Stefan Dietze auf Bilderschatzsuche in verlassenen Schlössern, Hotels, Schulen, Fabriken

Es hat sich zu einer kleinen, spannenden Serie im Programm des Mitteldeutschen Verlages entwickelt: Bildbände zu verlorenen Orten, lost places, den verlassenen Zeugen vergangener Zeiten. Dafür kann es natürlich nur einen Moment wie den jetzigen geben - bevor die Abrissbagger kommen. Oder die Sanierer.

Denn gar so reif zum Gesamtabbruch ist die Landschaft zwischen Harz und Lausitz ja nicht. Nur das sentimentale Herz schlägt höher, wenn es den einst stattlichen Repräsentanten einer vergangenen  Zeit begegnet – mal mitten in der Stadt, mal mitten im Wald. Und einige davon sind von beeindruckender Schönheit, wie Dietzes Bilder in diesem Band beweisen. Aber genau das ist zumeist ihr Problem: Es fehlen die reichen Schwerenöter, die genug Geld besitzen, um es auch einmal in die Sanierung eines an sich völlig nutzlosen Gebäudes zu stecken.

Natürlich fehlen sie nicht wirklich. Das wurzellos gewordene Kapital jagt derzeit mit billionenschwerem Gekreisch durch die Börsen, sucht wie besessen neue Anlagen. Aber es wird nicht in verwunschene Hotels im Thüringer Wald oder verlassene Schlösser in Sachsen investiert. Bringt ja keine Rendite.

Zumeist sind es dann die Kommunen, die mit den Zeugen vergangener Träume zu tun haben. Aber was fängt man damit an, wenn man keine Nutzung dafür hat? Etwa für das ehemalige Erziehungsheim in Ballenstedt oder für die faszinierende Knabenschule in Zeitz, für die schlicht die Schüler fehlen? Wer wird jemals wieder die Produktionshallen der Werke auf dem Sonnenstein bei Pirna beziehen, wo die DDR einst ihre Flugzeugproduktion begann? Oder die alte Zeitzer Schokoladenfabrik, wo doch Zetti ganz moderne Anlagen ganz in der Nähe hat?

Der Leipziger Fotograf Stefan Dietze ist auf der Suche

Stefan Dietze, Fotograf aus Leipzig, fotografiert seit 2004 solche verlassenen Orte. Nicht nur in Mitteldeutschland, sondern in ganz Europa. Nicht nur der deutsche Osten ist ja 1990 in einen gewaltigen Transformationsprozess geraten, der Hunderte solcher Immobilien quasi über Nacht entleert hat, weil ihre alten Nutzungen nicht mehr gebraucht wurden. Manchmal haben die letzten Nutzer sogar das ganze Mobiliar stehen lassen in den Räumen – wie im thüringischen „Kaiserhof“, der zuletzt als FDGB-Ferienheim genutzt worden war. Das sind die bizarrsten Inszenierungen, die Dietze fand, wenn die Möbel, Herde, Tische, Betten alle noch da stehen, als wären die Menschen nur mal kurz fortgegangen mit der festen Absicht wiederzukommen. Doch der Putz blättert von der Decke, Tapeten fallen von der Wand, die Farbe bröselt und da und dort erinnern ein paar alte Fernseher daran, dass die Gebäude doch noch ein paar spätere Gäste hatten, die hier ihr Bierchen tranken und es sich gut gehen ließen.

Dietze war auch in Leipzig unterwegs. Und das gibt seinen stillen, fast wie Gemälde wirkenden Aufnahmen aus solch verlassenen Orten eine andere Facette. Denn die Bauensembles, die er hier mit seiner Kamera besucht hat, stehen fast alle als Projekt auf den Websites emsiger Immobilienvermarkter. Das alte Parkkrankenhaus Dösen soll ebenso eine neue Nutzung erfahren wie die alte Bleichertsche Drahtseilfabrik in Gohlis oder das ehemalige Kasernengelände in Möckern. In wachsenden Regionen fällt Immobilienentwicklern schon was ein für diese verlassenen Orte. Da entstehen dann in der Regel schöne neue Wohnungen für Leute, die sich ein besonderes Wohnen leisten können. Ob es gelingt – ob die Träume auch vermarktbar sind – ist dann eine andere Frage.

Aber auf diese Weise gehen natürlich die Dornröschenlandschaften, die Dietze mit der Kamera einfängt, verloren. Die Zeit verleiht diesen Gebäuden, die in der Regel alle 100 Jahre und älter sind, einen besonderen Charakter. Hier sorgt kein Lärm, kein streng regulierter Tagesablauf mehr dafür, dass die Stille gestört wird. Das Telefon im einstigen Direktorzimmer funktioniert garantiert nicht mehr. Und keine Parteiveranstaltung erfüllt den Saal mehr mit lauten Reden, bestelltem Beifall und Funktionärsgeschwafel. Aus und vorbei.

Das „Was nun?“ hängt im Raum

Und Immobilienentwickler würden wahrscheinlich im Kopf schon die neuen Grundrisse entwerfen und die Betonung der besonderen Details, die aus der alten, heruntergekommenen Immobilie wieder ein teures Schmuckstück machen.

So gesehen erkundet Stefan Dietze auch eine Welt, die es auch nur für gewisse Zeit zu sehen gibt. Wie lange die leeren Gebäude so zu sehen sein werden, weiß ja niemand. Aber heruntergestürzte Decken, wuchernde Bäume auf den Dächern und notdürftig geflickte Fensterscheiben verraten auch, dass nicht nur der Mensch entscheidet, ob diese Orte erhalten bleiben, oder ob die Häuser wegen Einsturzgefahr bald abgerissen werden müssen.

Anne von der Gönne erzählt in kurzen Begleittexten das Wesentliche aus der Geschichte der fotografierten Orte. Sie fasst sich dabei kurz, geht auch selten auf die konkrete Umgebung ein. Wichtiger war hier, den Geist anzudeuten, der all diese Orte einst erfüllte, und damit auch den Inhalt, der sie die Zeiten hat überdauern lassen. Manchmal als dritte, vierte Nutzung. Der wilde Osten war ja auch immer ein Provisorium, das alte Hüllen mit neuen Inhalten füllte. So überdauerten viele Kleinode die Zeit. Manchmal bis zu dem Tag, an dem ein trockener Treuhandmitarbeiter entschied, das Objekt für eine symbolische Mark zu veräußern.

Manches wird wohl so nie wieder öffentlich sichtbar werden. Es sei denn, auch in die ländlichen Räume Mitteldeutschlands dringt wieder eine neue Lust am Wachsen, Sanieren, Gründen. Aber ob die alten Schmuckstücke bis dahin durchhalten, ist wohl die eigentliche Frage, die bleibt, wenn man mit Stefan Dietze durch die 21 verlassenen Orte gestreunt ist und die noch immer sichtbare Pracht in dichter Nähe zum drohenden Verfall gesehen hat. Da und dort ist es wohl wirklich höchste Zeit für einen Träumer, der bereit ist, richtig Geld auszugeben für scheinbar nutzlose Schönheit.

Aber war Schönheit tatsächlich jemals nutzlos?

Oder fehlt es in einer Zeit des vom Wahnsinn besessenen wilden Kapitals einfach an Träumern, die auf Erden wieder konkret werden? Denn wichtig ist ja der Traum, nicht die Rendite. Warum nicht im alten Flughafen-Tower in Mockau wieder vom Fliegen träumen? – Natürlich ist es ein Buch für Träumer und Sentimentale. Aber auch für all die bodenständigen Realisten, die wissen, dass man manchmal nur eine gute Idee braucht, um Dingen wieder Leben einzuhauchen.

Bestellen Sie versandkostenfrei in Lehmanns Buchshop: Stefan Dietze „Verlassene Orte zwischen Harz, Lausitz und Thüringer Wald„, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2015, 24,95 Euro

FotografieMitteldeutschlandTransformation
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der Stadtrat tagte: Klimareferat soll jetzt aller zwei Jahre über die Erfolge seine Arbeit berichten + Video
Klimademo vor der Kongresshalle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 9. Juli ging es ja nach der Klimapoltischen Doppelstunde hoch her, als die Entscheidung des Stadtrates zum Sofortmaßnahmenprogramm zum Klimanotstand noch einmal um eine ganze Woche verschoben wurde, weil noch am Morgen des 9. Juli acht Änderungsanträge eingereicht worden waren. Ein Unding, fand Jürgen Kasek, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Doch eine Mehrheit im Stadtrat hat ja bekanntlich der Verschiebung doch zugestimmt.
Der Stadtrat tagte: Antrag der AfD-Fraktion zur Aussetzung der Umweltzone war binnen einer Minute vom Tisch + Video
Sylvia Deubel (AfD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuch diese Abstimmung im Leipziger Stadtrat ging am 9. Juli schnell über die Bühne und zeigte eigentlich, wie völlig aus der Zeit gefallen das Autodenken von AfD und CDU mittlerweile ist. Im April, mitten im Corona-Shutdown, hatte die AfD-Fraktion im Stadtrat die Aussetzung der Leipziger Umweltzone beantragt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen, wenn nur noch 3,5 Prozent aller registrierten Fahrzeuge keine Grüne Palette haben. Die Zahl sinkt seit Jahren.
Scherbenhelden: Johannes Herwigs Punk-Roman aus den 1990er Jahren in Leipzig
Johannes Herwig: Scherbenhelden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich muss man wirklich jung gewesen sein in dieser Zeit. Wer sonst sollte so über die 1990er Jahre in Leipzig berichten? Über diese Jahre, die die Erwachsenen als Zusammenbruch aller Konstanten in ihrem bisherigen Leben erlebten. Nicht ahnend, wie diese Jahre nachwirken werden. Später. Also heute. „Und doch hatte ich das Gefühl, etwas wäre verloren gegangen. Etwas Wichtiges“, lässt Johannes Herwig seinen Helden Nino denken. Kurz vor Schluss, bevor er mit einem kleinen Funken Hoffnung endet.
Der Stadtrat tagte: Antrag des Jugendparlaments zu den S-Bahn-Haltepunkten Leipzig-Nord und Essener Straße ohne Federlesen angenommen + Video
Berliner Brücke mit S-Bahn-Haltepunkt Leipzig-Nord. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserEs ging ein bisschen drunter und drüber, gerade in der heißen Bauphase des Leipziger City-Tunnels, als immer heftiger über die Baukosten für dieses zentrale Bauteil des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes diskutiert wurde und geradezu schrill darüber debattiert wurde, dass die Kosten von 1 Milliarde Euro gerissen werden könnten. Ein Kollateralschaden dieser Debatte waren Dutzende Streichungen und Verschiebungen in den sogenannten „netzergänzenden Maßnahmen“. Dazu gehörten auch wichtige S-Bahn-Haltepunkte.
Der Stadtrat tagte: Mindestens drei neue Schulen in Leipzig werden jetzt auf ihre Eignung als Gemeinschaftsschule geprüft +Video
Ute Köhler-Siegel, SPD. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzigs Stadtrat hat sich vor der Sommerpause noch einmal die Tagesordnung richtig vollgepackt. In drei Sitzungen werden jetzt noch Dutzende wichtige Richtungsentscheidungen getroffen. Eine gab es am Mittwochabend, 8. Juli. Da kam kurz vorm Schlafengehen noch der SPD-Antrag zur Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zur Abstimmung. Denn in der nächsten Woche müsste ja auch die Entscheidung im Sächsischen Landtag dazu fallen.
Der Stadtrat tagte: Leipzigs Stadtrat sagt drei Mal Nein zum „europäischen Frachtdrehkreuz“ + Video
Landeanflug am Flughafen Leipzig/Halle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Eine ,Klatsche‘ für den OBM“, nennt es Lutz Weickert, der sich seit Jahren gegen den Lärm am Flughafen Leipzig/Halle engagiert, was da am Donnerstag, 9. Juli, im Leipziger Stadtrat passierte. Dort kam zu später Stunde die neue „Stellungnahme der Stadt Leipzig zu geänderten Teilen des Regionalplanentwurfs Leipzig-Westsachsen“ zur Abstimmung – plus zwei Änderungsanträge. Doch was die Leipziger/-innen da erlebten, war gelebte Demokratie pur. Und ein dreifacher Misstrauensantrag gegen die bürokratischen Schattenkriege all derer, die den Flughafen immer weiter ausbauen wollen.
Ein neues Parkbaumkataster, noch kein Wassermangel und über 100.000 Straßenbäume im Jahr 2030
Gefällter Baum. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserJüngst berichteten wir an dieser Stelle, dass Leipzig seit 2015 über 3.000 Straßenbäume verloren hätte. Was irgendwie logisch wirkte, denn auch die Straßenbäume leiden unterm Dürrestress. Aber in diesem Fall trogen die statistischen Daten, worauf uns ein kritischer Leser aufmerksam machte. Die weisen zwar tatsächlich über die Jahre diesen massiven Rückgang an Straßenbäumen aus. Aber dahinter steckt eine Katasterbereinigung, wie uns Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, auf Nachfrage erklärt.
Hiddensee – Insel im Licht: Uta-Katharina Gaus Fotografien einer faszinierenden Ostsee-Insel
Uta-Katharina Gau: Hiddensee - Insel im Licht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht allen, die in diesem Sommer so gern auf die Ostsee-Insel Hiddensee gefahren wären, ist das auch vergönnt. Es ist der Sommer, in dem viele wieder die Schönheiten dieses Landstrichs zwischen Thüringer Wald und Erzgebirge entdecken, die hiesigen Sonnenauf- und -untergänge. Und über das Licht staunen, das zuweilen die Landschaft wieder so eindrucksvoll macht, wie sie Caspar David Friedrich einst entdeckte. Zeit, wieder Sehen zu lernen.
Kino der Jugend: IG Fortuna will sich bewerben und lädt engagierte Leipziger/-innen ein mitzumachen
Das ehemalige Kino der Jugend. Foto: IG Fortuna, Matthias Mehlert

Foto: IG Fortuna, Matthias Mehlert

Für alle LeserBei der IG Fortuna/Kino der Jugend, der Bürgerinitiative, die seit langem für den Erhalt des ehemaligen „Kino der Jugend“ kämpft, löste die Nachricht über den Start der Konzeptvergabe des Gebäudes in der Eisenbahnstraße 162 am vergangenen Wochenende nur verhaltenen Jubel aus. Dabei gäbe es jede Menge Gründe, die Sektkorken ordentlich knallen zu lassen.
Zurück ins Kino! Cineplex Leipzig mit Wiedereröffnung am 16. Juli 2020
Quelle: Cineplex Leipzig

Quelle: Cineplex Leipzig

Nach dem wochenlangen Lockdown und der Rücknahme der geplanten Wiedereröffnung am 2. Juli öffnet das Cineplex Leipzig nun definitiv am 16. Juli wieder seine Türen für alle Leipziger Kinofans. Auch wenn sich die Situation mit und um Corona leider nicht so schnell ändern wird, möchte das Multiplex im Leipziger Westen seinem Familienpublikum ein verlässlicher Partner sein und pünktlich zu den Sommerferien an den Start gehen.
SPD Kreisverband: Bis Herbst braucht Leipzig mehr Popup-Bikelanes und ein Stück Radweg in Connewitz muss abgepollert werden
Gedrängel vor der Post auf der Richard-Lehmann-Straße.

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Thema Radfahren in Leipzig ist mittlerweile auch ein Anliegen der SPD geworden. Am Wochenende starten die Genoss/-innen sogar zu einer Rad-Sternfahrt im Leipziger Südraum und wollen dabei einige Hauptrouten austesten. Und an der Postfiliale in der Richard-Lehmann-Straße fordern sie Poller, damit der Radweg dort nicht immer von „Schnellparkern“ zugeparkt wird.
Ministerantwort lässt daran zweifeln, dass der Polizeieinsatz am Connewitzer Kreuz wirklich einmal unabhängig aufgearbeitet wird
Silvester am Connewitzer Kreuz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDarauf, dass es in der Silvesternacht in Connewitz wieder richtig knallt, warteten in diesem Jahr nicht nur die üblichen Medien, die daraus Randale-Artikel schmieden. Irgendwie passte dann das medial geschürte Gezeter mit seinen Mutmaßungen und Überspitzungen auch wieder in den Leipziger OBM-Wahlkampf, in dem das Thema Sicherheit bis dahin kaum eine Rolle spielte. Auf einmal schien es den Wahlkampf zu dominieren. Aber was ist in der Silvesternacht am Kreuz tatsächlich geschehen?
Bis Dezember soll die Sächsische Regierung ein Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus vorlegen
Hohe Gewaltbereitschaft ist ein Grundmerkmal des Rechtsextremismus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie lange schwelt das schon? Seit Chemnitz 2018? Bautzen 2015? Dem Abtauchen des „NSU“ 1998? Hoyerswerda 1991? Sachsen war 30 Jahre lang wirklich kein Vorzeigeland, was den Umgang mit Rechtsradikalen betrifft. Fast ungestört konnten sie sich in vielen sächsischen Regionen etablieren, Verfassungsschutz und Polizei schauten meistens lieber weg. Das soll sich endlich ändern. Die Sächsische Staatsregierung soll bis Ende 2020 ein umfassendes Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus erarbeiten.
Was gutes Leben ist: Warum die Verwandlung der Welt mit Dankbarkeit, Gelassenheit und dem Gefühl für das richtige Maß beginnt
Anselm Grün: Was gutes Leben ist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr ist wohl der bekannteste Mönch und spirituelle Ratgeber derzeit in Deutschland: der Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach Anselm Grün. Und er war auch der Mann, der vielen Redaktionen als erstes einfiel, als sie ab März jemanden suchten, der erklären kann, wie man mit erzwungener Einsamkeit im Corona-Shutdown zurechtkommen kann. Mönche müssen so etwas doch wissen.
Freitag, der 10. Juli 2020: Die Kurve bleibt flach
Auch in Leipzig ist die Kurve flach, aber nicht ganz so flach wie im Rest Sachsens. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDas Ende der Woche bietet einen guten Anlass, auf die Entwicklung der Corona-Zahlen in Sachsen zurückzublicken. Die schlechte Nachricht: Die meisten Neuinfektionen gibt es in Leipzig. Die gute Nachricht: Es sind nur neun innerhalb einer Woche. Die Stadt äußert sich derweil zum Projekt Eutritzscher Freiladebahnhof, das laut „Bild“ mittlerweile „auf der Kippe“ steht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 10. Juli 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.