Mangelt es dem Smart Meter nur an Aufmerksamkeit oder macht die Technologie für die Meisten einfach keinen Sinn?

Hat das Leipziger Hitschfeld Büro für strategische Beratung das große Feld von Politik und Beteiligung schon ausgereizt? Wahrscheinlich nicht. Aber mit der jüngsten Studie geht man jetzt mal in ein technisches Detail, das in den nächsten Jahren noch für einige Furore sorgen wird: das Smart Metering. Denn wenn sich alles internetbasiert vernetzen lässt, dann logischerweise auch der Stromverbrauch privater Haushalte.

Instrumente wie „Smart Meter“ gelten – zumindest wenn man einigen vom Fortschritt trunkenen Politikern, Entwicklern, Verbandssprechern und Zukunftsforschern glauben darf – als wichtiges Instrument für den Erfolg der Energiewende. Die Einführung der intelligenten (Energie-)Zähler wird erhebliche Auswirkungen auch auf die Endkunden haben. Wenn sie denn mitspielen und sich die Sache überhaupt rechnet, denn wie will man eine derartige technische Ausstattung aller Häuser und Haushalte finanzieren?

Das fragt das Büro Hitschfeld diesmal zwar noch nicht. Aber es wollte schon gern wissen, ob sich die Deutschen überhaupt schon mal mit dem Thema Smart Metering beschäftigt haben, wie sie reagieren würden, wenn – zum Beispiel – ihr Stadtwerk vor der Tür stünde und so ein intelligentes Messgerät einbauen wollte.

Dass Skepsis immer gut ist, weiß man im Büro Hitschlfeld: „Gerade in traditionell technikgetriebenen Branchen wird die Argumentation eher technisch geführt, der Aspekt ‚Akzeptanz‘ häufig nachrangig behandelt (ein Beispiel hierfür ist die Debatte um die – gescheiterte – Einführung der CCS-Technologie). Smart Metering gilt als wichtiges Mittel, die Ziele der Energiewende zu erreichen (Reduzierung des Netzausbaubedarfs, Glättung von Lastspitzen, dezentrale Speicher u. a. m.). Der Ordnungsrahmen dafür wird derzeit vorbereitet. Deshalb ist es für Politik und Unternehmen wichtig, die Kommunikation des individuellen und gesellschaftlichen Nutzens, des Datenschutzes zu verstärken und die Bekanntheit des Themas insgesamt zu steigern.“

Aber wie viel Akzeptanz kann man eigentlich erwarten, wenn es um ganz persönliche Daten geht? Daten, die immer missbraucht werden können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Denn auch aus den Daten des Stromverbrauchs einer Wohnung kann man ablesen, was der Nutzer wann eigentlich tut – zumindest, wenn er dabei elektrische Geräte benutzt.

Das Büro Hitschfeld dazu: „Zwar ist der Datenschutz ein hohes Gut, allerdings machen sich nur 14 % der Befragten offenbar konkrete Sorgen, was mit den gewonnenen Daten über ihr Verbrauchsverhalten geschehen könnte. Nach unserer Auffassung spiegelt sich hier ein weiteres Mal das gespaltene Verhältnis der Verbraucherinnen und Verbraucher im Internetzeitalter: Datenschutz ist wichtig, aber im persönlichen Tun geht man unbefangen mit den Daten um. Im Fall Smart Metering steht dies auch im konkreten Zusammenhang mit dem, derzeit noch geringen, Informationsniveau zum Thema insgesamt und den (noch) fehlenden genauen Vorstellungen, was für Missbrauch mit den Daten tatsächlich getrieben werden könnte. Umgekehrt betrachtet: Mit steigendem Informationsniveau ist dieses Argument gegen die Akzeptanz von Smart Metern leicht aktivierbar.“

Aber natürlich wirkt dieser Anteil der Skeptiker noch gering, wenn vor allem eine andere Skepsis bei den 1.000 Befragten dominiert: Die Mehrheit der von Hitschfeld Befragten sieht gegenwärtig nämlich keinen individuellen oder kollektiven Nutzen in der Anwendung von Smart Metern. Sie bezweifelt, dass Smart Meter Preisvorteile bringen oder der Gesellschaft helfen können, Energie zu sparen. Stattdessen werden von den Befragten verstärkt Bedenken formuliert, beispielsweise mit Blick auf mögliche zusätzliche Kosten durch die Technologie.

Womit wieder die alte Frage steht: Wird die Technologie nur eingeführt, wenn sie den Nutzern tatsächlich Kostenvorteile bringt? Oder macht es die deutsche Politik wie mit der „Abwrackprämie“ für Kohlekraftwerke und lädt die Kosten dann über den Strompreis beim Verbraucher ab?

Der dann auch noch dafür bezahlen muss, dass andere Leute seine Daten bekommen. Logisch, dass Stadtwerke bei dem Thema derzeit sehr vorsichtig agieren.

Auch beim Thema Datenschutz. Denn auch Datenschutz hat seinen Preis, gerade dann, wenn  man wirklich hohe Schutzstandards garantieren möchte.

Das Misstrauen aber ist groß.

Denn laut Studie haben bei der Einführung von Smart Metern selbst Stadtwerke nur einen geringen Vertrauens-Vorsprung gegenüber national oder international operierenden Unternehmen. Und: Die Befragten haben klare Forderungen an die Datenspeicherung: 78 Prozent sehen in Smart Metern nur dann eine Option, wenn die Daten auf deutschen Servern gespeichert werden – unter deutschen Datenschutzregeln.

Darüber hinaus machen die Ergebnisse der Studie deutlich, so wertet Hitschfeld die Zahlen aus: Das Thema „Smart Meter“ ist bisher nicht in der Bevölkerung angekommen. Das liege weniger am kritischen Verhältnis zur Technologie als vielmehr an mangelndem Wissen über Sinn und Nutzen.

Damit Smart Meter für den Verbraucher einen individuellen Nutzen entfalten könne, müsse er sein Verhalten analysieren, sich mit Tarifen und Dienstleistern auseinandersetzen und vieles mehr. Das ist etwas völlig anderes, als sich einfach darauf zu verlasen, dass das kommunale Stadtwerk einfach ohne Störungen jederzeit Strom über seine Leitungen schickt, den man nutzt – oder auch nicht. Da wird der Stromverbrauch dann zu einer zeitfressenden Wissenschaft.

Ob diese Bereitschaft aktuell vorhanden ist, darf aufgrund der Ergebnisse dieser Studie bezweifelt werden, stellt Hitschfeld fest. Aus der Untersuchung lässt sich eindeutig ableiten, dass es für eine erfolgreiche Markteinführung der Smart-Meter-Technik noch wesentlich größerer Kommunikationsanstrengungen bedarf.

Der Skeptiker fügt natürlich hinzu: Und wohl auch noch ein paar technische Weiterentwicklungen. Denn wenn auch diese Technik wieder nur Zeit und Energie frisst, ist sie so überflüssig wie Gummistiefel in der Wüste.

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