Nora Gomringer bedichtet 25 morbide Ängste unserer Gegenwart

Wie wirken eigentlich moderne Medien auf unser Gefühlsleben? Wirken sie überhaupt? Oder lassen wir uns von den Panikmachern der großen Agenturen, Sender und Schnellmelder nicht nur ins Bockshorn jagen, sondern geradezu in panische Ängste versetzen? Und wie viele dieser Ängste haben wir schon verinnerlicht und lassen uns von ihnen die Welt zum Albtraum machen? Ein echtes Arbeitsthema für eine begnadete Dichterin.
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2013 hat Nora Gomringer bei Voland & Quist den ersten Band ihrer Arbeitstrilogie über den Wahnsinn der Moderne vorgelegt. Arbeitstitel der Trilogie: „Monster – Morbus – Mode“. Der erste Band waren die „Monster Poems“, kleine, liebevolle, grauenvolle Texte über die Nachtmare unserer Zeit, all die erschreckenden Figuren der Leinwand und des Nacht-TVs, die die Zuschauer nun seit Jahrzehnten in immer neuen Inkarnationen in Angst und Schrecken versetzen. Kino und Fernsehen sind vollgepackt mit Schreckens- und Untergangsszenarien. Und nicht nur die Dichterin fragt sich, ob wir damit nicht unsere eigenen Weltvorstellungen aufladen mit lauter Untergangs- und Zerstörungsfantasien.

Oder toben sich da durchgeknallte Alphamännchen aus, die den in ihnen schlummernden Wahnsinn einfach in fürchterliche Bilder verwandeln und sich dann auch noch freuen, wenn sie dafür Lob und Preise bekommen?

Oder sind das wirklich die schwelenden Ängste einer auf Technik, Geld und Effizienz getrimmten Zeit, die sich ihre eigentlichen Befürchtungen gar nicht einzugestehen wagt und deshalb wie versessen ist auf die inszenierten Alpträume?

Der zweite Band beschäftigt sich mit einem ganz ähnlichen Tabu-Thema: Morbus, der Krankheit, dem Störfall in einem auch auf körperliche Effizienz und gesundheitliche Perfektion getrimmten Leben. Einem Störfall, der durchaus auch in unseren ach so hoch entwickelten Zeiten ganze Gesellschaften lahm legen kann. Oder als dauerhaft schleichende Seuche immer präsent ist, auch wenn das Entsetzen irgendwann der Gewöhnung weicht. Man denke nur an AIDS, Rinderwahnsinn, Schweine- und Geflügelpest. Nur wenn eine Seuche mal wieder neu ist und ein paar Pharmakonzerne wieder die Chance wittern, mit Medikamenten dabei einen gewaltigen Reibach zu machen, wird die gewöhnliche Angst zur Panik aufgeblasen, überschlagen sich die Leitmedien in der Ausmalung von Bedrohungsszenarien. Bis irgendwann wieder die Erschlaffung eintritt.

Mit dem individuellen Entsetzen bleiben die, die dann tatsächlich betroffen sind, allein. Und aus diesem Zwiespalt heraus sind auch diese 25 Gedichte von Nora Gomringer entstanden. Manche geradezu zynisch spielend mit den aufgeblasenen Tragödien einer Zivilisation, die vor lauter Panikmache vergisst, dass der Mensch eben nicht perfekt ist und viele der Seuchen und Plagen, die über uns kommen, direkt zusammen hängen mit den eben noch großmäulig angepriesenen Segnungen unserer westlichen Welt – man denke nur an die grassierende Fettleibigkeit (Adipositas) in den westlichen Nationen, an AIDS, Syphilis oder Karies. Aber selbst Seuchen, die schon als gebannt galten, tauchen ja wieder auf, weil sie in von Kolonialismus und Bürgerkriegen zerfressenen Ländern fröhliche Urständ feiern – Typhus, Malaria, Pest und Ebola.

Und Manches begegnet uns, was uns früher nie begegnet wäre, weil wir einfach nicht so alt geworden wären, dass wir mit Alzheimer oder diversen Krebstoden in Berührung gekommen wären.

Hinter den kleinen, zuweilen fröhlich-bösen Texten von Nora Gomringer steckt natürlich beides: Die Befremdung über den modernen Wahn eines perfektionierten Körpers und den Glauben, Krankheiten könnten einfach durch noch mehr Sterilisierung und Perfektion verhindert werden. Und auf der anderen Seite die ins Heillose aufgeblasene Panik, wenn doch wieder eine dieser Zerstörungen der Perfektion um sich greift. Tatsächlich sind Krankheit, körperliche Beeinträchtigung, gar Leiden in einer auf Optimismus und dauerhafte Hochleistung getrimmten Gesellschaft bis heute tabu. Dieselben Leute, die in blödsinnigen Kommentaren behaupten, wir würden längst in einer tabulosen Gesellschaft leben, sind die ersten, die Panikartikel schreiben, wenn mal wieder Depression, Krebs, Schizophrenie, Autismus oder ein anderer Defekt des als unkaputtbar gedachten Körpers thematisiert werden.

Aber spätestens auf dem Zahnarztstuhl merkt Jede und Jeder, dass niemand perfekt ist oder verschont wird. Hinter der Fassade kommen alle irgendwann an den Punkt, an dem nichts mehr sicher scheint. Deswegen tauchen ja gerade Krankheiten der Psyche in der letzten Zeit vermehrt in Leitartikeln und Fernsehbeiträgen auf. Was ist, wenn unser ach so geliebtes Denkmaschinchen versagt, wenn wir „die Sache nicht mehr im Griff haben“?

Nora Gomringer schlüpft dabei geradezu mit spielerischer Lust in die Patientenrolle, gibt sich gern auch naiv, übenimmt auch mal die Rolle des Virus. Und siehe da: Der Mensch hat es gar nicht in der Hand. Es sind die kleinen Krankheitserreger, die uns erziehen zu ein bisschen Vernunft. Wer sich nicht an die auferzwungenen Regeln der Krankheit halten will, der stirbt daran.

Oder man bekommt es mit einem Heer von Plagen zu tun – schnell mal eingefangen beim ach so individualistischen Ausleben: ein bisschen Herpes, eine Syphilis, ein paar Parasiten.

Die Bilder von Reimar Limmer, der auch schon den ersten Band mit stimmungsvollen Collagen versehen hat, geben den zuweilen fast zartfühlenden (und trotzdem burschikosen) Texten noch eine Extra-Note, bebildern den gerade im 19. Jahrhundert schwelgerischen Traum vom Triumph von Wissenschaft und Technik über die Unbilden der Welt. Und so beiläufig erinnert die Dichterin daran, dass all diese gefürchteten Seuchen wieder über uns kommen werden. Und zwar ziemlich zwangsläufig – nicht weil Ärzte, Medizin oder Technik versagt haben, sondern weil eine gewaltige Gier gerade unsere gesellschaftlichen Grundlagen zerfrisst und wieder Heere von Armen produziert, die sich keine umfängliche Gesundheitsversorgung mehr leisten können.

Und der große Meister Tod – wird er von den Verantwortlichen nicht gerade wieder gepäppelt, auf dass er trommeln kann, wenn es so weit ist?

„Wenn einer krank ist am Krieg / und am Scheißgeld, das nicht da ist, / und er jeden Monat einen Tag für den Selbstmord / plant …“

Manches Gedicht scheint nur Geschichte zu thematisieren – wie „Die Spanierin“ oder „Schema F“. Aber wie schnell kann eine Grippe auch heute wieder „ganz großes Kino“ werden und alle unsere Ressourcen überfordern. Und wie nah ist eigentlich der Zwang der Nazis heutigen Versuchen, menschliches Leben schon im Keim zu perfektionieren?

Das flaue Gefühl kommt auf, dass wir gerade dabei sind, neue Monster zu gebären, weil wir unsere Unvollkommenheiten und unser Ausgeliefertsein nicht aushalten. So dass die Kino-Monster eigentlich nur unser Abbild sind, so wie Frankensteins Monster das Spiegelbild seines Schöpfers war. Was dabei immer fehlt (und in den Monsterfilmen ganz augenfällig), ist dieses einfache, liebevolle Verhältnis der Helden zum Leben, das so nah am Humor ist. Humor, wie er in Gomringers Texten immer wieder aufscheint, manchmal ein bisschen flapsig, manchmal ein bisschen sarkastisch, zumeist aber spielerisch, weil zur Leichtigkeit des Lebens nun einmal auch die stille Erkenntnis gehört, dass wir nicht Alles beherrschen und schon gar nicht allmächtig sind (wie trotzdem viel zu viele Selbstermächtigte glauben).

„Die Reichen bluten, die Armen verbrennen zur Besserung der Lage. / Die haben wir nicht in den Händen, wenn wir mal ehrlich sind“, heißt es in „1630 A.D.“. Das trifft auf die großen und kleinen Seuchen genauso zu wie auf die ganz individuelle Gefährdung, die unser Leben so unberechenbar macht. Aber auch einmalig.

Und damit sich niemand erschrickt, gibt es die 25 Gedichte ganz launig, aber auch raunend und fröhlich-beschwingt von Nora Gominger selbst gesprochen auf der beigelegten CD.

Nora Gomringer „Morbus“, Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2015, 17,90 Euro

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