Luftqualität 2018 in Sachsen

Hohe Verkehrsbelastung sorgte für Überschreitung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes in der Lützner Straße

Für alle LeserManche Erklärungen sind zu einfach, gerade wenn es um die Luftschadstoffbelastung in unseren Großstädten geht. Zum Jahresbeginn hat das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Jahresendwerte zur Luftbelastung in Sachsen ermittelt. Und dabei fiel ausgerechnet die Lützner Straße in Leipzig wieder unangenehm auf.

Nach der Auswertung des LfULG habe sich das alte Jahr mit einer einzigen Grenzwertüberschreitung in Sachsen verabschiedet. Was einerseits positiv ist: Noch vor wenigen Jahren rissen die Schadstoffbelastungen in mehreren sächsischen Städten die Grenzwerte – Dresden und Chemnitz waren genauso dabei wie beide Messstationen in Leipzig.

Wobei Sachsen immer noch den großen Vorteil hatte gegenüber vielen westdeutschen Regionen, dass hier immer noch weniger Menschen mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Die Hauptursache für die hohe Belastung mit Stickstoffdioxid sind nun einmal vor allem Dieselfahrzeuge. Seit die Tricksereien der Autokonzerne bei den Dieselmotoren aufgeflogen sind, ist zumindest klar, warum das Stickoxid-Problem in Stuttgart, Hamburg oder Gelsenkirchen nicht in den Griff bekommen wurde.

Und warum auch die sächsischen Luftreinhaltepläne viel weniger Effekt zeigten als erwartet. In Leipzig war ja extra 2011 eine Umweltzone eingerichtet worden, um die schmutzigen Dieselfahrzeuge draußen zu halten. Aber wenn sogar bei Euro-Norm 5 getrickst wurde?

An der Messstation Leipzig-Mitte in der Nähe des Hauptbahnhofs wurde 2016 noch ein Jahresmittel von 50 µg/m³ an Stickstoffdioxid gemessen, volle 10 µg/m³ zu viel, 2017 wurden erstmals die 40 µg/m³ erreicht. In der Lützner Straße wurde 2016 mit 42 µg/m³ eine knappe Jahresüberschreitung gemessen, 2017 waren es laut Statistischem Jahrbuch  41 µg/m³.

Da wirkt die Meldung aus dem LfULG für das Jahr 2018 schon ein wenig anders: An der Messstation Leipzig – Lützner Straße ist der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid um zwei Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft überschritten worden, gab es also wieder 42 µg/m³. Erlaubt sind 40 Mikrogramm.

Der Versuch einer Erklärung: „Als Straßenschlucht mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen musste die Lützner Straße in Leipzig im vergangenen Jahr noch mehr Autos verkraften als üblich. Den Beobachtungen von Anwohnern zufolge sei durch Straßenbaumaßnahmen in unmittelbarer Umgebung zusätzlicher Verkehr angezogen worden, um die Baustelle zu umfahren.

Dies könne den Experten des Landesumweltamtes zufolge eine Ursache für die knappe Überschreitung des Grenzwertes sein. Als weitere Einflussquelle kommt eine Baustelle gegenüber der Luftmessstation in Betracht (Sanierung eines Hauses mit Fahrbahneinengung, Schuttberäumung und Anlieferung von Baumaterial). 2017 wurde der Grenzwert an dieser Station eingehalten.“

Die Baustelle, die hier von namenlosen Anwohnern ins Spiel gebracht worden sein könnte, ist die der Plagwitzer Brücke im Verlauf der Karl-Heine-Straße. Ein Teil des sonst dort üblichen Verkehrs rollte bestimmt über die Lützner Straße.

Was freilich in Leipzig zwingend dazukommt, ist die massive Zunahme von Autobesitz. Allein von 2013 bis 2017 stieg der Pkw-Bestand von 207.626 auf 223.733 Fahrzeuge, der Anteil der Autos mit Dieselmotor stieg dabei sogar von 22,2 auf 25,6 Prozent. Und wenn man bedenkt, dass die Pendlerzahlen in Leipzig permanent wachsen, also über die Lützner Straße auch tausende Pendler aus dem Leipziger Osten und darüber hinaus Richtung Stadtinneres fahren, ahnt man, dass die Grenzwertüberschreitung auch mit diesem wachsenden Verkehrsaufkommen zu tun hat. Und das wieder korrespondiert mit einigen fehlenden ÖPNV-Angeboten – etwa der fehlenden S-Bahn nach Markranstädt.

Gerade das Nadelöhr Lützner Straße macht sichtbar, wie sich ungelöste Verkehrsprobleme ballen und zu Schadstoffbelastungen führen, die andernorts längst schon wieder sinken. So wie am Leipziger Hauptbahnhof, wo die Jahresbelastung auf 38 µg/m³ gesunken ist. Und das, obwohl die Messstation direkt an einer stark befahrenen Kreuzung liegt.

Und auch an den anderen Messstationen an verkehrsreichen Straßen in den Ballungszentren Leipzig, Dresden und Chemnitz wurde der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid eingehalten: Dresden-Bergstraße: 40 µg/m³, Dresden-Nord: 29 µg/m³ und Chemnitz-Leipziger Straße: 35 µg/m³.

Und auch die Feinstaubbelastung blieb 2018 niedrig.

Feinstaub-Grenzwert-Überschreitungstage an sächsischen Messtellen. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Feinstaub-Grenzwert-Überschreitungstage an sächsischen Messstellen. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Begünstigt durch die milden Winter der letzten Jahre ist auch 2018 der Grenzwert für Feinstaub (PM10) das vierte Jahr in Folge an allen sächsischen Luftmessstationen eingehalten worden. Für die Bewertung liegt ein Tagesgrenzwert zugrunde. Er beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf maximal an 35 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden.

Die Lützner Straße verzeichnete 2014 zuletzt eine Überschreitung dieser maximal möglichen Tage – da gab es Feinstaub-Grenzwert-Überschreitungen an 43 Tagen. In den Folgejahren waren es dann zwischen 21 und 26 Tagen. Und da auch 2019 schon gemessen wird, ist auch schon sichtbar in der Tabelle, dass der 1. Januar schon für eine massive Grenzwertüberschreitung sorgte. Da wurde auch in der Lützner ordentlich Feuerwerk gemacht.

In Leipzig-Mitte wurde schon 2014 mit 34 Tagen die Maximalzahl von Tagen mit Grenzwertüberschreitung unterschritten, seitdem gab es zwischen 10 und 22 Tagen mit Grenzwertüberschreitungen im Jahr.

Und der Hautgrund dafür sind weniger die Luftreinhaltepläne, als die in der Regel recht milden und kurzen Winter, es wurden weniger Öfen geheizt und es wurden weniger rußbelastete Luftmassen ins Stadtgebiet eingetragen.

Dafür stieg eine andere Luftbelastung 2018 deutlich an.

Die Ozonkonzentrationen im Sommer 2018 waren witterungsbedingt außergewöhnlich hoch, stellt das LfULG fest. Die Informationsschwelle von 180 µg/m3 zur Information der Bevölkerung wurde an vier Tagen überschritten. Auch die Zielwerte zum Schutz der Gesundheit und zum Schutz der Vegetation konnten insbesondere an den Stationen auf dem Erzgebirgskamm nicht eingehalten werden. Außergewöhnlich war auch die Überschreitung des Zielwertes zum Schutz der Gesundheit im Tiefland (Messstationen Schkeuditz, Collmberg und Chemnitz/Hans-Link-Straße). Betrachtet man den Zeitraum der letzten 10 Jahre, so sind die Ozonkonzentrationen ungefähr gleich geblieben. In so extrem heißen Sommern wie 2003, 2015 und 2018 steigen die Ozonwerte jedoch witterungsbedingt wieder deutlich an.

Die Konzentrationen weiterer Luftschadstoffe wie Benzol und Schwefeldioxid waren unauffällig und lagen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten.

FeinstaubStickstoffdioxid
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Begehbare Black Box auf dem Hauptbahnhof lädt ab heute zum Nachdenken über Heimatverlust und Heimatfinden ein
Visualisierung der Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs. Foto: Ute Puder

Foto: Ute Puder

Für alle LeserAuch Flucht und Vertreibung haben etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun. Deswegen ist der Begriff Heimat so gefühlsbeladen. Er bedeutet deutlich mehr als nur den Ort, an dem sich jemand zu Hause fühlt. Eine gute Gelegenheit für den Gehirnforscher Gerald Hüther, zur Buchmesse nach Leipzig zu kommen. Zumindest virtuell – in einer Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs.
Böhlitzer kämpfen um das artenreiche Biotop im ehemaligen Steinbruch am Holzberg
Mitglieder der Bürgerinitiative Böhlitz. Foto: BI Böhlitz

Foto: BI Böhlitz

Für alle LeserEs gibt mindestens drei Böhlitz in Westsachsen. Jetzt hat das kleine Böhlitz, das Ortsteil von Thallwitz ist, für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn ein Verkauf, der eines der wertvollsten Biotope nahe des Ortes in eine Deponie zu verwandeln droht, bringt die Böhlitzer auf die Palme. Am 14. März übergaben die Böhlitzer eine Petition an Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags.
Leipziger Buchmesse 2019: Neonazi-Kundgebung statt Kubitschek-Show?
Protest gegen Compact auf der Leipziger Buchmesse. Foto: Tim Wagner

Foto: Tim Wagner

Für alle LeserSowohl in Frankfurt als auch in Leipzig dominierte der rechte Verleger Götz Kubitschek in den vergangenen Jahren die Buchmesse-Berichterstattung. Das wird diesmal wohl anders sein: Kubitscheks „Antaios“-Verlag ist nicht angemeldet. Stattdessen plant die Neonazipartei „Die Rechte“ eine Kundgebung, um sie nach ersten Informationen heute wieder abzusagen. Auch viele eher unbekannte rechte Verlage werden mit Ständen vertreten sein. Bereits am heutigen Mittwoch, den 20. März, findet ab 18 Uhr auf dem Augustusplatz eine antirassistische Kundgebung des Bündnisses „Leipzig liest weltoffen“ statt.
Am 5. August im Täubchenthal: Die britische Soul-Stimme Michael Kiwanuka
Michael Kiwanuka. © 13Artists

© 13Artists

Es brauchte keine zwei EPs, schon konnte Michael Kiwanuka mit seiner einzigartigen Musik Stars wie Adele in seinen Bann ziehen. Nun kommt der Old School Soul-Musiker im August 2019 für zwei Termine nach Leipzig und Stuttgart.
Fehlt es an einem guten Verkehrsmanagement oder fehlen schlicht die sicheren Radwege?
Verkehrsunfall an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. März, meldete sich Torsten Herbst mal wieder zu Wort. In Sachsen ist ja längst schon so eine Art Vorwahlkampf zur Landtagswahl entbrannt. Die FDP will wieder rein ins Parlament und versucht nun irgendwie von außen die Themen im Land zu bespielen – so wie Torsten Herbst aus dem Bundestag. Er sprang auf eine Meldung zu den markant gewachsenen Todeszahlen im sächsischen Verkehr an.
Auch im Leipziger Messekonzern gibt es großenteils keine Tarifverträge
Fahnen vor dem Messeturm. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle Leser Da hat nun so langsam auch Sachsens Staatsregierung das Thema ordentlicher Tarifverträge für sich entdeckt. Etwa wenn Sozialministerin Barbara Klepsch am 6. Dezember sagte: „Zu allererst bedarf es einer angemessenen Entlohnung und guter Arbeitsbedingungen für unsere Pflegekräfte. Es ist wichtig, dass sich die Arbeits- und Sozialministerkonferenz auf diese Themen verständigt. Der Bund sollte auf die Tarifparteien für eine Einführung eines flächendeckenden Tarifvertrages in der Altenpflege einwirken.“ Aber wie sieht es eigentlich bei Sachsens Staatsbetrieben aus?
Die eine übermächtige Globalisierung gibt es überhaupt nicht
Professor Matthias Middell mit dem von ihm herausgegebenen "Routledge Handbook of Transregional Studies". Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Für alle LeserGlobalisierung? „Ein Plastikwort mit vielen Definitionen und vielen Nachteilen.“ Wenn überhaupt, dann spricht Prof. Dr. Matthias Middell lieber von „Globalisierungen“. Denn es gibt viele völlig unterschiedliche Entwicklungen, in denen menschliches Erleben auf einmal die ganze Erde umspannt. Und nicht jede ist bedrohlich. Auch wenn die neue Vielfalt viele Menschen erschreckt. Aber sie erschreckt auch, weil selbst Medien selten differenzieren und klar sagen, welche Globalisierung sie eigentlich meinen. Ein Handbuch aus der Uni Leipzig soll jetzt helfen dabei.
Konfetti im Bier: Das erste Buch direkt aus der Ultra-Szene von St. Pauli
Toni Gottschalk: Konfetti im Bier. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan wartet die ganze Zeit auf das Konfetti. Man verbindet Ultras im Fußball ja nicht unbedingt mit Konfetti und Pappnasen, eher mit Bengalos und geharnischten Polizeieinsätzen. Und man erwartet natürlich nicht, dass ein richtiger Ultra sich hinsetzt und ein dickes Buch über seine Abenteuer schreibt. Vielleicht hinterher? Toni Gottschalk war seit 2001 dabei. Da war er 20. Seit 2006 hat er die Ultras vom FC St. Pauli aktiv begleitet.
MDV teilt mit: Keine Tariferhöhung in Leipzig zum 1. August 2019
Die neue XL-Straßenbahn unterwegs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. März, hat die Gesellschafterversammlung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) eine Vielzahl von Veränderungen im Tarif beschlossen, die vorbehaltlich der Zustimmung der Genehmigungsbehörden ab 1. August in Kraft treten. Und das Allerneueste ist die simple Nachricht: Die Fahrpreise in Leipzig (Tarifzone 110) bleiben dank des 2018 für 2019/20 im Stadtrat beschlossene Tarifmoratoriums konstant.
Am 10. April im UT Connewitz: Alice Phoebe Lou – The Paper Castles2019 Tour
Quelle: Motor Entertainment GmbH

Quelle: Motor Entertainment GmbH

Alice Phoebe Lou hat am 08.03.2019 ihr heiß erwartetes Album PAPER CASTLES veröffentlicht. Im Moment befindet sie sich auf einer umfangreichen internationalen Tour.
Offenbar wieder Abschiebungen von Leipzig nach Afghanistan – Protest gegen Polizeieinsatz in Nürnberg
Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan im Juni 2017. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAfghanistan ist nicht sicher. Dennoch schiebt Deutschland immer wieder Menschen in dieses Land ab. Allein vom Leipziger Flughafen aus wurden im vergangenen Jahr mehr als 50 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Ein weiterer Abschiebeflug soll offenbar noch am heutigen Dienstagabend, den 19. März, starten. Weil sich unter den Betroffenen auch ein Suizidgefährdeter befinden soll, kam es in Nürnberg zu einem SEK-Einsatz und einer Demonstration.
Kommentar zu Fridays for Future: Da lugt ein Generationenkonflikt hervor
Another world ... Eines der vielen Schilder auf der Demo am 15. März in Leipzig. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle Leser„Kannst du mir vielleicht mal sagen, was das Klima mit dem Weltfrieden zu tun hat? Findste den Nobelpreis für die Thunberg nicht ein bisschen übertrieben? Die sollen in die Schule gehen!“ Das „findste“ klang wirklich finster. Leicht aggressiv der sächsische Tonfall. Wie erklärst du jetzt jemanden die Weltzusammenhänge, ohne dessen pädagogisches Selbstbewusstsein zu untergraben? Wo doch jeder seine Meinung haben kann? Wir sind doch alle gleichberechtigt. Wir haben doch alle das gleiche Recht auf unsere … Worauf? Auf Tatsachen, vielleicht auf Fakten?
Über eine EU-Richtlinie, die für radikalen Streit im Netz sorgt (3): Artikel 11 und die Presse
Urheberrechte werden durch die Richtlinie neu geklärt. Foto: PDPics auf Pixabay

Foto: PDPics auf Pixabay

Für alle LeserDie Kritik an der neuen EU-Richtlinie, welche am 25. März 2019 beschlossen oder abgelehnt werden wird, reibt sich längst nicht nur an Artikel 13, welcher Gegenstand der ersten Teile war. Besonders häufig wird in der Debatte auch der Artikel 11 aufs Korn genommen. Dieser führt ein Leistungsschutzrecht für Presseunternehmen ein. Und zwar kein besonderes Leistungsschutzrecht, sondern exakt das gleiche, das ausübende Künstler, Tonträgerunternehmen, Filmhersteller und Sendeunternehmen genießen.
Leipziger Befürworter für das Grundeinkommen brauchen noch Unterschriften zur Stadtratskandidatur
Hier geht es zum Briefwahllokal. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMittlerweile wird ja wenigstens diskutiert über das bedingungslose Grundeinkommen, wenn auch zuweilen recht schräg und mit vielen alten Vorurteilen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde unsere Gesellschaft verändern. Und es würde mit Sicherheit viele Vorurteile widerlegen. Aber um die Diskussion zu ernsthafter Größe zu bringen, braucht es Öffentlichkeit. Deswegen sammeln Befürworter des BGE jetzt Unterschriften, um zur Stadtratswahl in Leipzig kandidieren zu können. Zwei Tage haben sie noch Zeit.
Sachsens Bildungssystem gehört gründlich modernisiert
Übergabe des Ergebnisberichts an Ministerpräsident Michael Kretschmer, Landtagspräsident Matthias Rößler und Kultusminister Christian Piwarz. Foto: Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.

Foto: Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.

Für alle LeserWer wüsste besser, was an unserem Bildungssystem nicht funktioniert, als die, die jeden Tag drinsitzen oder jüngst noch dringesessen haben: Schüler/-innen und Student/-innen. Und genau die setzten sich vom 23. bis 25. November 2018 im Rathaus Dresden auf Einladung des Fortschritt-Vision-Diskurs e.V. in einer 24-Stunden-Diskussion zusammen, um Vorschläge zu erarbeiten, wie Sachsen und sein Bildungssystem verändert werden könnten.