2 Prozent Steigerung, dafür Optionen auf Ökostrom und Online-Abwicklung

Stadtwerke Leipzig wollen ab 2019 ihre Tariflandschaft in drei Tarifgruppen bündeln

Für alle LeserDie beiden Gesichter wird man demnächst im Leipziger Stadtbild sehen. Und da und dort auch ein bisschen darüber hinaus. Denn die Leipziger Stadtwerke haben ihre Tarife neu sortiert und wollen sie auch übers alte Stammgebiet hinaus kräftig vermarkten. Und einfacher soll alles werden, übersichtlicher, meint Dr. Johannes Kleinsorg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Stadtwerke.

Am Freitag, 9. November, hat er die neuen Tarifmodelle vorgestellt, die ab 1. Januar 2019 in Kraft treten sollen. Na ja: Die Tatsache, dass Strom in Leipzig dann etwas teurer wird, spielt auch noch hinein. Leipzigs Strom wird 2019 über alle Tarifgruppen hinweg um rund 2 Prozent teurer. Der Grund, so Kleinsorg, seien die Beschaffungskosten an den Börsen.

Zwar sinkt die EEG-Umlage spürbar. Aber mittlerweile machen allein die staatlichen Abgaben auf den Strompreis 75 Prozent aus. Die EEG-Umlage gehört dazu. Da die Strompreise an der Börse gestiegen sind, kann sie jetzt leicht sinken, denn auf die Nutzer werden nur jene EEG-Entgelte umgelegt, die nicht durch Stromverkauf an der Börse refinanziert werden können.

Wäre also ganz schön jetzt, wenn der Bund nicht beschlossen hätte, auch noch die Offshore-Haftungs-Umlage auf den Strompreis zu packen. „Das gleicht sich dann leider wieder aus“, sagt Kleinsorg.

Da aber die Leipziger Stadtwerke einen Teil ihres Stroms an den Börsen einkaufen, schlägt der höhere Strompreis beim Einkauf dann zu Buche. Was Kleinsorg selbst ein wenig verblüfft, denn eigentlich ist so viel (auch erneuerbarer) Strom auf den Märkten, dass es keine Stromknappheit gibt. Aber augenscheinlich preisen viele Stromhändler schon die steigenden CO2-Abgaben ein. Denn wer mit fossiler Energieerzeugung CO2 emittiert, muss demnächst deutlich mehr Geld für CO2-Zertifikate hinblättern.

Möglicherweise, so Kleinsorg, spielen auch die steigenden Ölpreise eine Rolle. Was dann in Summe die 2 Prozent Steigerung bei den Strompreisen in Leipzig ergibt.

Aber einfacher soll es werden: Drei Tarife jeweils für Strom und Gas. Plus zwei Optionen, die eigenen Wünsche mit einzupreisen. „Unsere Kunden wünschen sich einfache und übersichtliche Tarife mit einem noch regionaleren Bezug“, erklärt Dr. Johannes Kleinsorg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Stadtwerke. „Mit unseren neuen L-Strom- und L-Gas-Tarifen haben wir uns genau an diesen Bedürfnissen orientiert.“

Die drei Tarife

Für Strom und Gas gibt es ab 2019 jeweils einen basis-, einen bestpreis- und einen plus-Tarif.

L-Strom.basis und L-Gas.basis sind künftig die neuen Namen der Grundversorgungstarife des Unternehmens. Sie sind besonders für Kunden geeignet, die flexibel bleiben und sich nicht an Laufzeiten binden wollen.

Bei Strom beziehen übrigens über 50 Prozent der Stadtwerke-Kunden tatsächlich den Grundpreis-Strom, nutzen also nicht mal die Sparmöglichkeiten des Bestpreis-Stroms, der deshalb über seine Laufzeit billiger ist, weil die Stadtwerke hier über Großeinkäufe einen niedrigeren Preis über die Laufzeit garantieren.

Die drei unterschiedlichen Tarifgruppen. Grafik: SWL

Die drei unterschiedlichen Tarifgruppen. Grafik: SWL

Aus den alten Bestpreis-Modellen sollen, so der Wunsch der Stadtwerke, nun einheitliche Tarife als L-Strom.bestpreis oder L-Gas.bestpreis werden.

Bestpreis bedeutet auch künftig im Vergleich zu den basis-Tarifen ein geringerer Preis und Preisstabilität auf Energiebeschaffungspreise und Netzentgelte bis Ende 2020. Mit L-Strom.bestpreis bekommen Stadtwerke-Kunden auch gleich den klimafreundlich in der Gas- und Dampfturbinenanlage erzeugten Strom des Unternehmens garantiert.

Was natürlich vor allem ein Verrechnungsmodell ist – man kann ja Strom aus Kohlekraftwerken nicht von dem aus Windenergieanlagen unterscheiden. Aber anhand der Einkaufs-Anteile lassen sich die einzelnen Stromsegmente dann auch den Preisen zuordnen.

Während im Gesamtstrommix der Stadtwerke auch Anteile Kernkraft, Kohle oder „sonstigen Anlagen“ zu finden ist, freilich aber auch 50 Prozent aus Erneuerbarten Energien, wird der bestpreis-Strom als Mix aus 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien und 47 Prozent aus der hauseigenen Gasturbine angeboten.

Die bestpreis-Tarife bieten zudem den Zugang zur Vorteilswelt der Leipziger Gruppe mit Vorteilen bei regionalen Partnern. Das steckt in der jährlich neu verschickten VorteilsCard.

Das Gaskraftwerk der Stadtwerke in der Eutritzscher Straße. Foto: Ralf Julke

Das Gaskraftwerk der Stadtwerke in der Eutritzscher Straße. Foto: Ralf Julke

Neu sind jetzt wirklich die Produkte L-Strom.plus und L-Gas.plus.

Hier sollen die Kunden von einer vollständigen Preisstabilität auf alle Preisbestandteile profitieren. Zusätzlich können sie direkte Preisnachlässe auf Angebote der Leipziger Gruppe nutzen: 50 Prozent auf den Grundpreis des ABO Flex der Verkehrsbetriebe und 15 Prozent auf Einzeltickets der Sportbäder. Weiterhin profitieren L-Strom.plus- und L-Gas.plus-Kunden von einem umfangreichen Haushaltsschutz-Paket mit praktischen Leistungen wie beispielsweise Türöffnungsservice oder Installateur-Dienste im Notfall.

Diesen Service bietet ein deutschlandweit tätiges Untermnehmen an, mit dem die Stadtwerke kooperieren. Wenn man mal einen Türöffner oder Handwerker braucht, ruft man eine Servicenummer an. Der Anbieter kooperiert dabei wieder mit regionalen Handwerkern.

Die Kooperationsangebote mit den Konzernschwestern LVB und Sportbäder seien in dieser Art einzigartig, sagt Kleinsorg. Das interessiere in dieser Art auch andere Stadtwerke. Und er rechnet damit, dass dieses Produkt bei Kunden besonders gut ankommt.

Dazu: Zwei Optionen zur Auswahl

Mit zwei Optionen können plus- und bestpreis-Kunden ihre Energieprodukte künftig selbst weiter ausgestalten.

Mit der Öko-Option entscheiden sie sich für komplett erneuerbaren Strom für einen geringen Aufpreis. Was die Stadtwerke so bislang noch nicht anbieten konnten. Aber ab 1. Januar ist das möglich: Für Kunden im Kerngebiet Leipzig kommt dieser auch aus dem sächsischen Windpark der Stadtwerke in Sornzig-Ablaß, der mit Start des Regionalnachweisregisters geliefert werden kann. Die Stadtwerke besitzen in Sornzig-Ablaß zwei Erzeugeranlagen, Teil des schrittweisen Ausbaus der eigenen alternativen Energieversorgung.

Selbstverständlich können Kunden mit der Öko-Option für einen geringen Aufpreis auch umweltfreundliches Ökogas mit 100 Prozent klimawirksamem Ausgleich von CO2-Emissionen beziehen, betonen die Stadtwerke noch.

Und wer beim Sparen von Papier, Druckertinte und Porto helfen will, kann künftig alle Buchungsvorgänge online abwickeln. Das senkt die eigenen Stromkosten um 1 Euro im Monat.

Energiepreisentwicklung in Leipzig

Und die Gründe für die Strompreis-Berechnung hat Kleinsorg natürlich auch noch genauer erklärt. Nach wie vor bestehen deutschlandweit rund 50 Prozent des Strompreises aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Dabei wird 2019 die Senkung der EEG-Umlage fast vollständig von der Steigerung der Offshore-Netzumlage aufgezehrt. Auch beim Gaspreis machen Steuern und Abgaben rund 25 Prozent aus. Diese bleiben 2019 stabil.

Die Netzentgelte machen rund ein Drittel des Strom- und ein Viertel des Gaspreises aus. 2019 sinken die Gasnetzentgelte, während die Stromnetzentgelte nahezu stabil bleiben.

Die geplante Werbekampagne für L-Strom und L-Gas. Grafik: SWL

Die geplante Werbekampagne für L-Strom und L-Gas. Grafik: SWL

„Für uns sind faktisch nur noch rund 25 Prozent des Strom- und noch 50 Prozent des Gaspreises überhaupt beeinflussbar. Damit müssen Energiebeschaffung und Vertrieb abgedeckt werden“, erklärt Dr. Johannes Kleinsorg.

Und für 2019 seien nun einmal die Beschaffungskosten an der Energiebörse gestiegen. Mit ihren Einkaufsstrategien können die Leipziger Stadtwerke diese Preissteigerungen für ihre Kunden zumindest teilweise abfedern. Umso wichtiger sei es, die Leipziger Energiepreise angemessen zu gestalten. Daher habe das Unternehmen die Zusammensetzung der Preisbestandteile überprüft und angepasst.

Was den Effekt hat, dass die festen Strompreis-Bestandteile stärker durchschlagen. Denn sie bilden den Grundpreis, den alle zahlen müssen. Einsparmöglichkeiten ergeben sich eigentlich nur über den variablen Strompreis.

Aus diesen Faktoren ergeben sich für einen kleineren Haushalt (ein bis zwei Personen) mit einem Stromverbrauch von 1.800 kWh in der Grundversorgung Mehrkosten in Höhe von 12,88 Euro brutto im Jahr. Für Familien mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh sind dies noch 5,74 Euro brutto pro Jahr. Wer also mehr verbraucht, zahlt pro kWh etwas weniger.

Noch stärker schlägt dieses Verhältnis natürlich bei typischen Leipziger Single-Haushalten mit eher nur 1.000 kWh Stromverbrauch durch. Die zahlen im Verhältnis zum Jahr 2018 dann ab 2019 knapp 20 Euro mehr auf ihren Strom.

Bei Gas ist das noch sichtbarer: Ein Leipziger Durchschnittshaushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh (Einfamilienhaus) profitiert 2019 von einer Preissenkung in Höhe von 256,88 Euro brutto im Jahr in der Grundversorgung. Kunden, die Gas lediglich zum Kochen verwenden und im Jahr rund 1.000 kWh verbrauchen, zahlen ab 2019 im Jahr 31,92 Euro brutto mehr.

Die Kampagne soll gleich anlaufen

In den nächsten Tagen wollen die Leipziger Stadtwerke ihre Kunden über die konkrete Preisentwicklung informieren und bieten ihnen den Wechsel in die neuen Tarife schon jetzt an. Darüber hinaus kann ab heute jeder die neuen Tarife wählen und abschließen – telefonisch, online oder vor Ort im Energie- und Umweltzentrum, Katharinenstraße 17 in Leipzig. Frühester Lieferbeginn für die neuen Tarife ist Januar 2019.

Alle SWL-Kunden sollen auch per Brief über die neuen Angebote informiert werden. Die Stadtwerke wollen möglichst bald alle ihre Kunden im neuen Tarifsystem haben. Wer benachrichtigt wird, kann sich für das Tarifmodel seiner Wahl entscheiden.

Und auch im Straßenraum sollen die Motive bald auftauchen, verstärkt auch außerhalb des Leipziger Kerngebiets. Denn in den Ortsteilen am Stadtrand wechselt ja künftig die Konzession an die Stadtwerke Leipzig. So hat es der Stadtrat entschieden. Hier möchten die SWL entsprechend schnell auch möglichst viele Kunden dazugewinnen.

Mit dem Bevölkerungswachstum der Stadt gewinne man schon seit Jahren Kunden hinzu, so Kleinsorg. Besonders wachse man außerhalb des Stadtkerns. Zwar hat man nicht 100 Prozent des Marktes. Das verhindert schon der freie Wettbewerb. Aber der eigene Markanteil liege über 50 Prozent, sagt Kleinsorg.

StrompreisStadtwerke Leipzig
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Clubs sollen bei Stadtplanung mehr berücksichtigt werden
Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten und Freibeuterin). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMit Ausnahme der AfD hat der Stadtrat am Mittwoch, den 22. Mai, einstimmig dafür gestimmt, die Interessen der Clubs zukünftig stärker zu berücksichtigen, beispielsweise bei großen Bauvorhaben. Ausgangspunkt war ein Antrag der SPD, zu dem es Änderungsanträge von Linksfraktion und Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann gab.
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream
Der Stadtrat im Livestream. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm Mittwoch, den 22. Mai, kommt der Stadtrat zum zweiten Mal in diesem Monat zusammen. Eigentlich sollte in der Woche der Kommunalwahl keine Sitzung stattfinden. Doch weil die Tagesordnung in der vergangenen Woche unter anderem wegen der Diskussion über das 365-Euro-Ticket nicht abgearbeitet werden konnte, wird die Sitzung nun fortgesetzt. Die L-IZ wird über die wichtigsten Themen berichten und bietet wie gewohnt einen Livestream an.
Der Stadtrat tagt: BUND erhält knapp 30.000 Euro für Mehrwegbecher-Pfandsystem
Norman Volger (Grüne) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Norman Volger (Grüne) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn der modernen und zunehmend hektischen Welt bleibt für einen gemütlichen Kaffee offenbar immer weniger Zeit. Vor allem Arbeiter und Studierende bestellen häufig einen Coffee to Go, also einen Kaffee für unterwegs. Dies bringt jedoch Müllprobleme mit sich, die der BUND Leipzig mit einem Mehrwegbecher-Pfandsystem eindämmen will. Das dafür nötige Geld hat der Stadtrat bewilligt.
Zur politischen Auseinandersetzung sollte immer auch ein respektvoller Ton und Wortwahl gehören
Baudezernentin Dorothee Dubrau (parteilos). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn den „sozialen Medien“ benimmt sich auch die Leipziger CDU nicht wie ein Waisenknabe. Es wird gehauen und gestochen und draufgehalten, wenn es irgendwie Punkte im Kampf um die Meinungshoheit zu bringen scheint. Als nun aber mal jemand aus einer anderen Partei ähnlich hemdsärmelig dreinschlug, gab’s gleich mal eine Stadtratsanfrage: Darf der denn das?
UFZ-Forschungsreise will herausfinden, was aus Mikroplastik im Ozean wird
Das Forschungsschiff Sonne. Foto: M Hartig / Meyer Werft

Foto: M Hartig / Meyer Werft

Für alle LeserDass riesige Mengen von Plastik in den Meeren treiben und Plastik sogar im 11.000 Meter tiefen Marianengraben auftaucht, das hat sich ja herumgesprochen. Aber was passiert eigentlich, wenn diese Plastikmengen über Jahre zerbröseln und sich in Mikroplastik verwandeln? Was passiert mit Mikroplastik im Meer? Das soll jetzt erstmals das Projekt MICRO-FATE erkunden, das unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) startet.
Verwaltung stimmt Antrag des Jugendparlaments zur Radstation im Hauptbahnhof weitgehend zu
So stellte sich der Ökolöwe 2014 eine Fahrradstation im Hauptbahnhof vor. Grafik: Ökolöwe

Grafik: Ökolöwe

Für alle LeserDie jungen Parlamentarier aus Leipzigs Jugendparlament beobachten sehr aufmerksam, was in der Stadtpolitik passiert. Und sie registrieren auch, wenn wichtige Projekte einfach feststecken und über Jahre nichts geschieht – so wie bei der geplanten Radstation im Hauptbahnhof. Abstellplätze für Fahrräder könnte man schon bauen, hatte das Planungsdezernat dazu mitgeteilt. Aber eine richtige Radstation gäbe es wohl frühestens 2023. Aber den Antrag der Jugendparlamentarier nimmt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau dennoch ernst.
Grüne beantragen mehr Klagerechte für anerkannte Verbände im Natur-, Tier- und Denkmalschutz
Baumfällungen im Kanitzsch. Foto: NuKLA e.V.

Foto: NuKLA e.V.

Für alle LeserDass die Umweltpolitik in Sachsen derart mau aussieht und sich die Regierung mit Umweltschutz-Federn schmückt, die gar keine sind, hat auch damit zu tun, dass Umweltvereine so gut wie keine Mitsprache- und auch kaum Klagerechte haben. Vor allem dann, wenn staatliche Instanzen gegen Umweltschutzauflagen verstoßen. Sie können nicht mal damit rechnen, dass ihre fachlichen Einwände überhaupt berücksichtigt werden.
Am 17. Oktober im Täubchenthal: XAVI – Analoge Liebe Tour 2019
XAVI. Quelle: Täubchenthal

Quelle: Täubchenthal

Es war seine allererste Deutschlandtour, die Singer-Songwriter XAVI Anfang des Jahres ankündigte, trotzdem dauerte es keine 24 Stunden bis die erste Show komplett ausverkauft war! Zum Start der „König dieser Straße“ Tour im Mai2019 meldeten dann alle Tourstädte „AUSVERKAUFT“ –was für ein Erfolg! Nun legt XAVI direkt nach und kündigt für Oktober die „Analoge Liebe Tour“an.
Landtagsabgeordnete Juliane Nagel legt eine Broschüre zu „gefährlichen Orten“ und Kontrollbereichen vor
Broschüre „Selber Schuld wer hier rumläuft!“. Cover: Die Linke

Cover: Die Linke

Für alle LeserSachsens Innenminister sind zutiefst davon überzeugt, dass man Kriminalität am besten dadurch in den Griff bekommt, dass man Überwachung und Kontrolle ausweitet. Am besten in Bereichen, wo die sozialen Konflikte unserer Gesellschaft am stärksten sichtbar werden. Die Waffenverbotszone im Leipziger Osten ist nicht das einzige Relikt dieses Denkens. Mit einer Broschüre zu „gefährlichen Orten“ beleuchtet Die Linke jetzt das Problematische dieser Kontrolldrucks.
Leipziger AfD versucht mit der Erinnerung an die Friedliche Revolution Wahlkampf zu machen
Für die Werbeaussage ist allein die werbende Partei verantwortlich. Foto: Bürgerkomitee Leipzig e.V.

Foto: Bürgerkomitee Leipzig e.V.

Für alle LeserAuf Großplakaten mit einem Foto von der Leipziger Montagsdemonstration am 16. Oktober 1989 fordert die Leipziger AfD eine „Wende für Leipzig“. Dieser bewusst hergestellte Bezug zwischen dem Begriff „Wende“ und dem Foto der Montagsdemonstration von 1989 ist – gerade in Leipzig, der „Stadt der Friedlichen Revolution“ – ein Missbrauch dieses einmaligen Ereignisses der jüngsten deutschen Geschichte, kritisiert das Bürgerkomitee Leipzig e. V..
Linksfraktion beantragt jetzt das, was die ÖPNV-Strategiekommission für Sachsen vorgeschlagen hat
Marco Böhme (Landtagsabgeordneter, Die Linke). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEs ist mittlerweile über zehn Jahre her, dass Ministerpräsident Georg Milbradt mit Demografiekonferenzen durchs Land zog. Nach seinem Abgang ist das Thema für die Landesregierung regelrecht gestorben, taucht es höchstens noch unter der Überschrift „Vergreisung“ auf. Obwohl auch die immense Landflucht dazugehört. Und die hat mit kaputtgesparten Infrastrukturen zu tun, auch mit einem nicht mehr funktionierenden ÖPNV.
Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ startet Petition: Verfassungsschutz auflösen!
Verfassungsschutzbericht 2018. Cover: Freistaat Sachsen. LfV

Cover: Freistaat Sachsen. LfV

Für alle LeserDer neueste Bericht des Sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz sorgt für Debatten – nicht nur durch das, was falsch drinsteht, sondern erst recht durch das, was nicht drinsteht. Auffallend fehlt. Als wolle das Landesamt ganz bewusst verschleiern, was andere Verfassungsschutzämter selbstverständlich als Gefahr wahrnehmen. Jetzt hat das Leipziger Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ eine Petition gestartet, um dieses heikle Amt auflösen zu lassen.
Grüne legen ein ganzes Handlungspaket für Klimaschutz in Sachsen vor
Robin Wood-Aktivisten mit einem simulierten Kohlemeiler auf dem Augustusplatz in Leipzig. Kein Feuer, nur „Diskorauch“. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle LeserSachsen eiert mehr in den Kohleausstieg, als dass es ihn gestaltet. Jahrelang weigerte sich die Staatsregierung regelrecht, über Strukturwandel auch nur nachzudenken. Nicht einmal ein belastbares Klimaschutzprogramm hat sie. Und das was drinsteht, wird nur widerwillig angepackt. Jetzt haben die Grünen im Landtag ein Handlungspaket für den Klimaschutz in Sachsen vorgestellt. Quasi als Blaupause. Falls die Regierung tatsächlich mal ein paar Ideen braucht, wie man die Klimaziele von Paris erreichen könnte.
Bündnis Gemeinschaftsschule in Sachsen will bis zum 1. Juni die nötigen Unterschriften für den Volksantrag beisammen haben
Das Bildungsideal eines vergangenen Jahrhunderts. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Mehrheit der Sachsen wünscht sich eine Schule, in der die Kinder länger gemeinsam lernen, nicht nur bis zur vierten Klasse. Doch seit Jahren mauert die regierende CDU, hält am alten Schulsystem mit der frühen Trennung der Kinder fest. Seit September sammelt das Bündnis Gemeinschaftsschule in Sachsen Unterschriften für einen Volksantrag, damit die Bürger selbst entscheiden können, was sie wollen. 40.000 Unterschriften werden gebraucht. Bis zum 1. Juni soll gesammelt werden.
BUND Leipzig kritisiert die Leipziger Wunschliste mit lauter umweltzerstörenden Großprojekten
Kanalisiert und verockert: Pleiße bei Markkleeberg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wurde schon viel orakelt darüber, welche Strukturprojekte nun in den Kohleregionen vom Bund finanziert werden, um den Kohleausstieg abzufedern. Die Landkreise und Kommunen haben alle möglichen Projekte angemeldet, ein regelrechter Gemischtwarenladen. Darin auch jede Menge uralter Pläne, die wieder nur die Umwelt schädigen. Der BUND Leipzig warnt davor, ausgerechnet für solche Dinosaurier-Projekte wieder Geld auszugeben und die Umwelt zu zerstören.