Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 20

Backfire-Effekt: Wie heißt denn der objektive Oberschlaukopf in unserer Redaktion?

Für alle LeserNicht jeder Dieter ist so ein Dieter, wie wir ihn in unserem Beitrag „Dieters Leserbrief oder Wie man Kommunikation gezielt zerstört“ geschildert haben. Und mancher fühlt sich angesprochen, obwohl er gar nicht gemeint war. Aber reagiert trotzdem, so wie Dieter Krause, der tatsächlich emsig mitliest bei uns. Und auch eine dezidierte Meinung hat zu den Themen der Zeit. Und zu Medien.

Viele Leipziger, die sich mit Stadtpolitik beschäftigen, kennen ihn. Immer wieder meldet er sich mit Einwohneranfragen und Petitionen im Stadtrat zu Wort. Und wenn er uns Leserbriefe schreibt, dann umfassen sie nicht fünf Zeilen mit komischen Fragen, sondern meist mehrere Din-A-4 Seiten. Denn er begründet seine Anliegen sehr ausführlich, zitiert und erörtert.

Meist können wir darauf nicht eingehen, weil die Themen wirklich weit neben unserer Kernarbeit liegen.

„Was machen wir eigentlich mit den 50 % überflüssigen Bankangestellten, die jetzt auch die Deutsche Bank durch Computer ersetzen will (siehe Anhang)?“, fragt er zum Beispiel in seiner Reaktion auf den Dieter-Artikel. Und kommt wenig später auf ein anderes Thema, das ihn beschäftigt: „Wirtschaftliche Not, Naturkatastrophen, Krieg oder Armut werden nicht als Fluchtgründe im Sinne des internationalen Asylrechts anerkannt. Den durch Krieg oder Verfolgung vom Tode bedrohten Menschen kann jedoch auch ein zeitweiliger subsidiärer Schutz gewährt werden, das sind Flüchtlinge, die nicht um Asyl ansuchen oder nicht die internationalen oder nationalen Kriterien auf Asylgewährung erfüllen (negatives Asylverfahren), aber aus rechtlichen oder faktischen Gründen nicht abschiebbar sind“, zitiert er Wikipedia.

Und wundert sich, warum dann die Linke so auf dem Thema politische Flüchtlinge herumreitet. Tut sie das? Sie merken schon: Jetzt müsste sich einer von uns ransetzen und herausbekommen, wie die Linke und mit welchen Argumenten sie die Flüchtlingsthematik bespricht.

Ich dreh mich dann immer um und sehe: Da sitzt kein junges, gut ausgebildetes Wesen, das ich schnell mal in die Spur schicken kann. Journalismus aber lebt von „manpower“. Von echten Menschen, die entweder da sind und bezahlt werden können, wenn wir sie mit Neugier gegenüber unserer Gesellschaft beauftragen. Oder sie sind nicht da. Dann passiert ein Großteil von dem, was gefragt und erkundigt werden müsste, einfach nicht.

Übrigens ein Thema, das Dieter Krause auch anspricht. Auf seine Weise: „PS.: Wer in der Redaktion der L-IZ verfügt eigentlich über ein objektives Bewusstsein, um alle auf ihn einströmenden Fakten richtig zu beurteilen? Ich bitte da mal um Namen, damit ich das mal überprüfen kann. Vielen Dank!“

Was er halt für eine Vorstellung davon hat, wie Journalisten arbeiten und denken.

Aber es geht nicht nur ihm so. Denn was wir bei unserer Arbeit auch immer wieder reflektiert bekommen – egal, ob in Kommentaren, Leserbriefen, aus Anfragen, Foren oder Diskussionen: Die meisten Menschen haben gar keine Ahnung davon, wie Redaktionen arbeiten. Sie wissen es einfach nicht. Sie erfahren es nicht in der Schule. Und die meisten Medien erzählen auch nichts davon.

Aber alle erwarten etwas. Etwas Objektives.

Dass Redakteure ein „objektives Bewusstsein“ hätten, mit dem sie alle auf sie einströmenden Fakten beurteilen können, würde ich nie behaupten. Im Gegenteil. Meine Haltung dazu habe ich schon mehrfach formuliert. Zum Beispiel 2014 in der Besprechung des Katalogs zur Ausstellung Unter Druck. Medien und Politik“ (die Sie hoffentlich alle gesehen haben, weil sie viele Aspekte zum Medienmachen der Gegenwart gezeigt hat). Damals schrieb ich: „Aber auch das ist wichtig, sich dessen immer wieder zu vergewissern: Journalismus ist in gewisser Weise immer subjektiv, die Autoren haben ihre persönlichen Sichtweisen und Einordnungen.“

Was ich für die allerwichtigste Grundlage journalistischen Arbeitens halte. Wer sich seiner eigenen Subjektivität nicht (mehr) bewusst ist, verliert das wichtigste Instrumentarium für seine Arbeit. Ich habe das auch immer wieder mit wissenschaftlichem Arbeiten verglichen. Richtige Wissenschaftler „wissen“ nichts (und glauben tun sie erst recht nichts). Sie sind sich immer dessen bewusst, dass ihre Modelle und Theorien immer nur eine größtmögliche Annährung an das sein können, was wirklich passiert. Und sie entwickeln immer wieder neue Tests, um die eigenen Theorien infrage zu stellen. Nur das, was wirklich guten und immer wiederholbaren Tests standhält, ist ein belastbares Modell zur Erklärung der Welt.

Dasselbe gilt für das journalistische Arbeiten. Der Beobachter ist immer subjektiv. Wie also bekommt man eine Berichterstattung, die die Dinge möglichst erzählt, wie sie wahrscheinlich wirklich sind?

Das ist das, was Journalismus erst so arbeitsaufwendig macht.

Was man nicht tun sollte: Nachrichten, egal, von wem sie kommen, ungeprüft in die Vervielfältigungskanäle einzuspeisen. Selbst wenn sie noch so gut klingen. Dann erst recht nicht.

Deswegen kommen dann all die Dinge zum Tragen, die der Nutzer nicht sieht. Augenscheinlich, weil viele wirklich glauben, Journalisten seien irgendwie Leute, die objektiv sind. Sind sie nicht.

Die besseren wissen ziemlich gut, dass sie es nicht sind. Und prüfen lieber stunden- und tagelang all die Dinge, die den heutigen Newsmakern so völlig egal sind:

Wer ist die Quelle? Ist die Quelle zuverlässig? Stammt die Nachricht tatsächlich aus der angegebenen Quelle? Welche anderen seriösen Quellen bestätigen die Nachricht? Stimmen Zeit- und Ortsangaben? Sind Übersetzungen im Text? Sind diese korrekt?

Auf welchen Basissachverhalt bezieht sich die Nachricht? Gibt es dazu Dokumente, die man einsehen kann? Stimmen die verwendeten Zahlen? Und in welchem Zusammenhang stehen die Aussagen? Gibt es weitere Zeugen zum geschilderten Sachverhalt? Haben wir zu dem Thema schon vorgearbeitet? Ordnet sich die Nachricht ein oder zeigt sie Abweichungen, die nicht erklärt werden können? Woher stammen diese Abweichungen? Wer ist der Handelnde? Lässt der sich auch verifizieren? Usw.

***

Das rattert die ganze Zeit im Kopf ab. Richtig ist: Bei der Flut von Nachrichten, die täglich hereinfluten, kann man dabei verrückt werden. Denn das ist mit einer kleinen Mannschaft nicht zu schaffen. Selbst dann nicht, wenn man den Müll (90 Prozent) sofort löscht. Bleiben noch 10 Prozent relevante Stoffe. Von denen dann vielleicht 1 bis 2 Prozent überhaupt noch bearbeitet werden können. Objektiviert werden können, um das mal so aufzugreifen. Erst wenn man so viele Fakten, Daten und Quellenbestätigungen hat, dass die Geschichte in sich stimmig ist, also mit größtmöglicher Sicherheit den wirklichen Ereignissen entspricht, dann kann sie auch veröffentlicht werden.

Was dann immer noch nicht heißt, dass dann alle glücklich sind damit. Denn manchmal bedeuten die Schlussfolgerungen aus all dem durchwühlten Material auch, dass man honorigen Leuten aufzeigt: Da habt ihr Bockmist gebaut.

Dann ist aber manchmal die Hölle los, weil nicht nur einige Journalisten glauben, sie hätten die objektive Wahrheit gepachtet, sondern auch ziemlich viele Leute in Verantwortung. Man arbeitet auch immerfort gegen etwas an, was die Psychologen den Backfire-Effekt nennen. Worüber Harald Lesch in einem Youtube-Video hier sehr schön erzählt.

Auch dessen ist man sich als Journalist irgendwann bewusst: Wie sehr man andere Menschen sogar regelrecht verstört, wenn man den Dingen auf den Grund geht und tiefsitzende Überzeugungen nicht nur infrage stellt, sondern sogar zeigt, dass sie falsch sind. Im besten Fall sogar, warum.

Natürlich sind dann wir Journalisten die Doofen. Wie können wir denn infrage stellen, „was alle Leute denken“?

Aber bevor wir damit in das neue Thema hineinrutschen, halte ich einfach fest: Es ist gut, sich dessen auch als Journalist immer bewusst zu sein, dass man weder objektiv noch frei von Vorurteilen ist. Und dass es sogar richtig spannend wird, wenn man die eigenen Überzeugungen infrage stellt und Geschichten so unvoreingenommen anpackt, dass man anfangs selbst nicht weiß, welches Ergebnis man am Ende bekommt.

Nur die oben genannten Fragen müssen gestellt werden. Immer wieder. Und am Ende ist man meistens selbst überrascht, was man alles herausfinden kann.

Und wie heißt nun das objektive Gehirn in unserer Redaktion, das Dieter Krause so unbedingt kennenlernen will? Geduld heißt es, Zweifel auch, Suchen und Fragen natürlich, und letztlich: ewige Unzufriedenheit.

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“.

Die Frage ist ja auch, warum nicht mehr Kollegen bei der L-IZ.de anheuern können & woher die „Zeit“ kommt. Hier ist ein Teil der Antwort. Werde Freikäufer.

* Video *Medien machen in Fakenews-Zeiten
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Notenspur-Nacht der Hausmusik im Kleingärtnermuseum
Weihnachten am Kreuz
Polizeibericht, 20. November: Einbruch in Pizzeria, Dubioses Unfallgeschehen, Handtasche entrissen
Ökolöwe trauert um sein Gründungsmitglied Dr. Leonhard Kasek
Voll im Trend: Weihnachtsmarkt-Tassen 2017 in mattbraun-mint
SPD Sachsen: Siemens muss seiner Verantwortung gerecht werden
„Auf_Hören!!!“: Fachtag widmet sich Kindern als Zeugen und Opfern häuslicher Gewalt
Gesundheitsvortrag am 29. November: Erkältung – Nein Danke!
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Bis 2030 kommt Leipzig aus dem Kita- und Schulenbauen nicht mehr heraus
Das neue Gymnasium in der Telemannstraße. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserIm Frühjahr waren alle erst einmal erschrocken, als die Stadt ihren neuen Schulentwicklungsplan konkretisierte und OBM Burkhard Jung erstmals bezifferte, wie viele Schulen Leipzig in den nächsten 12 Jahren bauen, erweitern oder saniert wieder in Betrieb nehmen muss, um all die Kinder auch unterbringen zu können. Ganz trocken sagte er: 70. Und jeder wusste: Im aktuellen Schulbautempo wird Leipzig das niemals schaffen.
Soll rechtslastigen Verlagen der Auftritt auf der Leipziger Buchmesse versagt werden?
Das Doppel-M am Turm des Messegeländes. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle LeserWird es auf der Leipziger Buchmesse zu einem Ausstellungsverbot rechter Verlage kommen? Die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat versucht das mit einem Antrag durchzusetzen. Denn aus ihrer Sicht hat der Auftritt rechtslastiger Verlage nicht wirklich mit Meinungsfreiheit und Pluralismus zu tun.
Wohin kommt der geplante Systembau für die Apollonia-von-Wiedebach-Schule?
Die Nordseite der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas Leipzigs Verwaltung bei Kitas kann, das kann sie auch bei Schulen. Muss sie auch. Denn beim Schulneubau ist der Investitionsstau längst genauso drängend. Binnen zwei Jahren will die Stadt 4.368 zusätzliche Schulplätze aus dem Boden stampfen. So beschloss es der Stadtrat im Mai in einer Sammelvorlage. 112 Millionen Euro fließen in dieses Platzerweiterunsprogramm.
Sachsen fehlen nicht die Lehrer, sondern ein attraktives Bildungssystem
Das Bildungsideal eines vergangenen Jahrhunderts. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Zoff in der CDU. Machtspiel um die Verbeamtung von Sachsens Lehrern hat begonnen“ titelte der MDR am 17. November. Nein, natürlich macht der Sender keine Online-Zeitung. Und natürlich macht er auch keine Meinung, indem er jetzt einen innerparteilichen Knatsch in der CDU-Spitze inszeniert, sozusagen: Michael Kretschmer gegen die Hardliner. CDU-Chaostage nennt nun Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion, das, was da medial um die Verbeamtung sächsischer Lehrer inszeniert wird.
Was hat eigentlich Martin Luther mit dem Krieg von 1618 bis 1648 zu tun?
Peter H. Wilson: Der Dreißigjährige Krieg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas Buch ist über 1.000 Seiten dick und so etwas wie die Gesamtübersicht über das, was Historiker so leichthin den Dreißigjährigen Krieg nennen. Geschrieben von einem Militärhistoriker, der die Sicht von draußen hat und auf lokale Ressentiments keine Rücksicht nehmen muss. Denn Peter H. Wilson lehrt an der Oxford University. Und das Buch bietet mehr, als in einer Rezension (die wir am 24. November in der „Leipziger Zeitung“ veröffentlichen) Platz finden kann.
BFC Dynamo vs. 1. FC Lok Leipzig 3:1 – Lok rutscht in Berlin weg
Im Hinspiel hatten Christian Hanne (li.) und Lok-Kollegen gegen den BFC noch die Nase vorn. Diesmal jedoch war sein Tor zu wenig. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNichts war es mit dem Angriff auf den 2. Tabellenplatz für den 1. FC Lok Leipzig. Beim „Nun-wieder-Zweiten“ BFC Dynamo kassierte Lok eine vermeidbare 1:3 (0:2)-Niederlage. Der Berliner Führungstreffer gelang per zweifelhaftem Elfmeter, und bei den anderen beiden Treffern standen zwei Defensivspieler der Leipziger Pate. Das Lok-Tor erzielte Christian Hanne kurz vor Schluss. Lok verliert damit erstmals ein Regionalliga-Spiel seit Anfang September.
SC DHfK Leipzig vs. Göppingen 33:28 – Arbeitssieg und Ligadebüt für Torwart Simonsen
Erst die Arbeit - und dann der Jubel. Heimsieg für den SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEine Halbzeit lang taten sich die Leipziger auf hohem Niveau schwer gegen ihre kämpferischen, aggressiv verteidigenden Gegner. Gleichzeitig bekamen sie die starken Kreisspieler nicht so ganz in den Griff, so dass Milos Putera trotz guter Leistung bis zur Pause schon 16 Mal den Ball aus den Maschen holen musste. In Halbzeit zwei griff die Defensive besser, der Angriff stach weiter, und so errangen die Leipziger einen Heimsieg der schwierigeren Sorte. Das 33:28 war zu deutlich für den Spielverlauf.
Weiter Wirbel um Rauscher: Studenten planen Demo
Eine falsche Debatte am 28. April 2016 an der Uni Leipzig über "Meinungsfreiheit": Tarek Abdel Al Mohammed Hassan (Referent für Antirassismus im Stura der Uni Leipzig, Prof. Dr. Thomas Rauscher und Moderatorin Jessica Brautzsch (Mephisto 97.6). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDr. Thomas Rauscher wird es sicherlich als die Fortsetzung einer Art Hexenjagd gegen sich und gegen seine zu keinem Zeitpunkt beschnittene „Meinungsfreiheit“ empfinden. Nachdem er seinen Twitteraccount abgeschaltet hat, hatten ihn Studenten des SDS Leipzig in einer Übung im Hörsaal besucht, seine Tweets präsentiert und in der Realität kommentiert. Nun bereiten sie eine Demonstration vor und rufen unter dem bereits bekannten Motto „Rauscher rausch ab“ zum Protest gegen Rassismus und Diskriminierung an der Universität Leipzig auf. Gleichzeitig hinkt die inhaltliche Debatte über Rauschers Twitter-Thesen an der Uni noch etwas hinterher.
Rathausvorplatz soll seine Straßenfunktion verlieren
Bauarbeiten am Rathausvorplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende fragt man sich nur noch: Warum wurde dann die Gunst der Stunde nicht genutzt, vor dem Eingang zum Neuen Rathaus tatsächlich einen modernen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen? Warum hat man doch wieder eine Straße in Planung gegeben, die nun auch noch ihre Straßenfunktion verlieren soll? Denn dieses Stück Straße möchte die Verwaltung jetzt einziehen.
Positionspapier der Bürgermeister aus dem Erzgebirge findet volle Zustimmung bei SPD, Grünen und Linken
Wenn das Geld knapp ist ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie sächsische Regierungspolitik steht vor einem gewaltigen Scherbenhaufen. Nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird immer deutlicher, dass seine Regierungsjahre in weiten Teilen verlorene Jahre waren. Die zukunftsfähige Gestaltung des Landes hat er einer rigiden Sparpolitik geopfert, unter der vor allem die Kommunen im Land gelitten haben. Und das Statement von 21 Bürgermeistern aus dem Erzgebirgskreis bringt das Dilemma jetzt auf den Punkt.
Wer in Leipzig gut verdient, hat natürlich keinen Grund zur Panik
Bestands-und Angebotsmieten in Leipzig. Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Für alle LeserEs ist ambitioniert, was das PISA Immobilienmanagement nun zum zweiten Mal versucht hat: einen detaillierten Marktbericht zum Wohnungsmarkt in Leipzig. Den ersten legte das Unternehmen 2016 vor. Auch damals mit dem Hinweis: Kein Grund zur Panik. Global betrachtet stimmt das auch. Wer gut verdient, kann sich das neue Mietniveau leisten. Panik ist in Leipzig mittlerweile eine Sache des Geldbeutels.
Ein Buch, das gerade im Hybriden von Aula und Kirche St. Pauli Faszination und Chancen entdeckt
Peter Zimmerling (Hrsg.): Universitätskirche St. Pauli. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferAm 1. Dezember ist es endlich so weit. Mit einem Festakt und einem Festkonzert wird das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – am 1. Dezember eröffnet. Gefeiert wird bis zum Universitätsgeburtstag, dem Dies Academicus am Montag, 4. Dezember. Und pünktlich zu diesem Finale liegt jetzt auch dieses opulente Buch vor. Das auch ein streitbares ist. Denn um kein Leipziger Gebäude wurde in den vergangenen 15 Jahren so heftig gestritten wie um St. Pauli.
Bayer Leverkusen vs. RB Leipzig 2:2 – Kein Sieg trotz Führung und Überzahl
Forsberg verwandelt zur erneuten Führung für RBL. Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Für alle LeserWie schon in der Vorsaison ging es in der Partie zwischen Bayer Leverkusen und RB Leipzig hoch her – zumindest nach der Halbzeitpause. Am Ende stand es 2:2; Werner und Forsberg hatten per Strafstoß getroffen. Da die Leipziger zweimal in Führung lagen und fast 45 Minuten in Überzahl spielten, ist das Unentschieden aus ihrer Sicht zu wenig.
Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress
Biodiverser Herbstwald mit Fichte, Buche und Birke. Bild: iDiV, Christian Hüller

Bild: iDiV, Christian Hüller

Für alle LeserDass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder.
Abschluss der Schmetterlingsaktion
Foto: Michael Happ

Foto: Michael Happ

Umweltstaatssekretär Herbert Wolff hat am 17. November 2017 in Bad Schandau (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) auf der Abschlussveranstaltung der Aktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ ein positives Resümee gezogen. Im Jahr 2015 startete das Projekt mit dem Ziel, Freiwillige zu gewinnen, die ihre Freiflächen schmetterlingsgerecht pflegen.