KoLa hat die ersten Gemüsekisten in 18 Filialen des Konsum Leipzig ausgeliefert

Für alle LeserEs passt schon sehr gut in die zum Teil noch geltenden Einschränkungen zur Coronakrise, dass am Freitag, 8. Mai, ein Projekt mit der Umsetzung begann, in dem ein Stück unserer Versorgungszukunft sichtbar wurde. Denn die weltzerstörende globalisierte Landwirtschaft, die heute alle Märkte dominiert, können wir uns so nicht mehr leisten, wenn wir überleben wollen. Regionale Produktion wird zwingend wieder die Hauptrolle spielen müssen. Und für KoLa und Konsum begann am Freitag die erste Kooperationsstufe.

Denn in dieser Woche wurden die ersten Kisten von der Kooperativen Landwirtschaft (KoLa Leipzig) an 18 Filialen des Konsum Leipzig ausgeliefert. Den Fototermin gab es vor dem Konsum im Westwerk in der Karl-Heine-Straße. Zum Start der Ernte sind die Kisten mit Salaten, Radieschen, Spinat, Kartoffeln, Roter Bete, Zwiebeln und Rhabarber gepackt.

Mitglieder der KoLa Leipzig können sich ihre Ernteanteile in einen Konsum-Markt ihrer Wahl liefern lassen und dort abholen, so ist das Abkommen zwischen der jungen Kooperative und Konsum Leipzig. Die beiden lokalen Genossenschaften Konsum Leipzig und KoLa Leipzig hatten Ende vergangenen Jahres einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Als Unternehmen von hier ist der Konsum Leipzig Teil der Region und unterstützt als starker Partner gern lokale Initiativen“, erklärt Michael Faupel, Vorstand des Konsum Leipzig, zu diesem Projekt. „Frisch vom Acker werden die Lebensmittel direkt an die Verteilstationen in unseren Märkten geliefert, wo sie von den Mitgliedern der KoLa Leipzig abgeholt werden. So können wir helfen, den Transportaufwand zu minimieren.“

Jan-Felix Thon, Gärtnermeister und Vorstand der KoLa Leipzig eG, freut sich über den Start der Kooperation: „Nach vielen Wochen und Monaten der Planung, Organisation und Feldarbeit geht es nun endlich los, wir können unseren Mitgliedern die ersten Ernteanteile ausliefern.“

Für die Zukunft haben die Gärtner ehrgeizige Pläne. Ein Umzug auf ein größeres Feld in Taucha steht an, wo ein genossenschaftlicher Betrieb mit Richthalle, Gewächshaus, Hof und natürlich viel Platz für den Anbau von Gemüse und Obst entstehen soll. Für bis zu 1.500 Haushalte will KoLa rund um das Jahr ökologische Lebensmittel liefern. Die jungen Landwirte setzen dabei komplett auf biologischen Anbau. Mittlerweile sind über 550 Menschen Mitglieder der KoLa, wovon über 80 Prozent auch Gemüse beziehen.

Das Prinzip von KoLa ist simpel: Alle Mitglieder der Genossenschaft finanzieren und besitzen gemeinsam den entstehenden Hof. Sie zahlen pro Monat je nach gewähltem Ernteanteil einen Beitrag und erhalten im Gegenzug nachhaltig und regional erzeugtes Obst und Gemüse. Zu wissen, wie die Lebensmittel erzeugt werden, die sie täglich auf dem Teller haben – das wird für viele Menschen immer wichtiger. Gesund, biologisch und saisonal liefert KoLa vom Feld direkt in die Konsum-Filialen. So landet das Obst und Gemüse frisch und lecker auf dem Tisch.

In diesen Filialen des Konsum Leipzig gibt es eine KoLa-Verteilstation: Nordstraße 41, Prager Straße 12a, Goyastraße 2, Arthur-Hoffmann-Straße 175, Hauptmannstraße 6, Jahnallee 10–12, Universitätsstraße 16, Demmeringstraße 9, Ellernweg 1a, Lützner Straße 162, Karl-Heine-Straße 87, Könneritzstraße 50, Bornaische Straße 55, Rosa-Luxemburg-Straße 35, Zittauer Straße 20, Rathausstraße 33–35, Dufourstraße 25, Coppistraße 44.

Konsum Leipzig macht 20 Leipziger Verkaufsstellen zu Verteilstationen für KoLA-Gemüse

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Kooperative Landwirtschaft
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CAROLAS GARTEN mit Insektenmodellen. Foto: Tom Schulze © Panometer

Foto: Tom Schulze © Panometer

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