Was in der Tabelle mit den Zahlen zu den BIP-Rückgängen der Bundesländer deutlich wird.

„Der durch die Corona-Pandemie bedingte reale Rückgang des BIP in Sachsen entsprach nach den aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises ,Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder‘ (AK VGRdL) nahezu dem gesamtdeutschen Ergebnis im 1. Halbjahr 2020 (real: -6,6Prozent)“, schreiben die Statistiker in Kamenz.

„Im Mittel der fünf neuen Länder verringerte sich das BIP preisbereinigt um 5,8 Prozent. In jeweiligen Preisen ging das BIP in Sachsen um 3,8 Prozent zurück, etwas weniger als die gesamtdeutsche Entwicklung (-4,2 Prozent). Ein Vergleich der Länderergebnisse zur realen Entwicklung des BIP im 1.Halbjahr 2020 zeigt überall einen Rückgang, der von -9,5 Prozent im Saarland bis zu -3,8 Prozent in Schleswig-Holstein reicht.“

Mit 7,7, 7,3 und 7 Prozent Rückgang lagen auch die Autobauerländer Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern noch vor Sachsen. Es war also überhaupt keine gute Idee, in Deutschland derart stark alles auf den Exportartikel Kraftwagen zu setzen und andere Wirtschaftszweige sogar regelrecht zu verwüsten – man denke nur an die Solar- und Windkraftanlagenbauer.

Und es wäre ebenfalls keine gute Idee, den Rückgang allein Corona zuzurechnen, denn diese Coronakrise hat nur eine Entwicklung offengelegt, die vorher schon im Gange war. Und die nicht aufhören wird, wenn die Pandemie vielleicht mal irgendwann eingehegt sein sollte. Die Krise hat die Veränderung nur beschleunigt.

Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

WirtschaftsentwicklungCoronakrise
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kürzungspläne des sächsischen Finanzministers zielen zuallererst auf die Niedriglöhner-Stadt Leipzig
Soziale Mindestsicherung in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm 20. Oktober feierten auch Sachsens Statistiker den Weltstatistikertag auf ihre Weise. Sie veröffentlichten ein Sonderheft mit dem schönen Titel „Sachsen in Karten“. Denn im Geografie-Unterricht dereinst in der Schule waren die angehenden Statistiker/-innen jene Kinder, die beim Aufschlagen der bunten Karten im Lehrbuch glänzende Augen bekamen. Denn Karten können eine Wirklichkeit zeigen, gegen die das politische Geplänkel regelrecht albern wirkt.
Zur „Grassimesse“ gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan der Leipziger Handwerkskunst
Instrumentenbauer Matthias Vogt. Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Für alle LeserVom 23. bis 25. Oktober kann man wieder die „Grassimesse“ 2020 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst erleben. Ein jährliches Ereignis, bei dem man sehen kann, dass Handwerk auch Kunst ist und vor allem: wie viele Kunst-Handwerker in Leipzig tätig sind. Und pünktlich zur Messe gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan, auf dem Leipzigs Kreativ-Handwerker zu finden sind – als Faltvariante und online zum Anklicken.
Premiere am 29. Oktober in der Kinobar Prager Frühling: Drifter-Drama „FLUTEN“ von Georg Pelzer
Filmstill aus Georg Pelzers Film "FLUTEN". Foto: FLUTEN

Foto: FLUTEN

Für alle LeserAm 29. Oktober ist Kinopremiere für den ungewöhnlichen Film eines jungen Leipziger Regisseurs in der Kinobar Prager Frühling: „FLUTEN“ heißt er und ist improvisiertes Drama. Eines, das von einem Drama erzählt, das viele junge Menschen in diesem Corona-Jahr ebenfalls erlebt haben: Der gerade erst so glücklich erworbene Arbeitsplatz wird gekündigt. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Alle schlechten Selbstwertgefühle kommen auf einmal hoch. Und wie sagt man das den Menschen, deren Achtung man nicht verlieren will?
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
Stopp: Baustelle am Ratsholzdeich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bauzäune stehen, Stoppschilder untersagen das Betreten der Baustelle. In dieser Woche beginnt ein Projekt am Ratsholzdeich im Leipziger Süden, das zukunftsweisend ist. Zum ersten Mal wird ein Deich geöffnet, damit künftig auch kleinere Hochwasser ins Ratsholz im südlichen Leipziger Auenwald gelangen können. Im April hatte die Landesdirektion Sachsen das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Baurecht und kann jetzt loslegen.
Erster Schreck überwunden: Leipziger Wirtschaft löst sich langsam aus der Corona-Schockstarre
Entwicklung der Stimmungslage im Kammerbezirk Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserNatürlich kann auch Leipzig die Corona-Panemie wirtschaftlich bewältigen. China schafft es ja auch. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen. Und die Unternehmer in Leipzig sind nach dem Schreckmoment im Frühjahr mittlerweile deutlich zuversichtlicher, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Denn auch mit Auflagen funktioniert Wirtschaft – nur nicht in allen Branchen.
Prozess gegen „Das Wunder von Mals“: Auch dem Geschäftsführer des Oekom Verlags droht wegen „übler Nachrede“ eine Anklage
Alexander Schiebel. Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Für alle LeserDer Oekom Verlag hatte 2017 schon den richtigen Riecher, als er Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“ mit dem Untertitel versah: „Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet“. Auch wenn es jetzt ein Südtiroler Landesrat und 1.600 Südtiroler Obstbauern zu sein scheinen, die neben Alexander Schiebel auch Karl Bär, Agrarreferent im Umweltinstitut München, vor Gericht gezerrt haben. Nun wollen sie auch noch Oekom-Verleger Jacob Radloff anklagen lassen. Deutlicher kann die ach so stille Agarindustrie gar nicht zeigen, wie sehr ihr dieser Münchner Verlag ein Dorn im Auge ist.
Lesung: Mächtige Gefühle – Ute Frevert im Gespräch mit Jana Simon
Lesen schafft die Grundlage für komplexes Denken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Samstag, 24. Oktober, geht es um „Mächtige Gefühle“. Die Autorin Ute Frevert stellt in Lesung und im Gespräch mit Jana Simon ihr neues Buch über die Gefühlswelt der Deutschen im 20. Jahrhundert vor.
Dienstag, der 20. Oktober 2020: Zwischen Corona-Welle und erneuten Warnstreiks
Heute dürfen nur 999 Zuschauer/-innen in die RB-Arena. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Zahl der Corona-Fälle steigt weiterhin deutlich, aber immerhin nicht mehr ganz so stark wie noch am Wochenende. Für die Schulen in Sachsen soll es vorerst im Regelbetrieb weitergehen. Außerdem: Verdi fordert mehr Geld für die Beschäftigten von Bund und Kommunen – weshalb am Mittwoch unter anderem einige Kitas nicht öffnen werden. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 20. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Mehr Ausdruck fehlender Wertschätzung geht nicht!“: Erneut großflächige Streiks im öffentlichen Dienst
Auch für Mittwoch, den 21.Oktober, ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Foto:L-IZ

Foto:L-IZ

Für alle LeserDie Gewerkschaft ver.di ruft am Mittwoch, den 21. Oktober, erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Einen Tag vor der dritten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und Gewerkschaften, die am Donnerstag und Freitag in Potsdam stattfinden soll, sind Beschäftigte in Kitas, Sparkassen, bei der Stadtreinigung, in der Stadtverwaltung, in Musikschulen und Co. angehalten, ihre Arbeit niederzulegen.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #49
Ab ins Säckchen ... Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWahlkämpfe sind Zahlkämpfe. In den USA ganz besonders. Geschätzte 10,9 Milliarden Dollar werden dieses Mal für die Stimmenmache ausgegeben. Das entspricht dem Bruttosozialprodukt von Äquatorialguinea. Was irgendwie passt, schließlich bedeutet Äquator Gleichmacher. Wobei ich gleich mal noch ein anderes Thema aufmachen muss. Die oft vertretene Ansicht, die Wahlkämpfe würde immer teurer werden, stimmt nämlich nur bedingt.
Mobilfunkausbau der Telekom in Leipzig: Fast 100 Prozent Versorgung mit 4G und 5G im Leipziger Stadtgebiet
Mehr Bandbreite für den Mobilfunk. Foto: Telekom

Foto: Telekom

Für alle LeserEiner der Gründe, warum viele Unternehmen ihren Firmensitz in eine Großstadt verlegen, ist nun einmal auch ein harter Fakt: die Verfügbarkeit einer sicheren und leistungsfähigen Funkverbindung. Und was das betrifft, sticht Leipzig nun einmal auch im eher strukturschwachen deutschen Osten heraus. In den vergangenen Monaten hat auch die Telekom ihre Mobilfunk-Versorgung in Leipzig weiter ausgebaut.
Liebe Leser: Ausstellung wird am 3. November im Literaturhaus eröffnet
Literaturhaus / Haus des Buches in der Prager Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Buch in seiner analogen Form – es ist im Jahr 20 des dritten Jahrtausends nicht überholt. In Zeiten von Digitalisierung und virtuellen Welten setzt der Leipziger Bibliophilen-Abend unverdrossen auf das gedruckte Buch: als Quelle des Wissens, aber auch als ein Kulturgut. Der Fokus liegt auf Inhalt und Form gleichermaßen. 1904 in Leipzig gegründet und 1933 aufgelöst, startete der Verein im Januar 1991 erneut durch. Deshalb ist Anfang 2021 ein Jubiläum zu feiern.
Corona-Hilfe: Wie setzt Leipzig die Unterstützung der Obdachlosen in der kalten Jahreszeit fort?
Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie geht Leipzig mit seinen Bürgern um, die aus den verschiedensten Gründen obdachlos geworden sind? Und die seit Ausbruch der Corona-Pandemie unter verschärften Bedingungen leben. Denn wo ist ihr Zuhause, wo sie bleiben können? Leipzig hat zwar auch in ihrem Sinn Hilfsmaßnahmen beschlossen. Aber ausgerechnet jetzt vorm Winter sind sie ausgelaufen.
BWE kritisiert Staatsminister: Sachsens Regionalministerium wird zum Bremsklotz der Energiewende
Strommasten und Windräder westlich vom BMW Werk Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wird noch scheppern in der schwarz-grün-roten Koalition in Sachsen. Denn sie ist mit einem Baufehler gestartet, der schon ein Jahr nach Start der Koalition zeigt, dass damit alle Modernisierungsversuche aus den kleineren Parteien abgeblockt werden können. Die Gründung eines Ministeriums für Regionalentwicklung war ein genialer Schachzug der CDU, könnte man sagen. Wenn es für Sachsens Klimazukunft nicht eine ausgemachte Katastrophe wäre. Das thematisiert einmal mehr der zunehmend frustrierte Landesverband WindEnergie.
Hase und Igel in der Luft: Die Stadt Leipzig hat keinen Einfluss auf die Polizeihubschraubereinsätze überm Stadtgebiet
Polizeihubschrauber im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht ist es ja dank Corona etwas leiser geworden über der Stadt. Der EU-China-Gipfel wurde abgesagt, größere Demonstrationen gibt es nicht mehr und auch Fußballspiele finden mit kleinstem Publikum statt. Also müssen auch nicht ständig Polizeihubschrauber überm Stadtgebiet fliegen. Aber auch vor dem Shutdown im März war es nicht zu begreifen, warum gerade in den Nachtstunden schweres Gerät über Leipzig dröhnen musste. Kann die Stadt das nicht koordinieren? Eine mehr als hilflose Antwort auf eine Stadtratsanfrage.