Leipziger Zeitung Nr. 45: Sicherheit, Hamburg, Bildung und ein Bursche namens Fallada

Für alle LeserFerien vorbei? Die Kinder müssen wieder was lernen? Was tun mit dem Schock der Rückkehr in die Realität? „Leipziger Zeitung“ lesen. Wir haben sie extra ein bisschen später herausgebracht, damit sie nicht im „Sommerloch“ verschwindet. Denn bekanntlich kehrte ja nach den Krawallen in Hamburg Totenstille ein im Land. Hummelsummen, Wiesengebrutzel, sogar die Vögel hörte man zwitschern. Aber René Loch war in Hamburg dabei.

Und natürlich nutzt er die Gelegenheit, ausführlich zu berichten, wie es war – was passiert ist und was nicht. Liest man sein Tagebuch, wird einem schleichend klar, dass es um mehr geht, als einen fast schon versimpelten Angriff Linksextremer.

Und wer die Tage noch in Leipzig weilte, bekam mit, wie die völlig ausufernde Hamburg-Debatte auch auf Leipzig herüberschwappte und ein paar sächsische Hardliner die Diskussion um die „Rote Flora“ in Hamburg nutzten, um auch gleich mal in Leipzig tabula rasa zu fordern: ein Ende für Conne Island und Werk II.

Und auf einmal auferstand das Gespenst wieder, das nun seit 27 Jahren in Sachsen umgeht: das Gespenst des Linksextremismus, der den ganzen, freundlichen Freistaat bedroht. Es erstaunt nicht mehr, dass sich die Klipp-Klapp-Diskussionen so ähneln. Denn sie verstellen den Blick auf die eigentlichen Probleme der großen Städte im Land, wo die Konflikte der Zeit noch öffentlich und – oft von beiden Seiten – mit aller Radikalität ausgetragen werden.

Natürlich beschäftigen wir uns auch ausführlich mit der Sicherheits- und Unsicherheitsdebatte in Leipzig. Immerhin hat der Kriminalpräventive Rat im Juli nicht nur sein Hausaufgabenheft vorgestellt, sondern auch die jüngsten Zahlen zum Sicherheitsempfinden in Leipzig.

Denn Kriminalität und das Empfinden der Bürger, ob ihre Stadt oder gar ihr Heimatortsteil noch sicher sind, das sind zweierlei Paar Schuhe. Und die Art, wie Medien über Kriminalität berichten, spielt dabei genauso eine große Rolle wie der Eifer der Stadt, Flecken der Verwüstung und der Unordnung schnellstmöglich zu beseitigen.

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 45. Screen Titel

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 45. Screen Titel

Aus Erfahrung zwar eine Art Sisyphus-Arbeit …

… wenn man allein an all die Leute denkt, die täglich wilde Schmierereien von den Wänden putzen müssen. Aber dahinter stecken auch Erfahrungen aus einer Stadt, wo man wirklich weiß, um was es geht: New York. Stichwort: „Broken Window“-Theorie. Wenn erst einmal eine Glasscheibe zerbrochen ist, dauert es nicht lang, und jemand fühlt sich bemüßigt, noch eine zu zerschmeißen und es dauert nicht lange, und ein ganzes Haus ist demoliert und eine Straße sieht aus wie ein Schlachtfeld.

Natürlich ist es komplizierter. Denn mit dem Bereinigen des Stadtbildes verschwinden weder die Kriminellen noch die Armen, Obdachlosen und Süchtigen. Was auch Leipzigs Polizeipräsident mittlerweile zu deutlichen Worten bringt, dass mehr Prävention und Sozialarbeit vonnöten ist.

Wehret den Anfängen und kümmert euch um ein friedliches Miteinander könnte man ausrufen.

Diese warnende Bitte steht eigentlich seit 1932 im Raum. Marko Hofmann und Michael Freitag geraten mit ihrer neuen „Zeitreise“ in die Leipziger Geschichte nach den 20er Jahren nun auch in den Vorabend des Hitlerreiches in in die Zeit einer entscheidenden Wahl im Juli 32. Die Gewalt tobt auf den Straßen und in den Gazetten und am Ende wird die NSDAP mit einem Erdrutschsieg aus diesen Wahlen hervorgehen.

Das wohl nur deshalb, weil auch die so gern gepriesene bürgerliche Mitte damals auf Konfrontationskurs war – vor allem gegen die ungeliebte Republik. Auch damals ging schon die (falsche) These herum, die Weimarer Republik sei gescheitert, weil sie von den Radikalen rechts und links zermahlen wurde.

Das stimmt bis heute nicht. Ohne den Kotau der bürgerlichen Mitte hätten die Nazis niemals eine Chance gehabt und vielleicht gäbe es auch die derzeitige Ausstellung über die „vergessenen“ jüdischen Spitzensportler vor der Thomaskirche nicht. Wie aktuell die Gültigkeit dieser Fragen ist, zeigt, was René Loch als Thema zumindest streift, wenn er über den latenten Rassismus der AfD und eine Gruppe Leipziger schreibt, welche diesen im Wahlkampf besonders thematisieren werden. Und Michael Freitag, wenn er über die verantwortlungslose Veröffentlichungspraxis von Facebook und den schleichendem Wandel des blauen Riesen zu einer handfesten Medienkonkurrenz nachdenkt.

Die Ahnung unter der Überschrift „Braucht es ein ‚Facebook‘-Gesetz? lautet: Nein. Es müssten nur endlich alle Publikationsplattformen juristisch gleich behandelt werden – so oder so – Stichwort „Verbreiterhaftung“. Zumindest wäre dies in einem Rechtsstaat mit Regeln für Presse und alle anderen Medienarten zu erwarten.

Natürlich sind ganze Seiten auch der Frage gewidmet, wie Kriminalität tatsächlich entsteht – und was das mit sozialen Fragen und einer Jugend in Armut zu tun hat. Armut in mehrfacher Bedeutung: So langsam erreicht das ja selbst die sächsische Öffentlichkeit, dass auch das gegenwärtige Bildungssystem herzlich wenig dazu geeignet ist, Chancengleichheit herzustellen. Und vor allem jungen Menschen aus „bildungsfernen“ Familien den Weg zu einem hohen Abschluss und einem gut bezahlten Job zu eröffnen.

Der traurige Schlusspunkt wird dann noch immer allzuoft im Gerichtssaal gesetzt, der Ort, wo manches klarer, jedoch nichts froher wird angesichts der „Karriere“ manches Angeklagten. Gleich zwei als Morde angeklagte Fälle haben es dieses Mal in die LZ geschafft, einer unter „Rockern“ und einer aus dem migrantischen Milieu in der „Trabantenstadt“. Zwei Fälle, wo die Spurensuche nach den Gründen noch in vollem Gange sind.

Neben einem kurzen Blitzlicht zum Thema Gemeinschaftsschule gibt es auch eine ausführliche Diskussion zum neuen Hochschulpakt, den gerade ostdeutsche Wissenschaftsministerinnen und -minister fordern. Weil sie wissen, dass gerade Kinder aus ostdeutschen Elternhäusern nicht in Watte gepackt sind. Und besonders darunter leiden, wenn Dozenten fehlen, Studiengänge überlaufen sind, ein numerus clausus die Bewerbung verhindert oder die Hochschule in ihrer Heimatstadt die attraktivisten Studiengänge heruntersparen muss.

Für nicht wenige fehlt es auch schlicht an Geld für einen normalen Studienverlauf, wie eine Umfrage unter den jungen Menschen zeigt.

Alles nur schwere Kost?

Zum Glück nicht. Es gibt auch das geliebte Lesefutter für philosophische Köpfe und für Stadtspaziergänger (die wir diesmal ins Grafische Viertel und in die Welt des Pennälers Rudolf Ditzen mitnehmen). Mit Jens-Uwe Jopp gehts munter mitten hinein in die französische Revolution, Konstanze Caysa schlägt einen Bogen von der „Ehe für alle“ zum reproduzierbaren Menschen und „Überm Schreibtisch links“ steht dieses Mal kein Geringerer als Rainer Maria Rilke im Regal.

Sportlich war die LZ natürlich unter anderem beim 100. Derby der Stadt dabei. Und hat sich, die Trainer und Clubpräsenten von Lok Leipzig und der BSG Chemie gefragt, wie zwei Chaoten gegen den lautstarken Protest der eigenen Anhängerschaft beinahe ein wichtiges Spiel platzen lassen können.

Das Abschlusswort bekommen dann – freundlich flankiert von einigen Betrachtungen der Kolumnistin Ulrike Gastmann zum modernen Kleinbürger beidseits der Elbe – natürlich wieder die drei wichtigen Herren aus Hamburg: Nichts gehört, nichts gesehen, nichts gesagt. So kann man auch Politik machen, zeig der Karikaturist Schwarwel. Aber eine sehr seltsame, wie wir in der Summe feststellen dürfen.

Die neue „Leipziger Zeitung“ liegt ab Mittwoch, 2. August 2017, an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Besonders in den Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Also, support your local dealer. Da es vermehrt zu Ausverkäufen kam, ist natürlich auch ein LZ-Abonnement  zu 29,50 Euro im Jahr möglich oder ein LZ-L-IZ-Kombiabo im Zuge der Abo-Sommerauktion & Spendenaktion zu derzeit 70 Euro jährlich möglich, um garantiert nichts mehr zu verpassen.

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Leipziger Zeitung
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