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„Fahrradstraße statt Mindestmaße – höchste Eisenbahn für sicheren Radverkehr im Leipziger Osten“

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    Immer öfter werden jetzt problematische Radnetzzustände Thema im Stadtrat. Seit zehn Jahren ist unübersehbar, dass gerade junge Leipziger lieber mit dem Rad fahren, als sich ein Auto zu kaufen. Doch das Radwegenetz ist großenteils noch in einem Zustand, der nur die Autoverliebtheit des 20. Jahrhunderts spiegelt. Nun meldet sich auch der Leipziger Osten zu Wort. Am Samstag, 14. September, ist dort Fahrrad-Demo.

    Jetzt erst, könnte man sagen. Den unzufrieden mit der Radwegesituation sind die Bewohner der östlichen Quartiere schon lange. Das zeigte auch die Bürgerumfrage 2017. Da fielen einige Ortsteile auf mit Einschätzungen, die weit unter den 47 Prozent an Zufriedenheit im Stadtdurchschnitt lagen. 47 Prozent sind natürlich auch ein miserabler Wert für eine Stadt, die gern Fahrradstadt sein möchte, aber immer wieder zurückschreckt, wenn die Autofahrerlobby ein Lamento anstimmt. Man denke nur an die Radfahrstreifen in der Dresdner Straße.

    Zu den Ortsteilen, die besonders starke Unzufriedenheit mit den Radwegebedingungen signalisierten, gehörte 2017 auch Neustadt-Neuschönefeld, wo nur 32 Prozent der Befragten Zufriedenheit äußerten. Die extremsten Werte im Osten kamen freilich aus Mölkau (24 Prozent) und Baalsdorf (18 Prozent). Natürlich sind es nicht nur die jungen Leute, die gern mit dem Rad fahren. Aber gerade wer mit dem Rad Ortsteilgrenzen überfährt, merkt schnell, dass vieles „da draußen“ nichts als Provisorium ist. Von einem wirklich sicheren und systematisch ausgebauten Radwegenetz kann da keine Rede sein.

    Und auch die erst vor 15 Jahren neu gebaute Eisenbahnstraße ist für Radfahrer eher eine Zumutung.

    Daran soll die Fahrrad-Demo am Samstag erinnern.

    Am Samstag, 14. September, findet auf der Eisenbahnstraße und in den Straßen Ludwig- sowie Mariannenstraße eine Fahrraddemonstration statt.

    „Die Fahrradinfrastruktur im Leipziger Osten ist leider unzureichend ausgebaut und gefährlich zugleich. Oft kommt es zu Nutzungskonflikten im Bereich der Haltestellen, sowie zu gefährlichen Situationen, welche durch Falschparker, viel zu geringe Überholabstände und anderes provoziert werden“, beschreiben die Veranstalter ihr Anliegen.

    Die Demonstration soll den Ist-Zustand bewerten und Alternativen sowie Forderungen für sicheren Radverkehr im Leipziger Osten eröffnen. Neben dem Veranstalter, Wieland Götzler (Bündnis 90/Die Grünen) werden Rosalie Kreuijer (ADFC Leipzig) , Dr. Tobias Peter (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Andreas Bernatschek sprechen. Der Start der Demonstration ist am Torgauer Platz um 14 Uhr mit Auftaktkundgebung. Die Route führt über die Eisenbahnstraße – Rosa-Luxemburg-Straße – Ludwigstraße – Mariannenstraße. Auf Höhe der Elisabethstraße 37 wird die Demonstration mit einer Abschlusskundgebung beendet.

    Warum sind so viele Leipziger Radwege die reinsten Staubpisten?

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