Wer war dieser Jesus aus Nazareth in Galiläa wirklich?

Für Freikäufer31 Titel umfasst die Reihe „Biblische Gestalten“ aus der Evangelischen Verlagsanstalt mittlerweile. Jeder Titel ist der Versuch, der historischen Kontur der Gestalt möglichst nahezukommen. Was ist Mythos? Was könnte wirklich passiert sein? Und das ist bei keiner anderen Person noch immer so aktuell wie bei Jesus, dem Prediger aus Galiläa, der mit Nachnamen nicht Christus hieß. Auch wenn das viele glauben.
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Überhaupt, diese Sache mit den Überlieferungen. Ist ihnen überhaupt zu trauen? Jens Schröter ist Theologe und beschäftigt sich beruflich mit der Geschichte des frühen Christentums. Er kennt das Neue Testament und die modernen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Stichhaltigkeit des Materials. Denn man hat ja keine originale Lebensgeschichte des Mannes, der unter Pontius Pilatus in Jerusalem hingerichtet wurde. Die hat niemand aufgeschrieben. Die frühesten schriftlichen Zeugnisse, die man hat, sind im Grunde die Briefe des Paulus und möglicherweise zwei Stellen beim jüdisch-römischen Historiker Flavius Josephus. Wobei selbst da die Wissenschaftler streiten, was Josephus tatsächlich geschrieben hat. Denn die entscheidenden Stellen sind in so unterschiedlichen Varianten überliefert, dass augenscheinlich mehrere christliche Kopisten nachträglich dran herumgedoktert haben.

Bleiben die drei sogenannten synoptischen Evangelien (Markus, Matthäus und Lukas) plus das Johannesevangelium, die aber allesamt ebenfalls erst Jahrzehnte nach dem Tod des Predigers entstanden. Was der Grund dafür ist, dass die möglichen originalen Lebensspuren des galiläischen Wanderpredigers kaum zu trennen sind von späteren Legenden, Zuschreibungen und Hinzudichtungen.

Was wieder für den Leser dieses Buches spannend wird, denn Schröter kommt natürlich um eine Materialkritik nicht umhin. Er nimmt den Leser mit auf die aktuelle Höhe der Textforschung und erklärt auch sehr anschaulich, warum der historische Jesus praktisch nicht zu trennen ist vom überlieferten Jesus. Man sieht den Mann nur durch dicke Schichten späterer Deutungen und Übersteigerungen. Womit man freilich mehr sieht als diesen Jesus: Man bekommt auch mit, wie sich die frühe christliche Gemeinde ihr Jesusbild schuf, wie sie die tradierten Überlieferungen anreicherte, neu interpretierte und vor allem auch mit Wunderstoff anreicherte, wie er den Menschen des ersten und zweiten Jahrhunderts vertraut war. Das Christentum ist voll davon, auch wenn es vielen Gläubigen gar nicht mehr bewusst ist, dass es uralte Mythen von göttlichen Geburten sind, die sich zum Beispiel in der Weihnachtserzählung ballen.

Und tatsächlich hat die Forschung große Teile der Jesus-Geschichte im Neuen Testament schon so gründlich abgeklopft, dass sie als möglicher Träger originaler Überlieferung nicht mehr in Frage kommt. Die Weihnachtsgeschichte mit Bethlehem und den Heiligen Drei Königen gehört dazu.

Wirklich Konturen gewinnt ein möglicher historischer Jesus erst durch die Begegnung mit Johannes dem Täufer in der Wüste, die möglicherweise tatsächlich am Anfang der tatsächlichen Ereignisse stand, die den Wanderprediger Jesus ins diffuse Licht der Geschichte stellt. Mit Johannes und Herodes Antipas, der ihn köpfen ließ, rückt die Jesus-Geschichte in einen realen geschichtlichen Rahmen und bekommt auch historische Plausibilität, weil sowohl die Orte des historischen Galiläa greifbar werden als auch die Lebenswelt, innerhalb derer Jesus seine Getreuen, seine Jünger suchte und fand. Und Schröter betont es, weil es wichtig ist: Jesus war kein Christ. Im Gegenteil: Er war ein für die Zeit typischer jüdischer Wanderprediger, der sich auch in seinen Kernaussagen immer innerhalb des jüdischen Gesetzes aufhielt.

Was die in der Bibel nachlesbaren Konflikte mit den Pharisäern nicht ausschließt. Im Gegenteil: Dadurch wird erst deutlich, wie sehr die Kernbotschaften dieses Predigers ein Rückgriff waren auf die Radikalität alter jüdischer Propheten, auf die er sich immer wieder bezieht. Aber auch der Versuch, die reale Glaubenswelt wieder aus dogmatischen Erstarrungen zu befreien. So ein wenig staunt man natürlich – denn dabei benahm sich dieser Jesus ganz ähnlich wie später Luther, der seinerseits das Christentum aus dogmatischen Erstarrungen befreien wollte. Bei Jesus waren die Streitpunkte zum Beispiel die Heiligung des Sabbat, der Umgang mit Ehebruch oder die Definition von rein und unrein. Und ein zentraler Aspekt dabei war augenscheinlich, so Schröter: Für wen war das Gesetz eigentlich gemacht?

Man bekommt auch einen wütenden, zum Teil Gewalt propagierenden Jesus zu Gesicht, eingebettet in viele, oft nachträgliche Friedens- und Liebesgeschichten, die die Szenerie des Neuen Testaments oft ins Märchenhafte übersteigern und vor allem immer wieder versuchen, schon dem lebendigen Jesus etwas Göttliches anzudichten.

Von dem das reale Vorbild augenscheinlich weit entfernt war. Schröter nutzt die Termini „Menschensohn“ und „Gottesreich“, um mit dem Leser in die Glaubens- und Gedankenwelt in diesem zersplitterten Land am Jordan einzutauchen und die Selbstsicht dieses Mannes zu skizzieren, der durchaus auch deshalb Anklang fand, weil er die Ankunft des Gottesreiches im Jetzt verkündete und diese Ankunft mit seiner Person verband. Und auch das mit den zwölf Jüngern, die er sich erwählte, war mehr als nur symbolisch gemeint. Denn die Zwölf standen für die zwölf jüdischen Stämme und damit für das verlorene ganze Königreich der Juden.

Eine Grundmelodie, die am Ende wohl wirklich genau die handfesten Gründe für die Verhaftung und Verurteilung von Jesus in Jerusalem ergab. Und jene ganz und gar nicht höhnende Inschrift am Kreuz, die den Grund für seine Hinrichtung aus römischer Sicht benannte: Er galt ihnen als Aufrührer, der mit seiner durchaus für Tumult sorgenden Bewegung die Aufrichtung eines Königreichs der Juden bezweckte.

Der Tod am Kreuz aber verunsicherte logischerweise seine Anhänger. Was nun? Wie geht man mit so einer sichtbaren Niederlage um? Und so wurde auch dieser Tod verklärt und überhöht. In dutzenden Legenden verwandelte sich der Mann, der seine Begleiter augenscheinlich durch sein Charisma und seine Sprachgewalt beeindruckt hatte, in jenen „Gottessohn“ und Messias (der Gesalbte, griechisch: Christos), als der er heute im Neuen Testament zu finden ist – in vier verschiedenen Varianten, in denen die frühen Christen versuchten, alle Erzählungen über den Wanderprediger aus Galiläa zu sammeln. Auch wenn es dutzende – als apokryph erklärte – zeitgenössische Schriften darüber hinaus gibt.

Erst so entstand die Figur des Christus, wie er heute im Zentrum der christlichen Religionen steht. Eine Figur, mit der der im galiläischen Nazareth Geborene nur in vagen Spuren identisch ist. Aber es sind keine unwichtigen Spuren, denn sie zeigen einen Mann, der durchaus bereit war, auf alles zu verzichten und sein Leben ganz in die Verkündung des Reiches Gottes zu stellen. Und der damit auch Ansprüche setzte, die heute selbst für eifrigste Christen noch echte Herausforderungen sind – fast alle in der Bergpredigt zu finden, die Schröter im Kern durchaus für authentisches Material hält, gerade weil hier die Widersprüche nicht geglättet sind. Gerade da, wo der Jesus der Evangelien scheinbar aus der Rolle fällt, hat man es aus Sicht der Forschung meist mit sehr altem Material zu tun, das augenscheinlich viel von den ursprünglichen realen Ereignissen um diesen Gründer einer Glaubensbewegung enthält, die sich nach seinem Tod auf einmal im Zustand einer Sekte wiederfand. Eine Sekte, die jetzt ihre eigene Erzählung schaffen musste und natürlich weitererzählte, was sie als Kernbotschaft ihres Gründers bewahrt hatte.

Der Leser taucht mit Schröter hinein in die vielen Schichten, aus denen schon im 1. Jahrhundert die farbenreiche und sehr mythische Jesus-Geschichte geschaffen wurde und mit der aus einem wahrscheinlich eindrucksvollen und beeindruckenden Erneuerungsprediger des Judentums eine Gestalt entstand, die heute so symbolisch aufgeladen ist, dass man den Mann, der am See Genezareth zu predigen begann, fast nicht mehr sieht vor lauter Heiligenschein. Dabei ist er mit seinem Anspruch noch immer modern – was ja nicht nur Luther merkte, als er alle diese Bibeltexte im Original las und lehrte. Bis hin zu jener knallharten Botschaft aus der Bergpredigt, die im Grunde jede Gesellschaft und jeden Menschen auf den Prüfstand stellt: „Niemand kann zwei Herren dienen. Er wird nämlich den einen hassen und den anderen lieben oder er wird sich an den einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen.“

Sagte der Bursche wohl genau so vor 2.000 Jahren. An Gültigkeit hat das nichts verloren.

Man ahnt, warum dieser auf allen Reichtum verzichtende Galiläer seine Zeitgenossen derart beeindruckt haben musste – auch durch seine Parteinahme für die Armen, Kranken, Ausgestoßenen und Weinenden übrigens. Nach seinen (in den Evangelien nachlesbaren) Ansprüchen wären eine Menge Leute, die sich heute Christen nennen, ganz bestimmt keine Christen. Aber die Ansprüche sind hoch, betont auch Schröter. Aber sie sind auch wieder so menschlich, dass sie die Entstehung einer neuen Religion begründeten. Und eine Neugier, die bis heute anhält: Wer war dieser Jesus wirklich?

Auch deshalb hat Schröter sein Buch, das 2005 als Band 15 in der Reihe der „Biblischen Gestalten“ erschien, noch einmal gründlich überarbeitet. Denn es galt, eine Menge moderner Forschungsergebnisse zu berücksichtigen, vor allem auch archäologische Forschungsergebnisse, die die jüdische Lebenswelt der Jesus-Zeit an originalen Schauplätzen wieder greifbar und sichtbar gemacht haben.

Jens Schröter Jesus von Nazaret, 6., überarbeitete Auflage, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2017, 20 Euro.

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