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Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wollen jetzt den Einsatz von Bodycams bei Fahrausweisprüfungen prüfen. Ziel ist es, Mitarbeitende und Fahrgäste in kritischen Situationen besser zu schützen, zur Deeskalation beizutragen und im Ernstfall die Aufklärung von Vorfällen zu unterstützen, so das kommunale Verkehrsunternehmen. Beim Mobilitätstraining am Samstag, dem 19. September, in der Angerbrücke informierten die LVB gemeinsam mit dem Fahrgastbeirat über das Pilotprojekt.

„Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, Mobilität in Leipzig für alle einfacher, komfortabler und sicherer zu machen. Neben der Videoüberwachung in unseren Fahrzeugen testen wir deshalb nun Bodycams bei Fahrausweisprüfungen. Erfahrungen aus anderen Verkehrsunternehmen zeigen, dass bereits das sichtbare Tragen einer Bodycam in angespannten Situationen deeskalierend wirken kann. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, können Aufnahmen zudem dessen spätere Aufklärung unterstützen“, sagt Sandy Brachmann, Bereichsleiterin Marketing der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Ab sofort testen deshalb freiwillig teilnehmende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fahrausweisprüfung den Einsatz der körpernah getragenen Kameras. Eine dauerhafte oder anlasslose Aufzeichnung finde freilich nicht statt, betonen die LVB. Die Bodycams sollen ausschließlich in klar definierten Situationen aktiviert werden. Sie sollen insbesondere bei drohenden oder bereits eingetretenen Eskalationen ein sichtbares Signal setzen und dazu beitragen, kritische Situationen möglichst früh zu entschärfen.

Konflikte nicht eskalieren lassen

„Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten täglich wichtige Arbeit im direkten Kontakt mit unseren Fahrgästen. Sie haben Anspruch darauf, ihre Arbeit sicher ausüben zu können. Bodycams sind ein zusätzlicher Baustein unseres Sicherheitskonzepts – neben Schulungen, Deeskalationstrainings und der Videoüberwachung in unseren Fahrzeugen. Unser Ziel ist dabei ganz klar: Konflikte möglichst gar nicht erst eskalieren zu lassen und unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen“, sagt Thomas Liebau, Leiter Fahrausweisprüfung.

Der Einsatz der Bodycams erfolgt – so die LVB – unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Fahrgäste sollen transparent über den Einsatz informiert werden. Aufzeichnungen sollen ausschließlich zweckgebunden verarbeitet und nur so lange gespeichert werden, wie dies für den jeweiligen Zweck erforderlich ist.

Die am Pilotprojekt teilnehmenden Mitarbeitenden werden vor dem Einsatz umfassend geschult, so die LVB. Dazu gehören insbesondere die Voraussetzungen für die Aktivierung der Bodycam, die Kommunikation gegenüber Fahrgästen sowie Vorgaben zu Datenschutz und Dokumentation.

Nach Abschluss der Testphase werden die LVB die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt auswerten. Dabei soll vornehmlich betrachtet werden, wie sich der Einsatz der Bodycams in kritischen Situationen bewährt und welchen Beitrag sie zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Deeskalation leisten können.

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