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Fahrbahnreduzierung auf der Wundtstraße und Dosierung an der Mahlmannstraße

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    Der fortgeschriebene Luftreinhalteplan sieht insgesamt 50 Punkte vor, die insbesondere helfen sollen, die Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) einzuhalten beziehungsweise zu unterschreiten. Einige Vorhaben werden sofort realisiert, andere mittel- bis langfristig. Die sofort zu realisierenden A-Maßnahmen betreffen auch die hochbelastete Harkortstraße.

    „Die Maßnahmen dienen dem Gesundheitsschutz der an den Hotspots der Luftbelastung wohnenden Menschen“, erläutert Peter Wasem, der seit September 2019 das Amt für Umweltschutz leitet. „Von zu hoher Luftschadstoffbelastung in ihrer Gesundheit besonders betroffen sind dabei Kinder, ältere Menschen oder in ihren Atemwegen vorgeschädigte Personen.“

    Am Hotspot Harkortstraße ist eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens um etwa 5.000 Fahrzeuge erforderlich, um den Grenzwert für Stickstoffdioxid rechnerisch einzuhalten. Hier geht es um täglich 22.800 Fahrzeuge, immer noch erstaunlich viele, obwohl es hier längst ein Durchfahrtverbot für Lastkraftwagen gibt.

    Und auch hier gelte, wie Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, betont, dass viele der Kraftfahrer, die hier jeden Tag im Stau vor dem Martin-Luther-Ring stehen, eigentlich nur über den Ring fahren wollen, um in diesem Fall zur B2 Richtung Norden zu kommen.

    Mit einer geänderten Verkehrsführung sollen gerade sie dazu gebracht werden, schon weiter im Süden auf den offiziellen Verlauf der B2 abzubiegen. Denn die verläuft im Stadtgebiet nicht über den Promenadenring, sondern über die Richard-Lehmann-Straße/Prager Straße.

    Aber wie will man sie dazu bringen, so früh schon abzubiegen?

    Dafür wird nun auf der B 2/Wundtstraße in Höhe Richard-Lehmann-Straße eine Fahrspur reduziert. Diese Fahrbahneinziehung soll auch in der 43. Kalenderwoche mit Beginn der Ferien passieren. Wie es gestalterisch aussehen soll, werde gerade in seinem Amt erarbeitet, sagt Jana. Aber im Effekt wird es stadteinwärts nur noch eine Fahrspur geben, die rechte Fahrspur wird zur reinen Rechtsabbiegerspur gemacht.

    Und das sei auch nicht wirklich eine Leistungseinschränkung auf der B2. Denn schon jetzt gebe es aus Sicherheitsgründen im Bereich der Agra-Brücken nur noch eine einspurige Verkehrsführung. Die wird die Autofahrer wohl erfreuen, bis der Bund das Geld für die Tieferlegung der B 2 im Agra-Park freigibt und endlich gebaut werden kann.

    „Auch mit unserer Nachbargemeinde Markkleeberg haben wir uns abgestimmt“, sagt Jana. Man habe auch modelliert, ob diese Fahrbahnverringerung Auswirkungen auf das Markkleeberger Stadtgebiet haben werde. Aber diese Auswirkungen würden wohl nur gering sein.

    Stärker wären sie natürlich auf der Richard-Lehmann-Straße.

    Und natürlich am Knoten Wundtstraße/Mahlmannstraße, wo die Dosierung per Ampel Richtung Harkortstraße ab 2020 verringert werden soll. Nach den Modellrechnungen der Verkehrsplaner sollte das kein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Karl-Tauchnitz-Straße bedeuten. Jana rechnet eher mit leichten Ausweichverkehren in der August-Bebel-Straße und auf der Karl-Liebknecht-Straße.

    Aber noch eine weitere Maßnahme soll das Verkehrsaufkommen auf der Harkortstraße reduzieren: Als weitere Teilmaßnahme folgt bis zum Jahresende die Aufhebung der Linksabbiegemöglichkeit vom Martin-Luther-Ring in die Harkortstraße.

    Alle die jetzt umzusetzenden A-Maßnahmen haben die beteiligten Ämter der Stadt mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie abgestimmt, betont die Verwaltung. Und man will zumindest auch erfahren, ob diese Steuerungsmaßnahmen tatsächlich so wirken, wie in den Modellrechnungen vorausgesagt. Deswegen wollen die beteiligten Fachämter die Wirkungen dieser Neuorganisationen engmaschig evaluieren, die Verkehrsströme erfassen und bei Bedarf auch umsteuern oder nachsteuern.

    So soll zum Beispiel die Fahrbahnmarkierung auf der B2, die eine Fahrbahn quasi stilllegt, reversibel angelegt werden. Auch für den Fall, so Jana, dass sich die Mobilität in Leipzig in den nächsten Jahren so sehr ändert, dass diese Steuerungsmaßnahmen gar nicht mehr nötig sind. „Wir stehen an der Schwelle einer Verkehrswende“, sagt Jana. „Und wir können auch davon ausgehen, dass sich im Verkehrsverhalten in den nächsten Jahren einiges ändert.“

    Neben diesen Sofortmaßnahmen setzt der Luftreinhalteplan deshalb auch darauf, den Umweltverbund zu stärken und die E-Mobilität zu fördern.

    Und Veränderungen wird es an der Richard-Lehmann-Straße auch geben, wenn dort in den nächsten Jahren wirklich das geplante Wohngebiet entsteht. Ähnliches gilt für die Eutritzscher Straße.

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