Leo Leu liest den Zuckerschock der „Bild“-Zeitung zum Stadtjubiläum

"Nu gomm schon, Leo, das griegste auch noch hin." - "Och nee, ich bin noch ganz geschafft vom letzten Mal." - "Gomm schon. Is doch Jubilejum!" - Das dachten sich ja auch die Kollegen der "Bild" am Floßplatz. Wahrscheinlich haben sie im Januar beisammen gesessen und diskutiert: "Was machen wir denn nun zum 1.000-Jährigen? Eine Sonderausgabe?" - "Ich schlage eine Sonderausgabe vor." - Also mein Vorschlag wäre: eine Sonderausgabe."

So ungefähr muss das gewesen sein. So viele 1.000-Jährige hat ja Leipzig nicht zu feiern. Und Sonderausgabe können sie bei „Bild“. Ist ja so eine Art Fußball-WM ohne Fußball (eigentlich doch mit Fußball – „Bild“ geht einfach nicht ohne Fußball). Hab ich mich also mal für drei Stunden ausgeklinkt aus dem Redaktionsbetrieb …  Na ja. Ist jetzt geschwindelt. Wollte ich eigentlich erst, um die anderen zu ärgern. Da hätte ich mich mit Kaffee und Croissant ins Grüne gesetzt und emsig gelesen.

Aber Sie wissen ja: Mit emsig lange lesen ist das nicht so bei „Bild“. Auch wenn sie richtig große Texte im Blatt haben diesmal. Nicht nur große Buchstaben, wirklich erstaunlich große Texte. So zwei oder drei. Man sieht, dass sie sich Mühe gegeben haben und nachgedacht: Was packen wir da rein?

„Mord und Totschlag!“

„Jawoll. Das ist es.“

Ist es auch. Was wären 1.000 Jahre ohne echte Mörder? Was wäre eine „Bild“-Sonderausgabe zum Leipziger Stadtjubiläum ohne Mörder? Sie sind sich treu geblieben, die Kollegen vom Floßplatz. Und die vom Peterssteinweg werden es wohl auch bleiben, wenn sie mit ihrer Sonderausgabe so weit sind. Ob was Neues drin steht, ist vielleicht nicht so wichtig. Ob’s stimmt, wohl auch nicht. Oder nur ein bisschen. Denn wie entsteht eigentlich Geschichte? Über so was denke ich nach, wenn ich so blättere: Was stellt das an mit mir und meiner Sicht aufs große Ganze? Werde ich klüger? Hab ich neue Einsichten?

Ich geb’s ja gern zu: Die Promis, die „Bild“ für wichtig hält, halte ich selbst nicht für wichtig. Das sind für mich alles Zirkusclowns. Denn Fernsehen ist doch nur Zirkus – ohne Zuckerwatte, Spreu und diesen herrlichen Geruch nach wildem Tier. Geruchloser Zirkus. Ich frag mich schon lange – ziemlich lang – was Leute an diesen geruchlosen Prominenten eigentlich finden. Da sind doch trainierte Hängebauchschweine interessanter.

Aber sei’s drum.

Das ist zum Glück nicht alles. Denn zwei bekannte Nasen haben Texte geschrieben für diese Sondernummer für die Leipziger, die sind einfach schön: Sabine Ebert, unsere beliebte 1813-Geschichte-Autorin, hat versucht, das etwas matschige, rustikale Leipzig von 1015 zu beschreiben. Eine hübsche Gelegenheit, auch für „Bild“ den alten Unfug nochmal zu erzählen, „urbe libzi“ hieße „Ort an dem die Linden wachsen“. Hieß es auch 1015 nicht. Aber so mehren sich die alten Fehler fort.

Dafür sind jetzt die Römer bis Merseburg gekommen. Man staune.

Die Amerikaner waren ja wirklich da. Worüber Uwe Siemon-Netto einen hübschen Beitrag geschrieben hat: „Unser amerikanischer Traum“.

Und im Doppelinterview dürfen Altbürgermeister Hinrich Lehmann-Grube und  OBM Burkhard Jung mal ein paar Dinge sagen, die sonst im politischen Alltag meist nicht gesagt werden. Zum Beispiel auch, warum keiner von beiden gern OBM in Dresden geworden wäre. Muss man ja mal sagen dürfen. Unten stehen dann gleich sieben Bürgermeister, „auf die Leipzig heute noch stolz sein kann“. Nicht die einzige Liste in der Ausgabe. Bei „Bild“ lieben sie solche Listen, egal, was drin steht, Hauptsache durchnummeriert. Nein, die Mörder und Ganoven nicht. Aber die größten Gründer (10 Stück – da vermisst man so einige Namen zu Recht). Acht Promis zum Erraten, zehn geborene Leipziger, die zehn wichtigsten Künstler und so …

Die zehn größten Betrüger sucht man vergeblich.

Dafür ist der Lieblingsheld der Wiederaufbau-Leipziger drin: Baulöwe Schneider. Man könnte glattweg nostalgisch werden.

Ach ja, das berühmteste Leipzig-Orakel ist auch drin: Trendforscher Sven Gabor Janszky, der Leipzig für 2025 tatsächlich eine Einwohnerzahl von 700.000 vorhersagt – so wie das 1930 mal war. Und Markkleeberg ist eingemeindet. Danach holt er aber die Wünschelroute raus und verspricht in 100 Jahren gleich mal 2 Millionen Einwohner. Erlebt ja eh keiner von uns mit. Kann man also mal so sagen. Ein großes Wimmelbild ist drin, von „Mosaik“-Zeichner Andreas Schulze entworfen. Spätestens hier hab ich das altbekannte Gefühl wieder gehabt: Sie ist noch die alte, diese bunte Zeitung, aufgeregt und euphorisch bis zum Augenverdrehen. Die ganze Stadt eine Show im Modus eines besoffenen Radiomoderators. Groß, größer, am allergrößten. So gesehen eigentlich ideal für das aktuelle Leipziger Stadtmarketing mit seinem Rauschfaktor 25.

Da passt dann auch der ganze gedopte DDR-Sport mit seinen „besten Sportlern“ noch rein.

Und was bleibt übrig? – „100 Fakten aus 1.000 Jahren“. Nu ja. Da musste ich nicht mal die Lupe nehmen, um über Fehler zu stolpern. Es strotzt wieder. Aber auch das passt ja zum heutigen Jubiläums-Besäufnis: Hauptsache super. Stimmen muss es ja nicht.

„Dr. Schreber“ war niemals die älteste Kleingartenanlage der Welt. Selbst in Leipzig gibt’s eine, die viel älter ist: die Kleingartenanlage Johannisthal 1832. Weiß man eigentlich. Und Auerbachs Keller wurde auch nicht 1438 eröffnet. Wirklich nicht. Den hat der Herr Stromer aus Auerbach erst 1538 eröffnet. Bin ich ein Korinthenkacker? Wenn’s ums Saufen geht, schon. Denn was ich so gehört habe, ist eben nicht, dass Studenten die Gose nach Leipzig brachten. Durften sie gar nicht. Bier durften nur die Professoren in die Stadt bringen. Die Gose hat der Alte Dessauer nach Eutritzsch gebracht. Und die Studis wanderten dort hin, um zu saufen. Der junge Goethe übrigens auch.

Weiß ich nun mehr über die Stadt? Bin ich nun klüger? Was bleibt, wenn ich auf Sicherheitsabstand gehe und dieses Briefkastengeschenk für 310.000 Leipziger Haushalte durchs Fernglas begucke? Ein vages Gefühl von Rummelplatz. Und so ein Schwappern im Kopf, als hätte ich fünf Tüten Karamellbonbons vertilgt und meinem Lieblingsenkel auch noch die Bambina geklaut.

Beim Zusammenfalten seh ich, dass die „Bild“-Jungs noch eine andere Übersetzung angeboten haben: „Urbe Libzi“ als „Siedlung Leipzig“. Kann passieren. Jeder macht seins. Am Ende wird der ganze Babel zusammengeschmissen. So wie das Leipziger Allerlei. Morcheln, wenn welche da sind, Krebse, Möhren, Karamellbonbons.

Wenn es eine Bezeichnung für das Gefühl gäbe, dass ich hinterher immer habe, wäre es wohl Luftikussititis. Erkennbar an leichten Schwindelgefühlen und dem drängenden Wunsch, schreiend über die Straße zu laufen und dabei das Hemd vom Leib zu fetzen: Juhuhabejaadujaja!!!

So ungefähr.

Was schwierig ist für einen Mann im gesetzten Alter. Irgendwann ist man doch aus dem Mickey-Mouse-Alter raus. Dacht ich mir so. Denk ich mir immer. Wer „Weltnest Leipzig“ dann sogar für eins der 10 besten Leipzig-Bücher hält, der muss sowieso unter einem Zucker-Schock leiden. Vielleicht ist es das. Man hat am Ende das Gefühl, dass eine ganze Stadt im Zuckerrausch ist.

Da sind mir ein paar trainierte Hängebauchschweine wirklich lieber.

Euer Leo

1.000 JahreStadtgeschichteStadtmarketing
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