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Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Gewalttätige Krawalle von Rechten und Hooligans in Connewitz am 11. Januar: Zeugenaufruf des OAZ

Abseits der Versammlungslage des Bündnisses Legida kam es am Montag, dem 11.01.2016 gegen 19:20 Uhr zu schweren Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitz. Dabei hatten sich mehr als 200 Vermummte zusammengeschlossen und liefen unter Mitführung eines Plakats mit der Aufschrift: "Leipzig bleibt helle" durch den Bereich. Die Täter zündeten Pyrotechnik, versuchten Barrikaden zu errichten und begingen insbesondere im Bereich der Wolfgang-Heinze-Straße zahlreiche Sachbeschädigungen an Gebäuden und Einzelhandelseinrichtungen.

Durch schnelles und zielgerichtetes Eingreifen von Polizeikräften war es möglich, 211 Personen in der Auerbachstraße festzusetzen und diese anschließend auch unter massiven Angriffen von Personen des linken Spektrums vor Ort zur Identitätsfeststellung in die Polizeidirektion Leipzig zu verbringen. In der weiteren Folge kam es zu Resonanzstraftaten linksautonomer Täter, die unter anderem in der Threnaer Straße mehrere Fahrzeuge beschädigten.

Von den in der Auerbachstraße festgestellten Tatverdächtigen war ein nicht unerheblicher Teil bereits polizeibekannt und als „rechtsmotiviert“ und/oder „Gewalttäter Sport“ aktenkundig. Auch aufgrund mitgeführter Fußballfanartikel konnten Tatverdächtige augenscheinlich der Hooliganszene zugeordnet werden.

Das zu den Ereignissen eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs wird durch die Staatsanwaltschaft Leipzig und das Operative Abwehrzentrum geführt. Derzeit erfolgt eine intensive Aufbereitung der Aktenlage, des derzeitigen Kenntnisstands zu den Ereignissen und eine entsprechende Umsetzung fortführender polizeilicher Ermittlungsarbeit. Eine statistische Aufschlüsselung der Täter nach Bundes- oder anderen Herkunftsländern ist derzeit noch nicht möglich. Angaben zu einzelnen Tatverdächtigen werden derzeit nicht gemacht. Neben umfangreicher Tatortarbeit erfolgten unverzüglich und erfolgen fortlaufend intensive Ermittlungen, die auf eine konsequente Strafverfolgung zielen.

Dazu wurden inzwischen auch mit geschädigten Eigentümern und Geschäftsinhabern Rücksprachen geführt. Derzeit ist eine genaue Bezifferung des entstandenen Sachschadens nicht möglich. Eine vorläufige Schätzung geht von Schäden im unteren sechsstelligen Bereich aus.

In dem Zusammenhang mit den Ereignissen sucht das OAZ nunmehr Zeugen, die zu der Anreise der späteren Täter (diese sollen Fahrzeuge u.a. im Bereich der Threnaer Straße in Connewitz abgestellt haben), mutmaßlichen Tatvorbereitungen, dem Tathergang und beteiligten Personen Hinweise geben können oder sonstige relevante Feststellungen getätigt haben. Dazu gehört u.a. auch das Auffinden von gegenständlichen Beweismitteln, wie Vermummungsgegenstände oder verwandte Tatmittel im näheren Tatortbereich sowie das Fertigen von Fotos oder Videos, die die Handlungen der Täter am Ort dokumentieren.

Es wird dringend gebeten, gefundene mögliche Beweismittel unter Angabe der näheren Umstände (Ort, Zeit und Name des Finders) unverzüglich der Polizei zu übergeben. Weiterhin von Interesse sind auch Feststellungen im Internet, die zu dem Tathergang Aufschluss geben können. Zudem bittet das OAZ all jene Geschädigten sich zu melden, die bisher noch nicht bei der Polizei bekannt sind oder aufgesucht werden konnten.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

ConnewitzMelderOAZPolizeiZeugenaufrufe
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Ein Leserbrief zur GSO 2016: „Einfach nur abstoßend“
The Wall of Shame steht. Was junge Menschen nicht wollen ... Foto: L-IZ.de

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Von Matthias K. (Name bek.): Einfach nur abstoßend. Hallo LIZ, in ganz Deutschland hängen die Fahnen auf Halbmast, der Eifelturm wird in Schwarz-Rot-Gold illuminiert, in Washington wird Trauer getragen – und die Leipziger Südstaatler tanzen auf Gräbern! Sie als Presse sollten sich davon distanzieren! Ein bissel Pietät, ein bissel Mitgefühl für die Opfer, ein bissel Anstand und Moral tät´ meiner Nachfolgegeneration ganz gut.
Gastmanns Kolumne: „Auch Deutsche unter den Opfern“
Foto: L-IZ.de

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Früher standen die Menschen einfach am Morgen auf, machten sich eine Tasse Kaffee, schickten den Ehepartner zur Arbeit oder die nächtliche Begleitung nach Hause und guckten ein bisschen aus dem Fenster. Dann brach die Zeit an, in der man - statt aus dem Fenster zu gucken - den Laptop hochfuhr und sich erst einmal informierte, was für Wetter da draußen ist.
Leipzigs Bevölkerungswachstum hat gerade mal die Delle der 1990er Jahre ausgeglichen
Über den Dächern von Leipzig. Foto: Ralf Julke

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Kaum ein Vergleich scheint zu kühn, wenn Leipziger Stadtpolitiker versuchen, das aktuelle Bevölkerungswachstum der Stadt einzuordnen. Der OBM verglich es schon mal mit dem Wachstum um 1900, als Leipzig binnen 14 Jahren von 456.156 auf 624.845 Einwohner wuchs. Dann kam ja bekanntlich der Krieg, der zehntausenden junger Leipziger das Leben kostete. Ist das der richtige Vergleich?
Von einer 100-prozentigen Aufklärungsquote kann auch das Operative Abwehrzentrum nur träumen
Leiter des OAZ: Polizeipräsident Bernd Merbitz. Foto: Alexander Böhm

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Manchmal könnte man ja bei einigen völlig exponierten politischen Diskussionen meinen, die Linken seien in Sachsen ein besonders rabiates Völkchen und würden die braven Bürger geradezu mit Gewalttaten terrorisieren. Aber sind sie wirklich die Staatsgefahr, die einschlägige Medien immer wieder an die Wand malen? Die Zahlen aus dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei sprechen eine etwas andere Sprache.
Wer hat eigentlich am 1. Juni die Bürgerwehr erfunden und was tat eigentlich die Polizei?
Offenbar ein unlösbares Problem im Netto in Arnsdorf: Die Debatte um eine Telefonkarte im Video. Screen Video

Screen Video

Nicht nur Journalisten tun sich schwer, immer wieder die komplizierten Zusammenhänge hinter einem Ereignis herauszuarbeiten. Abgeordneten im sächsischen Landtag und Ermittlern geht es genauso, wie der Fall im Netto-Markt von Arnsdorf zeigt, der am 1. Juni die Netzgemeinde in Aufregung versetzte. War da wieder so eine obskure Bürgerwehr unterwegs und hat zur Selbstjustiz gegriffen?
Kommunikationsüberwachungszentrum für Ostdeutschland wird vielleicht im September weiterdiskutiert
Immer mehr Rechte für Überwacher machen ein Land nicht sicherer. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Zu Recht haben immer mehr Bürger im Lande D. das Gefühl, dass immer größere Teile der Politik nicht nur in abgeschlossenen Hinterzimmern passieren und in „informellen Arbeitsgruppen“, sondern auch gegen sie selbst gerichtet sind. Gesetzliche Grenzen werden verwaschen und Instrumente geschaffen, mit denen nicht die Politik besser überwacht wird, sondern der Bürger, dieses hochgefährliche Wesen. Sogar die AfD ist besorgt.
Die GSO 2016: Freital, Heidenau, Clausnitz contra Social Center, Druck machen und Marco Böhme
Die GSO 2016 versammelt sich auf dem Augustusplatz. Foto: L-IZ.de

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Es gibt diese jungen Menschen, die es so richtig aufregt, was da in den letzten Monaten in Sachsen aufwallt. Und sie wollen so einfach nicht leben. Nun ist es sicher das Privileg der Jugend, ohne Kompromisse einzufordern und das Maximum zu verlangen. Doch Dinge ändern bedeutet auch, Altes abzulegen, es als gestrig abzulehnen und es im Zweifel zu bekämpfen. Rassismus ist so ein Thema. Soziale Ausgrenzung auch. Und Wegschauen ebenso. Über den Ansprachen schwebte zumindest teilweise die Frage aller Fragen: Wie wollen wir zusammenleben? Am besten hört man ihnen mal einfach zu.
Warum kommt Leipzig nicht von sich aus auf die Idee, nur noch fair gehandelte Bälle zu kaufen?
Fair gehandelte Bälle im Sport. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Leipzig nennt sich zwar gern Fairtrade-Town. Aber statt wirklich einmal ein paar für alle gültige Leitlinien einzuziehen in der Beschaffungspolitik der Stadtverwaltung, muss jedes einzelne Detail extra von den Stadtratsfraktionen beantragt werden. Man sieht sie regelrecht schwitzen und stöhnen bei dem Versuch, die Verwalter zum Handeln zu drängen. Obwohl das mit den fairen Bällen doch eigentlich längst geklärt war.
Leipzigs Meteorologen können wieder drei Jahre lang mit dem Flugzeug HALO auf Forschungsflüge gehen
Das moderne Höhen-Forschungsflugzeug HALO. Foto: Prof. Dr. Manfred Wendisch/LIM Universität Leipzig

Foto: Prof. Dr. Manfred Wendisch/LIM Universität Leipzig

Forschung in Leipzig hängt nicht nur davon ab, ob Forschungsgelder für hiesige Hochschulen genehmigt werden. Manchmal ist man beim Forschen auch einfach darauf angewiesen, dass man die teuren Geräte Anderer mitnutzen darf. Zum Beispiel ein teuer umgebautes Spezialflugzeug zur Erforschung der höheren Erdatmosphäre. So etwas brauchen zum Beispiel die Meteorologen der Universität Leipzig.
Sie sind in Panik verfallen und verbreiten selber welche!
Albrecht Pallas, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Foto: Götz Schleser

Die meisten Politiker hielten sich am Samstag, 23. Juli, bislang zurück, den Gewaltakt von München, bei dem neun Menschen getötet wurden, zu kommentieren. Aus gutem Grund: Man weiß noch nichts über die Motive des Täters. Und nicht mal die Münchner Polizei spricht von einem Terrorakt. Doch irgendwie müssen sich auch immer Politiker zu Wort melden, die gleich wieder „Terror!“ in die Welt rufen. So wie der SPD-Mann Albrecht Pallas aus Sachsen.
Endlich ein Stück Leipziger Politik auch in leichter Sprache
Was ist Demokratie? Leichte Sprache auf der Website der Grünen-Fraktion. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Sonnenblume, Froschgrün - ja, kennt man irgendwie. Sind die Grünen. Die hatten schon bisher eine der aktivsten Seiten unter den Leipziger Stadtratsfraktionen. Obwohl Aktivität ja allein noch kein Qualitätskriterium ist. Denn die ungelöste Frage aller Politik ist ja auch im Informationszeitalter immer noch: Wie informiert man die Nutzer so, dass sie wirklich etwas damit anfangen können? Und hoppla: Man stolpert über vier kaum auffallende Links.
Ampeln allein werden die Gefahrensituatiuon an der Kreuzung Virchowstraße/Viertelsweg nicht beheben
Warnsignet auf dem Asphalt der Virchowstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Da muss man schon mal selbst hingehen und schauen, wie das wirklich ist an der Kreuzung Virchowstraße/Baaderstraße. Oder sollte man besser sagen: Virchowstraße/Vietelsweg? Es überrascht schon, dass der Viertelsweg kaum erwähnt wird, seit nun in den letzten Tagen so intensiv über die Kreuzung in Gohlis-Nord diskutiert wird. Zwei Stadträte der Linken sind gleich hingefahren, um sich die Problemkreuzung vor Ort anzugucken.
14.000 Gutschein-Kunden betroffen: Licht und Schatten bei Unister
Noch immer beworben mit "40 Prozent Rabatt beim Marktführer" und es gibt weiter Gutscheine. Ab-In-Den-Urlaub.de am 22. Juli 2016. Screen von ab-in-den-urlaub.de

Screen von ab-in-den-urlaub.de

Was sich gestern bereits ahnen ließ, ist seit heute Gewissheit. 14.000 Kunden von Unister, welche bis zum 20. Juli 2016 mit Reisegutscheinen der mittlerweile insolventen Unister-Tochter „U-Deals GmbH“ von 50 bis 100 Euro dazu animiert wurden, bei Unister eine Reise zu buchen, werden wohl leer ausgehen und die Gutscheine nicht erhalten. Nimmt man mal salopp einen Durchschnitt von 75 Euro pro Gutschein-Kunde an, macht dies 1,05 Millionen Euro. Gutes hatte der Unister-Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther heute auch zu vermelden. Ab jetzt gäbe es erst einmal keine Probleme mehr mit Buchungen auf den Portalen von „Unister Travel“.
Nach Naziangriff in Connewitz: Was wissen die Ermittlungsbehörden bislang über den 11. Januar?
Kurz vor 23 Uhr am 11. Januar 2016: Die Polizei kann einen großen Teil der rechten Randalierer stellen, wie hier am zerstörten „Konig Heinz“. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Am 11. Januar griffen über 200 Neonazis und Hooligans über 20 Geschäfte im linksalternativen Stadtteil Leipzig-Connewitz an. Wie aus den Antworten von Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Valentin Lippmann hervorgeht, hat die Staatsanwaltschaft die ersten Ermittlungsverfahren mittlerweile abgeschlossen.
Interview mit Aktivisten vom Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“: „Die AfD ist die organisierte Form von Rassismus“
Flyer der Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“. Screenshot: L-IZ.de

Screenshot: L-IZ.de

Kurz nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen im März ist mit „Aufstehen gegen Rassismus“ eine bundesweite Kampagne an den Start gegangen, die es mit dem erstarkenden Rechtsradikalismus in Deutschland aufnehmen möchte. Am kommenden Wochenende findet in Leipzig ein Treffen lokaler und regionaler Aktivisten statt. Zwei von ihnen – Thorben vom Studentenverband „Die Linke.SDS“ und Stephan aus der Verdi-Jugend – sprechen im Interview mit L-IZ.de über die AfD und den Rassismus in Deutschland.