Tag: 2. Januar 2018

Böse Bildinterpretationen: Versteckt sich hier die Polizei etwa? Foto: L-IZ.de
Bildung·Medien

Kommentar „Silvester-Randale in Connewitz“ oder: Was man mit Bildern alles machen kann

Wer in den vergangenen 24 Stunden die überregionalen Gazetten anklickte oder am gestrigen Abend die Tagesschau sah, fand zur Jahresendfeier in Leipzig vor allem zwei Worte: Connewitz und Randale. Nicht in einer oder zwei Zeitungen – nein, überall. Dies könnte nun bedeuten, Leipzig hätte in diesem Jahr unter einer besonderen Beobachtung gestanden, also Spiegel, Bild, MoPo, Tagesschau, MDR usw. waren alle auf der Straße in Leipzig unterwegs. Natürlich waren sie das nicht, das Mediengeschäft funktioniert längst „aus der Ferne“.

Was immer das war - es glüht auch gegen 1 Uhr noch nach. Foto: L-IZ.de
Leben·Gesellschaft

Schwerverletzte und Diskussionen nach Polizeieinsatz am Connewitzer Kreuz

Die Angriffe auf Beamte und Wasserwerfer der Polizei am Connewitzer Kreuz haben es zu Neujahr bis in die Tagesschau geschafft. Weitgehend unbekannt ist bislang, dass eine junge Frau anschließend im Krankenhaus behandelt wurde. Sie sei hinterrücks von Polizisten überrannt worden, sagte sie der L-IZ im Gespräch. Zwei Landtagsabgeordnete der Linkspartei kritisieren derweil, dass wegen brennender Gegenstände auf dem Connewitzer Kreuz nicht die Feuerwehr, sondern zwei Wasserwerfer zum Einsatz kamen. Damit habe die Polizei zur Eskalation beigetragen.

Jana Steinhaus, Sprecherin gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung. Foto: Evelin_Frerk
Leben·Gesellschaft

Wenn Leipziger träumen: Jana Steinhaus „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“

Manchmal öffnet eine Dystopie den Menschen mehr die Augen als eine Utopie. Ich beschreibe ihnen daher meinen – nein: unser aller – Albtraum. Wir schreiben das Jahr 2045 und der religiöse Rollback hat Leipzig und die ganze Republik verändert. Das neue Leipziger Rathaus ist umringt von Gotteshäusern. Nachdem die Stadt eines ihrer Filet-Grundstücke für den Bau der neuen Propsteikirche an die Katholische Kirche verkauft hatte, forderten auch andere Religionsgemeinschaften einen solchen prominenten Platz im Stadtzentrum ein.

Schriftzug Landgericht.
Leben·Fälle & Unfälle

„Messer-Kevin“ muss nicht ins Gefängnis

Freispruch für Kevin D.: Der in antifaschistischen Kreisen als „Messer-Kevin“ titulierte Legida-Sympathisant trägt diesen Spitznamen laut einem Urteil des Landgerichts Leipzig zu Unrecht. Es sei nicht zweifelsfrei erwiesen, dass er im Leipziger Hauptbahnhof andere Personen mit einem Messer bedroht hat. Wegen eines Pfefferspray-Angriffs auf Gegendemonstranten wurde er dennoch zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Amtsgericht hatte ihn zuvor im April 2017 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Dagegen legte D. Berufung ein.

Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen im ZVNL-Netz. Karte: ZVNL
Wirtschaft·Mobilität

Elektrifizierungen und neue Haltepunkte stehen auf der Wunschliste des ZVNL, ein zweiter City-Tunnel noch nicht

Im „Nahverkehrsplan 2017“, den der ZVNL jetzt dem Leipziger Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt hat, taucht auch der gern zitierte Ost-West-Tunnel wieder auf, von dem immer geredet wird. Aber es gibt dafür noch nicht einmal Strukturskizzen, geschweige denn, dass jemand weiß, was für Züge da eigentlich durchfahren sollen. Einige andere Investitionsaufgaben, die der ZVNL anmahnt, sind wesentlich realistischer – und dringender.

Foto: Joachim Berger
Veranstaltungen·Bühne

„Einsame Menschen“ kehrt für sechs Termine in die Cammerspiele zurück

Danilo Riedls Inszenierung „Einsame Menschen“ (nach Gerhart Hauptmann) kehrt im Januar für sechs Termine in die Cammerspiele (Kochstr. 132, 04277 Leipzig) zurück: Do, 04. bis Sa, 06. & Di, 09. bis Do und 11.01., jeweils 20 Uhr. Die Inszenierung zeigt fernab einer naturalistischen Spielweise ein gestörtes Familienleben. Die moralischen Abgründe werden stetig tiefer und die entstandene Dynamik ist längst nicht mehr aufzuhalten. Rette sich wer kann und will!

Das Zielnetz 2018+. Karte: ZVNL
Wirtschaft·Mobilität

ZVNL prüft bessere Anbindungen für Markranstädt, Eilenburg und Grimma

Es heißt zwar „Zielnetz 2018+“, was der ZVNL als nächste Handlungsoptionen in seinen „Nahverkehrsplan 2017“ beschreibt. Aber der Umsetzungshorizont ist eher das Jahr 2025. Und auch dann wird nicht alles erreicht sein, was dieses Netz könnte, wenn wirklich auch einige Minister und Bahnvorstände mitziehen würden. Was man auch an Haltepunkten spürt, die einfach nicht richtig funktionieren, weil das Angebot nicht stimmt.

S-Bahn in Markkleeberg-Nord. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Der ZVNL bekommt einen Nahverkehrsplan, der die S-Bahn-Weichen bis 2025 stellt

Manche Diskussion in Sachsen läuft schief, kommt zu spät, verfehlt das Thema. Dabei erzwingen die Veränderungen im Land auch bei Themen, die immer noch nicht bewältigt sind, Entscheidungen, die selbst wieder Weichenstellungen sind. Das betrifft auch das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz. Am 28. November hat die Verbandsversammlung des ZVNL so eine Weiche gestellt. Denn die Region Leipzig braucht noch vielmehr S-Bahn als heute.

Die toten Hunde im Garten Don Leones. Grafik: L-IZ
Bildung·Medien

Die toten Hunde im Garten Don Leones

LeserclubWir alle sehen immer nur die Oberfläche der Dinge. Das, was wir sehen dürfen. Vielleicht auch das, was wir uns zu sehen trauen. In dieser Geschichte bin ich zwar – aus der Perspektive von Kollege S. – ein naiver junger Mann, der nicht merkt, wann ihn die gewiefteren unter den in grauen Flanell gekleideten Gentleman regelrecht verarschten. Aber meine Naivität war eine andere.

Melder vom 2.1.2018

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Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen
Wortmelder

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Insolvenzantrag der Waggonbau Niesky GmbH als Chance zum Neustart nutzen“

„Die Nachricht von der Insolvenz dieses traditionsreichen Unternehmens bedauere ich außerordentlich, insbesondere da unseres Wissens die Auftragsbücher gut gefüllt waren. Wir stehen in Kontakt mit dem Unternehmen, um Möglichkeiten für eine Unterstützung des Freistaates auszuloten. Mehr als 300 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel – in einer Region, die in den letzten Monaten bereits schlechte Nachrichten verkraften musste.

Foto: L-IZ.de
Polizeimelder

Zeugenaufruf: Brandstiftung und Sachbeschädigung am „Haus des Jugendrechts“ in Leipzig

Über das Lagezentrum der Polizeidirektion Leipzig wurde in der Silvesternacht kurz nach Mitternacht bekannt, dass die Brandmeldeanlage im „Haus des Jugendrechtes“ in der Witzgallstraße 22 ausgelöst hat. Bei der Überprüfung stellten die Beamten Feuer im Gebäude und mehrere zerbrochene Fensterscheiben fest. Offenbar hatten sich Unbekannte gewaltsam Zutritt zum Objekt verschafft und den Brand gelegt. Durch die Feuerwehr wurde das Feuer gelöscht. Die Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Das Gebäude wird durch die Stadt Leipzig und die Leipziger Polizei gemeinsam genutzt.

Wortmelder

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt

Auch im Landkreis Leipzig werden Frauen und Männer gesucht, die an den Amtsgerichten Borna und Grimma und am Landgericht Leipzig als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Leipzig schlägt doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen bzw. Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Staatsministerin Petra Köpping. Foto: Kerstin Pötzsch
Wortmelder

58 Millionen Euro aus SED-Vermögen für Sachsen angekündigt

Nach einem langen Rechtsstreit über das Vermögen der DDR-Staatspartei SED werden die ostdeutschen Bundesländer insgesamt rund 185 Millionen Euro erhalten. Auf Sachsen sollen demnach Nachzahlungen in Höhe von 58 Millionen Euro entfallen. Dazu erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Dieses Geld wäre sinnvoll für die Finanzierung der Nachwende-Aufarbeitung. Es wäre genau das richtige Signal, wenn es zudem für den Gerechtigkeitsfonds, einer Kommission zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachwendezeit und somit für eine neue Erinnerungskultur über die Nachwendezeit zur Verfügung stünde.“

Prof. Holger Stepan (rechts), Direktor der UKL-Geburtsmedizin, mit seinem Kollegen Prof. Ulrich H. Thome, Leiter der Neonatologie. Foto: Stefan Straube/UKL
Wortmelder

2017 Zwillingsrekord am UKL

2017 kamen am Universitätsklinikum Leipzig 124 Zwillingspärchen zur Welt – das ist der Rekord seit der Wende. Insgesamt erblickten im letzten Jahr 2762 Kinder am UKL das Licht der Welt, 28 mehr als Vorjahr. Das erste Neugeborene 2018 konnten die Hebammen und Ärzte im Kreißsaal in der Liebigstraße am Neujahrstag um 12:36 Uhr begrüßen.

Goldene Gießkanne! Wettbewerb um Leipzigs schönstes Baumbeet
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