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Leipziger Gruppe schafft trotz erhöhter Zahlungen an die LVB auch 2019 ein positives Konzernergebnis

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    In normalen Jahren gab es immer im Mai eine große Pressekonferenz mit Oberbürgermeister und allen Managern der Leipziger Kommunalbetriebe, auf der stolz die Konzernergebnisse des Vorjahres bekannt gegeben wurden. Die fiel nun wegen Corona natürlich aus. Und die Zahlen wirken wie aus der Zeit gefallen, erzählen von einem regelrecht normalen Jahr, in dem sich der Leipziger Kommunalkonzern weiter stabilisierte und es auch schaffte, mehr Geld für die LVB zu erwirtschaften.

    In der Bilanz der Leipziger Gruppe für 2019 liegen sowohl Umsatz als auch EBITDA auf dem Vorjahresniveau, „während die Investitionen in Leipzigs Lebensadern erneut deutlich erhöht wurden“, meldet die Muttergesellschaft LVV.

    „Den Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag – eine wesentliche Aufgabe des Gesellschafters an die Leipziger Gruppe – hat der Unternehmensverbund im zurückliegenden Jahr einmal mehr aus eigener Kraft erfüllt“, sagt Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der LVV.

    „Die Stadtratsentscheidung zum Tarifmoratorium der LVB sowie zur Erhöhung des LVV-Anteils auf 54 Millionen Euro im Jahr 2019 wurden ebenso umgesetzt. Wie jedoch die Zahlen für das Corona-Jahr 2020 aussehen, ist offen. Welche Verwerfungen es in der Bilanz und damit eventuell auch im städtischen Haushalt geben wird, kann noch niemand seriös sagen.“

    Die Investitionen der Leipziger Gruppe

    Und die Leipziger Gruppe investiere auch künftig eine Menge Geld in wichtige Infrastrukturen, so Jung weiter. „Mit umweltfreundlicher Fernwärme, Bussen und Bahnen, den Ausbau erneuerbarer Energien, E-Mobilität, Trinkwasserschutz durch Ökolandbau sowie Kooperationen mit dem Referat Digitale Stadt und dem SpinLab gibt sie wichtige Impulse für Leipzigs Lebensqualität von heute und morgen. So wurde beispielsweise im Jahr 2019 Leipzigs Ausstieg aus der Braunkohleverstromung auf den Weg gebracht. Unsere Stadtwerke sind derzeit beim Bau ihres neuen Heizkraftwerks Leipzig-Süd gut im Plan.“

    Im zurückliegenden Jahr hat die Leipziger Gruppe 74 Millionen Euro mehr als im Jahr davor investiert, betont Michael M. Theis, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Gruppe. „Der Kraftakt für uns alle lohnt sich, denn er kommt der gesamten Stadt und dem Umland zugute“, so Theis. „Wir stellen so vor Ort Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit in Sachen Energie, Mobilität und Wasser sicher – und machen unsere Region noch lebens- und liebenswerter. Darin sehen wir unsere Verantwortung.“

    Michael M. Theis, Sprecher der Geschäftsführung der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV). Foto: Leipziger Gruppe
    Michael M. Theis, Sprecher der Geschäftsführung der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV). Foto: Leipziger Gruppe

    Die Stadtwerke gestalten die umweltfreundliche und sichere Energieversorgung vor allem mit ihrem Wärmemarktkonzept und Investitionen in Erzeugung, Netze und Anlagen. Größtes Investitionsprojekt wird ja das neue Gaskraftwerk an der Bornaischen Straße.

    Die Verkehrsbetriebe treiben die Erneuerung ihrer Bahnen, Busse und Infrastruktur voran und arbeiten an neuen digitalen Angeboten, um für noch mehr Menschen der Mobilitätsanbieter Nummer eins in der Region zu sein. Mit 116.937 Stammkunden konnten die Verkehrsbetriebe innerhalb von fünf Jahren ihre Kundenanzahl um 40 Prozent steigern, auch wenn erstmalig die Fahrtenhäufigkeit sank (152,2 Millionen). Aus LVB-Perspektive waren es vor allem große Baustellen und damit Linienreduzierungen, die den Rückgang der Zahl der Fahrgäste bedingten.

    Die Wasserwerke sichern die langfristige sichere Trinkwasserversorgung und umweltgerechte Abwasserbehandlung in der prosperierenden ostdeutschen Metropole. Die Sportbäder tragen mit neuen Bädern und Hallen zur höheren Lebensqualität in Leipzig bei.

    Im zurückliegenden Geschäftsjahr erhöhte die Leipziger Gruppe insgesamt mit 274,3 Millionen Euro ihre Investitionen in die gewachsene Stadt Leipzig nochmals stark (2018: 200,4 Mio. Euro).

    Die Ergebnisse für 2019

    Die gesamte Leipziger Gruppe habe im Jahr 2019 und in den Vorjahren gut gewirtschaftet, so Theis. Dies helfe aktuell, durch die schwierige Pandemie-Zeit zu kommen. „Mein Dank geht vor allem an unsere rund 4.800 Mitarbeiter“, sagt Theis. „Sie machen jeden Tag rund um die Uhr unsere Leistungen für die Menschen vor Ort erst möglich. Auch in den letzten Wochen und Monaten war trotz großer Herausforderungen die Versorgung mit Energie, Wasser und Mobilität sicher.“

    Über das Kerngeschäft Daseinsvorsorge hinaus engagiere sich die Gruppe auch weiter für Leipzig in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Bildung, so Theis. Dieses Engagement habe sogar noch zugenommen. „Profitierten im Jahr 2018 noch 220 Vereine, Projekte und Institutionen von unseren Sponsorings und Spenden, waren es im zurückliegenden Jahr bereits gut 270. Auch das ist ein Beitrag zur Leipziger Lebensqualität.“

    Der Konzernumsatz blieb mit 2.803,2 Millionen Euro ebenso stabil auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 2.790,6 Mio. Euro) wie das EBITDA mit 213,8 Millionen Euro (2018: 216,9 Mio. Euro). Der EBITDA-Wert beschreibt den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens sich ergebenden Gewinn ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen.

    „Unsere Unternehmen haben erneut eine gute Leistung erbracht“, bilanzierte Volkmar Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Leipziger Gruppe. „Die Stadtwerke haben ihr Ergebnis vor Ergebnisabführung binnen Jahresfrist von 59,3 Millionen Euro auf 67,4 Millionen Euro erhöht. Die Verkehrsbetriebe bewegen sich beim Fahrgastaufkommen (153 Millionen) in etwa auf Vorjahresniveau (156 Millionen), erreichten mit mehr als 110.000 Vertragskunden einen neuen Rekord und steigerten die Umsatzerlöse im gleichen Zeitraum von 141 Millionen Euro auf 147,8 Millionen Euro“, so Müller.

    „Und die Wasserwerke haben ihre Erlöse binnen zwölf Monaten ebenfalls erhöht – von 156,2 Millionen Euro auf 159, Millionen Euro. Denn sowohl der Pro-Kopf-Gebrauch (von 94,6 l auf 96,1 l) als auch die Zahl der versorgten Einwohner (plus 5.400 auf 699.800) sind gestiegen.“

    Wobei diese Zahlen alle nicht vergleichbar sind. Erlöse sind ja kein Gewinn.

    Während die Stadtwerke einen Gewinn von 67,4 Millionen Euro vermeldeten, schafften die Leipziger Wasserwerke 33,9 Millionen Euro. Und trotz gesunkener Fahrgastzahlen kamen auch die Leipziger Verkehrsbetriebe auf ein leichtes Plus von 0,4 Millionen Euro.

    Das Gesamtergebnis der LVV sank gegenüber dem Vorjahr von 30,6 auf 22,8 Millionen Euro.

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