Verschleierung, Parteiarroganz, Resignation

Die Sprengung der Leipziger Universitätskirche war durch die Leipziger nicht zu verhindern

Für alle LeserAm 23. Mai vor 50 Jahren besiegelten die Leipziger Stadtverordneten das Schicksal der einstigen Universitätskirche St. Pauli am Karl-Marx-Platz. Wenn sie das überhaupt konnten. Aber tatsächlich stimmten sie mit nur einer Gegenstimme für die Neugestaltung des Universitätscampus am Karl-Marx-Platz – Abriss und Sprengung von Paulinerkirche und Augusteum mit eingeschlossen. Das schwarze Jubiläum nutzte auch die Universität, um die historischen Vorgänge ein bisschen zu erhellen.

Der intensive Widerstand gegen die Sprengung ist gut dokumentiert. Für Dr. Katrin Gurt, Wissenschaftlerin am Historischen Seminar der Universität Leipzig drängte sich dabei aber auch die Frage auf: Wie konnte die Kirche trotz dieser starken Protestbewegung dennoch gesprengt werden? In Gesprächen mit Zeitzeugen und in historischen Akten suchte sie gemeinsam mit Studierenden nach Antworten.

Ihr Fazit: „Durch die Berichte zum aktiven und passiven Widerstand ist eine Schieflage zwischen der historischen Betrachtung einerseits und der Wahrnehmung in der Bevölkerung andererseits entstanden.“

Das Bild des mutigen Widerstands in zahlreichen Publikationen bildete den Ausgangspunkt der qualitativen Studie. Sie wollte empirisch, also auf Grundlage von wissenschaftlich ausgewerteten Daten, für Aufklärung sorgen. Dr. Katrin Gurt interessierte sich als Leiterin der Untersuchung zusammen mit ihren Studierenden am Historischen Seminar besonders für folgende Aspekte: Wie viele Einzelpersonen und Personenkreise haben tatsächlich in welcher Form Widerstand geleistet? Lassen sich in den Unterlagen sogar Hinweise auf die Akzeptanz der Kirchensprengung finden? Wodurch ist sie begründet und in welchem Verhältnis stand diese Gruppe zu den Widerständlern?

Vorgehen: Zeitzeugen befragt und Akten durchleuchtet

Ein Semester lang befragte das Projektteam dazu bereits bekannte Zeitzeugen, aber auch Menschen, die sich auf einen Zeugenaufruf hin gemeldet hatten. In einem zweiten Schritt sah die Historikerin Akten der Zeitzeugen in der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (BStU) durch.

„Inhaltlich erforschte ich beide nicht voneinander zu trennenden Bereiche: die Sprengung mit den vorausgehenden Beschlüssen und das sich selbst entrollende Plakat mit der Forderung nach Wiederaufbau der Kirche auf dem Bachwettbewerb drei Wochen nach der Sprengung“, erläutert Dr. Katrin Gurt.

Ergebnis: Die Stadt hatte „tausend andere Probleme“

Nach Auswertung aller Daten kam die Historikerin mit ihren Studierenden unter anderem zu dem Schluss: Die Sprengung war nicht zu verhindern.

Und warum das so war, ist das eigentlich spannende Ergebnis dieser Forschung.

„Natürlich gab es auch intensiven Widerstand. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung war unwissend. Einige Zeitzeugen begrüßten den Abriss, da die Kirche in ihrer Vorstellung fast vollständig zerstört war“, so Gurt. Ein anderer Zeitzeuge sagte, dass die Leipziger Stadtbevölkerung „tausend andere Probleme gehabt (hat). Die Häuser waren alle marode, die Dächer waren nicht dicht, die Taubenplage.“

Das Fazit: Gegen diese Resignation sowie den politischen Willen der Partei und eines Alleinherrschers wie Paul Fröhlich kamen die Widerständler nicht an.

Und im Stadtrat: Ein Beschluss ohne Hinweis auf die Sprengung

Mit dem Beschluss 120 der Stadtverordnetenversammlung vom 23. Mai 1968 war das Schicksal der Kirche besiegelt. Er lässt aber auf den ersten Blick nicht erkennen, dass es sich um die Sprengung der Kirche handelt. Die Versammlung beschloss mit einer Gegenstimme die Perspektivkonzeption der Stadt Leipzig bis 1970. Die Gegenstimme gab Pfarrer Rausch. All das ist in den Akten dokumentiert

„Nicht nachlesbar sind die kleinen Details, wie beispielsweise die Geschichte des Planungsleiters einer kleinen Druckerei. Bei einem sogenannten ‚Gang ums Haus‘ informierte ihn der Produktionsleiter über einen geheimen Druckauftrag, den er zu Hause lesen sollte“, berichtet Katrin Gurt aus dem Interview mit ihm.

Der Zeitzeuge aus der Druckerei sah sich den Auftrag genauer an: „… Und da war das die Argumentation der Partei für die Parteigliederung und für die Stadtverordneten für die Sitzung, wo der Beschluss getroffen werden sollte, der anschließend veröffentlich werden sollte … Und eine Seite war der Zeitplan mit dem Tag der Sprengung.“ Er schrieb die Seite mit der Schreibmaschine ab und gab es dem Studentenpfarrer und dem Bischof weiter. „… die wussten dann wenigstens, es geht hart auf hart. Also die Kirche kommt weg.“

Widerstand und Betroffenheit unter den Leipzigern

Natürlich sprach das Forscherteam auch mit Widerständlern. Ein Zeitzeuge berichtete beispielsweise von einer Gruppe junger Theologiestudenten, die sich vor dem Beschluss darauf einigten, die Stadtverordneten zu Hause zu besuchen und umzustimmen. „Wir sind zum Teil gleich im Treppenhaus abgefertigt worden, als wir sagten, wir sind Studenten und hätten gern mit ihnen über den Beschluss nächsten Donnerstag gesprochen… Aber wir haben gar nichts erreicht, denn die haben alle mit ‚Ja‘ gestimmt.“

Keine Belege für Ulbrichts Ausruf „Die Kirche muss weg“

„Die Kirche muss weg“. Dies soll Walther Ulbricht zur Eröffnung der Leipziger Oper 1960 geäußert haben. Nachweisbar sei das allerdings nicht, so Gurt. Die Grundsätze des Städtebaus der SED sahen vor, die Beseitigung des Alten in Kauf zu nehmen, um in die Zukunft blicken zu können.

„Mit Sicherheit hat Ulbricht den Entschluss zur Sprengung mitgetragen, aber mit genau der gleichen Sicherheit ist er nicht allein verantwortlich. Großen Einfluss hatte sicher der hochrangige DDR-Parteifunktionär Paul Fröhlich. Er war Mitglied des Politbüros und 1. Sekretär der Bezirksleitung. In diesen Positionen konnte er Entscheidungen mit treffen und diese nutzte er als Kirchengegner in Leipzig aus“, berichtet Dr. Katrin Gurt.

Zugleich belegen die Akten ein enormes Interesse der Staatssicherheit an der Universitätskirche. Die akribischen Beschreibungen und die Masse der gesammelten Informationen über Personen dokumentierten laut Gurt die große Angst vor der Institution Kirche.

Lesetipp

Wesentlich weiter gespannt hat ja bekanntlich Andrew Demshuk seine Forschungen, der nicht nur Zeitzeugen befragte, sondern die ganze Vorgeschichte der Parteibeschlüsse zur Neugestaltung des Uni-Campus und zur Sprengung der Uni-Kirche seit den 1950er Jahren analysiert und in seinem Buch „Demolition on Karl Marx Square“ eindrucksvoll dargelegt hat.

Denn was am 23. Mai in der Stadtverordnetenversammlung passierte, war nur noch eine Vignette. Die Abrisspläne waren anderswo längst beschlossen. Die Leipziger hatten es in diversen Ausstellungen zur Neugestaltung des Karl-Marx-Platzes zähneknirschend mitbekommen. Viel entscheidender für den Abriss war die parteigetreue Zustimmung der Uni-Leitung zum Abriss.

Sein Buch stellt Andrew Demshuk beim wissenschaftlichen Kolloquium am 30. Mai vor.

Universität begeht 50. Jahrestag mit Symposium, Konzert und Dankgottesdienst

Genau 50 Jahre nach der Sprengung der Universitätskirche stehen im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli neben einem Gedenk- und Dankgottesdienst auch ein Konzert mit einer Uraufführung sowie ein wissenschaftliches Kolloquium auf dem Programm. Das Gedenken an die Zerstörung des Gotteshauses und der Dank für den Neubau stehen im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der am 30. Mai um 10 Uhr beginnt.

Das Kolloquium wirft neue Blicke auf den Zerstörungsakt, dessen historisches Umfeld und die Folgen bis zur Gegenwart. Zugleich soll in dem Kolloquium die Zerstörung der Universitätskirche und der Neubau des Paulinums im Kontext vergleichbarer Fälle analysiert werden, bei denen auf unterschiedliche Weise auf die Unterbrechung baulicher und historischer Traditionen reagiert wurde. Dazu ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Am Abend steht ein Gedenkkonzert auf dem Programm, bei dem neben Werken von Johann Sebastian Bach, Bengt Hambreaus, Arvo Pärt und Volker Bräutigam auch das Werk „Visionen“ von Universitätsorganist Daniel Beilschmidt als Uraufführung erklingen wird.

Wie die Zerstörung der Paulinerkirche zum Beginn des Leipziger Bürgerprotestes wurde

 

 

Paulinerkirche
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