Der ach so schöne deutsche Wald wird immer mal wieder zum Schlagzeilenthema. Seit 2018 erst wieder, seit die Gazetten vom Waldsterben 2.0 fabulieren. Das klingt so schön dramatisch. Ist aber falsch. Auch wenn die Aufnahmen aus dem Harz oder der Sächsischen Schweiz noch viel dramatischer sind als die aus den 1970er Jahren. Aber was da kaputtgeht, ist nun mal kein Wald, sondern ein Forst. Ein Zeitalter geht zu Ende.

Dabei geht es dem Biologen Hans Jürgen Böhmer gar nicht so sehr um den in Deutschland so vehement geführten Kampf Forst gegen Naturschutz. Denn das meiste, was da mit vielen Bäumen herumsteht im Land, sind Forste – künstlich angelegte Baumbestände, in denen es vor allem darum geht, Nutzholz zu gewinnen. Möglichst schnell und gerade wachsendes Nutzholz.Und dazu wurden und werden vor allem Flächen genutzt, die landwirtschaftlich nicht geeignet sind. Berge zum Beispiel. Weshalb die größten Forste halt in den Bergen stehen. Und die Deutschen die riesigen Kiefernplantagen in den Bergen eben fälschlicherweise mit Wald verwechseln. Bis heute.

Aber das war in den 1970er Jahren nicht anders, als Böhmer selbst jung war und sich von den dramatischen Geschichten über das Waldsterben anregen ließ, die Sache selbst zu studieren und als Wissenschaftler zum Wald zu forschen.

Weshalb sich Leser nicht wundern dürfen, wenn er sehr emotional mit dem „Waldsterben“ der 1970er Jahre beginnt und die bis heute dominierende Legende, vor allem schweflige Industrieabgase hätten es ausgelöst oder wären allein dafür verantwortlich, auseinandernimmt. Wer hinterfragt das schon, wenn doch bald Entschwefelungsanlagen dafür gesorgt haben, dass der „Saure Regen“ verschwand und das „Waldsterben“ aufhörte? Im Westen zumindest.

Wälder im Klimastress

Denn im östlichen Erzgebirge ging das Waldsterben ja munter weiter. Man konnte hinfahren und sich das Drama anschauen. Aber der Fehler lag nicht in der Zuschreibung, die ja sogar sehr viel Gutes hatte, wie Böhmer feststellt. Denn ohne diese Dramatik hätte es all die Verbesserungen in der Luftreinhaltung nicht gegeben.

Und dem Wald hat es trotzdem gutgetan. Und der Erforschung der Wälder als Ökosystem. Denn das Phänomen des Waldsterbens wurde damals nicht nur in Mitteleuropa beobachtet, sondern auch in Ländern rund um den Pazifik, wo man den Einfluss von Industrieabgasen von vornherein ausschließen konnte.

Böhmer nimmt die Leser sehr anschaulich mit in diese scheinbar völlig neu auftauchende Welt der Waldökologie, in der Forschern, die die alten Denkbahnen verließen, nach und nach klarer wurde, dass Wälder keine einfachen Systeme sind, die einfach mal schnell 1:1 auf Umwelteinflüsse reagieren.

Bei vielen Ökologen hat sich seitdem die Erkenntnis durchgesetzt, dass Wälder komplexe Organismen sind, die durchaus in der Lage sind, auch negative Umweltveränderungen über eine gewisse Zeit abzupuffern. Sie kommen mit einer großen Schwankungsbreite auch in den klimatischen Veränderungen zurecht.

Und selbst Waldsterben sind normal, gehören zum Werden und Vergehen, haben aber selbst wieder sehr konkrete Ursachen, die oft darin liegen, dass man es mit homogenen Wäldern zu tun hat mit lauter gleichaltrigen Bäumen, die um dieselben Ressourcen kämpfen müssen.

Solche Wälder entstehen – wie hier am Beispiel Hawaii geschildert – z. B. auf Lavafeldern, wenn die Vegetation auf diese zuvor völlig kahlen Geröllfelder zurückkehrt. So entstehen gleichaltrige Wälder, in denen die Bäume auch gemeinsam altern und dann nach Abschluss ihres natürlichen Lebenszyklusses auch fast gleichzeitig schwächeln und sterben. Bei von Menschen angelegten Forsten muss man da nicht lange nachdenken: Auf die trifft das auf noch radikalere Weise zu.

Die Vergesslichkeit der Wissenschaften

Aber es gibt auch noch andere Gründe, die Wälder sterben lassen. Manche – wie große Dürren – klimatischer Art, andere vom Menschen gemacht, der die Wälder der Erde auf vielfältige Weise stört und zerstört, invasive Arten einträgt, ganze Inseln entwaldet oder die Wälder für Plantagen abholzt, auf denen dann all das wächst, was dann billig in die Wohlstandsnationen des Nordens exportiert wird.

Weshalb Böhmer ganz am Ende seiner Reise durch die Wälder der Erde auch uns als Leser und Konsumenten daran erinnert, dass wir mit unserem gedankenlosen Kaufen, Kaufen, Kaufen zum Waldsterben weltweit beitragen.

Aber ist denn Waldsterben tatsächlich so schlimm, wenn es doch selbst auf natürliche Weise geschieht?

An dieser Stelle geht Böhmer auf die frappierende Vergesslichkeit auch der Wissenschaft ein, die sich auf so fatale Weise mit der Vergesslichkeit von Politik und Medien zusammenfindet. Wir skandalisieren zwar nur zu gern dramatische Vorgänge wie die von Borkenkäfern zerstörten Forste in unseren ach so romantischen Mittelgebirgen. Aber wir tun auch nur zu gern so, als wäre das alles ganz überraschend und neu und wir wären davon aus heiterem Himmel erwischt worden.

Dabei wussten wir das alle schon. Und auf einmal gibt es auch eine unerwartete Verbindung zu unserem Wissen um die Erderwärmung, das die meisten heutzutage ja irgendwo mit 1992 fixieren, dem Jahr der großen Klimakonferenz in Rio de Janeiro. Was schon schlimm genug ist. Denn das sind fast 30 Jahre des Verleugnens, Aussitzens, Verweigerns und Vertrödelns.

Aber Böhmer beschäftigt sich nicht ohne Grund mit der fatalen Vergesslichkeit auch in den Wissenschaften, die sich in den letzten 20 Jahren noch verschärft hat, weil auch die Forscher fast nur noch auf Publikationen zugreifen, die auch digital vorliegen und in digitalen Datenbanken recherchierbar sind.

Ganz zu schweigen von der neoliberalen Demolierung der Forschungslandschaft, wo alles auf Masse, Effizienz und Geschwindigkeit getrimmt ist und gerade die jüngeren Forscher/-innen (nicht nur in Deutschland) in prekären und befristeten Beschäftigungen feststecken, die ein wirklich gründliches und zeitaufwendiges Forschen gar nicht mehr möglich machen.

Stichwort: #ichbinHanna. Etwas, was Böhmer noch praktizieren durfte, als er sich für Monate in die Inselwälder der Südsee begab, wissend, dass man den Wald konkret vor Ort kennen muss, wenn man irgendetwas über ihn aussagen möchte.

Forschung ohne Wald

Was die biologische Vielfalt eines konkreten Waldes ausmacht, lässt sich nicht aus Satellitendaten herauslesen, auch wenn das einige Forscher mit spektakulären Forschungsprojekten in letzter Zeit versucht haben. Man denke nur an das gehypte Ergebnis einer 2017 veröffentlichten Arbeit, die von den Medien nur zu gern aufgegriffen wurde und suggerierte, die Weltgemeinschaft hätte riesige existierende Waldbestände schlichtweg ignoriert und vergessen.

Eine Arbeit, bei der sich die Waldökologen weltweit einfach nur an den Kopf fassten. Aber die Ursache war ihnen schnell klar: Die Satellitendaten waren schlicht nicht spezifisch genug, um Wälder von anderen Ökosystemen – wie etwa Savannen – zu unterscheiden. Und man kann nicht bewaldete Ökosysteme auch nicht einfach aufforsten, um mehr CO2 zu binden, denn erstens speichern selbst die riesigen Wiesenlandschaften der Erde große Mengen CO2.

Und zum anderen sind sie Heimat einer biologischen Vielfalt, die sich deutlich von der in Wäldern unterscheidet. Man würde also wertvolle Ökosysteme vernichten, um mehr Wald zu bekommen. Die Studienautoren ruderten zurück. Aber das war den großen Medien dann keine Schlagzeilen mehr wert.

Ein Phänomen, das Böhmer immer wieder beobachtet, der mit seinem Lehrstuhl für Biogeografie an der University of South Pacific natürlich direkt vor Ort forscht in Wäldern, die von der menschlichen Übernutzung und dem Eindringen invasiver Arten stark betroffen sind. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie arbeitet er als Gastwissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Und hat damit natürlich wieder die deutsche Debatte um das Waldsterben vor Augen, die – wie schon vor 40 Jahren – vor allem eine Debatte um Forste ist. Denn was der Borkenkäfer da zerstört, sind fast ausschließlich monotone, gleichaltrige Forstkulturen mit Bäumen, die dort natürlicherweise gar nicht wachsen würden.

Wenn Wald in den Köpfen wie Forst aussieht

Trotzdem füllen jämmerliche Videoclips über den „sterbenden Harz“ die YouTube-Kanäle. Videoclips, die davon erzählen, dass selbst die Bewohner dieses Mittelgebirges nicht wissen, welches eigentlich der natürliche Waldbewuchs des Harzes wäre. Sie sind mit den Monokulturen der Fichtenbestände aufgewachsen und haben mit ihnen das Bild von Wald verinnerlicht.

Und dass die deutschen Forstbesitzer (die sich nur zu gern Waldbesitzer nennen) nicht wirklich begreifen wollen, dass die Zeit der künstlich angelegten Baumplantagen vorbei ist, wird ja längst schon in der heillosen Diskussion deutlich, die sich darum dreht, welche neu zu importierenden Baumarten man nun anstelle der toten Fichten anpflanzen könnte. Man muss doch Geld verdienen mit dem Wald!

Man will den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben, neue – und damit letztlich invasive – Arten anpflanzen und neue, künstliche Ökosysteme schaffen. Etwas, was Böhmer anhand der dramatischen Folgen weltweit eingeschleppter Arten diskutiert, die ganze Waldökosysteme kippen lassen, die ursprüngliche und meist unersetzliche Artenvielfalt zerstören und schon heute in vielen Regionen Wälder hervorbringen, die es so zuvor nicht gab – neue Wälder im ganzen Sinn der Bezeichnung.

Aber eben leider auch artenarme Wälder, denn die Vielfalt der ursprünglichen Wälder verschwindet, wenn ihre Hauptbaumarten verschwinden. In Ökosystemen sind alle Lebewesen aufeinander angewiesen. Auch das gehört ja zu den „Neuentdeckungen“ der jüngeren Waldökologie, dass man auch auf die Pilze, Moose, Insekten, die Vögel und die winzigen Bewohner der Waldböden achten muss. Alle sind in einem fein justierten Stoffkreislauf aufeinander angewiesen. Eine einzige invasive Art, die diesen Kreislauf zerstört, genügt oft schon, um alte Wälder sterben zu lassen.

Pokerspiel mit neuen Bäumen

Wenn deutsche Forstleute jetzt also wieder derart gedankenlos experimentieren, ist jetzt schon klar, dass Deutschland irgendwann genau dieselben Probleme bekommen wird. Invasive Arten sind hier zwar auch schon zu Hunderten eingeschleppt worden, aber sie bedrohen noch nicht die ursprüngliche Artenvielfalt im ganzen Land.

Die ist eher unter Druck, weil der immerfort Autobahnen, Gewerbegebiete und Eigenheimsiedlungen bauende Mensch immer mehr Landschaft zubaut, zerstört und zerschneidet. Und weil er Wälder nur zu einem winzigen Bruchteil als Wildnis duldet.

Ein Punkt, den Böhmer sehr intensiv diskutiert, weil nach wie vor in deutschen Forsten gilt, dass die Besitzer bestimmen, was da zu wachsen hat. Und das betrifft auch staatliche und kommunale Besitzer, die glauben, einen Wald bauen und gestalten zu können und die eine Ur-Angst davor haben, den Wald sich selbst zu überlassen und sich selbst entwickeln zu lassen.

Was Wälder aber können. Auch das schildert Böhmer anhand eines Bergwaldes, aus dem sich die Menschen zurückgezogen haben und der jetzt zusehends „verwildert“. Noch ist das Wort negativ besetzt, weil wir es verinnerlicht haben, dass Wälder aufgeräumt auszusehen haben.

Klimastress schon in den 1970er Jahren

Aber zurück zum Waldsterben, das Böhmer – nachdem er seine Leser mitgenommen hat bis in die Vorgeschichte seiner Wissenschaftsdisziplin – wie selbstverständlich einordnet in den in Deutschland längst spürbaren Klimawandel. Denn auch das erste – medial so aufgekochte – Waldsterben hatte zu tun mit einer Reihe von heißen und regenarmen Jahren, die schon deutlich über dem langjährigen Temperaturmittel lagen. Das heißt: Die betroffenen „Wälder“ hatten genauso wie in den Dürrejahren 2018 ff. unter Hitzestress und Wassermangel zu leiden.

Die schwefligen Industrieabgase kamen nur noch obendrauf. Eine Vielzahl von Stressoren kam also zusammen, die auch die Selbstregulation, die auch künstlich angepflanzte Bäume haben, deutlich überforderte. Und zum Mehrfachstress kommt natürlich auch die Tatsache hinzu, dass diese Plantagenbäume hier weder ihren natürlichen Lebensraum vorfanden noch in diesen niedrigen Höhenlagen heimisch waren. Schon diese leichte Temperaturerhöhung über mehrere Jahre sorgte dafür, dass die eh schon gestressten Bäume abstarben.

Eigentlich ein simpler natürlicher Vorgang. Man hätte was draus lernen können. Und in gewisser Weise lernte man auch was und begann seitdem langsam, anstelle der Nadelholzplantagen wieder gemischte Kulturen anzupflanzen. Freilich noch nicht im Wissen darum, dass auch Deutschland längst im Klimawandel steckte. Das sah man in den 1980er Jahren schlichtweg nicht als Hauptstressor. Man verdrängte es regelmäßig.

Und das ist der Punkt, an dem Böhmer natürlich nur zu gern auf die „Alzheimerisierung der Wissenschaft“ eingeht. Denn dass auch die Wälder auf den Klimawandel reagieren und das wissenschaftlich nachweisbar ist, wussten die aufmerksamen Forscher auch schon 1920. Denn damals beobachteten sie schon mit einigem Erstaunen, wie sich die Waldgrenze in den polaren Regionen immer mehr nach Norden verschob. Und auch damals belegten Messungen schon, dass das direkt mit der Erwärmung in diesen Regionen zusammenhing.

Die fast vergessene Forschung des Constantin Andreas von Regel

Und keiner brachte es so nachdrücklich auch zu Papier wie der Botaniker Constantin Andreas von Regel, dessen Buch „Die Klimaänderung der Gegenwart“ von 1957 Böhmer besonders würdigt. Ein Buch, in dem im Grunde schon alles gesagt ist zur Klimaerwärmung und ihren Folgen für die Ökosysteme der Erde. Und das dennoch fast vergessen ist, weil das Rad auch zum Klimawandel im Lauf des 20. Jahrhunderts mehrmals neu erfunden werden musste.

Dabei wies Regel sehr deutlich darauf hin, wie stark die durch den Menschen induzierte Klimaerwärmung schon vor 100 Jahren die Ökosysteme veränderte. In den Polarregionen war es am deutlichsten sichtbar. Nicht nur die Vegetationsgrenze verschob sich immer weiter nach Norden, auch die Eisfelder schmolzen, Schiffspassagen waren immer länger eisfrei. Und anhand der Alpengletscher zeigt Böhmer, dass das Phänomen auch dort schon seit 100 Jahren zu beobachten ist.

Und das spielt eben auch für unsere Wälder eine Rolle. Denn die Frage steht jetzt: Wird es unseren wirklich heimischen Baumarten gelingen, sich an die anstehenden Veränderungen anzupassen, mit mehr Hitze und weniger Wasser umzugehen? Oder haben die Forstleute recht, die gleich subtropische Baumarten importieren wollen?

Bislang, so Böhmer, sind es eher die wirklich heimischen Arten, die sich als robuster erweisen und sich als fähig erweisen, die leergeräumten Bodenflächen wieder zu besiedeln und stabile Lebensgemeinschaften zu bilden. Nicht alle. Das gehört ebenfalls zur dramatischen Lage, denn viele beliebte heimische Bäume leiden ja unter eingeschleppten Schädlingen, die sie zusätzlich unter Stress setzen und teilweise zum Verschwinden bringen.

Wälder der Zukunft?

Weshalb sich Böhmer auch hütet, den Wald der Zukunft zu beschreiben. Denn dazu sind die – fast sämtlich vom Menschen gemachten – Veränderungen zu groß. Wir werden nicht mehr die ursprünglichen Wälder bekommen, die einst fast ganz Deutschland bedeckten. Es werden andere Wälder werden, die, wenn wir Glück haben, dennoch vor allem von hier heimischen Arten dominiert werden.

Aber um dahin zu kommen, müssen wir natürlich unser falsches romantisches Verständnis von Wald ändern. Und auch lernen, die Wälder in Ruhe zu lassen, wie das ja schon im Nationalpark Oberharz passiert, wo die Botaniker staunend zuschauen können, wie mitten im Bruchholz der abgestorbenen Fichtenplantagen ein neuer Wald heranwächst. Das geht nämlich schnell.

Wenn man den Wald nur lässt und nicht immer wieder so tut, als müssten und könnten wir die Natur dazu zwingen, zu tun, was wir wollen. Das geht schief. Und das können wir uns auch nicht leisten. Und wir müssen eben auch lernen, die Wälder in anderen Regionen immer mitzudenken, die zu einem großen Teil nur deshalb gefällt und verbrannt werden, damit wir billige Nahrungsmittel auf dem Teller liegen haben.

Es ist ein Buch, das sehr anschaulich schildert, wie komplex Wälder in Wirklichkeit sind. Und wie fatal die von neoliberalem Tonnage-Denken verzerrte Wissenschaftspraxis von heute, die selbst ambitionierten jungen Forscher/-innen gar keine Zeit und keinen Raum mehr lässt, selbst in die Wälder zu gehen und ihre Vielfalt zu untersuchen. Wir stehen am Scheideweg und mit uns die Wälder, stellt Böhmer fest. Aber obwohl wir es wissen, gehen Abholzung, Fragmentierung und Klimastress weltweit weiter.

Aber Böhmer gibt sich zuversichtlich: Weil wir es wissen, sollte das dazu ermutigen, gegen diese Rücksichtslosigkeit anzukämpfen. Wir könnten ja hierzulande anfangen, in diesem Land der Romantiker, die von Wäldern träumen, die es gar nicht gibt. Nicht geben kann, solange wir Wälder wie Forste behandeln und glauben, wir könnten ihnen beibringen, so zu funktionieren, wie das für unseren Konsumwahnsinn am besten ist.

Hans Jürgen Böhmer Beim nächsten Wald wird alles anders, Hirzel Verlag, Stuttgart 2022, 24 Euro.

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