Es ist derzeit das Herzensprojekt des BUND Leipzig: die Einwegbecher, aus denen gedankenlose Zeitgenossen ihren Coffee-to-go schlürfen, aus dem Leipziger Straßenbild verschwinden zu lassen. Die Möglichkeiten eines Mehrweg-Becher-Systems gibt es schon. Doch im persönlichen Gespräch müssen alle Anbieter von Kaffee im Straßenverkauf jetzt überzeugt werden, mitzumachen. Denn da muss auch einiges in der Unternehmenslogistik geändert werden.

Nach dem runden Backtisch mit Leipziger Bäcker/-innen im Januar setzt nun auch Seidels Klosterbäckerei beim Coffee to go auf den Mehrweg. In der Plagwitzer Filiale des Traditionsunternehmens aus Döbeln wird seit Montag, 17. Juni, Kaffee und Tee auch in den nachhaltigen Pfandbechern von RECUP angeboten.

Sirko Nuss, Betriebsleiter bei Seidels Klosterbäckerei, hat sich dabei aus guten Gründen für das Pfandsystem entschieden: „Besonders für Bäckereien wie uns macht das Pfandbechersystem Sinn. Wir können Kosten sparen und gleichzeitig für den Umweltschutz eintreten. Die Becher mit unserem Logo liegen nun auch nicht mehr als Müll in der Umwelt. Eine Win-Win-Situation.“

„Wir freuen uns, mit Seidels ein echtes sächsisches Traditionsunternehmen im Boot zu haben, das beweist, wie Nachhaltigkeit und Innovation zusammengehen“, erklärt Sebastian Gerstenhöfer, Projektpartner des BUND Leipzig im Rahmen des Recycling2go-Projekts. Seit der Stadtrat im Mai die Finanzierung des BUND-Projekts deutlich angehoben hat, kann er seit Monatsbeginn mit ganzer Kraft daran arbeiten, die Partner für das Recycling2go-Projejkt einzusammeln.

Auch Martin Hilbrecht, Vorsitzender des BUND Leipzig, freut sich: „Seidels Klosterbäckerei ist eine Institution in Plagwitz. Mit der Teilnahme gewinnt das Pfandsystem mit nun mehr 27 teilnehmenden Bäckereien und Cafés an Fahrt.“

Auf der Karl-Heine-Straße bietet seit einigen Wochen auch das italienische Feinkostgeschäft „Dipasquale“ die nachhaltigen Pfandbecher an. Auch im Leipziger Westen gibt es nun ein gut nutzbares Pfandnetz. Gerade jetzt im Sommer machen sich dessen Auswirkungen positiv bemerkbar, betont der BUND Leipzig, zum Beispiel durch einen saubereren Karl-Heine-Kanal und -Platz.

Der Stadtrat tagt: BUND erhält knapp 30.000 Euro für Mehrwegbecher-Pfandsystem

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