Kleiner Smalltalk-Knigge: Wie man lernen kann, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen

Für alle LeserAlles muss man (wieder) lernen. Eigentlich gehört das kleine, belanglose Gespräch mit Menschen, die man so trifft, zum ganz natürlichen Repertoire, mit dem Menschen miteinander umgehen. Wer miteinander redet, prügelt sich nicht. Aber wir leben in seltsamen Zeiten. Und was Adolph Freiherr Knigge vor über 200 Jahren versuchte, dem noch etwas ungehobelten Bürgertum in deutschen Landen beizubringen, ist heute wieder dran. Auch im zweiten Knigge-Büchlein.
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Im ersten hatte Frauke Weigand kurz und knapp erklärt, was man so im Business-Alltag an grundsätzlichen Umgangsformen braucht, um dort überhaupt akzeptiert zu werden. Und Business ist ja heute für viele Menschen Arbeitsalltag. Man muss die Form wahren, Stil zeigen, die richtige Kleidung tragen usw.

Und das kleine Gespräch, Small Talk, wie es die Briten nannten, weil sich diese Art des Miteinander-Redens doch deutlich von so schwergewichtigen Formen wie Konversation oder Geplauder, von Geschwätz sowieso unterscheidet, hilft dabei. Eigentlich macht man es ja ganz automatisch, wenn man Leute trifft, die man kennt, plaudert mal ein bisschen übers Wetter, den Verkehr, die Kinder, den Film im Fernsehen, also über nichts Gewichtiges.

Manchmal ist der kleine Plausch der Einstieg in wirklich ernste Gespräche, sozusagen das Lockermachen für die ernsten Dinge. Manchmal ist es auch nur eine nette Unterhaltung, um zu signalisieren: Man kennt sich, kann gut miteinander, hat sich aber nur zufällig getroffen. Da kann man nicht stur wegsehen, so wie hier dieser rüpelige Rebell einer Partei, die manchmal ihren Knigge vergisst.

Friedrich Merz hat keinen Bock auf Ralf Kabelka | heute-show vom 29.11.2019

Selbst wenn man sich nicht mag – und manchmal herrscht zwischen Journalisten und Politikern nun einmal kein herziges Verhältnis – ist man doch für gewöhnlich freundlich zueinander, nutzt den kurzen Wortaustausch auch, um sich zu verständigen. Denn natürlich hat nicht jeder jederzeit Lust zum Plaudern. Aber selbst das kann man freundlich sagen.

Warum der kleine Ausflug? Weil auch Katharina Kleinschmidt im zweiten Knigge-Büchlein feststellt, dass augenscheinlich immer mehr Menschen ihre Fähigkeit am lockeren und unvorbereiteten Gespräch verlieren. Möglicherweise, weil sie ständig beschäftigt sind mit ihren kleinen elektronischen Quasselgeräten. Aber vielleicht auch, weil das gesellschaftliche Klima frostiger geworden ist und Menschen immer mehr in Blasen und Kleingruppen abdriften, die einander spinnefeind sind.

Das Aggressionslevel steigt. Immer mehr Leute sind auf 180, warten scheinbar nur darauf, angesprochen zu werden, um dann aus der Haut zu fahren. Man kann selbst die Statements der sogenannten bürgerlichen Parteien lesen, die ganz offiziell an die Medien versandt werden, und fragt sich nur noch: In was für einer Welt leben die Schreiber? Warum glauben sie, ihre Verachtung und Besserwisserei derart über die Leute auskippen zu müssen? Wo haben die ihre Manieren gelernt?

Denn eigentlich lernt man den Umgang mit Menschen in seiner Kindheit. Das bringen einem fürsorgliche Eltern bei. Sei freundlich zu den Leuten. Denn jeder ist auf jeden angewiesen. Und Unterstützung, Verständnis und Zuneigung gewinnt man nur, wenn man selbst freundlich ist. Dazu dient der Small Talk auf der Straße, beim Bäcker, über den Gartenzaun, aber auch auf der Arbeit oder bei Partys, auf denen man wildfremde Leute trifft.

Natürlich gibt es auch schüchterne Menschen, die sich so gar nicht trauen, mit fremden Leuten überhaupt zu reden. Für sie ist das Büchlein natürlich eine echte Hilfe. Denn Katharina Kleinschmidt erklärt die kleinen Regeln, die man beherzigen sollte und die auch helfen, die Hemmschwellen zu überwinden. Denn manch einer ist ja gehemmt, weil er sich schon den Anforderungen eines Gesprächs aus der Hüfte nicht gewachsen glaubt. Da muss man dann erst einmal lernen, die eigenen Ansprüche herunterzuschrauben, ein paar hilfreiche Floskeln zu lernen und auch, wie man im kurzen Gespräch bei möglichst unverfänglichen Themen bleibt.

Man muss nicht brillieren. Im Gegenteil. Der Small Talk lebt davon, dass sich alle locker die Bälle zuspielen, auch einfach mal zuhören, was die anderen erzählen. Denn selbst bei unverfänglichen Themen wie Urlaub oder Schnupfen kann man durchaus Interessantes erfahren, eigene Erfahrungen einwerfen, aber auch dem Erzähler das Gefühl geben, dass das jetzt wirklich interessant ist.

Das ist ja so eine seltsame Erscheinung heutzutage, dass etliche Menschen – angefixt von dem, was sie in den „social media“ erleben – meinen, die Gesprächsinhalte, Erfahrungen und Haltungen anderer Menschen abwerten und für inakzeptabel erklären zu müssen, dröhnend drüberherzuziehen und dann auch noch in besserwisserischer Weise alle im Kreis belehren zu müssen. So zerstört man Kommunikation. Und wenn die anderen in der Runde noch nicht eingeschüchtert sind, werden sie diesen Windbeutel sehr schnell allein dastehen lassen.

Denn Small Talk, so simpel er scheint, ist der kommunikative Kitt unserer Gesellschaft. Er fügt uns ein in die kleine und in die große Gesellschaft, weil er auch immer signalisiert: Ich akzeptiere die Regeln. Und ich akzeptiere die Menschen mir gegenüber. Wir können völlig unterschiedlicher Meinung sein und uns vielleicht bei Gelegenheit streiten. Aber ohne einander zu respektieren, werden wir auch nicht gut streiten können.

Umso verblüffender, wie viele Menschen heute meinen, darauf verzichten zu können. Oder haben sie es wirklich verlernt? Fühlen sie sich in ihrem Selbst so sehr gekränkt, dass sie für andere Menschen nur noch Aufpasser und Zuchtmeister spielen können?

Es ist also genau das richtige Büchlein zur Zeit. Auch wenn die Typen, die jedes Gespräch niederwalzen, wahrscheinlich meinen, dass sie ganz bestimmt nicht darauf angewiesen wären. Diese Typen kannte übrigens auch Knigge schon und empfahl dringend, diese Zerstörer jeden guten Gesprächs gründlich zu meiden.

Seinen ersten „Knigge“ schrieb er ja vor allem für jene, die in neue Gesellschaftsschichten hineinwuchsen, durch Verdienst oder Gnade hinaufbefördert wurden oder durch Fleiß hineinkamen und sich jetzt völlig fremd fühlten. Denn die „gehobenen Schichten“ hatten um 1789 längst eine ganze Welt von Umgangsregeln entwickelt, sehr bizarre darunter. Aber die Regeln hatten sich bewährt, sie befriedeten die Gesellschaft. Wer die Regeln durchbrach, ächtete sich selbst.

Doch das waren alles Regeln auf demselben gesellschaftlichen Niveau. Mit seinen Leibeigenen führte der Landjunker ganz bestimmt keinen Small Talk, wie Kleinschmidt feststellt. Aber mit dem Erstarken des Bürgertums traten immer mehr Menschen in eine Welt ein, in der man solche Regeln brauchte, um kulturvoll miteinander umzugehen.

Das Kleinbürgertum brauchte Knigges Regeln – und übertrieb es dann seinerseits auch gern einmal. Aber die Regeln haben sich bewährt. Sie stecken so tief in unserer Gesellschaft, dass mancher tatsächlich nach diesen „Werten“ in der Bibel sucht. Oft genug ein politischer Rabauke, der meint, den Ungläubigen erzählen zu müssen, was Respekt und Anstand ist. Nur findet man diese Regeln eben nicht in der Bibel.

Sie stehen im „Knigge“. Oder eben – angewendet auf das heutige Leben – in solchen kleinen Büchlein wie diesen. Büchlein, die nie und nimmer lospoltern würden mit „Du sollst …“ Weil deren Autor/-innen seit Adolph Freiherr Knigge wissen, dass die Leser dieser Büchlein tatsächlich Rat suchen, weil sie darunter leiden, wenn sie nicht respektiert oder akzeptiert werden.

Einen Aspekt benennt Katharina Kleinschmidt nicht, was vielleicht auch nicht überrascht: Dass man über Small Talk auch herausfindet, ob man mit bestimmten Menschen und Gruppen wirklich warm wird. Wenn die freundlich Angesprochenen nicht wollen oder können, dann könnte es auch sein, dass man mit diesem Rüpelhaufen nie und nimmer froh wird. Dass es wohl besser wäre, nach freundlicheren Menschen Ausschau zu halten, mit denen man sich wirklich wohlfühlt. Die auch gern zuhören, bestätigen, nachfragen und auch spüren lassen, dass jedes Gespräch bereichernd ist, wenn man nur bereit dafür ist, andere Menschen wie Menschen zu behandeln.

Katharina Kleinschmidt Kleiner Smalltalk-Knigge, Buchverlag für die Frau, Leipzig 2019, 5 Euro.

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