Fünf Menschen wurden am heutigen Montag im niedersächsischen Stade getötet. Es waren Schüsse gefallen in einer Jugendeinrichtung, die Polizei nahm drei Personen fest. Außerdem: Noch immer stehen die Straßenbahnen in Leipzig still, nachdem am Wochenende Fugengussmasse an mehreren Stellen in der Stadt geschmolzen und auf die Gleise geraten war. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 29. Juni 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Sechs Menschen getötet in Jugendeinrichtung

Im niedersächsischen Stade sind am heutigen Montag Sechs Personen ums Leben gekommen. Ersten Informationen nach waren in einer Jugendeinrichtung Schüsse gefallen. Drei Personen, darunter der mutmaßliche Schütze, wurde festgenommen.

Bei den Todesopfern handelt es sich um erwachsene Personen. Eine von ihnen war im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Es sei zudem nicht auszuschließen, dass die Anzahl der Todesopfer ansteige.

Über die Hintergründe der Tat und die Rolle der zweiten festgenommenen Personen wurden bisher keine Angaben gemacht. Am Abend, um 19.30 Uhr, soll es eine Pressekonferenz mit Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) geben. Auf Anfrage von LZ teilte eine Unternehmenssprecherin aber mit, dass momentan erste Testfahrten liefen.

Leipziger Straßenbahnverkehr rollt noch nicht

Auch am heutigen Montag konnte der Straßenbahnbetrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe nicht wieder im gewohnten Lauf aufgenommen werden. Am Wochenende hatte noch die Hoffnung bestanden, dass die Trams ab der neuen Woche wieder würden fahren können, doch es scheint sich noch etwas zu ziehen.

Durch die anhaltend hohen Temperaturen hatten sich am vergangenen Wochenende Teile der Fugengussmasse gelöst und waren auf die Gleise geraten. Seit Sonnabendabend waren Bauarbeiter*innen, Techniker*innen und Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe im Dauereinsatz, um das Problem zu beheben.

Zunächst heißt es aber weiterhin: „Aufgrund von Hitzeschäden ist derzeit kein Straßenbahnverkehr möglich.“ Wann die Bahnen wieder auf den Gleisen rollen werden, stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses (18.30 Uhr) noch nicht fest. Auf Anfrage von LZ teilte eine Unternehmenssprecherin aber mit, dass momentan erste Testfahrten mit Bahnen ohne Fahrgäste liefen.

Auto im Gleisbett

In den frühen Morgenstunden „fischte“ die Polizei ein Auto aus dem Gleisbett an der Windmühlenstraße zwischen Bayerischen Bahnhof und Härtelstraße. Wie die Polizei mitteilte, war ein Mann gegen 2 Uhr nachts in das Gleisbett geraten und noch etwa 200 Meter weitergefahren.

Ein Alkoholtest ergab bei dem 46-Jährigen einen Promillewert von 1,22. Er wurde aufs Revier gebracht. Das Auto wurde aus dem Gleisbett gehoben. Gegen den Mann wird nun ermittelt.

Karussell, Arbeit im Rentenalter und Flughafenausbau

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Erst Wanderkino, dann Rock´n´Roll: Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ verlost Treffen mit KARUSSELL

Landtagsanfrage von Susanne Schaper: Immer mehr Sachsen arbeiten auch im Rentenalter Vollzeit

Landesdirektion lehnte neues Gutachten zum Flughafenausbau ab: Bürgerinitiative wird im Antwortbrief deutlich

Stromausfall und Tankrabatt

Was heute außerdem wichtig war: In Leipzig-Thonberg sowie in Leipzig-Stötteritz waren heute Mittag von etwa 12 Uhr bis 13.30 Uhr mehrere Haushalte ohne Strom. Die Ursache für die Störung ist noch nicht bekannt.

Seit vergangenem Samstag schon sind Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Nähe von Meuselwitz dabei, ein hartnäckiges Feuer zu löschen. Nicht einmal der morgendliche Regen konnte den Brand vollständig eindämmen, welcher sich inzwischen auf eine Fläche von acht Hektar ausgedehnt hat.

Mit Blick auf das Ende des Tankrabatts am morgigen Monatsende hat das ifo-Institut Bilanz gezogen: Der Rabatt wurde nicht vollständig an die Konsumierenden weitergegeben, heißt es in einem entsprechenden Bericht. Knapp 17 Cent pro Liter sollte der Kraftstoff günstiger sein, gerade beim Diesel sei dies allerdings laut Institut nicht geschehen – nur 73 Prozent des Rabatts landeten bei den Autofahrenden.

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