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Die Anwohnenden in der Alten Salzstraße 143–155 und der Mannheimer Straße 145 – 158 staunten nicht schlecht als im Laufe der 31. Kalenderwoche, in Höhe Alte Salzstraße 155, etwa 80 Meter Parkfläche mit Schildern „Halteverbot ab 3.8. / Havarie“ auftauchten. Der 3.8. kam, im Laufe der Woche wurde Split abgeladen und es folgten 2 Baumaschinen. Am 7.8. war es dann so weit, per Aushang in den Häusern wurden die Bewohnerinnen und Bewohner über bevorstehende Straßenbaumaßnahmen informiert.

Es gab da bei einem Teil der Aushänge einen kleinen Fehler, die Besonderheit, dass die Häuser auf den beiden Straßenseiten zu verschiedenen Straßen gehören. So wurde in der Alten Salzstraße 143–155 über Baumaßnahmen in der Mannheimer Straße 143–155 informiert. Wie gesagt nur eine Kleinigkeit. Die Baumaßnahmen beginnen am 17.8. und seit dem 11.8. stehen auch die Schilder mit dem Halteverbot ab diesem Tag.

Anliegerinformation zur Baumaßnahme. Foto: Thomas Köhler

Was genau dort gemacht werden soll fragen sich Anwohnende und sie fragten auch bei uns nach. Schaut man in das Portal der Stadt Leipzig, dann findet man die Ankündigung einer Vollsperrung. Im Schreiben der Baufirma heißt es, dass die direkte Zufahrt zu den Hauseingängen nur sehr eingeschränkt gewährleistet wird. Was viele Anwohnende auch interessiert ist die Frage, ob die Parkflächen ebenfalls saniert werden, besonders aber ob diese endlich wieder markiert werden. Schließlich parken dort dauerhaft Wohnmobile und Transporter bis zu 7,5 t LKW. Auch die Zufahrten zu den Containerplätzen sollten wieder mal gekennzeichnet werden.

Lage der Baustelle, Baustellenportel der Stadt Leipzig. Screenshot: LZ

Wir haben also bei der Stadt Leipzig nachgefragt und auch Antwort vom Mobilitäts- und Tiefbauamt erhalten.

„Bei der Maßnahme in der Mannheimer Straße handelt es sich um eine am 17.08.2026 beginnende Straßenunterhaltungsmaßnahme. Zur Durchführung der Maßnahme wurde der im Vorfeld gestellte Antrag auf Erteilung einer verkehrsrechtlichen Anordnung genehmigt. Nach Erteilung der verkehrsrechtlichen Anordnung ist die Maßnahme seit dem 04.08.2026 im Internet einsehbar. Am 07.08.2026 erfolgte zudem ein Aushang an den von der Maßnahme betroffenen Häusern.“

Baustellenankündigung im Baustellenportal der Stadt Leipzig. Screenshot: LZ

Das ist die Einleitung zur Antwort. Die Daten stimmen, wer aber in der 31. KW nach der „Havarie“ suchte könnte nicht fündig werden. Die Einrichtung des ersten Halteverbotes erfolgte vor der Veröffentlichung.

Unsere konkreten Fragen waren:

Auf dem Baustellenportal der Stadt Leipzig ist für 17.8. bis 4.9. eine Vollsperrung angekündigt. Warum wurden die Anwohner nicht früher informiert? Es ist Urlaubszeit und zu erwarten, dass evtl. Fahrzeuge von Anwohnern nicht rechtzeitig entfernt werden können.

„Mit der Veröffentlichung im Internet und den am 07.08.2026 erfolgten Aushängen erfolgte eine frühzeitige Information über die bevorstehende Maßnahme. Halteverbote müssen mindestens 72 Stunden im Voraus durch die entsprechende Beschilderung angekündigt werden. Die Schulferien enden am 16.8., sodass Zeit besteht, die betreffenden Fahrzeuge rechtzeitig aus dem Bereich zu entfernen.“

Halteverbot für Baumaßnahme wurde am 11.8. eingerichtet. Foto: Thomas Köhler

Anmerkung: Das ist sachlich und juristisch korrekt, der Verweis auf die Schulferien ist, bei einem hohen Anteil an Seniorenhaushalten, allerdings nicht hilfreich. Viele der Anwohnenden sind nicht an die Schulferien gebunden.

Ist die Vollsperrung für den gesamten Bereich über diesen Zeitraum zu erwarten, oder werden die Baumaßnahmen in zwei Schritten (siehe Ankündigung der Baufirma) durchgeführt?

„Ja, die Vollsperrung ist zu erwarten, da für eine zügige Durchführung der Arbeiten die Zufahrtswege und Flächen freigehalten werden müssen. Die Baufirma ist jedoch aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung für besondere Situationen sensibilisiert. Notwendige Zufahrten, beispielsweise für Möbellieferungen oder für mobilitätseingeschränkte Personen, können nach vorheriger Absprache entsprechend organisiert und ermöglicht werden.“

Betrifft die Sanierung sowohl die Fahrbahn, als auch die Parkflächen? Wird im Zuge der Sanierung auch die Parkordnung, besonders die Zufahrten für Entsorgungsfahrzeuge an den Containerplätzen, neu markiert?

Nicht nur die Straße ist marode. Foto: Thomas Köhler

„Es handelt sich bei der Maßnahme um eine Instandsetzungsmaßnahme im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung.

Die Firma wurde mit der Ertüchtigung der Fahrbahn, welche starke Verschleißerscheinungen aufweist, beauftragt. Hierbei wird auch die Entwässerungsrinne reguliert. In den Parktaschen bzw. Parkflächen sind keine Arbeiten geplant. Es wird lediglich Anpassungsbereiche geben, die für die Regulierung der Rinnensteine erforderlich sind.

Änderungen an den bestehenden verkehrsrechtlichen Anordnungen, welche Grundlage für alle Markierungsarbeiten im öffentlichen Verkehrsraum sind, sind im Zusammenhang mit der geplanten Instandsetzungsmaßnahme nicht vorgesehen. Die Erneuerung von Markierungen in Bereichen, die nicht von der Instandsetzungsmaßnahme betroffen sind, ist nicht Bestandteil der Maßnahme.“

Man sieht noch die alten Markierungen vor dem Containerplatz. Foto: Thomas Köhler

Anmerkung: Letzteres, also die Markierungsarbeiten betreffend, ist bedauerlich, es wäre auch keine Änderung von bestehenden verkehrsrechtlichen Anordnungen, handelt es sich doch um die Erneuerung von Markierungen.

Besonders die Erneuerung der Sperrflächen vor den Containerplätzen wären dringend, schon im Sinne der Entsorgungsbetriebe, erforderlich. Für eine generelle Erneuerung von Markierung der Parkflächen wäre der Zeitraum einer Vollsperrung ebenfalls ein gut geeigneter.

Fazit: Es wird ein Stück Fahrbahn erneuert, am Beginn der zu erneuernden Fahrbahn, aus Richtung Ratzelstraße kommend, bildet sich bei etwas stärkerem Regen ein kleiner See – ob sich das nach den Sanierungsarbeiten ändert, werden wir im Herbst sehen.

Es bleiben die Worte eines über 80-jährigen Anwohners: „Mir wäre es am liebsten, wenn es hier Anwohnerparken gäbe. Dann stünden nicht mehr die Transporter und Wohnmobile hier, den Preis würde ich gern bezahlen.“

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