Für die Anschaffung batterieelektrisch angetriebener Züge erhält der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) Fördermittel der Strukturentwicklung in Höhe von rund 120 Millionen Euro. Staatssekretärin Barbara Meyer hat dazu am Montag, 20. November 2023, den Fördermittelbescheid an den Vorsitzenden des Zweckverbandes, den Landrat des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel übergeben.

Die neue S-Bahn-Strecke der S1 wird die Leipziger Innenstadt mit dem ländlichen Umland verbinden. Sie soll schon bald aus dem City-Tunnel umweltfreundlich und batteriegetrieben bis nach Grimma und Döbeln unterwegs sein. Dazu ist geplant, 16 batteriegetriebene Züge anzuschaffen, die die bisher genutzten Dieselfahrzeuge ersetzen werden. Dazu will der ZVNL Batteriezüge von Siemens bestellen.

„Besonders wichtig ist das für Berufspendler, die künftig schneller, komfortabler und umweltschonender unterwegs sein werden. Das stärkt die Attraktivität der Region insgesamt als Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Strukturentwicklung im Mitteldeutschen Revier“, betonte die Staatssekretärin bei der Übergabe.

Kohle für Strom

Das Strukturwandelprojekt ist eines von vier Projekten aus dem Bereich Verkehr im Mitteldeutschen Revier, die aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen gefördert werden. Insgesamt hat der Regionale Begleitausschuss des Mitteldeutschen Revieres 45 Projekte mit einem Mittelvolumen von rund 471,1 Millionen Euro ausgewählt. Das Strukturwandelprojekt der batteriegetriebenen Züge hat mit einem Fördervolumen von 113,5 Millionen Euro Bundesmitteln einen Anteil von 7,5 Prozent am gesamten Fördervolumen.

24 Projektträger im Mitteldeutschen Revier haben bisher Förderbescheide mit einem Mittelvolumen von rund 238 Millionen Euro erhalten.

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