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Preissteigerung betrifft ab 2021 vor allem die Verwertungsgebühr für die Leipziger Abfalltonnen

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    Alles wird teurer. Auch unser Abfall. Alle zwei Jahre muss die Leipziger Stadtreinigung ihre Kostenkalkulation überarbeiten. Am Montag, 28. September, stellte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal die neuen Kalkulationen zusammen mit Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig, und Elke Franz, Kaufmännische Betriebsleiterin Stadtreinigung Leipzig, vor. 2,66 Millionen Euro müssen auf die neuen Abfallgebühren für 2021 und 2022 verteilt werden.

    Alle zwei Jahre müssen die Abfallwirtschaftsgebühren für Leipzig anhand der beiden zurückliegenden Jahre neu kalkuliert werden. Am 11. November 2020 wird die Ratsversammlung über die Neufassungen der Satzungen zur Abfallwirtschaft und zur Straßenreinigung ab 1. Januar 2021 entscheiden.

    Die Kosten für die Abfallwirtschaft steigen für die Jahre 2021/2022 voraussichtlich um 2,66 Millionen Euro gegenüber den Vorjahren 2019/2020. Da der Betriebsaufwand für beide Jahre bei rund 93 Millionen Euro liegt, entspricht das einer Steigerung von rund 3 Prozent.

    „Insbesondere die Materialkosten erhöhen sich“, erklärt Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport. „Neben den erhöhten Materialkosten sind auch die Kosten für die Entsorgung des kommunalen Anteils der Gelben TonnePLUS und der Blauen Tonne gestiegen. Im Gegenzug sinken dafür die Entsorgungskosten beim Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen um 6,67 Euro pro Tonne im Vergleich zu den Vorjahren 2019/2020.“

    Wobei die Blaue Tonne vor allem deshalb teurer wird, weil die Abnahmepreise zum Beispiel für Altpapier in den Keller gerauscht sind. Mit Papier kann man nicht mehr alles gegenfinanzieren.

    Die Übersicht:

    Unter Berücksichtigung der prognostizierten Kosten, der aktuellen Durchschnittsgewichte, der prognostizierten Behälter- und Leerungszahlen sowie einer verursachergerechteren Umlage der Kosten sinken die Leerungsgebühren bei den 240-Liter-Restabfalltonnen um 0,14 Euro und bei den 1.100-Liter-Behältern um 1,65 Euro pro Leerung. Bei Restabfalltonnen mit 60 Litern steigt die Leerungsgebühr um 0,02 Euro, bei 80 Litern um 0,40 Euro und bei 120 Litern um 0,15 Euro.

    Entwicklung der Leerungsgebühr. Grafik: Stadt Leipzig
    Entwicklung der Leerungsgebühr. Grafik: Stadt Leipzig

    Die monatliche Verwertungsgebühr bei regulärer 14-täglicher Entsorgung steigt für die einzelnen Behälterarten um 0,46 Euro bis 6,49 Euro. Sie ist bei wöchentlicher Leerung doppelt so hoch. Die Biotonnenfestgebühr sinkt zwischen 0,12 Euro und 0,47 Euro pro Monat, wenn sie regulär alle 14 Tage zur Leerung bereitgestellt wird. Erfolgt eine Umstellung auf wöchentliche Entsorgung, verdoppelt sich die monatliche Festgebühr.

    Da die Grundkosten für den Eigenbetrieb Stadtreinigung (auch die Personalkosten) gestiegen sind, erhöhen sich vor allem diese Verwertungsgebühren für alle Tonnenarten – im Schnitt um 14 Prozent. Die Verwertungsgebühr zahlen alle Grundstückseigentümer pro bereitgestellte Tonne monatlich. Es ist also eine Art Grundgebühr.

    Entwicklung der Verwerungsgebühr. Grafik: Stadt Leipzig
    Entwicklung der Verwertungsgebühr. Grafik: Stadt Leipzig

    Die aktuellen Durchschnittsgewichte der befüllten Tonnen werden vom Eigenbetrieb Stadtreinigung jährlich in Stichproben gemessen, zu denen die ausgewählten Abfallbehälter in den Betriebshof gefahren und dort gewogen werden. Wenn sich die Durchschnittsgewichte der einzelnen Tonnengrößen verändern, verändert sich bei der neuen Kalkulation die festgesetzte Leerungsgebühr für die nächsten zwei Jahre. Waren es früher die großen Tonnen, in denen der Abfall so stark gepresst war, dass sie überdurchschnittlich schwer waren, sind es jetzt eher die kleinen Tonnen, die ein größeres Durchschnittsgewicht aufweisen.

    Und das bei dem Fleiß der Leipziger beim Trennen, könnte man sagen. Und im sächsischen Vergleich scheinen die Leipziger auch recht vorbildlich beim Mülltrennen zu sein, bestätigte Elke Franz am Montag. Aber trotzdem reicht es noch nicht. Deswegen soll es jetzt – mit anderen sächsischen Abfallunternehmen gemeinsam – eine große Kampagne geben. Dazu gleich mehr an dieser Stelle.

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