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Wenn einer der wichtigsten Radüberwege zur Innenstadt zur Dauerkonfliktstelle wird

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    Es ist eigentlich ein ziemliches Gewurstel, das Leipzigs Verkehrsplaner für den Radverkehr angerichtet haben, nicht nur am Martin-Luther-Ring. Aber hier ist das Gewurstel besonders augenfällig. Vom Johannpark kommend queren die Radfahrer die Ampel an der Friedrich-Ebert-Straße, rollen durch den kleinen Park zum Martin-Luther-Ring und geraten dort in heftige Konflikte mit Fußgängern. Das geht so nicht, findet das Leipziger Jugendparlament.

    Wie die jungen Leute diesen selbst organisierten Konfliktpunkt erleben, schildern sie so: „Die Stadt Leipzig zeigt täglich ihr Wesen als fahrradreiche Stadt. So ist es nur im Sinnen aller, bestimmte Verkehrswege für Fahrradfahrer sowie Fußgänger sicherer zu gestalten. Der Übergang vom Martin-Luther-Ring zur Friedrich-Ebert-Straße ist für jene entscheidend, die aus Richtung Innenstadt in den Bereich des Clara-Zetkin-Parks und dem Musikviertel wollen, sowie andersrum.

    Problem hierbei sind die stoßartigen Fahrradfahrer, die sich nach der Ampel richten und langsamere Fußgänger, die dazu Hindernisse bilden. Daher wünscht sich das Jugendparlament einen geeigneten Fahrradüberweg für diesen Standort um einerseits beidseitige Sicherheit zu gewinnen sowie einen schnelleren Übergang für Fahrradfahrer zu erzeugen.“

    Radfahrer Richtung Innenstadt treffen sich mit Fußgängern an der Ampel auf engstem Raum. Foto: Ralf Julke
    Radfahrer Richtung Innenstadt treffen sich mit Fußgängern an der Ampel auf engstem Raum. Foto: Ralf Julke

    Na ja. Die meisten Radfahrer sind nicht wirklich stoßartig. Aber sie werden per Ampelschaltung am Martin-Luther-Ring alle auf einen kleinen Punkt auf der Westseite der Straße geführt. Da treffen sich die Radfahrer aus der Lotterstraße mit den Entgegenkommenden vom Weg, der durch den kleinen Park führt. Und da der Überweg für die Fußgänger gleich daneben ist, stehen die Fußgänger mitten zwischen Radfahrern, die sich – in wachsender Zahl – gleichzeitig in beide Richtungen bewegen.

    Aus Sicht des Jugendparlaments müsste dafür der Fußweg in dem kleinen Park unterteilt werden. Sein Beschlussvorschlag: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt auf dem Fußgängerweg durch den kleinen Johannapark zwischen Martin-Luther-Ring und Friedrich-Ebert-Straße einen Fahrradweg einzurichten.“

    Dann wären zumindest auf diesem Weg Fußgänger und Radfahrer schon einmal getrennt. Aber reicht der Platz eigentlich, wenn der Radverkehr auch noch in beide Richtungen fließt? Und ist nicht eigentlich die schräge Radwegführung am Martin-Luther-Ring das Problem? Müsste nicht die mehr als beengte Begegnungssituation am Fußgängerüberweg aufgelöst und übersichtlicher gestaltet werden? Die nächste Knobelaufgabe also für Leipzigs Verkehrsplaner. Denn das, was jetzt auf die Straße gemalt ist, sieht nicht wirklich nach einer zukunftsfähigen Lösung aus.

    Fahrradunfreundliche Regierungen, fehlende Radwege, schlechtes Sicherheitsgefühl

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