Zwischen Wunder und Sachlichkeit: Ein ganzes „Signum“-Sonderheft würdigt die Literaturzeitschrift „Die Kolonne“

Für alle LeserSeit 20 Jahren gibt es in Dresden ein ganz besonderes Magazin für Literatur und Kritik. „Signum“ heißt es. Jährlich erscheinen zwei Ausgaben, dazu immer noch eine Sonderausgabe, die sich einem Thema widmet, das den Herausgebern besonders am Herzen liegt. Das neueste Heft widmet sich einem legendären Vorläufer aus der Zeit der Weimarer Republik und seinen wichtigsten Machern und Autoren: „Die Kolonne“.
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Sie erschien von 1929 bis 1932 im Wolfgang Jess Verlag in Dresden. Die Auflage war nicht besonders hoch. Was auch daran lag, dass es damals Dutzende solcher Literatur-Zeitschriften gab. Nur wenige freilich haben sich bis heute den Ruf bewahrt, seinerzeit wirklich die spannendsten und mutigsten Autorinnen und Autoren veröffentlicht zu haben und dabei auch noch ein unverwechselbares Profil ausgebildet zu haben.

Was im „Signum“-Hefttitel „Zwischen Wunder und Sachlichkeit“ zum Ausdruck kommt, weniger in der Wikipedia-Interpretation, „der Schwerpunkt der Zeitschrift“ hätte „mithin in der sogenannten Naturlyrik“ gelegen. Was der Autor des Wikipedia-Artikels auch hätte merken müssen, wenn er schon einige der bis heute bekannten und berühmten Autoren des Heftes nennt – Peter Huchel z. B., Günter Eich und Elisabeth Langgässer.

In Wirklichkeit war „Die Kolonne“ ein Versuch – mal wieder – den jungen Stimmen in der deutschen Literatur gebündelt eine Plattform zu geben und sich abzusetzen. Gegen die „neue Sachlichkeit“ zum Beispiel, die seinerzeit dominierte. Dichtung lebt auch vom Wider-Spruch, vom So-Nicht – auch wenn die ältere Generation uns bis heute beeindruckt.

Es gehört schon etwas dazu, sich gegen Leute wie Erich Kästner, Rilke und Benn absetzen zu wollen. Aber genau das war Programm, wie Martin Raschke (der „Die Kolonne“ gemeinsam mit A. Artur Kuhnert herausgab) in einem Editorial schrieb: „Sie („Die Kolonne“, d.Red.) wird polemisieren gegen Schreibende, die sich an Stimmungen der Massen und die Moden ihrer Zeit verschenken, weil sie nicht mehr im schöpferischen Grunde des Lebens verankert sind, und sich ängstlich mit Auge und Ohr anstatt nach dem Herzen orientieren“.

Als Raschke das schrieb, war er 24 Jahre alt und hatte mit zwei Schulfreunden zusammen schon einmal eine streitbare Zeitschrift herausgegeben, ganz bewusst „Mob“ genannt und gegen die saturierte Welt der Eltern gerichtet. Der Dresdner Autor Norbert Weiß, der dieses Sonderheft gemeinsam mit dem Autor Jens Wonneberger herausgegeben hat, schreibt über diese „Rebellion der Möbse“, die für zwei der Jungen mit der Relegation vom Gymnasium endete.

Überhaupt ist das „Signum“-Heft eine Team-Arbeit. Gemeinsam hat man sich an die Aufarbeitung einer Geschichte gesetzt, die überfällig war, auch weil – anders als bei anderen besonderen Zeitschriften der Weimarer Zeit – „Die Kolonne“ kein Reprint erlebt hat, womit auch ihre Macher und Herausgeber lange unerforscht blieben, so wie Martin Raschke, der im Heft eine besonders zentrale Rolle spielt, denn auch er machte sich nicht nur als Herausgeber dieser ambitionierten Zeitschrift einen Namen.

Wer den Wikipedia-Artikel zu Raschke liest, weiß, was eine Moralkeule ist und wie leicht es sich heutige Rezensenten machen, Personen wie Raschke in eine Ecke zu stellen. Dass es mit Raschke so billig nicht ist, machen Norbert Weiß, Jens Wonneberger, Wulf Kirsten und Katrin Nitzschke in ihren Beiträgen zu Martin Raschke recht deutlich. Genau wie Günter Eich arbeitete er in den 1930er Jahren besonders für den Rundfunk, schrieb Hörspiele und Textbücher.

1941 wurde er als Kriegsberichterstatter eingezogen und wurde dabei 1943 im Einsatz tödlich verwundet. Es gibt also nur das völlig offengebliebene Leben des 1905 Geborenen, der nach 1945 keine Chance hatte, neu anzuknüpfen. So wie eben Günter Eich, Elisabeth Langgässer oder Peter Huchel, die heute niemand so in die Ecke stellen würde.

Schon gar nicht vor dem Hintergrund seiner Verdienste um die junge, unangepasste Literatur. In einem Beitrag widmet sich Norbert Weiß zum Beispiel den beiden Außenseitern Theodor Kramer und Walter Bauer, zwei von denen, die Lyrikkenner noch heute wahrnehmen, während sie in den Lyrikabteilungen der Buchhandlungen nie auftauchen.

Zwei, die aber auch deutlich machen, warum Lyriker so ein Problem in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit haben – denn sie sprechen, wenn sie wirklich gut sind, mit feinem Gespür genau die Gefühle an, die Menschen atmen, sorgen und lieben lassen, die sie mit ihrem Dasein auf Erden verbinden. Logisch, dass auch „Die Kolonne“ den ewigen Zank des Feuilletons aufnahm, wie zeitgebunden Lyrik eigentlich sein darf (oder gar soll! Parteiauftrag!), damals konfrontiert mit der scheinbar maßstabsetzenden Zeitgebundenheit eines Paul Fleming im 17. Jahrhundert.

Eigentlich streift der Band auch das Drama der deutschen Lyriker im Jahr 1933. Denn wenn sie wirklich gut waren, hatten sie ein Problem. Und die meisten Autorinnen und Autoren der „Kolonne“ hatten ein Problem, denn mit der von Lexikonartikelschreibern so gern zitierten „Naturlyrik“ hatte das meiste, was die „Kolonne“ veröffentliche, nichts zu tun.

Was natürlich in der DDR geprägte Autoren wie Wulf Kirsten nur zu gut wissen. Denn wer wirklich mit aufmerksamem Blick das Menschlichste zu fassen versucht, der steht immer im Widerspruch zur Zeit. Und zu den Herrschenden erst recht.

Und nicht alle konnten (oder wollten) 1933 das Land verlassen. Und wer da blieb, war zum Sich-Verbiegen verdammt. Oder zum Schweigen. Auf jeden Fall verloren jene, die sich nicht anpassten, jede Möglichkeit zur Veröffentlichung.

Manche, die in Heften wie „Die Kolonne“ ihre erste Chance zur Veröffentlichung bekommen hatten, konnten erst nach 1945 wirklich durchstarten, wurden dann – wie die oben genannten – zu prägenden Lyrikern in der Bundesrepublik. Aber selbst einer, der dann im Osten zu einem Unverwechselbaren wurde, taucht hier – mit Kürzel – erstmals auf: Johannes Bobrowski.

Der Begriff des Magischen Realismus fasst es ein wenig besser. Und wer die genannten Dichterinnen und Dichter gelesen hat, weiß, was das für eine Sprachgenauigkeit und Bildgewalt ist. Und wie stark sich diese neue Strömung tatsächlich von der Nützlichkeitslyrik oder gar der blutleeren Bodenlyrik der Nazi-Zeit absetzte. Martin Raschke hatte ganz unverkennbar ein Gespür für dieses Neue, das dem Menschsein wieder einen magischen Impuls gab.

Und auch deshalb haben die Herausgeber dem Band auch ein paar Gedichte jüngerer Autoren beigefügt, die sich ganz explizit auf die „Kolonne“ und Raschkes Freundeskreis beziehen. Und die damit auch zeigen, wie diese Art wieder Lyrik zu machen fortwirkt. Auch in der DDR fortwirkte, wo der Zugriff auf Himmel, Wasser und gezähmte (oder zerstörte) Natur auch ein lebhafter Protest war gegen das verordnete Nützlichkeitsdenken.

Und irgendwie lebt das weiter, steht die Herausforderung immer noch. Das Sonderheft lädt regelrecht dazu ein, sich einmal mit Martin Raschke, der „Kolonne“ und auch den dort vertretenen Autorinnen und Autoren zu beschäftigen. Und den Fluss zu sehen, der hier durch die deutsche Literatur fließt und eben nicht erst nach 1945 begann. Ein Fluss, der nicht ohne Grund das Magische aufgriff, das menschliche Existenz so faszinierend machen kann, wenn man Auge und Ohr dafür hat. Und gute Gedichte schließen es auf, machen es sichtbar.

Es geht ums ganz aufmerksame Schauen und Staunen. Das ist das Gegenteil von Mythos. Ulf Kirsten hat wenigstens noch versuchen können, mit einigen der damaligen Heftautoren Kontakt aufzunehmen. Heute leben sie alle nicht mehr, müssen die Archive sprechen und die Hefte von „Die Kolonne“. Und das „Signum“-Sonderheft ist ein sehr beherzter Schlüssel dazu, der überhaupt erst einmal in dieser Fülle zeigt, was da bis 1932 in Dresden entstand und jenen jungen Autorinnen und Autoren eine erste Öffentlichkeit gab, die wir heute fast nur aus der Nachkriegszeit kennen.

Signum Sonderheft „Zwischen Wunder und Sachlichkeit. Die Kolonne. Zeitschrift für Dichtung“, Signum, Dresden 2019, 8,20 Euro.

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