30 Millionen Euro Gewinn und ein Investitionsplan von einer Milliarde Euro bis 2030

Bilanz der Leipziger Wasserwerke 2017

Für alle Leser Am 28. Juni wurde – mit der Bilanz der Leipziger Stadtholding LVV – auch die Bilanz der Wasserwerke Leipzig vorgestellt. Die hatten einmal mehr ein handfestes Ergebnis von 30 Millionen Euro vorgelegt. Und das, obwohl die Trinkwasserpreise stabil blieben. Die steigende Einwohnerzahl macht sich auch positiv bei den Leipziger Wasserwerken bemerkbar.

Die Zahl der versorgten Einwohner ist um 11.500 auf 688.600 erneut angestiegen. Die abgesetzte Trinkwassermenge erhöhte sich um etwa eine halbe Million Kubikmeter auf nunmehr 31,2 Millionen Kubikmeter. Was auch mit einem leicht steigenden Pro-Kopf-Verbrauch zu tun hat, worüber Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL), besonders froh ist.

Denn selbst beim Trinkwasser machte sich jahrelang bemerkbar, dass die Leipziger im Schnitt miserabel wenig verdienten. Also haben sie auch beim Wasser gespart und seltener geduscht oder gebadet. Zeitweilig lag der Pro-Kopf-Verbrauch nur bei 85 Liter pro Tag.

Mittlerweile ist er auf etwas über 92 Liter angestiegen. Auch das hilft im operativen Geschäft der Wasserwerke: „Im operativen Geschäft haben die Wasserwerke ihre Qualität und Stabilität zuverlässig unter Beweis gestellt. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit verbesserte sich auf 30,1 Millionen Euro. Das des Vorjahres war durch einmalige Sondereffekte belastet gewesen“, meldet die LVV.

Im Vorjahr waren unterm Strich nur 24 Millionen Euro übrig geblieben. Wobei das „nur“ eine Übertreibung ist. Denn seit der Geschäftsführer nicht mehr da ist, wegen dem der große Prozess mit der Schweizer UBS in London stattfand, haben sich die Gewinne der Wasserwerke deutlich über 20 Millionen Euro stabilisiert, was die LVV mit dem Ergebnis der Stadtwerke zusammen problemlos in die Lage versetzt, die Querfinanzierung der LVB mit 45 Millionen Euro jedes Jahr zu sichern.

Gezittert hat man eigentlich nur immer wegen des Prozessausgangs in London wegen der von Klaus Heininger 2006 und 2007 mit der UBS ausgehandelten CDO/CDS-Transaktionen, die die Wasserwerke am Ende bis zu 500 Millionen Euro hätten kosten können, wenn die Richter gegen Leipzig entschieden hätten.

Aber der Urteilsspruch von 2014 blieb auch in den Folgeinstanzen bestehen. Im April 2018 war endgültig klar, dass Leipzig den Prozess gewonnen hat.

Offen ist nur noch die Frage: Bekommen die Wasserwerke die verauslagten Gerichtskosten vom Prozessgegner voll erstattet? Das wird auch im Geschäftsbericht zumindest zurückhaltend kommentiert. Immerhin sind bis 2017 über 16 Millionen Euro an Prozesskosten für die Wasserwerke aufgelaufen. Die sind ja in den Vorjahren immer aus dem jährlichen Geschäftsergebnis abgezweigt worden. Wenn die UBS sich nicht bereit zeigt, die volle Summe anzuerkennen, kann es durchaus noch zu einer weiteren Verhandlung zur Klärung des Betrages kommen.

Und wiederaufgenommen wird jetzt auch der zwischenzeitlich auf Eis gelegte Prozess mit der LBBW, mit der die Wasserwerke aus demselben Grund im Streit lagen wie es mit der UBS der Fall war. Nur hatten die sächsischen Richter im Fall LBBW gegen die Wasserwerke entschieden, gestanden aber zu, dass der Fall direkt vom Londoner Prozessausgang abhängt, denn so gründlich wie die Londoner Richter haben sich die sächsischen Gerichte noch nie mit den seltsamen Finanzkonstrukten beschäftigt, die dem UBS-Deal zugrunde lagen. Man richtet sich also im Fall LBBW nach dem Londoner Urteil und will ihn jetzt auch gerichtlich entsprechend zu Ende bringen.

Damit das Londoner Verfahren nicht gefährdet wird, hatte der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land (ZV WAll), der rund ein Viertel an den Wasserwerken besitzt, in den letzten Jahren übrigens auf Gewinnausschüttungen verzichtet. Die bekommt der ZV Wall jetzt aus dem Gewinn von 2017 natürlich ausbezahlt, erklärte Michael Theis, Vorstandssprecher der LVV, am 28. Juni. Immerhin handelt es sich um nennenswerte 10 Millionen Euro.

Und dann merkt man natürlich beim Blick in den Geschäftsbericht, dass es auch den Wasserwerken ganz ähnlich geht wie den Stadtwerken, den LVB oder der Stadt Leipzig selbst: Es fällt auch ihnen immer schwerer, ihre geplanten Investitionen auch alle umzusetzen.

„Mehr als 350 Bauprojekte setzten die Wasserwerke 2017 um. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen rund 54,4 Millionen Euro (Vorjahr: 52,3 Millionen Euro). Allein 50,8 Millionen Euro wurden für die Erneuerung der Netze und -anlagen verwendet“, hatte die Konzernmutter LVV gemeldet.

„Neben den mit Stadt und Verkehrsbetrieben koordinierten Großprojekten waren die Arbeiten am Stauraumkanal in der Richard-Lehmann-Straße/B2, die Renovierung des zweiten südlichen Hauptsammlers Clara-Zetkin-Park, die Reparatur der Ostringleitung im Bereich AST Holzhausen und die Fortsetzung des Investitionsprogramms zur Ertüchtigung der Brunnenfassungen an den Wasserwerken Canitz und Thallwitz Meilensteine bei der Modernisierung der Infrastruktur.“

Geplant hatte man aber mit Investitionen in Höhe von 70,6 Millionen Euro. Denn auch bei den Wasserwerken steht ein gewaltiges Investitionsprogramm an, das bis 2030 umgesetzt werden soll – immer mit dem Hintergrund, dass die Stadt Leipzig bis dahin auf 700.000 Einwohner anwächst. 960 Millionen Euro wollen die KWL deshalb bis 2030 verbauen. Dazu gehören auch das ambitionierte Sanierungsprogramm für die Abwasserkanäle und die Investitionsoffensive für das Trinkwassernetz.

Und ein ganz besonderes Projekt steckt ja mitten in den Vorbereitungen: „Zur Absicherung langfristiger Ver- und Entsorgungssicherheit unter Berücksichtigung aktueller Bevölkerungsprognosen kommen tragfähigen Zukunftskonzepten eine immer größere Bedeutung zu. Mit der Umsetzung des unternehmensweiten Zukunftskonzeptes zur strategischen Ausrichtung der Trinkwasserproduktion und -verteilung und den laufenden Planungen für die Kapazitätserweiterung im Klärwerk Rosental haben die Wasserwerke zwei wesentliche Großprojekte weiter vorangebracht.“

Weiter vorangebracht bedeutet im Fall des Klärwerks vor allem: Umweltverträglichkeitsprüfungen. Denn das Klärwerk liegt ja nicht nur mitten in einem sensiblen Naturschutzgebiet, es beeinflusst auch die ganze Wasserqualität und den Wasserhaushalt von Weißer Elster und/oder Neuer Luppe. Bis nach Sachsen-Anhalt hinein, sagt Ulrich Meyer.

Und man kann jetzt schon davon ausgehen, dass auch alle Entscheidungen zur Renaturierung der Nordwestaue eine Rolle spielen werden. Die Stadt Leipzig tanzt zwar noch lauter Eiertänzchen um das Projekt „Lebendige Luppe“. Aber selbst die Landesbehörden sind mittlerweile sehr nachdenklich geworden über diesen überhaupt nicht zielführenden Eingriff in die Burgaue, ohne dass die Fließverhältnisse in der gesamten Nordwestaue überhaupt geklärt sind.

Es kann also noch dauern.

Baubeginn für den ersten Bauabschnitt „Biologie“ im Klärwerk Rosental soll 2020 sein. Die anderen Baustufen werden dann – so Ulrich Meyer – vor allem im Zeitraum 2023 bis 2028 stattfinden. Insgesamt wird der Ausbau des Klärwerks rund 90 Millionen Euro kosten.

Und noch ein Punkt im Geschäftsbericht macht nachdenklich, denn die Wasserwerke hatten eigentlich mit einer stärkeren Steigerung des Umsatzes gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr war dieser Umsatz von 145,1 auf 150,9 Millionen Euro gewachsen. Geplant hatte man mit 152,5 Millionen. Und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an LVV und ZV Wall sollte nicht nur bei 30 Millionen Euro liegen, sondern bei 43 Millionen.

Wahrscheinlich ist es wirklich realistischer, mit 30 Millionen Euro zu rechnen und Geduld zu haben mit einer Stadt, in der zwar die Bevölkerung wächst, aber das Einkommensniveau der meisten Bewohner den Betrieb eines Swimmingpools nicht darstellbar macht.

Leipziger Gruppe schafft für 2017 wieder ein positives Ergebnis über 30 Millionen Euro

UBSKommunale Wasserwerke LeipzigKlärwerk
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das Haus an der Lortzingstraße soll jetzt endgültig zu einem modernen Naturkundemuseum werden
Das Naturkundemuseum - hier vom Goerdelerring aus gesehen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einem Monat ist klar: Ein Naturkundemuseum in Halle 7 der Spinnerei wird es nicht geben. Die 37 Millionen Euro, die dieser Umbau kosten würde, kann sich Leipzig einfach nicht leisten. Das ist der Zeitpunkt, an dem eigentlich nach jahrelanger Herumeierei das getan werden könnte, was seit zehn Jahren auf der Tagesordnung steht: Das zentral gelegene Haus einfach zu modernisieren und zu erweitern.
Sachsen schafft im ersten Halbjahr 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum
Wichtig ist, was am Ende in der Börse ist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo prallen Meldungen aufeinander. „Eine klare Meinung haben die Mittelständler auch zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Demnach rechnen 67 Prozent noch im laufenden Jahr mit einer wirtschaftlichen Abkühlung“, meint die creditshelf Aktiengesellschaft aus Frankfurt am Montag, 24. September. Und gleichzeitig meldet das Sächsische Landesamt für Statistik eine unerwartet hohe Wachstumsrate für Sachsen. Was ist da los?
Tanja Székessys Reise in die unausgesprochene Welt der guten und der nicht so schönen Gefühle
Tanja Székessy: Wie du bist,wenn du so bist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Buch fast ohne Worte. Und gerade deshalb erzählt es etwas, was für gewöhnlich nicht erzählt wird. Auch, weil es viele gar nicht wahrnehmen. Dabei funktioniert der größte Teil unserer Kommunikation über Gesten und Haltungen. Das lernen schon Kinder. Wenn auch nicht bewusst. Es ist ein Aufmerksamkeitsbuch.
Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 1:1 – Eine deutliche Steigerung nach der Pause
Die Spieler von RB Leipzig nach dem 1:1 in Frankfurt. Foto: GEPA Pictures

Foto: GEPA Pictures

Für alle LeserSchlechter als gegen Salzburg hätte RB Leipzig kaum spielen können, doch zumindest in der ersten Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt sah es nicht viel besser aus. Passend dazu gingen die Rasenballer mit einem Rückstand in die Pause. Anschließend zeigten die Rot-Weißen aber zumindest eine kämpferische Leistung und verdienten sich das Unentschieden. Forsberg traf per Handelfmeter zum Ausgleich.
Leipzigs Baudezernat hat nicht vor, Gated Communities entstehen zu lassen
In Möckern entstehen auf einstigem Kasernengelände neue Wohneinheiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUte Elisabeth Gabelmann, die Stadträtin der Piraten, trieb vor der letzten Ratsversammlung am 19. September eine nicht ganz unwichtige Frage um. Wenn sich jetzt einige Leipziger Ortsteile zusehend entmischen, Besserbetuchte also immer öfter unter sich bleiben – ist da der Weg nicht weit, dass in Leipzig auch wie andernorts abgeschlossene Wohnquartiere, sogenannte „Gated Communities“ entstehen?
LWB plant keine ausgelagerte soziokulturelle Nutzung im einstigen Schösserhaus
Das Schösserhaus am Kantatenweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas wird nun eigentlich aus dem alten Gutsgelände in Kleinzschocher? Was wird aus dem letzten erhaltenen Originalgebäude aus dem einstigen Schloss-Ensemble? Das wollten einige Aktivisten aus Kleinzschocher in der Ratsversammlung am 22. August schon wissen. Doch nicht nur sie waren mit den lapidaren Antworten der Stadtverwaltung nicht zufrieden. Auch acht Mitglieder aus drei Stadtratsfraktionen wurden durch die Antworten erst recht zum Fragen animiert.
Sachsen braucht eine Strategie für eine richtige Kreislaufwirtschaft
Ein bisschen Plastik-Müll. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLegionen von Anfragen haben die Landtagsfraktionen schon gestellt zu den Wegen des Mülls in Sachsen, unregulärem Deponiebetrieb und brennenden Abfallbehandlungsanlagen. Eigentlich hätte Deutschland längst funktionierende Kreislaufsysteme haben müssen, die einen Müllim- und -export erst gar nicht notwendig machen. Aber das ist noch lange nicht so. Die Grünen wollen jetzt, dass Sachsen endlich alles selbst recycelt, was an Abfall anfällt.
Ein Europa-Manifest, das unbedingt Beachtung finden sollte
Ein bisschen Wind für die Europa-Flagge. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNach einem Jahr Pause kann man die Serie „Warum ein Europa-Projekt auch eine Vision für alle braucht“ durchaus wieder aufgreifen. Vermisst hat sie eh niemand. Kein Schwein interessiert sich mehr für die EU. Was Gründe hat. Und was viel mit dem heutigen Zustand unserer Demokratie zu tun hat. Und was der Politikwissenschaftler Yascha Mounk im Interview mit „Le Figaro“ auf die Formel bringt: „Wir leben in einem System, in dem viele das Gefühl haben, dass ihre Stimme nicht mehr zählt.“ Der rasende Populismus hat eine Wurzel.
„Detmold an einem Tag“ – Im braven Residenzstädtchen Detmold über Hermann nachdenken und ein paar rebellischen Dichtern begegnen
Steffi Böttger: Detmold an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan läuft zwar auch in anderen Teilen Deutschlands über richtig historischen Grund – in Mitteldeutschland zum Beispiel. Dazu muss man nicht ins kleine Land Lippe fahren. Kann man aber. Etwa wenn man nahebei den Teutoburger Wald, die Externsteine und das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg sehen will. Und natürlich das Städtchen Detmold, dessen Name älter ist als die Stadt.
SC DHfK Leipzig vs. Wetzlar 21:25 – Zweiter Sieg dringend gesucht
Eine vergeigte Schlussviertelstunde kostete den DHfK-Handballern ihren zweiten Heimsieg. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer zweite Saisonsieg wollte den Handballern des SC DHfK auch am sechsten Bundesliga-Spieltag nicht gelingen. Gegen die HSG Wetzlar reichte am Sonntag vor 3.500 Zuschauern eine 13:12-Halbzeitführung nicht aus. Eine Torflaute - vor allem in der Schlussviertelstunde - brachte die Leipziger auf die Verliererstraße. "Acht Tore in der zweiten Halbzeit sind für ein Bundesligaspiel natürlich zu wenig", war auch Co-Trainer André Haber klar.
Leipzig plant Untersuchungen zur Sozialen Erhaltungssatzung für vier Stadtgebiete
Relevanz für eine Soziale Erhaltungssatzung. Karte: Stadt Leipzig

Karte: Stadt Leipzig

Für alle LeserWenn Städte so wie Leipzig wachsen, werden sie natürlich auch zum Spekulationsobjekt. Denn wo die Nachfrage nach Wohnraum steigt, bekommen zumindest einige Investoren und Eigentümer Dollarzeichen in den Augen und versuchen, ihre Renditen drastisch zu erhöhen. Was Leipzigs Verwaltung jetzt dazu bringt, für vier Stadträume die Einführung einer sozialen Erhaltungssatzung zu prüfen. Das soll die Auswüchse zumindest dämpfen.
Schon 2025 soll jeder zweite Porsche-Neuwagen elektrisch fahren
Porsche Mission E Cross Turismo, 2018. Foto: Porsche AG

Foto: Porsche AG

Für alle LeserDer „Diesel“-Streit geht weiter. Die Bundesregierung hat sich nach gefühlten 100 Jahren endlich dazu durchgerungen, die Hersteller zur Nachrüstung älterer Diesel zu verpflichten – die prompt behaupten, das sei ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ein Autobauer erklärt für sich jetzt schon mal das Ende des Diesel-Zeitalters: Porsche. Die Zukunft gehöre den Hybrid- und Elektro-Fahrzeugen.
CDU fordert Hilfe vom Bund, Grüne mahnen einen Umbau der wetteranfälligen sächsischen Landwirtschaft an
Abgeerntetes Feld bei Wiederau. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm Freitag, 21. September, hat der Landwirtschaftsausschuss des Sächsischen Landtages auf Antrag der Koalitionsfraktionen CDU und SPD Experten zu den Dürrefolgen in Sachsen angehört. Und wie das so ist, wenn ein Land noch immer keinen Strukturplan zur nachhaltigen Stabilisierung der wertvollen landwirtschaftlichen Flächen hat, gehen die Einschätzungen zu dieser Sitzung diametral auseinander.
Heiko Scholz und Rüdiger Hoppe beurlaubt – Joppe und Krug Interimstrainer
Beim 1. FC Lok ist der Trainerstuhl frei geworden. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle Leser Nach fünf Jahren sucht der 1. FC Lok wieder einen neuen Trainer. Am Sonntagvormittag verkündete der Verein die Beurlaubung von Heiko Scholz und Rüdiger Hoppe. Nach acht Punkten aus neun Spielen und fünf Spielen in Folge ohne Sieg, handelte der Verein. Björn Joppe - eigentlich Nachwuchschef - und Kapitän Markus Krug werden die Mannschaft bis auf Weiteres betreuen.
Seit 2015 wurden deutlich mehr Kinder und Jugendliche Opfer rechter Gewalt
Monika Lazar ist 1967 in Leipzig geboren und gelernte Bäckerin & Betriebswirtin. Seit 2004 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Foto: B90/Die Grünen

Foto: B90/Die Grünen

Für alle LeserWenn die Erwachsenen durchdrehen, macht das auch vor Kindern nicht Halt. Die öffentliche aggressive Stimmung schwappt auch auf Schulhöfe über oder tobt sich gar mit Gewalt an Kindern aus. Eine Bundestagsanfrage von Monika Lazar (Grüne) macht das jetzt recht deutlich. Denn 41 Kinder unter 13 Jahren und 168 Jugendliche zwischen 14 und 18 wurden 2017 Opfer rechter Gewalt.